CH120663A - Verfahren zur Schwingungserregung mechanischer, schwingungsfähiger Gebilde durch lose Kopplung unter Verkürzung des Aufschaukel- und Abkling-Intervalles. - Google Patents

Verfahren zur Schwingungserregung mechanischer, schwingungsfähiger Gebilde durch lose Kopplung unter Verkürzung des Aufschaukel- und Abkling-Intervalles.

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CH120663A
CH120663A CH120663DA CH120663A CH 120663 A CH120663 A CH 120663A CH 120663D A CH120663D A CH 120663DA CH 120663 A CH120663 A CH 120663A
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CH
Switzerland
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sep
piston
coupling
shortening
mechanical
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English (en)
Inventor
Heinrich Schieferstein Georg
Original Assignee
Heinrich Schieferstein Georg
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/08Sounding bodies; Whistles; Musical apparatus

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description


  Verfahren zur     Schwingungserregung        mechanischer,        schwingungsfähiger    Gebilde durch  lose     I(opplung    unter     Verkürzung    des     Aufschauliel-    und     Abkling-Intervalles.     
EMI0001.0008     
  
    <B>-#</B>Ai<B>v</B>1 <SEP> z@<B>s</B> <SEP> -ten, <SEP> i <SEP> dur <SEP> uüien <SEP> <B>11</B> <SEP> Richtung. <SEP> d(@iii
<tb>  ;

  @chwV# <SEP> <B>du'</B>
<tb>  ingungsvorganges <SEP> eiitsprccliencl, <SEP> Arbeit
<tb>  zuführen. <SEP> Ist <SEP> die <SEP> pro <SEP> Schwingung <SEP> zugeführte
<tb>  Arbeit <SEP> anfänglich <SEP> grösser <SEP> als <SEP> die <SEP> in <SEP> der  selben <SEP> Zeit <SEP> in <SEP> dem <SEP> betreffenden <SEP> schwingungs-       fähigen Gebilde verbrauchte Arbeit, so  wächst sein Anschlag (seine Amplitude)  so lange an, bis die pro Schwingung zu  geführte Arbeit gleich der verbrauchten ist.  



  Nun gibt es aber schwingungsfähige Ge  bilde, die, wie beispielsweise die Kirchen  glocke" nach     einer    der vorliegenden Erfin  dung zugrunde liegenden Erkenntnis nur so  wenig Energie zur Aufrechterhaltung des  ' Schwingungsvorganges benötigen, dass sie  durch eine sogenannte lose Kopplung, die  nur so wenig Energie überträgt, wie zur  Aufrechterhaltung des Schwingungsvorgan  ges erforderlich ist, wohl in Betrieb er  halten, aber nicht oder nur sehr schwer " in  Betrieb gesetzt werden können.

   Bei Glocken  kann beispielsweise unter Umständen nach  
EMI0001.0010     
  
    (1,-r <SEP> Klöppel <SEP> schon <SEP> am
<tb>  und <SEP> hierdurch <SEP> die
<tb>  ( <SEP> * <SEP> loul,@. <SEP> #,.li"ii <SEP> 1,--i <SEP> i@i,l;il-iv <SEP> kleinem <SEP> Ausschlage
<tb>  ausser <SEP> Tritt <SEP> brin@@{#ii, <SEP> >o <SEP> dass <SEP> erst <SEP> nach <SEP> mehr  fachen <SEP> Schwebungen <SEP> das <SEP> eigentliche <SEP> Läuten
<tb>  einsetzt.

   <SEP> Aber <SEP> selbst <SEP> wenn <SEP> diese <SEP> Störungen
<tb>  durch <SEP> Klöppelhaltevorrichtungen <SEP> beseitigt            wären"    würde es relativ lange dauern, bis  durch die minimalen     Energiequantitäten,    die  der Glocke pro     Schwingung    zugeführt wer  den, ein so grosser Energievorrat in der  Glocke aufgespeichert würde, wie sie bei  normalem Ausschwingen mit Rücksicht auf  die Grösse der Masse benötigt. Hinzu kommt  noch, dass ein allzu langes     Aufschwingen     und allzu langes Abklingen im vorliegenden  Falle unerwünscht ist, da es unter Umstän  den die kirchlichen Handlungen stört. Es  entsteht also die Aufgabe, Mittel und Wege  zu finden, die ein rasches Anläuten und ein  rasches Abklingen ermöglichen.  



  Der Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung betrifft ein Verfahren und eine Vor  richtung zur losen Kopplung mechanischer,      schwingungsfähiger Gebilde, wobei während  des     Aufschaukel-    und     Abkling-Intervalles     des schwingungsfähigen Gebildes wesentlich  grössere Energiequantitäten (bis zu einem  Vielfachen) übertragen werden, als während  des konstant verlaufenden .Schwingungsvor  ganges.  



