AT111657B - Schaltungsanordnung für Elektronenröhren. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Elektronenröhren.

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   Es sind bereits Schaltungsanordnungen, insbesondere solche für Radiotelegraphie und Telephonie bekannt, in denen eine mehrfache Ausnutzung der verwendeten Elektronenröhren stattfindet. Eine solche mehrfache Ausnutzung ist jedoch bei den bisher bekannten Schaltungen an bestimmte Bedingungen geknüpft und daher nur in ganz beschränktem Masse möglich. Es sind nämlich bisher nur zwei Prinzipien bekannt geworden, nach denen eine mehrfache Ausnutzung einer Röhre stattfinden kann.

   Eines davon ist allgemein bekannt und besteht darin, das Vorhandensein zweier untereinander verschiedener Frequenzen, die sich gegenseitig nicht stören, auszunutzen, um die Röhre mit beiden Frequenzen zu beschicken   (Reflexschaltungen).   Eine zweite gelegentlich vorgeschlagene Art der mehrfachen Ausnutzung beruht auf der Tatsache, dass die Röhren eines Röhrenpaares durch zwei verschiedenartige Schaltwege, nämlich durch einen Gegentaktschaltweg sowohl wie auch durch einen Gleichtaktschaltweg verbunden werden können. 



   Die derzeit bekannten Voraussetzungen für die mehrfache Ausnutzung von Elektronenröhren sind daher die, dass entweder die   Verschicdenartigkeit   der Frequenzen oder die Verschiedenartigkeit der die Röhren eines Röhrenpaares verbindenden Schaltwege die Möglichkeit der mehrfachen Ausnutzung einer Röhre ergeben. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur mehrfachen Ausnutzung von   Elektronenröhren, bei welcher   ein neues Prinzip zur Anwendung kommt, das sowohl gleichzeitig mit den bisher bekannten Prinzipien als auch an Stelle derselben verwendbar ist und das die bisherige   Beschränkung   der Mehrfachausnutzung auf die Fälle der Verwendung verschiedenartiger Frequenzen einerseits und verschiedenartiger Schaltwege anderseits zwischen zwei Röhren zu beseitigen gestattet. 



   Die Erfindung besteht darin, einen   Rohrenverband   in Gruppen von mindestens je zwei Röhren zu unterteilen, wobei diese Gruppen derart gebildet werden, dass mindestens eine Röhre jeder Gruppe gleichzeitig auch als Gruppenelement einer anderen Röhrengruppe dient. 



   Die prinzipielle, durch die Erfindung bewirkte Neuerung ist daher in erster Linie in dem Umstand gelegen, dass jede Röhre bloss als Teil einer Röhrengruppe eine Teilfunktion innerhalb derselben vollführt und dass sie daher gleichzeitig mehrere solche   Teilfunktionen   übernehmen kann, ohne dass das Nebeneinanderbestehen dieser Teilfunktionen eine Störung derselben untereinander hervorrufen könnte. Daneben bleibt   natürlich   die Möglichkeit erhalten, den Röhren einzeln oder in Gruppen auch einander nicht störende Funktionen in bekannter Art zuzuweisen.

   Es ist so möglich, nicht nur die Vorteile einer   mehrfachen, auch   mehr als zweifachen Ausnutzung mit gleicher Frequenz zu erhalten, sondern auch bei Benutzung mehrerer Frequenzen einzelne oder auch jede derselben mehrfach in einer Röhre auszunutzen und überdies die bisher nur in einer Gruppe erhältlichen Vorteile, beispielsweise die Vorteile einer Gegentaktschaltung, zu gewinnen. Die sehr grossen bekannten Vorteile dieser Schaltung konnten bisher wegen der grossen erforderlichen   Röhrenzahl nur in allerbeschränktestem   Masse, gewöhnlich nur in einer Stufe, ausgenutzt werden, während die Anwendung vorliegender Erfindung durch die starke Herabsetzung der Röhrenzahl die volle Ausnutzung dieser Vorteile ermöglicht. 



   Die Verwirklichung des oben angegebenen Prinzips der gruppenweisen Zusammenfassung der Röhren eines Röhrenverbandes kann   zunächst   dadurch erfolgen, dass die einzelnen Gruppen 

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   durch die verschiedenen möglichen Kombinationen von körperlich verschiedenen Gruppenelementen gebildet werden, wobei jede der mathematisch möglichen Kombinationen dieser körperlich verschiedenen Elemente (die verschiedenen Amben, Ternen, Quaternen usw. der Kombinationelemente) die Grundlage für je eine Röhlengruppe bildet. 



