<Desc/Clms Page number 1>
Bürstenhalter für elektrische Maschinen.
Bei Bürstenhaltern muss die Bürste leicht durch Abheben der den Biirstendruck erzeugenden
Spiralbandfeder freilegbar sein, um die Lauffläche der Bürste besichtigen oder die Bürste auswechseln zu können. Ausserdem muss beim Wiederauflegen der Feder der zuvor eingestellte Biirstendruck wieder vorhanden sein, um ein Nachregulieren entbehrlich zu machen.
Diese Forderungen sind bei den bekannten Bürstenhaltern mit einem Schneckengetriebe zur Feineinstellung der Spannung der den Bürstenandruck erzeugenden Spiralbandfeder nicht erfüllt. Bei Bürstenhaltern dieser Art gehört ausserdem zur Einstellung des richtigen Bürstendruekes nicht nur eine gewisse Geschicklichkeit, sondern es erfordert die Einstellung auch eine mehr oder weniger lange Zeit, was oft zu unliebsamen Betriebsstörungen führt.
Nach der Erfindung ist bei einem Bürstenhalter dieser Art der Wickelkern der Spiralbandfeder unabhängig vom Schneckengetriebe drehbar und feststellbar, so dass die Spiral f nf feder unabhängig vom Schneckengetriebe vorgespannt werden kann. Hiedurch ist der Vorteil erzielt, dass die Spiralbandfeder leicht zurückschwenkbar ist, so dass die Lauffläche der Bürste besichtigt oder die Bürste ausgewechselt werden kann. Ausserdem besteht die Gewähr, dass der zuvor mittels des Schneckengetriebes fein einige- stellte Bürstendruck wieder herrscht, da die Verbindung des Wickelkern s mit der Schnecke eine derartige ist, dass auch nach dem Kuppeln, das immer an ein und derselben Stelle erfolgt, die gegenseitige Lage von Wickelkern und Einstellglied genau die gleiche ist wie zuvor.
Es braucht daher eine Neueinstellung des Bürstendruckes nicht vorgenommen zu werden.
Die hiezu nötige Verbindung des Wickelkernes mit der Schnecke erfolgt vorteilhaft dadurch, dass das Schneckenrad auf dem Wickelkern befestigt ist und die Schnecke auf einer um den Wiekelarm drehbaren Tragplatte sitzt, die mit einer mit dem Federgehäuse zu kuppelnden Drehklinke verbunden ist.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Federspannvorriehtung für einen Bürstenhalter dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer Ausführungsform, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 die Draufsicht der Vorrichtung, während die Fig. 4-6 Einzelansichten der Vorrichtung veranschaulichen. Fig. 7 ist die Vorderansicht einer zweiten Ausführungsform, Fig. 8 die Seitenansicht der Fig. 7. und Fig. 9 zeigt die Fig. 7 bei einer andern Betriebslage.
In dem Federhaus h des in Fig. 1-6 dargestellten Bürstenhalters ist in einer Querbohrung der Wickelkern m einer Spiralfeder t gelagert, der auf seiner Vorderseite ein Schneckenrad e trägt und in seiner Lagerbohrung durch eine Scheibe p und einen Splint q (Fig. 3) gesichert ist. Das innere Ende a der Feder t (Fig. 4) greift in einen Längsschlitz f des Wickelkernes m (Fig. 5) ein, während ihr äusseres Ende g hebelartig ausladet und als Druekfinger dient, der sich auf die Kohlenbürste k legt, die in dem Kasten i längsverschiebbar geführt ist.
In das Schneckenrad des Wickelkerns m greift eine Schnecke c ein, deren oberes Ende mit einem geriffelten Griffknopf s versehen Lt. Die Schnecke e ruht in Lageraugen U, einer lose auf dem Wickelkern m gelagerten Tragplatte M, die zwischen dem Schneckenrad e und dem Gehäuse h liegt und mittels einer an ihrem Auge 1J angelenkten Klinke d, die beim Umlegen in eine Rast r (Fig. 2) des Gehäuses 11 eingreift, feststellbar ist. Die Rast r ist etwas hinterdreht, und die Klinke d ruht fest darin, wenn die Feder t, die durch das Schneckenradgetriebe e, e auf die Klinke wirkt, angespannt ist.
