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Es sind bereits Vorrichtungen zum Kühlen und Konservieren von leicht verderbenden Waren (Lebensmitteln) bekannt, bei denen Kohlensäuresehnee als Kühlmittel in der Weise verwendet wird, dass das aus dem Schnee freiwerdende Gas in den Kühlraum geleitet wird. Dabei sind keine Abschliessungs- mittel für das Kühlgas vorgesehen und sein Entweichen aus der Kammer, in der der Schnee sich befindet, erfolgt infolge des starken Druckgefälles derart schnell, dass sich bald einerseits der Kühlraum unter
Druck setzt und aus dessen Fugen (weil er nicht gasdicht sein kann) viel Kohlensäure entweicht und anderseits durch das rasche Abströmen des Gases aus der Sehneekammer darin der Gasdruck auf so geringer Höhe gehalten wird, dass mehr Schnee verdampft als zur erwünschten Kühlung erforderlich ist.
Es entstehen daraus die Nachteile, dass in die Räume, in denen sich der Kühlschrank befindet, viel
Kohlensäure gelangt und dass Verschwendung des Schnees und oft schädliche übermässige Abkühlung der Waren oder Ausfrieren verursacht werden.
Diese Nachteile bei der Verwendung von Kohlensäureschnee werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, dass das Entweichen des Kohlendioxydgases aus der Schneekammer nicht ungeregelt erfolgt, sondern beschränkt wird. Zu diesem Zweck ist eine allseitig geschlossene, vorzugsweise wärmeisolierte, zur Aufnahme des Kohlensäureschnees bestimmte Kammer vorgesehen, deren Verbindung mit dem zu
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liches Entweichen des entstandenen Kohlensäuregases, das aus dem Schnee durch Wärmeaustausch der Kammerwandung mit dem Kühlraum gebildet wird, erfolgen kann. Infolgedessen sinkt der Gasdruck in der Schneekammer langsam, und es tritt weder zu viel Gas aus, noch kann der Schnee zu schnell verdampen.
In der Zeichnung sind einige Beispiele der Erfindung dargestellt : Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch einen Kühlwagen gemäss der Erfindung, Fig. 2 und 3 stellen eine Einzelheit in grösserem Massstabe in zwei zueinander senkrechten, lotrechten Schnitten dar, der letztere nach 10-10 der Fig. 2, Fig. 4 zeigt eine andere Einzelheit, Fig. 5 einen lotrechten Schnitt einer weiteren Ausführungsform, Fig. 6 einen lotrechten Schnitt eines Kühlschrankes und Fig. 7 schaubildlich eine Einzelheit zu Fig. 6.
Nach Fig. z ist eine allseitig geschlossene Kammer 22 für den Kohlensäureschnee 26 vorgesehen.
In ihren oberen Teil ist eine enge Gasleitung 28 eingeführt, deren Ende in Verbindung mit dem Innern der Kammer 22 steht, deren anderes Ende 29 bis zur entgegengesetzten Seite der Kühlkammer 20 reicht.
Das aus der Kammer 22 durch das Rohr 28 ausströmende Gas bewirkt die Abkühlung der Kühlkammer 20 und die Konservierung ihres Inhaltes durch Bewegung und Verdrängung der Luft unter gleichzeitiger
Abkühlung des Innenraumes. Die Kammer 20 muss einigermassen luftdicht sein, besonders bei den Türen.
Die Wandungen der Kammern 20 und 22 bestehen aus schlechten Wärmeleitern, um das übermässige
Ausfrieren der Waren in der Nähe der Kammer 22 zu verhindern und den Kohlensäureschnee zur lang- samen Verdampfung zu bringen. Diese Isolierung ist notwendig, da die Temperatur des Kohlensäure- schnees etwa 80 C beträgt. In dem Masse, wie der Wärmeaustausch stattfindet, erhöht sich die Ge- schwindigkeit des Verdampfens des Schnees 26 in der Kammer 22, gleichzeitig steigt aber der Gasdruck in der Kammer selbst und dadurch wird das weitere Verdampfen entsprechend verlangsamt. Das aus dem Kohlensäureschnee entweichende sehr kalte Gas absorbiert bei dem Durchgang durch das Rohr 28
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Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass der erforderliche Kohlensäuresehnee in der
Kammer neu gebildet werden kann. Zu diesem Zweck ist die Kammer 22 mit einem lotrechten, zylindri- sehen Aufsatz 2. 3 (Fig. 2) versehen, durch den ein Düsenrohr 24 in die Kammer 25 einmündet. rm den
Kohlensäureschnee in der Kammer 22 zu bilden, wird der Stutzen 4 (Fig. 1) mit einem Behälter für flüssige Kohlensäure verbunden und das Ventil 5'geöffnet, wodurch das flüssige Gas durch die sehr enge Öffnung 24' (Fig. 4) der Düse 24 austritt und expandiert, wobei es sich teilweise in Schnee verwandelt.