  Ausserdem können aber zur Bildung von Gruppen auch die gleichen körperlichen Elemente derart herangezogen werden, dass sie physikalisch unabhängige Gruppen bilden. Verbindet man etwa eine gerade Zahl von gleichen Elementen durch zwei gleichartige aber unabhängige Schaltwege, beispielsweise durch zwei unabhängige Gegentaktschaltwege, so entstehen diesen getrennten, aber gleichartigen Schaltwegen entsprechend physikalisch genommen nunmehr zwei Gruppen mit zwei getrennten elektrischen Schwingungsmittelpunkten. die unabhängig voneinander mit anderen Schaltwegen kombiniert werden können. 



  Wie sich aus vorstehendem ergibt, ist daher die mehrfache Ausnutzung der als Gruppenelemente dienenden Röhren eines Röhrenverbandes sowohl durch Anordnung verschiedener aber gleichartiger Schaltwege, namentlich von Gegentaktschaltwegen mit selbständigen elektrischen Mittelpunkten, zwischen denselben körperlichen Gruppenelementen als auch durch verschiedene Kombination verschiedener Gruppenelemente möglich, so dass infolge der so gewonnenen Mannigfaltigkeit der Schaltwege eine grosse Reihe von Aufgaben, die mit den bisherigen Mitteln nicht bewältigt werden konnten. nunmehr ohne jede Schwierigkeit ihre Lösung finden.

   Als Beispiele seien genannt : die ausschliesslich mit Gegentaktsehaltungen arbeitende Heflexschaltung für zwei oder mehrere verschiedene Frequenzen, Schaltungen mit mehr als zweimaliger Ausnutzung einer Röhre durch die gleiche Frequenz, Schaltungen, bei denen eine Röhre zum gleichzeitigen Durchgang verschiedener Frequenzen und überdies zum mehrmaligen Durchgang jeder dieser Frequenzen oder zum mehrmaligen Durchgang einer oder einiger dieser Frequenzen verwendet wird usw. 



  Die nähere Erläuterung der Erfindung erfolgt mit Hilfe der schematischen Zeichnungen, in denen Fig. 1 das prinzipielle Schema eines Zweiröhrenverbandes, Fig. 2 ein ausführliches Schaltungsschema für eine der Verwendungsarten dieses Zweiröhrenverbandes, Fig. 3 das prinzipielle Schema eines Dreiröhrenverbandes, Fig. 4 das prinzipielle Schema eines Vierrohrenverbandes und Fig. 5 schliesslich das Schaltungsschema für eine bestimmte Anwendung des Vierröhrenverbandes zeigt. 



  Da die Röhrengruppen nicht nur durch die Kombinationen verschiedener Elemente, sondern auch durch physikalisch unabhängige Kombination gebildet werden können, indem mehrere gleichartige Schaltwege, z. B. mehrere Gegentaktschaltwege, zwischen denselben körperlichen Elementen vorgesehen sind, so enthält der an Röhren ärmste und einfachste-Verband zwei Röhren, die zwei plrysikalisch verschiedene Gruppen bilden müssen. Jede Röhre dieses Verbandes ist daher mit der andern zumindest durch zwei Gegentaktschaltwege verbunden, und jeder der Gegentaktschaltwege ist daher ein Mittel, um die beiden Röhren zu einer Gruppe zusammenzufassen. In den schematischen Figuren sind die Röhren durch Kreise angedeutet, in welche eine Ziffer eingeschrieben ist, die die Ordnungszahl der Röhre bezeichnet. Die eingezeichneten Linien bedeuten Schaltwege.

   Da es genügend ist, in einem Röhrenverband entweder die Gitter-oder die Anodenkreise zu betrachten, wurde diese vereinfachte Darstellung gewählt, und die Kreise bedeuten daher-entweder die Gitter oder die Anoden der Röhren. 



  Der weiters dargestellte Doppelkreis, welcher mit dem Buchstaben a bezeichnet ist, bedeutet denjenigen Punkt, an welchen entweder die Kathoden angeschlossen sind, oder der positive Pol der Anodenstromquelle, an welchem alle Anoden der Röhren versammelt werden. Es ist auch eine zyklische Vertauschung der Elektroden möglich, so dass unter Umständen die bezifferten Kreise einerseits die Kathoden, anderseits die Gitter bedeuten können, wobei dann der Doppelkreis den gemeinsamen Punkt aller Anoden darstellen kann. Dies ist z. B. bei Schaltungen der Fall, die die Verwendung einer gemeinsamen Heizbatterie nicht erlauben. Es ist dabei selbstverständlich, den Erfindungsgedanken auch auf Elektronenröhren mit mehr als drei Elektroden, also z. B. auf Doppelgitterröhren, anzuwenden. 