  Die Abbildung zeigt beispielsweise zwei  solcher Kopplungen, und zwar die eine  (links) in Aussenansicht, die andere (rechts)  im Schnitt. Beide sind zwischen eine Glocke  und einem Antriebsmechanismus eingeschal  tet. Die Glocke 1 ist am Joch 2 schwingbar  aufgehängt und mit dem     Läutehebel    3, 3  versehen, an welchem, in Schlitzen 4, 4     ver-          stellbar"    die     Läutezapfen    5, 5 angebracht  sind. Ein Antriebsmechanismus, bestehend  aus einem Elektromotor 10, der mittelst  Riemens 11 eine Riemenscheibe 37 und eine  Achse 12     ihn    Umlauf setzt, bewegt durch  Vermittlung der Übersetzungsräder 8, 8 die  beiden Kurbeln 9, 9 in entgegengesetztem  Sinne.

   Die Kurbelzapfen 15, 15 der Kur  beln 9" 9 und die Gelenkzapfen 5, '5 des       Läutehebels    3, 3 sind gelenkig durch zwei  lose Kopplungen 14 miteinander verbunden.  



  Die Kopplung selbst besteht aus einer  zylindrischen, durch den Boden 17 abge  schlossenen Röhre 16, in der sich ein     durch-          löcherter    Kolben 23 auf und ab zu bewegen  vermag. Füllt man diese zylindrische Röhre  16 mit einer Flüssigkeit (am besten Glyzerin)  und setzt die Antriebsmaschine so in Um  lauf, dass die im Schnitt gezeichnete rechte  Kopplung eine Druckwirkung auf den Läute  hebel 3 ausübt, so muss', im selben Augen  blick die linke Kopplung eine     Zugwirkung     ausüben" und umgekehrt.

   Die abwechselnd  durch Zug und Druck übertragene Arbeit  auf die Glocke erreicht bei dem ersten Um  lauf der Kurbeln ein Maximum, weil in die  sem Augenblick, bei fast stillstehender  Glocke, die Hubdifferenz zwischen den  Kurbelzapfen 15, 15 und den Angriffspunk  ten 5, 5 nahezu dem vollen Kurbelweg ent  spricht. Je mehr sich die Wege der An  griffspunkte 5" 5 bei phasengleich schwin  gender Glocke dem Kurbelweg anpassen,    um so kleiner wird die relative Verschiebung  des Kolbens 28 innerhalb der Röhre 16 und  damit um so kleiner auch die Arbeitsüber  tragung der Kurbel 9, 9 auf den Läute  hebel 3, B.  



  Wählt man die Befestigungspunkte 5, 5  so, dass während des stationären Läute  zustandes die Weglänge dieser Punkte mit  dem Kurbelhub     übereinstimmt,    so ist der  Ausschlag der Glocke, der bei jeder Halb  schwingung eine kleine Verkürzung erfährt,  lediglich jedesmal um diesen Betrag zu ver  längern, wobei die Einwirkung der Phasen  verschiebung und der Verkürzungen und  'Verlängerungen bei Verwendung endlicher  Kopplungslängen nicht berücksichtigt ist.  Eine Änderung der Energieübertragung kann  dadurch erzielt werden, dass ein zweiter  Kolben 25 gegenüber dem durchlöcherten  Kolben 23 so verschoben wird, dass die  Drossellöcher teilweise abgeschlossen wer  den.

   Besonders günstige Verhältnisse ergeben  sich, wenn man die beschriebene lose Kopp  lung nicht vollkommen mit Flüssigkeit füllt,  sondern innerhalb der Kolbenstange 28,  durch Einbringung eines Deckels 27, bezie  hungsweise am obern Ende ;der Zylinder  röhre durch     Anbringung    eines Rohres     3'0     je ein Luftpolster bildet. Diese Luftpolster  gestatten in erster Linie, dass auch bei un  symmetrischem Bau der Kopplung, wie in  der Abbildung dargestellt, der eindringende  Kolben innerhalb der Flüssigkeit, durch Zu  sammendrücken der Luftpolster, Platz findet, .  und weiterhin, dass bei ganz kleinen rela  tiven Verschiebungen die erforderliche Ar  beit nicht in der Hauptsache durch Drossel  wirkung, sondern in der Hauptsache durch  die elastischen Polster übertragen wird.

    Selbstverständlich sind die Kopplungen nach  aussen hin durch Stopfbuchsen abgedichtet.  Durch bei der Bewegung in den Zylinder  eindringende     bezw.    in umgekehrter Rich  tung aus dem Zylinder austretende Kolben  stange wird eine     Unsymmetrie    der Kraft  wirkung auf Zug und Druck erzeugt. Diese  kann durch im Kolben angebrachte Kugel  ventile 26 beseitigt werden.