Wird daher die Tragplatte it mittels der Klinke d nach Einsetzen der Kohlenbürste k so gedreht, dass 13ie in die au- Fig. l und 2 ersichtliche Lage kommt, bei welcher die Klinke cl eingeklinkt ist, so legt
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
so dass die Feder t, g angehoben und dadurch aus dem Bereich der Kohlenbürste/c gebracht werden kann.
Nach Auswechseln der Bürste braucht nur die Klinke d wieder hinter die Rast l'gebracht zu werden.
Es ist dann die Gewähr gegeben, dass der zuvor mit Hilfe der Schnecke c fein eingestellte Bürstendruek wieder herrscht, vorausgesetzt natürlich, dass die neue Bürste die gleiche Länge hat. Dies ist jedoch praktisch der Fall. Das Auswechseln einer Bürste kann daher sehr schnell durchgeführt werden, was unter Umständen von wesentlicher Bedeutung ist.
Bei der Ausführungsform des Bürstenhalters nach Fig. 7-9 ist ebenfalls die spiralbandfeder l, g auf dem Wickelkern 1n befestigt. Auf dem einen Ende des Wickelkernes sitzt lose das Schneckenrad e, in das die Schnecke c eingreift, die in dem Federhaus ha lediglich um ihre Achse drehbar gelagert ist. An
EMI2.2
Zapfen x in der Längsrichtung des Wickelkernes drehbar befestigt und das Schneckenrad e mit einer Rast 1'1 versehen, mit der die Klinke cl1 in Eingriff gebracht werden kann.
Ist die Spiralbandfeder t, g auf die Kohlenbürste k aufgelegt, so wird die Feder dadurch gespannt, dass die Klinke d1 gedreht wird, bis sie hinter die Rast 1'1 des Schneckenrades e greift. Es kann nun die Feineinstellung der Federspannung und damit des Bürstendruckes vorgenommen werden, indem die Schnecke c gedreht wird. Durch diese Drehung wird das Schneckenrad e, und da mit diesem durch die
EMI2.3
nur die Klinke cl1 ausgelöst zu werden. Der Wickelkern m kann sich dann frei um seine Achse drehen, so dass die Spiralbandfeder t, g abgehoben werden kann, um die Bürste freizulegen. Nach Einsetzen der neuen Bürste und Auflegen der Feder t, g wird wieder die Klinke cl1 mit der Rast 1'1 in Eingriff gebracht.
Da das Schneckenradgetriebe c, e seine Einstellage beibehalten hat, ist auch die Gewähr gegeben, dass nach Wiedereinklinken der Klinke d1 der gleiche Bürstendruck nach der Auswechslung der Bürste besteht wie zuvor.
Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1-6 dargestellt, ist also mit demwickelkern eine drehbare Klinke verbunden, durch deren Drehung die Spiralbandfeder gespannt wird. Darauf erfolgt die Kupplung der Klinke mit dem Gehäuse, allerdings nicht unmittelbar mit diesem, sondern mittelbar dadurch, dass die Klinke d1 hinter die Rast 1'1 des Schneckenrades e gebracht wird und diesem mit der im Federhaus h1 nur um ihre Achse drehbar gelagerten Schnecke c in Eingriff steht. Diese Kupplung erfolgt auch hier so, dass trotz der Kupplung der Kern m durch das zur Feineinstellung der Federspannung dienende Getriebe e, c weitergedreht werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bürstenhalter für elektrische Maschinen mit einem Schneckengetriebe zur Feineinstellung der Spannung der den Bürstendruek erzeugenden Spiralbandfeder, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelkern (m) der Spiralbandfeder , unabhängig vom Schneckengetriebe (c, e) drehbar und feststellbar ist, so dass die Spiralbandfeder unabhängig vom Schneckengetriebe vorgespannt werden kann.