  Der in Fig. 1 dargestellte Zweiröhrenverband besteht aus den Röhren 1 und 2 und zeigt die beiden diese Röhren verbindenden gleichartigen unabhängigen Schaltwege, welche aus den Linien 1-c-2 und 1-d-2 bestehen. Es sind Gegentaktschaltwege, deren elektrische Mittelpunkte bei c und d liegen. Der Zweiröhrenverband besitzt demnach hinsichtlich dieser beiden Gegentaktschaltwege zwei physikalisch verschiedene Röhrengruppen, die durch das gleiche Rührenpaar, d. h. dieselben körperlichen Elemente, dargestellt werden. Die Tatsache, dass Gegentaktschaltungen stets elektrische Mittelpunkte aufweisen, gestattet nun eine Schaltwegverbindung von c nach bund 1'on cl nach b und schliesslich die Verbindung dieser beiden Wege von b aus mit a.

   Dadurch werden drei Gleichtaktschaltwege erzielt, indem zwischen c und b, zwischen b und cl und zwischen a und b Gleiehtaktschaltungen eingebaut werden können. Sämtliche Schaltstufen führen zu denselben zwei Röhren, und es sind somit zwei   

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 einen abgestimmten   Zwis0henfrequenzgegentaktkreis   H, der neuerdings,   nunmehr aber im   Gegentakt, die Zwischenfrequenzspannungen über die Hochfrequenzdrosseln   IY,     t den   beiden Gittern zuführt.

   Die nunmehr im Gegentakt verstärkte Zwischenfrequenz wird mit Hilfe der Gegentaktspule   S auf   einen auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Gitterkreis   ET eines angedeuteten   Audion V übertragen, dessen Anodenkreis die Primäre   Pw   eines   Niederfrequenztransformators   W eingeschaltet hat. Seine Sekundäre Sw führt schliesslich die im Audion erhaltene Niederfrequenz über den Punkt b, die Spule des Filtersekundärkreises   Sj.'den Punkt d   und über die Hochfrequenzdrosseln   D''D'den   beiden Gittern zur   Verstärkung   im Gleichtakt zu.

   Die verstärkte Niederfrequenz arbeitet auf die Primäre Pz eines Ausgangstransformators   Z, an   dessen   Sekundäre     Sz   ein Lautsprecher L angeschlossen ist. In dieser Schaltung entspricht der Punkt   A   dem in der schematischen Fig. 1 angefahrten Punkt. a. 



   Ein weiteres, zur Erläuterung der Erfindung dienendes Beispiel ist der in Fig. 3 dargestellte Dreiröhrenverband. Dieser enthält drei Gegentaktschaltwege, nämlich den Schalt- -weg zwischen den Röhren 1 und   2,   den Schaltweg   1-d-B   zwischen den Röhren 1 und 3 und den Schaltweg 2-e-3 zwischen den Röhren 2 und 3. Es sind ferner noch 
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 vierte Gleichtaktschaltweg über b-a, welcher mit allen Röhren gleichzeitig arbeitet. Der einfachste Dreiröhrenverband ergibt demnach sieben   verfügbare Schaltwege.   



   Die technische Auswertung dieser   Schaltungsanordnung eines Dreiröhrenverbandes   für Empfangsapparate kann beispielsweise in Form einer reinen   Gegentaktverstärkung   erfolgen. indem man zunächst die Gleichtaktschaltwege unbenutzt lässt. Auf einem der drei Gegentaktschaltwege wird dann etwa die modulierte Fernwelle, auf einem zweiten die Zwischenfrequenz eines Transponierungsempfängers und auf dem dritten die Niederfrequenz den Rölhrengruppen zugeführt, welche drei Frequenzen sämtlich im Gegentakt verstärkt werden.

   Jede der drei Röhren wird in diesem Fall von zwei verschiedenen Frequenzen   durchlaufen.   Die mehrfache Ausnutzung der Röhren wird jedoch zum Unterschied von den gewöhnlichen   Reflexschaitungen   (die bisher auch keine Gegentaktverstärkung aufwiesen) in der Weise erzielt, dass jede Röhre einer Zweiergruppe gleichzeitig auch einer zweiten Zweiergruppe angehört. 



