CH127457A - Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen. - Google Patents

Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen.

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CH127457A
CH127457A CH127457DA CH127457A CH 127457 A CH127457 A CH 127457A CH 127457D A CH127457D A CH 127457DA CH 127457 A CH127457 A CH 127457A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/10General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals with refining or fluxing agents; Use of materials therefor, e.g. slagging or scorifying agents

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Description


  Verfahren     zür    Rückgewinnung<B>und</B> Reinigung von Leichtmetallen.    Gemäss dem Verfahren des     11auptpatentes     erfolgt die Rückgewinnung und Reinigung  von Leichtmetallen aus Abfällen oder tech  nisch reinen Metallen durch Behandeln mit  wasserfreien     Magnesiumehloriden    in der Weise,       dass    eine Mischung aus diesen Salzen mit  solchen Zuschlagstoffen verwendet wird,     dass     die Schmelze     strengflüssiger    wird.  



  In weiterer Ausarbeitung der Erfindung  ist zunächst gefunden worden,     dass    bei der  Anwendung von     Chlormagnesium,    dem als  Verdickungsmittel     Flussspat    zugesetzt ist,  oder bei der vorausgehenden Einschmelzung  eines Gemisches von Chlormagnesium und       Flussspat    zwecks Herstellung eines Vorrats an  unmittelbar gebrauchsfähigem     Reinigutigs-          mittel,    eine Umsetzung unter Bildung von       Chlorealcium    und     Magnesiumfluorid    eintritt.  



  Es ist weiterhin gefunden worden,     dass          man    nun statt Chlormagnesium in Verbindung  mit     Flussspat    als Verdickungsmittel auch       Chlorealeium    mit Zuschlägen von     Flussspat     verwenden kann.

   Dies beruht darauf,     dass    auch  in diesem Fall     Flussspat    als Verdickungs  mittel wirkt, entweder mittelbar oder un-    mittelbar, indem bei den     in-Frage    kommenden  Temperaturen von oberhalb etwa<B>6500</B> aus  einer Schmelze von     Flussspat    enthaltendem       Chlo.realeium        bei        Gehalten        oberhalb        18%        CaF2     eine primäre Ausscheidung des     Fluorealeiums     stattfindet, bis der     Eutektikumspunkt    von  etwa<B>650'</B> erreicht ist,

   wobei demnach das  ausgeschiedene     CaF?,    als Verdickungsmittel       wirkt,        während        bei        Gehalten        unter        18        %        CaF2     primär     Chlorealcium    sich ausscheidet und als  Verdickungsmittel wirkt.

   Beispielsweise wird  bei<B>6500</B> bei einem Gehalt von<B>9</B>     "/o        CaF2    aus  <B>100</B> Teilen Schmelze eine primäre Ausschei  dung von<B>50</B> Teilen     CaC12    stattfinden, während  <B>50</B> Teile eines     Eutektikums    mit<B>18</B>     '/o        CaF2     als Schmelze verbleiben. Man hat es so auf  Grund des bekannten Schmelzdiagramms der  Salzmischung in der Hand,<B>je</B> nach der Tem  peratur, auf welche das Metall erhitzt- werden  soll, die geeignete Zusammensetzung, das  heisst den geeigneten     Verdickungsgrad    der  Schmelze, zu wählen.

   Man wird dabei die  Anwendung der weniger regelungsfähigen  Mischungen in der Nähe der     Eutektikumszu-          sammensetzung        (18(//o        CaF2)    vermeiden.      <I>Beispiel:

  </I>  <B>1000</B> Kilo Abfälle einer     Magnesiumlegie#          rung        von        rund        95        %        Mg.,   <B>3</B>     %        AI.,    2     Oss        Züi.,     bestehend aus Spänen und gereinigten     Sand-          gussstücken,    werden in einem Tiegel unter  Zusatz von<B>60</B> Kilo eines zerkleinerten     vor-          geschmolzenen    Salzgemisches,

   bestehend aus       70        %        0aCI!i        und        30        %        CaF2,        eingescbmolzen;     im übrigen wird nach dem Beispiel des Haupt  patentes verfahren, wobei etwa weiter er  forderliche Salzmengen     portionsweise    einge  rührt, beziehungsweise schliesslich auf die  Oberfläche des geschmolzenen Metalls aufge  bracht werden.  



  Man kann natürlich auch bei der Arbeits  weise mit     Chlorcalcium    statt mit Chlormag  nesium gleichzeitig     Verdickungsmittel    in der  Art anwenden, wie dies im Hauptpatent  beschrieben ist, zweckmässiger wird dies aber  unterlassen, da durch die Reinigungswirkung  der     Salzscbmelze    von selbst eine fortschrei  tende Verdickung der Schmelze infolge     Auf-          nahine    von Fremdstoffen sich ergibt. Diese  Verdickung kann wieder durch Zusätze von       Chlorealeium    oder von     Flussspat,    als an der       Eutektikumsbildung    teilnehmenden Bestand  teilen, mehr oder weniger weitgehend aufge  hoben werden.  



  Die hier beschriebene Wirkung des     Fluss-          spats    unterscheidet sich demnach wesentlich    von derjenigen, die bei der sonst üblichen  Verwendung von     Flussspat    als Zuschlag zu  leichtflüssigen Salzschmelzen sich auswirkt,  welche letztere als Einbettung und Decke  für die einzuschmelzenden Metalle dienen;  hierbei wird durch den     Flussspatgehalt    der  Schmelze der Zweck verfolgt, das Zusam  menfliessen des     Metills    zu einem einheitlichen       Regulus    zu erleichtern.

   Im vorliegenden Falle  reicht jedoch die Menge der Salzschmelze  hierfür nicht aus.     Flussspat    kommt also hier  nicht als     Flussmittel,    sondern nur als     Verdik-          kungsmittel    zur Erzielung einer bestimmten  Zähigkeit der Schmelze in Anwendung.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Rückgewinnung und Reit)i- gung von Leichtmetallen, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Salzschmelze von wasser freiem Chlorcaleium verwendet"wird, welches Zusätze von Calciumfluorid in Mengenverhält nissen enthält, welche von der Eutektikums- zusammensetzung (ca. 82,% CaC12 + W/o .CaF-2) abweichen,
    so dass die bei der jeweiligen oberhalb der Eutektikunistemperatur gelegenen Arbeitstemperatur primär ausgeschiedenen Salze als Verdickungsmittel wirken.
CH127457D 1927-03-10 1927-03-10 Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen. CH127457A (de)

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