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brauchten ist.
Nun gibt es aber schwingungsfähige Gebilde, die, wie beispielsweise die Kirchenglocke, nur so
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lose Kopplung, die nur so wenig Energie überträgt, wie zur Aufrechterhaltung des Schwingungsvorganges erforderlich ist, wohl in Betrieb erhalten, aber nicht oder nur sehr schwer in Betrieb gesetzt werden können. Bei Glocken kann beispielsweise unter Umständen nach wenig Schwingungen der Klöppel schon am Glockenrande anschlagen und hiedurch die Glocke schon bei relativ kleinem Ausschlag ausser Tritt bringen, so dass erst nach mehrfachen Schwebungen das eigentliche Läuten einsetzt.
Aber selbst wenn diese
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durch die minimalen Energiequantitäten, die der Glocke pro Schwingung zugeführt werden, ein so grosser Energievorrat in der Glocke aufgespeichert würde, wie sie bei normalem Ausschwingen mit Rücksicht
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bildung zeigt eine solche Kopplung, u. zw. linke in Aussenansicht, rechte im Schnitt. Beide Kopplungselemente sind zwischen eine Glocke und einen Antriebsmechanismus eingeschaltet. Die Glocke 1 ist am Joch 2 schwingbar aufgehängt und mit dem Lälltehebel3, 3 versehen, an welchem in einem Schlitz 4 oder auf andere Weise verstellbar die Läutezapfen 5,. 5 angebracht sind. Ein beliebiger Antriebsmechanismus, bestehend aus einem Elektromotor 10, der mittels Riemen 11 eine Riemenscheibe 7 und
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Kurbeln 9,9 in entgegengesetztem Sinne.
Die Kurbelzapfen 15, 15 der Kurbeln 9,9 und die Gelenkdrehzapfen 5,5 des Läutehebels 3 sind gelenkig durch eine lose Kopplung miteinander verbunden. Die Kopplung selbst besteht aus einer zylindrischen, durch den Boden ? 7 abgeschlossenen Röhre. ?, in der sich ein durchlöeherter Kolben 23 auf-und ab zu bewegen vermag. Füllt man diese zylindrische Röhre 16 mit einer Flüssigkeit (am besten Glyzerin) und setzt die Antriebsmaschine so in Umlauf, dass die im Schnitt gezeigte rechte Kopplung eine Druckwirkung auf den Läutehebel 3 ausübt, so muss im selben Augenblick die linke Kopplung eine Zugwirkung ausüben und umgekehrt.
Die abwechselnd durch Zug und Druck übertragene Arbeit auf die Glocke erreicht bei dem ersten Umlauf der Kurbeln ein Maximum, weil in diesem Augenblick, bei fast stillstehender Glocke, die Hubdifferenz zwischen Kurbelzapfen 15 und Angriffspunkten 5,5 nahezu dem vollen Kurbelweg entspricht. Je mehr sich die Wege der Angriffspunkte 5,5 bei phasengleich schwingender Glocke dem Kurbelweg anpassen, um so kleiner wird die relative Ver-
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schiebung des Kolbens 23 innerhalb der Röhre 16 und damit um so kleiner auch die Arbeitübe. rtragímg der Kurbeln 9 auf den Läutehebel. 3.
Wählt man die Befestigungspunkte 5 so, dass während des stationären Läutezustandes die Weglänge der Punkte J mit dem Kurbelhub übereinstimmen, so ist der Ausschlag der Glocke, der bei jeder Halbschwingung eine kleine Verkürzung erfährt, lediglich jedesmal um diesen Betrag zu verlängern, wobei die Einwirkung der Phasenverschiebung und der Verkürzungen und Verlängerungen bei Verwendung endlicher Eopplungslängen nicht berücksichtigt ist. Eine Änderung der
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günstige Verhältnisse ergeben sich, wenn man die beschriebene lose Kopplung nicht vollkommen mit Flüssigkeit füllt, sondern innerhalb der Kolbenstange 28, durch Einbringung eines Deckels 27 bzw. am oberen Ende der Zylinderröhre durch Anbringung eines Rohres 30 je ein Luftpolster bildet.
Diese Luftpolster gestatten in erster Linie, dass auch bei unsymmetrische Bau der Kopplung, wie in der Abbildung dargestellt, der eindringende Kolben innerhalb der Flüssigkeit, durch Zusammendrücken der Luftpolster, Platz findet, und weiterhin, dass bei ganz kleinen relativen Verschiebungen die erforderliche Arbeit nicht in der Hauptsache durch Drosselwirkung, sondern in der Hauptsache durch die elastischen
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beseitigt werden kann.
Die einzelne Kopplung funktioniert mm wie folgt :
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eine entsprechend steigende Spannung (z. B. Druck) innerhalb der Kopplung erzeugt, die einerseits ein Heben der Glocke und anderseits ein Tiefeindringen des durchlöcherten Kolbens 23 bei gleichzeitig starker Dämpfung bewirkt. Natürlich wird hiebei auch das Luftpolster entsprechend komprimiert.
Kurz nach Überschreiten der Höchststellung wandelt sich die Druck-in Zugspannung, wodurch Glocke und Kolben in umgekehrter Richtung, ebenfalls unter starker Dämpfung, bewegt werden. Je mehr sich die Glocke ihrem stationären Schwingungszustand nähert, desto mehr verschwindet die dämpfende
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der treibenden Kraft tritt mit zunehmender Hubdifferenz wieder automatisch die dämpfende Wirkung ein. Selbstverständlich können Kopplungen der beschriebenen Art zum Antrieb aller schwingung- fähigen Gebilde verwendet werden, bei denen Dämpfungs- und Anlauf- bzw. Auslauferscheinungen ähnlich liegen wie im vorbeschriebenen Falle.
Bei leichten Glocken kann man sich nur einer Kurbel, einer Kopplung und eines einseitigen Läut- hebels bedienen. Bei ganz schweren Glocken können zwei Einrichtungen mit insgesamt vier Kopplungen vorgesehen werden.
Zur Änderung der Leistungsübertragung wird nicht nur der Gelenkpunkt 5 sondern auch Gelenk- punkt 15 und damit die Kurbel durch Nähern oder Entfernen vom Kurbeldrehpunkt geändert. Selbst- verständlich kann der Kolben der Kopplung auch auf einer Stange angebracht sein, die beiderseits durch die mit Flüssigkeit gefüllte Röhre, unter Verwendung von Stopfbuchsen durchgeht, oder im Innern der
Röhre durch eine zentrisch angebrachte Stange geführt wird. Die Drosselwirkung kann auch durch andere bekannte Mittel herbeigeführt werden, wie z. B. durch Benutzung eines undurchlässigen Kolbens und
Umgehungskanälen od. dgl., von dem unteren nach dem oberen Zylinderraum.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Antriebsvorrichtung für mechanisch schwingende Systeme, insbesonders Kirchenglocken, bei welchen der Antriebsarm der Glocke od. dgl. mit dem Kraftantrieb durch ein in der Längsrichtung nachgiebiges Zwischenglied verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (Antriebsarm bzw.
Kraftantrieb) einen mit Durchlassöffnungen versehenen Kolben gelenkig trägt, der in einem mit gas- förmigen oder flüssigen oder teilweise mit gasförmigen und teilweise mit flüssigen Medien gefüllten Zylinder spielt, der an den andern Teil (Kraftantrieb bzw. Antriebsarm) angelenkt ist, so dass beim Anlaufen und Abklingen der Schwingung sowohl die Leistung übertragende, als auch die dämpfende Wirkung dieser Verbindung in weiten Grenzen selbsttätig geändert wird.