   Werden als weiteres Beispiel auch die drei für die Zweiergruppen vorhandenen Weichtaktschaltwege etwa noch zu einer Gleichtaktverstärkung der früher im   Gegentakt verstärkten   drei Frequenzen herangezogen, so ist leicht ersichtlich, dass   nunmehr   jede Röhre von zwei unter sich verschiedenen Frequenzen und ausserdem zweimal von jeder dieser Frequenzen ausgenutzt wird. Dies liefert eine vierfache Röhrenausnutzung, die hinsichtlich des kombinierten
Gleich-und Gegentaktes mit den   bisherigen Mitteln überhaupt undurchführbar wäre.   Zur Erzielung der gleichen Schaltung ohne mehrfache   Röhrenausnutzung wären zwölf   Röhren erforderlich. 



   Als weiteres Beispiel für einen   Dreiröhrenverband,   bei welchem auch die Nutzbarmachung des vierten Gleichtaktschaltweges erfolgt, soll die Verwendung des Dreiröhrenverbandes zur   . Verstärkung   der Frequenzen eines Zweifach-Transponierungsempfängers herangezogen werden. 



  In diesem Beispiel wird ausser den drei bereits ausgenutzten Gruppen noch die vierte, aus allen drei Röhren 1, 2, 3 bestehende Gruppe verwertet. Während die   Zweiröhrengruppen   mit der Fernwelle und den beiden Zwischenfrequenzen beschickt werden können, wird in diesem Fall zweckmässig die Niederfrequenz in den Gleichtaktschaltweg für alle drei Röhren verlegt. Ein solcher Verstärker würde ohne mehrfache Röhrenausnutzung nicht weniger als fünfzehn Röhren benötigen. 



   In diesem Schaltbespiel gehört jede Röhre drei verschiedenen Gruppen an, wobei sie fünfmal ausgenutzt wird : nämlich durch drei untereinander verschiedene Frequenzen und von je zweien dieser Frequenzen doppelt. 



   Die Ausnutzbarkeit dieses einfachsten Dreiröhrenverbandes ist damit aber noch nicht erschöpft ; denn eine Erhöhung der physikalischen Gruppenanzahl durch   Hinzufügen   weiterer
Gegentaktschaltwege in einer Zweiergruppe nach dem Muster des in Fig. 1 dargestellten
Zweiröhrenverbandes ist ohne weiteres möglich. Schliesslich kann man noch in allen Schaltwegen   Reflexschaltungen   anwenden. was bei den bisherigen Beispielen unterlassen worden ist. 



   Aus den bisher erwähnten Beispielen ergibt sich. dass sowohl der Zwei-als auch der   Dreiröhrenverband   schon in seiner   einfachsten   Form imstande ist. sowohl reine   Gegentaktrefiex-   schaltungen zu verwirklichen als auch bei Benutzung mehrerer Frequenzen einige oder auch alle in jeder Röhre mindestens zweimal zu verstärken. Aus dem in Fig. 4 dargestellten 

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 Rohre mit ein und, derselben Frequenz erforderlich sind.

   Die   übrigen Kombinationen,   die hei einem   Vierröhrenverband bereits ausserordentlich zahlreich sind, werden   weggelassen. 
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 ergeben verbunden einen dritten Gegentaktschaltweg   c-b-d,   der die halbe Röhrengruppe der   Vierröhrengruppp.   nämlich die   Röhren 1 und,)   mit der andern Hälfte, nämlich mit den Röhren 2 und 4 verbindet. An den elektrischen Mittelpunkt b dieses dritten   Gegentaktschalt-   weges schliesst sich noch ein   Gleichtaktschaltwege     A- 'an,   der neuerdings auf alle vier Röhren wirkt.

   Wird nun der Erfindung gemäss unter Benutzung dieser vier Schaltwege der Reihe nach mit ein und derselben Frequenz durch die drei Röhrengruppen hindurchgegangen. 
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 beispielsweise etwa die Röhre 1 in der   Röhrengruppe-Z,   3 einmal im Gegentakt und in der Gruppe 1, 2, 3, 4 einmal im Gegentakt und einmal im Gleichtakt, im ganzen also dreimal von ein und derselben Frequenz durchlaufen, was an diesem Beispiel gezeigt werden sollte. 



