AT112614B - Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen.

Info

Publication number
AT112614B
AT112614B AT112614DA AT112614B AT 112614 B AT112614 B AT 112614B AT 112614D A AT112614D A AT 112614DA AT 112614 B AT112614 B AT 112614B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dye
acid
preparation
azo dyes
sulfonic acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT112614B publication Critical patent/AT112614B/de

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen. 



   Es wurde gefunden, dass man zu Azofarbstoffen von bemerkenswerten Eigenschaften gelangt, wenn man Diazoverbindungen auf solche kupplungsfähigen Komponenten einwirken lässt, die an Stickstoffatomen Aryloxyfettsäurereste enthalten, oder wenn man in die entsprechenden Farbstoffe den Aryloxyfettsäurerest einführt. 



   Die so erhaltenen Farbstoffe zeichnen sich im allgemeinen durch Licht-und Walkechtheit, sowie durch gutes Egalisierungsvermögen aus. Sie eignen sich für den   Wollätzdruck   und liefern auch wertvolle Lacke. 



   Beispiel 1. 93 Gewichtsteile Anilin werden diazotiert und sodaalkalisch mit 497 Gewichtsteilen des Natriumsalzes der   l-Phenoxyazetylamino-8-oxynaphthalin-3'6-disuIfosäure   
 EMI1.1 
 gekuppelt. Der in der üblichen Weise aufgearbeitete Farbstoff zieht auf Wolle in sehr klaren rosa Tönen von guter Licht-und Waschechtheit und zeichnet sich durch gutes Egalisierungsvermögen aus. 



   An Stelle des diazotierten Anilins kann man beliebige andere Diazoverbindungen verwenden, so z. B. die der   2-Amino-be. lzoesäure,   des   2-Azetamino-5-aminoanisols,   des   4-Aminoazetanilids,   des p-Xylidins usw., wodurch die Farbtöne variiert werden, sonst aber Produkte mit den gleichen Eigenschaften entstehen. 



  Auch der Phenoxyazetvlrest lässt sich durch ähnliche Reste wie z. B. den 2- (oder 4-) Chlorphenoxy- 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 säure ersetzen. 



   So färbt der Farbstoff   Anilin-azo-1-(4'-Chlorphenoxyazetyl)-amino-8-oxynaphthalin-4#6-disulfo-   säure Wolle kräftig gelbstichigrot. 



   Lässt man auf den Monoazofarbstoff aus 1 Molekül Diazobenzol und 1 Molekül l-Amino-8-oxy-   naphthalin-3#6-disulfosäure (alkalisch   gekuppelt) bei 30 bis   400 C   etwas mehr als 1 Molekül Phenoxy-   azetylchlorid   in Gegenwart säurebindender Mittel einwirken, so gelangt man ebenfalls zu dem am Eingange dieses Beispiels beschriebenen Farbstoff. 



   Beispiel 2.750 Gewichtsteile des Natriumsalzes des Monoazofarbstoffes, der durch saure Kupplung vol1 Molekülder 4-Nitro-1-aminobenzol-2-sulfosäure mit1 Molekül der   2- (N-Aminoäthylamino)-naphthaIin-   7-sulfosäure entsteht, werden in   50 l   Wasser gelöst und 600 Gewichtsteile kalzinierte Soda zugegeben. 



  Dann tropfen unter gutem Rühren bei 38 bis 40  C langsam 650 Gewichtsteile   2-Chlorphenoxyessigsäure-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 chlorid hinzu. Zum Schluss wird kurz auf   500 C erwärmt ;   mit wenig   Kochsalz aussalzen,   gepresst und getrocknet. 



   Selbstverständlich kann man auch zuerst die   2- (M-2'-Chlorphenoxyaxetylaminoäthylamino)-     naphthalin-7-sulfosäure   von der Formel : 
 EMI2.1 
 darstellen und dann mit der Diazoverbindung aus   4-Nitro-l-aminobenzol-2-sulfosäure   kuppeln. Der so erhaltene Farbstoff ist identisch mit dem nach obigem Verfahren hergestellten Produkt ; er färbt Wolle sehr klar rotstichig-violett und egalisiert gut. Die Färbung ist hervorragend licht-, walk-und sehweissecht. 



