AT112637B - Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Adsorbtionswirkung von Rübenschnitten u. dgl. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Adsorbtionswirkung von Rübenschnitten u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Adsorbtionswirkung von Rübenschnitten u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Erhöhung der Adsorbtionswirkung von Rübensehnitten u. dgl., welche zum Reinigen von Lösungen, insbesondere von Sirupen, Melassen u. dgl. Verwendung finden sollen, und bezweckt das bisweilen schwierige und manchmal sogar unmögliche Einkochen dieser Lösungen auf Kristall zu erleichtern. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Riibenschnitte od. dgl. zur Vergrösserung der Adsorbtionsfähigkeit mit reduktiven, oxydativen oder and ren chemischen Mitteln zu behandeln. Derart behandelte Schnitte sind imstande, den zugeführten Kristalloidlösungen bei entsprechenden Arbeitsbedingungen (Temperatur, Konzentration usw. ) Verunreinigungen zu entziehen. Der Reinigungseffekt hängt hiebei von der Grösse der Adsorbtionsoberflächen der Schnitte ab. In gewissen Fällen, wo die zubereiteten Schnitte nicht genügende Adsorbtionsoberflächen aufweisen, verläuft der Reinigungsprozess langsam und unvollkommen. Das vorliegende Verfahren beseitigt diesen Mangel durch Vergrösserung bzw. Vermehrung der aktiven Adsorbtionsoberflächen. Hiedurch wird der Reinigungsprozess beschleunigt und eine Verwertung der Adsorbtionseigensshaften der Schnitte auch in schwierigen Fällen ermöglicht. Die Vergrösserung der aktiven Adsorbtionsoberflächen der vorbehandelten Rübensehnitte u. dgl. wird erfindungsgemäss durch den Zusatz fein verteilter Körper aller Art, wie aktiver Kohle, pulverisierten Kokses, Zellulose oder Hydrozellulose, gegebenenfalls durch den Zusatz von Metallen, Metalloxyden und Salzen erreicht. Diese Mittel werden entweder den Schnitten während ihrer Zubereitung oder den EMI1.1 Die Vergrösserung der aktiven Adsorbtionsoberflächen kann jedoch auch dadurch bewirkt werden, dass man auf chemischem Wege, beispielsweise durch den Zusatz von Salzen, wie Eisensulfat od. dgl., in den zu reinigenden Lösungen fein verteilte Niederschläge bildet. Die zugesetzten oder suspendierten feinen Teilchen besitzen ähnliche Adsorbtionswirkungen, wie die verwendeten Schnitte. Die Suspensionen werden sodann mit den Schnitten in Berührung gebracht. Die beiden oben beschriebenen Methoden (Zusatz oder Bildung der Suspensionen) lassen sich auch mit Vorteil gleichzeitig anwenden. Beispiel 1 : Zur Melasse werden etwa 0'05% Aluminiumoxyd oder Magnesiumoxyd zugesetzt, sodann wird etwa 5 Minuten lang bei einer Temperatur von 600 C gerührt und die Melasse mit den genannten Zusätzen den zubereiteten Rübenschnitten zugeführt. Beispiel 2 : Den zubereiteten Rübenschnitten wird fein verteilte Holzkohle in einer Menge von etwa 0'1% bei beliebiger Temperatur zugesetzt. Die Durchmischung erfolgt durch Bestäuben der Schnitte während des Durchganges durch den Transporteur. Beispiel 3 : Der Melasse wird eine derartige Menge Kalkmilch zugesetzt, dass sich ihre Alkalität auf etwa 0. 08% erhöht. Sodann wird die Melasse bei einer Temperatur von etwa 600 C den gewöhnlich sauer reagierenden Rübenschnitten zugeführt, wobei in den Zellen, in welche die Melasse beim Durchrühren eindringt, Niederschläge von Nichtzuckerstoffen entstehen. Beispiel 4 : Die Melasse, welcher zirka 0'05% Eisensulfat zugesetzt wurde, wird bei gewöhnlicher Temperatur den vorbehandelten Rübenschnitten zugeführt. Die Schnitte werden vor dem Verrühren mit der Melasse mit Kalkstaub durchsetzt, so dass ihre ursprünglich sauere Reaktion in eine schwach <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Kalziumsulfat gebildet. In der Zeichnung ist eine ebenfalls den Erfindungsgegenstand bildende Apparatur zur Ausführung des neuen Verfahrens in beispielsweiser Ausführungsform schematisch dargestellt. Zwischen die Schnittepresse 1, in welche die teilweise ausgelaugten Schnitte vom Diffuseur 2 gelangen, und dem Diffuseur 3 wird ein Gefäss 4 eingereiht. In diesem Gefässe 4 werden die Schnitte durch bei 5 eingeblasene Gase, beispielsweise Luft oder Rauchgase, behandelt. Oberhalb des Gefässes 4 befindet sich ein Behälter 6, aus welchem fein verteilte Stoffe, beispielsweise aktive Kohle oder pulverisierter Koks, durch den Verteiler 7 zugeführt werden können. Das Gefäss 8 stellt einen Behälter zur Aufbe- wahrung der zu reinigenden Sirupe oder Melassen vor. In diesem Gefässe 8 kann auch die Fällung der fein verteilten Niederschläge mit Hilfe der vorbeschriebenen chemischen Mittel bewirkt werden. Aus dem Gefässe 8 wird die gebildete Suspension durch die Leitung 9 und Spritzdüsen 10 den Schnitten zu- geführt. Das entstehende Gemisch wird periodisch oder ununterbrochen dem Diffuseur 3 zugeführt und gelangt von hier in den Auslaugungsprozess. Die gereinigten Sirupe und Melassen werden in der Diffusionsbatterie mit dem Safte vereinigt, die Verunreinigungen werden gleichzeitig mit den ausgelaugten Schnitten entfernt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erhöhung der Adsorbtionswirkung von Rübenschnitten u. dgl., dadurch gekenn- zeichnet, dass die durch reduktive, oxydative oder andere chemische Mittel entstandenen aktiven Ad- sorbtionsoberflächen der Schnitte durch Zusatz fein verteilter inerter Stoffe, wie aktiver Kohle, Koks, Zellulose, Hydrozellulose, Metallpulver, Metalloxyde od. dgl. vermehrt werden, welche entweder den Schnitten während deren Zubereitung oder den zu reinigenden Lösungen vor ihrer Berührung mit den Schnitten zugesetzt werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen aktiven Adsorbtions- oberflächen durch Zusätze, welche bei ihrer chemischen Umsetzung Niederschläge hervorrufen, in den zu reinigenden Lösungen selbst gebildet werden, bevor die Lösungen mit den Schnitten in Berührung kommen.3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des hinter der Schnittepresse (1) angeordneten Gefässes (4), in welchem die Zubereitung der Schnitte beispielsweise durch den bei (5) eingeblasenen Gasstrom erfolgt, ein mit einem Verteiler (7) versehener Behälter (6) für die inerten Stoffe und ein mit Spritzdüsen M versehener Behälter (8) für die zu reinigenden Lösungen angeordnet ist. EMI2.2
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