   Die Erfindung ist besonders geeignet zur Verwirklichung   mehrstufiger   Gegentaktschaltungen, wie schon eingangs bemerkt. Die technische Durchführung dieses Gedankens erfolgt hier stets in der Weise, dass man von einem   Röhrenverband   lediglich diejenigen physikalischen Röhrengruppen schalttechnisch verwendet, die aus einer geraden Anzahl von Röhren bestehen. Dann kann man jede dieser Gruppen in zwei oder mehrere   Untergruppen gleicher Röhrenanzahl   zerlegen und sie durch reine Gegentaktscllaltwege verbinden.

   Ein   Ausführungsbeispiel   reiner mehrstufiger   Gegentaktschaltungen,   u.   zw. iu   Form einer ausgeführten Schaltung für den Vierröhrenverband, ist in Fig. 5 dargestellt, bei welchem Beispiel zwei verschiedene Frequenzen. etwa die Zwischenfrequenz und die Niederfrequenz eines Transponierungsempfängers, jede dreistufig. in reinem Gegentakt verstärkt werden soll. Eine solche Schaltung würde, da zwei von den Gegentakten je vier Röhren besitzen, ohne mehrfache Ausnutzung   sechszehn   Röhren erfordern. 



  Das in Fig. 5 dargestellte Schaltungsschema stellt einen Teil eines solchen Transponierungsempfängers dar. bei dem. wie bekannt, die Fernwelle auf eine lokal erzeugte Welle ilberlagert wird, so dass eine Differenzwelle entsteht, die dann der Verstärkung und der Demodulation unterzogen wird. Die vom nicht dargestellten Transponiei'lmgseingang 7'kommende Differenz- 
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 und dessen Sekundärkreis SI in   Gegentaktsehahung   liegt. Die   Dif'erenzwelle   wird über die beiden   Übertragungskondensatoren   K' an die Gitter der Röhren 1 und 3 gebracht. Mittels der Drosselspulen   Z wird der Weg zu   den Gittern der beiden andern Röhren 2 und 4   gesperr !.   



  Im Anodenkreis der Röhren 1 und   8   wird die Zwischenfrequenz verstärkt und hierauf über die   tbertragungskondensatoren Kif der   Primärspule   PI,   eines Gegenlakt-Zwischenfrequenztransformators   TI zugeführt.   Von dem abgestimmten Sekundärkreis   S Il dieses   Transformators gelangt die Zwischenfrequenz zu den Gittern der Röhren   2 und 4 über   die Übertragungskondensatoren K'''. 



  Im Anodenkreis des Röhrenpaares 2, 4 liegt in Gegentaktschaltung der Zwischenfrequenztransformator III, dessen abgestimmte Sekundärspule   fS'   die Zwischenfrequenz einerseits über den elektrischen Mittelpunkt der Filtersekundärspule   Sr   den Gittern des Röhrenpaares   1}   3 und anderseits über den elektrischen Mittelpunkt der Sekundärspule   SI,   des Zwischenfrequenztransformators II den Gittern des Röhrenpaares 2, 4 im Gegentakt zuführt. Die Anodenkreise dieser beiden Röhrenpaare arbeiten ebenfalls im Gegentakt auf dell letzten Zwischenfrequenztransformator   IF,   dessen abgestimmte   Sekundärwicklung   SIr den Gitterkreis G des Gleichrichters bildet.

   Die im Anodenkreis G des Gleichrichters erhaltene Niederfrequenz wird nun 
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 Gegentakt-Niederfrequenztransformator E. dessen   Sekundäre   SE an einen Indikator J. etwa an ein   Telephon,   angeschlossen ist. 



   Es erfolgt demnach zunächst eine Verstärkung der Zwischenfrequenz in der Röhrengruppe 1, 3. darnach eine .weitere Verstärkung in der   HÖhrengruppe. 2, -1 und   eine dritte 
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 frequenz durchwegs im Gegentakt durchgeführt wird. Das gleiche gilt filr die Niederfrequenz. mit dem einzigen Unterschied, dass die   Verstärkung   an anderen   Röhrengruppen   erfolgt. Die erste Gruppe für die   Niederfrequenzverstärkung   ist die aus den   Röhren/, 9   gebildete Gruppe. die zweite die aus den Röhren 3. 4 gebildete Gruppe, während die dritte Gruppe aus allen Röhren   1. : 2. B, 4   gebildet wird. Dabei wird die letztere Gruppe in solcher Weise verwendet, dass die   Röhrenpaare 1. 2 und B, 4   parallel geschaltet sind.

