AT111837B - Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen, wie insbesondere Magnesium und dessen Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen, wie insbesondere Magnesium und dessen Legierungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von   Leichtmetallen,   wie insbesondere   Magnesium   und dessen Legierungen. 



   Es ist aus der deutschen Patentschrift Nr.   403 802 bekannt,   als Mittel zur Entfernung von Verunreinigungen bei der   Rückgewinnung   von   Leichtmetallabfällen   eine Schmelze von   Chlormagnesium   oder Carnallit zu verwenden, welcher als Verdickungsmittel wirkende Stoffe zugesetzt sind. Hierunter sind Stoffe verstanden, die mit dem geschmolzenen Chlormagnesium keine niedriger schmelzenden Eutektika bilden.

   In weiterer Ausarbeitung dieses Verfahrens ist zunächst gefunden worden, dass bei der Anwendung von Chlormagnesium, dem als Verdickungsmittel Flussspat zugesetzt ist, oder bei der vorausgehenden   Einsehmelzung   eines Gemisches von Chlormagnesium und Flussspat zwecks Herstellung eines Vorrats an   gebrauchsfähigem   Reinigungsmittel eine Umsetzung unter Bildung von Chlorkalzium und Magnesiumfluorid eintritt. 



   Es ist weiterhin gefunden worden, dass man-statt Chlormagnesium in Verbindung mit Flussspat als Verdickungsmittel-auch Chlorkalzium mit Zuschlägen von Flussspat verwenden kann. Dies beruht darauf, dass auch in diesem Fall Flussspat, entweder mittelbar oder unmittelbar, als Verdickungsmittel wirkt, indem bei den in Frage kommenden Temperaturen von oberhalb etwa 650  C aus einer Schmelze von flussspatenthaltendem Chlorkalzium bei Gehalten oberhalb   18% CaF2   eine primäre Ausscheidung des Fluorkalziums stattfindet, bis der Eutektikumspunkt von etwa   6500 C erreicht   ist, während bei Gehalten unter   18%   CaF2 primär Chlorkalzium sich ausscheidet und als Verdickungsmittel wirkt.. Bei- 
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 bleiben.

   Man hat es so auf Grund des bekannten   Schmelzdiagramms   der Salzmischung in der Hand, je nach der Temperatur, auf welche das Metall erhitzt werden soll, die geeignete Zusammensetzung und damit den geeigneten Verdickungsgrad der Schmelze zu wählen. Man wird dabei die Anwendung der weniger regelungsfähigen Mischungen in der Nähe der Eutektikumszusammensetzung (18%   CaF2)   vermeiden. 
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 bestehend aus Spänen und gereinigten Sandgussstücken, werden in einem Tiegel unter Zusatz von etwa 50 kg eines zerkleinerten   vorgesc. hmolzenen Salzgemisches,   bestehend aus   70%     Cads,   und   30% CaF,   eingeschmolzen.

   Unter ständigem kräftigem Umrühren und unter weiterem Zusetzen von je nach Bedarf 5 bis 15 kg des gleichen Gemisches, wird die Temperatur des Bades auf oberhalb 800  C gesteigert und bei dieser Temperatur etwa eine halbe Stunde gehalten. Während dieser Zeit nehmen die Verunreinigungen das geschmolzene Salz samt dem Zuschlagsstoff auf, verwandeln es in ungeschmolzene Adsorptionsverbindungen und sinken als solche auf den Boden des Schmelztiegels. Schliesslich werden noch 5 kg der Mischung auf die Oberfläche der geschmolzenen Legierung aufgebracht ; überraschenderweise sinkt dieses Salzgemisch trotz höheren spezifischen Gewichtes als die Legierung nicht unter und bildet eine mehr oder weniger starke Kruste, die auch beim Ausgiessen der Legierung aus dem Tiegel quantitativ zurückbleibt.

   Die Legierung wird dann auf die geeignete Vergiesstempertaur gebracht und kann frei von Verunreinigungen abgegossen werden. 



   Man kann natürlich auch bei dieser Arbeitsweise gleichzeitig solche Verdickungsmittel anwenden, welche keine Eutektika mit dem Chlorkalzium bilden, wie z. B. Magnesia. Zweckmässiger wird dies aber unterlassen, da sich durch die Reinigungswirkung der Salzschmelze von selbst eine fortschreitende Verdickung der Schmelze infolge Aufnahme von Fremdstoffen ergibt. Diese   Verdiekung   kann wieder durch 

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 Zusätze   vön Chlorkalzìum   oder von Flussspat, als an der Eutektikumsbildung teilnehmenden Bestandteilen, mehr oder weniger weitgehend aufgehoben werden.

Claims (1)

  1. Die hier in Anspruch genommene Wirkung des Flussspats unterscheidet sich wesentlich von derjenigen, die bei der sonst üblichen Verwendung von Flussspat als Zuschlag zu leichtflüssigen Salzschmelzen auftritt, die als Einbettung und Decke für die einzuschmelzenden Metalle dienen. Hiebei wird durch den Flussspatgehalt der Schmelze der Zweck verfolgt, das Zusammenfliessen des Metalls zu einem einheitlichen Regulus zu erleichtern. Im vorliegenden Falle reicht jedoch die Menge der Salzschmelze hiefÜr nicht aus, da nach den Gnmdsätzen der deutschen Patentschrift Nr. 403 802 bzw. Nr. 360 818 verfahren wird. Flussspat kommt also erfindungsgemäss nicht als Flussmittel, sondern nur als Verdickungsmittpl zur Erzielung einer bestimmten Zähigkeit der Schmelze in Anwendung.
    PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen, wie insbesondere Magnesium und dessen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Auswaschen der Verunreinigungen aus dem geschmolzenen Metall wasserfreies Chlorkalzium angewendet wird, welches Zusätze von Kalziumfluorid in Mengenverhältnissen enthält, welche von der Eutektikumszusammensetzung, etwa 82% CaCl2+ 18% CaF2, abweichen, so dass die bei der Abiihlmg der Schmelze auf die Eutektikumstemperatur sich primär ausscheidenden Salze als Verdickungsmittel wirken.
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