Die enge Öffnung 24'besitzt eine nach aussen verbreiterte Mündung, um das Verstopfen des Durchganges mit dem gefrorenen Kohlendioxyd zu verhindern. Das Rohr 24 mündet in den zylindrischen Teil 2. 3 tangential ein ; infolgedessen entsteht durch die Kraft des Entweichens eine Wirbelung, wodurch Schnee und Gas voneinander getrennt werden, wobei die Zentrifugalkraft und das Gewicht des Schnees sein rasches Absetzen im Innern der Kammer 22 veranlassen, während das leichtere Gas sich in dem obersten
Teil ansammelt. und die Bildung einer Vertiefung 27 bewirkt, welche gegenüber dem Rohr 28 verläuft, bis die Kammer 22 annähernd gefüllt ist. eh Fig.
5 wird der Kohlensäuresehnee nicht in der Vorrichtung selbst hergestellt, sondern als fester Körper oder Block in die Kammer 22 eingefüllt. Der Behälter 20 besitzt zu diesem Zweck eine abnehmbare Deckplatte 34, die Kammer 22 die abnehmbare Deckplatte 31 mit Handgriff-33, so dass der Schneeraum 26 leicht zugänglich ist.
Die Deckplatte 31 ist an ihren Seitenwänden nicht abgeschliffen und passt nicht luftdicht in ihren Sitz ein, so dass das aus der Kammer 22 entweichende Kohlensäuregas . durch die Fugen 32 an den Deekplattenrändern 31 hindurehtreten kann. : 11
Fig. 6 zeigt einen Kühlschrank mit Doppelwandungen 35 mit schlechtem Wärmeleiter 37 und einer
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Schieber 42 ; 43 anfassen zu können und das Entweichen des Gases in den oberen Teil des Kühlschrankes zu ermöglichen. Durch entsprechende Einstellung der Schieber kann der unterste Kälteraum 46 mehr oder weniger mit dem darüber befindlichen Raum 47 verbunden werden. 46 ist eine Kühlkammer für längere Aufbewahrung von leicht verderblichen Waren 56.
Die Türen dieses Raumes 46 werden besonders
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verdrängt und die darin befindlichen Waren befinden sich unter Luftausschluss. Das Gas geht dabei 'aus der Kammer 51 zunächst nach den tieferen Teilen des Raumes 46 und steigt dann immer höher, ¯im Masse :, wie es durch das kältere Gas aus dem Kohlensäureschnee verdrängt wird. Das Abteil 47 ist weniger kühl. sowie infolge der Türen nicht ganz luftdicht, enthält aber bei geschlossenen Türen ebenfalls ausschliesslich die aus dem unteren Raum 46 verdrängte Kohlensäure. Die Abteile 48 und 49 sind weniger 'kalt'und enthalten auch noch Luft.
"Die Schneekammer M kann beispielsweise mit Vakuumwandungen versehen sein. Sie ist mit dem Abschlussdeckel 52,53 versehen, in dem ein Durchgang 54 für das Gas vorhanden ist. Die Mittel, um das Entweichen des Gases aus der Schneekammer zu gestatten, können auch in anderer Weise aus- gebildet sein und in einem engen Kanal in den Wandungen oder zwischen dem Deckel und dem Behälter 'bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Kühlen und Konservieren von Waren mittels Kohlensäuresehnee, der in . einer. allseitig geschlossenen, vorzugsweise wärmeisolierten Kammer Aufnahme findet, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kammer nur durch eine enge Öffnung, Fuge oder Leitung mit dem zu kühlenden Raum in Verbindung steht, derart, dass durch die genannte Öffnung ein allmähliches Entweichen des aus dem sehne schnee durch den Wärmeaustausch der Kammerwandungen mit dem Kühlraum gebildeten Gases erfolgt.