   Diese Gruppe weicht daher physikalisch von der entsprechenden   Gruppe- ! ;, 3 ;. 3.- für   die Zwischenfrequenz 
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 Jede einzelne der vier Röhren wird demnach vicrmal ausgenutzt, u. zw. von zwei Frequenzen je zweimal. 



   Wie aus dem Vorstellenden ersichtlich, gestattet daher die vorliegende Erfindung, die   bisher bestandenen Beschränkungen   in der Ausnutzung der   Röhren,   insbesondere in der Ausnutzung von Gegentaktschaltungen weitgehend, zu beseitigen und ergibt ausserdem die Möglich- 
 EMI6.4 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Schaltungsanordnung für Elektronenröhren (mit Ausschluss einer   Zweiröhrenschaltung.   die eine bloss einfach ausgenutzte Gegentaktschaltstufe und eine bloss einfach ausgenutzte Gleichtaktschaltstufe enthält), dadurch gekennzeichnet. dass zwecks mehrfacher Ausnutzung der Röhren eines Elektronenröhrenverbandes die Röhren zu einer Anzahl von Gruppen zusammengefasst werden, wobei von. den Gruppenelementen jeder Gruppe mindestens eines gleichzeitig auch als Gruppenelement mindestens einer andern Gruppe dient.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Röhrenverhand gebildeten verschiedenen Gruppen durch Kombination untereinander körperlich EMI6.5 gefasste Kombination durch gemeinsame Schaltwege vereinigt sind.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Röhrenverband gebildete verschiedene Gruppen ganz oder teilweise aus der Kombination der gleichen körperlichen Gruppenelemente bestehen. die durch verschiedene und unabhängige gemeinsame Schaltwege verbunden werden.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass einzelne der aus dem Röhrenverband gebildeten verschiedenen, jedoch zusammenwirkenden Gruppen durch Kombinationen höherer Ordnung derjenigen Gruppenelemenle gebildet werden, die bereits in Kombinationen niedriger Ordnung zu Gruppen vereinigt sind.
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne der im Verband zusammenwirkende Gruppen durch Vereinigung von Gruppenelementen gebildet werden, die selbst Gruppen anderer Ordnung sind.
    6. Sehaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Gruppenelemente einer Gruppe auch gleichzeitig Gruppenelemente anderer aus Kombinationen höherer. gleicher oder niedrigerer Ordnung entstandener Gruppen bilden.
    7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppen aus einer geraden Zahl von Gruppenelementen gebildet werden, welche durch Gegentaktschaltwege miteinander vereinigt werden.
    8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet. dass die Vereinigung der Gruppenelemente von Gruppen höherer Ordnung durch Gegentaktschaltwege oder Gleichtaktschaltwege erfolgt, welche zwischen die elektrischen Mittelpunkte der Gegentaktschaltwege eingeschaltet sind. die Gruppenelemente zu einer oder mehreren Gruppen niedrigerer Ordnung verbinden.
    9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den durch Vereinigung der elektrischen Mittelpunkte von Gegentaktschaltwegen entstandenen Schaltwegen EMI6.6 <Desc/Clms Page number 7>
    11. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1, 3 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Mittelpunkte solcher zwischen den gleichen körperlichen Gruppenelementen bestehender verschiedener Gegentaktschaltwege durch Gleich-oder Gegentaktschaltwege verbunden werden, die einzeln oder gleichzeitig zur weiteren gruppenweise Ausnutzung der Gruppenelemente herangezogen werden.
    12. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 8 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der die elektrischen Mittelpunkte von Gegentaktschaltwegen verbindende Schaltweg selbst einen elektrischen Mittelpunkt aufweist, der mit dem Versammlungspunkt aller Kathoden, Gitter oder Anoden durch einen Schaltweg verbunden ist.
    Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der letztgenannte, zum Versammlungspunkt aller Kathoden. Gitter oder Anoden führende Schaltweg zu einer alle Gruppenelemente erfassenden Gleichtaktschaltung benutzt wird.
    14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Röhrenverbänden durch ausschliessliche Verwendung von Gegentaktverbindungen für die Gruppen reine Gegentaktreflexschaltungen gebildet werden.
    15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass aus den durch Gegentaktschaltwege verbundenen Gruppen durch Anschluss von Gegentaktschaltwegell an deren elektrische Mittelpunkte Gruppen höherer Ordnung gebildet werden.
    16. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass aus den gleichen Einzelelementen bestehende, jedoch verschiedene Gruppen höherer Ordnung durch Parallelschaltung verschiedener Gruppen niederer Ordnung gebildet werden. EMI7.1
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