             Die        cinzelnc        -Kopplung    funktioniert nun       rv-ic    folgt:     ss"irn    Umlaufen der Kurbel in       einer        hestimtnten    Richtung wird mit     zu-          uubinender        C'Neschwindigkeit    eine entspre  chend steigende Spannung (zum Beispiel  Druck) innerhalb der Kopplung erzeugt,

   die  einerseits ein Heben der Glocke     und.ander-          seits    ein     Tiefereindringen    des durchlöcherten  Kolbens<B>23</B> bei gleichzeitig starker Dämp  fung     bewirkt.    Natürlich wird hierbei auch  das Luftpolster entsprechend komprimiert.  Kurz nach Überschreiten der Höchststellung  wandelt sich die Druck- in Zugspannung,  wodurch Glocke und Kolben in     umgekebr@-          ter    Richtung, ebenfalls unter starker       Dämpfungswirkung,    bewegt werden.

   Je mehr  sich die Glocke -ihrem stationären Schwin  gungszustände nähert, desto mehr verschwin  det die dämpfende Wirkung der Kopplung  und desto kleiner wird die pro     Schwingung     übertragene Leistung. Bei Abschaltung der  treibenden Kraft tritt mit zunehmender Hub  differenz wieder automatisch die dämpfende  Wirkung ein.' Selbstverständlich     können     Kopplungen der beschriebenen     Art    zum An  trieb aller     schwingungsfähigen    Gebilde ver  wendet werden, bei denen     Dämpfungs-    und  Anlauf-     bezw.    Auslauferscheinungen ähnlich  liegen wie im     vorbeschriebenen    Falle.  



  Bei leichten Glocken .kann man sich nur  einer Kurbel, einer Kopplung und eines ein  seitigen     Läutehebels        bedienen.    Bei ganz       schweren    Glocken können insgesamt vier  Kopplungen vorgesehen werden. Am Wesen  der Erfindung     wird    weder. hierdurch, noch  durch Verwendung anderer Medien innerhalb  der Kopplung     (Luft,    Gas     etc.)    etwas ge  ändert. Zur Änderung der Leistungsüber  tragung kann nicht .nur der Gelenkpunkt 5,  sondern auch der Gelenkpunkt 15 und damit  die Kurbel durch Nähern und Entfernen  vom Kurbeldrehpunkt geändert werden.  



  Selbstverständlich kann der Kolben der       -Kopplung    auch auf einer Stange angebracht  sein. die beiderseits durch die mit Flüssig  keit gefüllte Röhre, unter Verwendung von  Stopfbüchsen, durchgeht, oder     im        Innern    der  Röhre durch eine zentrisch angebrachte    Stange geführt wird. Die Drosselwirkung  kann natürlich auch durch andere bekannte  Mittel herbeigeführt werden, wie zum Bei  spiel durch Benutzung eines nicht durch  löcherten Kolbens und Umgehungskanälen  oder dergleichen, von dem untern nach dem       obern    Zylinderraum.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Schwingungserregung me chanischer; schwingungsfähiger Gebilde durch lose Kopplung unter Verkürzung des Auf schaukel- und Abkling-Inter- valles, dadurch gekennzeichnet, dass' zwi schen die antreibende Kurbel und das gleichgestimmte, schwingungsfähige, der Kurbel in der Phase nacheilende Gebilde eine (nachgiebige, periodische, Kräfte übertragende, mechanische Vorrichtung zur losen Kopplung eingeschaltet wird,
    welche während des Aufschaukel- und Abkling-Intervalles des schwingungs fähigen Gebildes wesentlich grössere Energiequantitäten (bis zu einem Viel fachen) überträgt als während des konstant verlaufenden Schwingungsvor ganges.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvor richtung aus einem mit flüssigen Stoffen angefüllten Rohre und einem in diesem Rohre beweglichen, mit Öffnungen ver- sehenen Kolben besteht, so dass bei Ver kürzungen und Verlängerungen die Füllung unter Dämpfungswirkung von einer Kolbenseite zur andern durch dringt. UNTERAN SPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel öffnungen des Kolbens teilweise abge schlossen werden können. 2.
    Vorrichtung nach- Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die in den Zylinder eindringende und austretende Kolbenstange bewirkte Un- symmetrie der Kraftwirkung auf Zug und Druck durch am Kolben ange brachte, einseitig wirkende Ventile be seitigt wird. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Fül- lung des Koppelzylinders gleichzeitig flüssige und gasförmige Stoffe ver wendet werden, so dass die Gasvorrich tung nicht nur nachgiebig, sondern auch elastisch wirkt.
CH120663D 1925-02-26 1926-02-24 Verfahren zur Schwingungserregung mechanischer, schwingungsfähiger Gebilde durch lose Kopplung unter Verkürzung des Aufschaukel- und Abkling-Intervalles. CH120663A (de)

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