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Zweigliedrige Lokomotive mit mehreren Triebeinheiten.
Vorliegende Erfindung betrifft eine neue Gelenktenderlokomotive, welche kürzer, einfacher und billiger ausfällt, als die bisher bekannten dreigliederigen Gelenklokomotiven und durch Kombination an sich einzeln bekannter Anordnungen auch leistungsfähiger ist, als die bisher bekannten zweigliedrigen Gelenklokomotiven.
Die übliche Bauweise von Dampflokomotiven gestattet innerhalb des Lichtraumprofils oberhalb der Achsen bei grossen Leistungen keine gute Ausbildung des Dampfkessels mehr. Besonders bei Sehmalspurbahnen sind die Raumverhältnisse derart knapp, dass in vielen Fällen die erforderliche Kesselgrösse überhaupt nicht verwirklicht werden kann. Daher kommen in neuerer Zeit die sogenannten dreigliedrigen Gelenklokomotiven zur Anwendung, die einen grundsätzlich von der bisherigen ungelenkigen ein-und zweigliedrigen Bauart abweichenden Aufbau besitzen. Das Hindernis, welches die unter dem Kessel
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und vor die Rauchkammer und hinter den Stehkessel in besondere Drehgestelle verlegt werden, welche an dem starren Kesselrahmen angelenkt sind.
Diese beiden Drehgestelle erhalten je zwei oder mehr Dampfzylinder, welche mittels gelenkiger Dampfrohrleitungen mit dem Kessel verbunden sind. Da hiebei einerseits der Kessel als Kraftquelle und anderseits die Maschine als Zugkrafterzeugerin beliebig
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gewöhnliche und weil sie schliesslich infolge ihrer gelenkigen Bauart eine sehr gute Bogenläufigkeit besitzen, genügen sie nahezu allen Anforderungen.
Anderseits steht die übergrosse Baulänge, welche für die bei den Lokomotivenfabriken und Bahnen vorhandenen Einrichtungen nicht passt, ihrer allgemeinen Verbreitung entgegen und ausserdem besitzen sie noch den Nachteil der Vielteiligkeit und Empfindlichkeit infolge der gelenkigen Dampfrohrleitungen und-züge sowie eine starke Neigung zum Schlingen, sofern die Drehgestelle nicht, wie bei der Bauart Garratt, durch die Wasser-und Kohlenvorräte beschwert sind.
Bei den bekannten zweigliedrigen Gelenktenderlokomotiven war eine gleiche Leistungssteigerung wie bei den dreigliederigen Gelenktenderlokomotiven bisher undurchführbar ; denn entweder war der Stehkessel in der freien Entwicklung durch Räder oder Achsen behindert, oder, wenn er freilag, fehlte einem Gliede das Triebwerk oder die Vorratskästen, also Zugkraft und das dafür erforderliche Reibungsgewicht.
Vorliegende Erfindung zeigt wie auch bei einer zweigliedrigen Bauart, die naturgemäss kürzer ausfällt als eine dreigliederige Lokomotive, bei welcher der Kessel auf seine ganze Länge von Rädern freigelegt ist, gleiehleistungsfähige Lokomotiven gebildet werden können, die alle Vorteile der dreigliederigen Bauart besitzen, aber nicht ihre Nachteile aufweisen.
Dieses wird im wesentlichen dadurch erreicht, dass bei einer zweigliederigen Lokomotive der Hauptrahmen mit der vorderen Triebeinheit, dem Kessel und einem Teil der Vorratskästen wie bei gewöhnlichen Lokomotiven als festes Ganzes ausgebildet wird, das sich auf eine hintere Triebeinheit gelenkig stützt, welche, aus einem seitlich schwenkbaren Rahmen mit hinterem Triebwerk und dem restlichen Teil der Vorratskästen bestehend, wiederum ein Ganzes bildet. Dabei sind die beiden Triebeinheiten so weit auseinander gerückt, dass in dem Raum zwischen der letzten Achse der vorderen Triebeinheit und der ersten Achse der hinteren Triebeinheit ein Stehkessel in jeder der Maschinenleistung entsprechenden Grösse ungezwungener Form untergebracht werden kann.
Der auf der vorderen Triebeinheit befestigte Rundkessel wird dabei nur so lang, als es die wirtschaftliche Ausnutzung der Heizgase erfordert und erfährt nicht mehr wie bisher eine Streckung, die dazu dient, den Gesamtschwerpunkt der Lokomotive nach vorn zu bringen, was bisher bei grossen Lokomotiven vielfach zu ungesunden Kesselformen geführt hat. Die
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auch auf beide Triebeinheiten bei vollen und leeren Vorratsbehältern stets gleiche Reibungsgewichte entfallen.
In der Zeichnung ist als Beispiel eine derart ausgebildete Lokomotive in der Achsenanordnung : 2-B-1 + 1-B-2 schematisch veranschaulicht, womit aber keine Festlegung der Erfindung auf diese Achsenanordnung allein erfolgen soll. Der Langkessel 1 ist auf einem gewöhnlichen Rahmen 2 in üblicher Weise befestigt, aber so, dass der Stehkessel3 mit dem Aschkasten 4 hinter dem letzten Rade dieses Rahmens frei Überhängt. Am hinteren Teil des Rahmens 2 ist ein zweiter, jedoch seitlich schwenkbarer Rahmen 5 an einem sogenannten Pivot 6, welches den Stützpunkt für den Rahmen 2 und Gelenk- punkt für ihn sowie den Rahmen 5 bildet, angelenkt, dessen Triebwerk 7 durch eine bewegliche Rohrleitung mit dem Kessel 1 verbunden ist.
Die vordere Antriebsmaschine 8 ist in bezug auf den Kessel ortsfest, so dass für sie eine gelenkige Rohrleitung entbehrlich wird. Der Wasser-und Eohlenvorrat ist in Kästen 9,
10 und 11 untergebracht, die jeweils feste Teile der Rahmen 2 und 5 bilden.