   In diesem Beispiel kann man genau wie im Beispiel 1 sowohl die Diazo-wie die Kupplungkomponente und endlich auch den Aryloxyazidylrest auf die mannigfachste Art variieren. So färbt z. B. der aus der Diazoverbindung der   4'6-Dinitro-l-aminobenzol-2-sulfosäure durch   Kupplung mit der   2-(#-4'-Methylphenoxyazetylaminoäthylamino)-napthanlin-6-sulfosäure   erhaltene Farbstoff auf Wolle ein reines rotstichiges Blau, dem ebenfalls die oben genannten Echtheitseigenschaften zukommen. 



  Ein ganz ähnlicher Farbstoff entsteht aus der Diazoverbindung der   4'6-Dinitro-l-aminobenzol-2-sulfo-   säure und der   2-(#-5'-Chlor-2'-methylphenoxy-ss-propionylaminoäthylamino)-naphthalin-7-sulfosäure.   



   Beispiel 3.   385   Gewichtsteile   1-Aminobenzol-2'5-disulfosäure-azo-p-xylidin   werden wie üblich diazotiert und sodaalkalisch mit 531 Gewichtsteilen des Dinatriumsalzes der 1-   (4'-Chlorphenoxyazetyl-     amino)-8-oxynaphthalin-4'6-disulfosäure   gekuppelt. 



   Der wie üblich aufgearbeitete Farbstoff gibt als Lackfarbstoff verarbeitet einen hervorragend klaren violetten Lack von   vorzüglicher   Fällbarkeit,   Licht-und Wasserechtheit.   



   Als Diazokomponenten lassen sich beliebige andere substituierte oder unsubstituierte Aminooder Aminoazoverbindungen der Benzol-oder Naphthalinreihe verwenden. So ist z. B. der Farbstoff 
 EMI2.2 
   4'6-disulfosäure   ein blaustichiges Rot.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3 dungen auf solche kupplungsfähige Komponenten einwirken lässt, die an Stickstoffatomen Aryloxyfettsäurereste enthalten, oder dass man in die entsprechenden Farbstoffe den Aryloxyfettsäurerest einführt.
AT112614D 1927-03-12 1928-03-03 Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen. AT112614B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE112614X 1927-03-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112614B true AT112614B (de) 1929-03-25

Family

ID=5652999

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112614D AT112614B (de) 1927-03-12 1928-03-03 Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen.
AT118399D AT118399B (de) 1927-03-12 1928-05-29 Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen.

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118399D AT118399B (de) 1927-03-12 1928-05-29 Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (2) AT112614B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT118399B (de) 1930-07-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1150770B (de) Verfahren zur Herstellung von reaktiven Farbstoffen
DE2115449C3 (de) Wasserlösliche Monoazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben von Wolle oder synthetischen Polyamidtextilmaterialien
AT112614B (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen.
DE1077812B (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Polyazofarbstoffen
DE880621C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE477912C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE888904C (de) Verfahren zur Herstellung chromierbarer Disazofarbstoffe
DE722906C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE533617C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE477061C (de) Verfahren zur Herstellung beizenziehender Trisazofarbstoffe
DE842097C (de) Verfahren zur Herstellung von in Kupferkomplexverbindungen ueberfuehrbaren Dis- und Polyazofarbstoffen
DE908900C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferbaren Polyazofarbstoffen
DE745759C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE842098C (de) Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Dis- oder Polyazofarbstoffen der Dipyrazolonreihe
DE698979C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
AT164536B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen kupferbaren Dis- und Polyazofarbstoffen
DE695400C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE666146C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Oxyazofarbstoffen
DE909383C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE719717C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromhaltigen Azofarbstoffen
DE575840C (de) Verfahren zur Darstellung von kupferhaltigen o-Oxyazofarbstoffen
DE961562C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE548614C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE717115C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE623923C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrakisazofarbstoffen