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Einrichtung zum selektiven Erkennen eines Erdschluss habenden Leitungsabschnittes einer verschiedene Zentralen verbindenden Hochspannungsleitung.
Durch die den Erdschluss verursachende Fehlerstelle eines Hochspannungsnetzes fliesst bekanntlich ein vorwiegend kapazitiver Strom, der Erdschlussstrom oder, falls das Netz einen induktiven Erdschutz hat. der Erdsehlussreststrom, welcher bei Resonanzabstimmung der Erdungsinduktivität noch die Watt-und die Oberwellenkomponente des Erdschlussstromes enthält.
Die Oberwellenkomponentedes Erdschlussstromes bzw. desErdschlussreststromesistnun dazu geeignet. den krankenLeiter kenntlichzumachen, da sichz. B. durch Zeiger-oder akustische Instrumente das mehr
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in Reihe zum Netzleiter geschaltetes Telephon durch Klang und Lautstärke die fehlerhafte Leitung anzeigen. Dieses selektive Erkennen ist aber zunächst nur bei einseitig gespeisten Leitungen oder Zeigleitungen möglich, weil hier gewissermassen parallel liegende Leitungsstücke verglichen werden.
Verbindet aber eine Leitung verschiedene Zentralen und ist die Aufgabe gestellt, zu erkennen, in welchem Leitungsstück dieser Leitung die Fehlerstelle liegt, dann handelt es sich um den Vergleich zweiseitig gespeister, hintereinander liegender Leitungstücke und da ist das selektive Erkennen mit den oben beschriebenen Hilfsmitteln allein nicht möglich. Der die Fehlerstelle durchfliessende Oberwellenstrom fliesst nämlich teilweise der einen und teilweise der anderen Zentrale zu, und es gibt somit keine Stelle der Verbindungsleitung, bei welcher das die Oberwellen messende Instrument, z. B. ein Telephon. nicht ansprechen würde.
Sind nun aber Oberwellen überall vorhanden, dann versagt dieses Mittel zur Ermittlung des kranken Leitungsstückes. Gegenstand der Erfindung ist nun aber eine Einrichtung zum selektiven Erkennen eines Erdschluss habenden Leitungsabschnittes einer verschiedene Zentralen verbindenden Hochspannungsleitung, bei welcher sowohl Einrichtungen vorzusehen sind, welche die die Leitung durchfliessenden Oberwellenströme des Erdschluss- stromes messen, als auch Einrichtungen, durch welche die Verteilung der Oberwellenströme des Erdschlussstromes auf die verschiedenen Zentralen zur Feststellung des Fehlerortes geändert werden kann. Schaltet man z.
B. an den Punkten, an welchen die Leitungsabschnitte aneinanderstossen, kurzschliessbare Drosselspulen in die Leitung ein, so kann durch Öffnen des Kurzschlusses der induktive Widerstand des zu der einen Zentrale führenden Leitungsteiles gegenüber dem Widerstand des zu der andernZentrale führendenLeitungsteiles besonders für die Oberwellenströmp erheblich erhöhtwerden.
Solange der Kurzschluss offen ist, wird somit der Oberwellenstrom vorwiegend nur der einen Zentrale zufliessen. Wird aber die Drossel wieder kurzgeschlossen, wie es im Normalbetrieb des Netzes der Fall ist, dann sind für die Verteilung der Oberwellenströme auf die verschiedenen Zentralen die sonstigen Verhältnisse der Anlage massgebend. Wie das selektive Erkennen des kranken Leitungsabschnittes von statten geht. soll nun an Hand des Ausführungbeispiels der Figur näher erläutert werden. A und B stellen Zentralen dar, die durch die Leitungen R S T miteinander elektrisch verbunden sind. Im Erdschlussfalle wird z.
B. in Zentrale A an dem Hörer HA das Vorhandensein eines Erdschlusses festgestellt. Es zeigt sich
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durch Benutzung der Umschalteinrichtung VA, dass von den drei Phasen R S T z. B. Phase R Erdschluss hat, weil das Telephon d'es durch die Lautstärke anzeigt.
Um nun festzustellen, ob die Fehlerstelle sich in dem Leitungsabschnitt .-C oder in dem Leitungsabschnitt C-B- befindet, wird der Kurzschluss der in C in Reihe zur Netzleitung liegenden Drossel D vorüber-
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zu annähernd gleichen Teilen flossen, wird der induktive Widerstand der Strecke C-B durch das Wirksamwerden der Drossel besonders für die Oberwellenströme stark erhöht, so dass sie sich fast ausschliesslich über die Zentrale A schliessen. Das Telephon bei A wird also stärker tönen und damit kundtun, dass die Fehlerstelle zwischen C und liegt.
Umgekehrt wird man
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welche die Verteilung der Oberwellenströme des Erdschlussstromes auf die beiden Zentralen A und B geändert werden kann, in Kombination mit Einrichtungen, welche die Oberwellenströme messen, lässt sich also derjenige Leitungsabschnitt ermitteln, welcher sich im Erdschluss befindet.
Da die zwischen die Leitungsabschnitte geschalteten Drosseln im gesunden Netzbetrieb in
Kurzschluss arbeiten, stören sie den Normalbetrieb in keiner Weise. Sie werden zweckmässig nach Art eines Zweiwicklungstransformators gebaut, dessen Sekundärwicklung kurzgeschlossen bzw. geöffnet wird. Das Öffnen und Schliessen kann telephonisch von den Zentralen A und B aus veranlasst werden. Auch kann ein periodisches Verfahren hierbei vereinbart werden, sodass' z. B. zur Feststellung der Fehlerstelle die Drossel abwechselnd je 20 Sekunden geschlossen und dann je fünf Sekunden geöffnet gehalten wird. Die Einrichtung ist auch bei vermaschten und Ringnetzen anwendbar, im allgemeinen überall da, wo ein Netz von mehreren Zentralen gespeist wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum selektiven Erkennen eines Erdschluss habenden Leitungsabschnittes einer verschiedene Zentralen verbindenden Hochspannungsleitung, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl Einrichtungen vorgesehen sind, welche die die Leitung durchfliessende Oberwellen- komponente des Erdschlussstromes messen, als auch Einrichtungen, durch welche die Verteilung dieser Oberwellenströme auf die verschiedenen Zentralen zur Feststellung des Fehlerortes geändert werden kann.