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SprungdäMtMpi'ungsvorriehtung fur hydraulische Materialprüfmaschineu und hydrau- lische Pressen.
Bei den bekannten hydraulischen Materialprüfmaschinen mit einfach wirkendem Kolben wird durch die hohe Spannung das Öl stark zusammengedrückt. Ausserdem ist eine vollständige Entlüftung des Zylinders schwer möglich, so dass sich an dessen hochliegenden Stellen Luftpolster bilden, die ebentalls zusammengedrÜckt werden. Bei einer Entspannung insbesonders infolge Bruches eines Probekörpers macht sieh dies insofern unangenehm bemerkbar, als die in dem zusammengedrückten Öl aufgespeicherte Arbeit frei wird und den Kolben mit den damit verbundenen Teilen beschleunigt. Dies ergibt nun praktisch ein Hochschleudern des Kolbens und des Querhauptes sowie des Spanngehänges der Prüfmaschine.
Dieser Sprung des Kolbens und der dazu gehörigen Teile geschieht mit grosser Wucht, weil die Spanngehänge auf den Kolben zwecks freier Bewegung nur aufgelegt werden können und eine feste Verbindung nicht möglich ist.
Gemäss der Erfindung ist am inneren Ende des Kolbens ein Bund vorgesehen, welcher die unangenehmen Nachwirkungen der Öl-und Luftkompression dämpft bzw. vollständig aufhebt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Der Arbeitskolben 1 der Materialpriifmaschine bzw. ein Tauchkolben ist in dem Presszylinder 2 eingeschliffen und trägt am unteren Ende einen Bund 3, der im Durchmesser etwas kleiner ist als die Zylinderbohrung. Der Bund 3 kann auf der ganzen Mantelfläche mit Rillen oder Aufrauhungen versehen sein und kann mit aus einem Stück bestehen oder aufgeschraubt sein. Wird durch die Zuleitung 4 in den unteren Teil des Zylinderraumes 7 Öl mit geringer Geschwindigkeit gepresst, so kann dieses Öl durch den Zwischenraum 5 hemmungslos infolge der geringen Geschwindigkeit in den Raum 6 treten und die Spannung ist während des Versuches in den beiden Räumen 6 und 7 gleich. Tritt der Bruch des Probestabes ein, so sucht die zusammengedrückte 01-bzw.
Luftmenge ihren ursprünglichen Rauminhalt anzunehmen und den Kolben mit grosser Geschwindigkeit hinauszudrängen. Durch den Bund 3, der sich gegen das Öl im Raume 6 stützt, muss dieses Öl dabei zusammengedrückt werden, so dass ein Überdruck zwischen dem über dem Bund und unter dem Bund befindlichen Öl entsteht. Unter diesem Überdruck strömt das Öl durch den Zwischenraum 5 von oben nach unten, und da nun dieser Vorgang sich ungemein rasch abspielt, so wird dieser Ölstrom stark gedrosselt und verhindert, dass der Kolben mit grösserer Geschwindigkeit nach aussen geschleudert wird. Durch die Anordnung der Rillen oder Aufrauhungen wird die Drosselung verstärkt. Der Druckausgleich wird somit auf eine grössere Zeitspanne ausgedehnt, wodurch die Energie teilweise durch Reibungsarbeit des Öles verzehrt wird.
Ein Sprung des Kolbens kann daher nicht auftreten, weil sich zuerst die Drücke in den Räumen 6 und 7 ausgleichen. Bei diesem Druckausgleich wird der Kolben höchstens um 1 bis 3 mm langsam hinausgeschoben, während in der weiteren Folge infolge des grösseren Querschnittes des Bundes ein nochmaliges langsames Hinausschieben des Kolbens um weitere 1 bis 3 mm geschieht, bis der Druck auf Null gesunken ist. Durch die Ableitung 8 kann dann das Öl abgelassen werden, wodurch der Kolben samt dem Gehänge infolge seines Eigengewichtes zurückgeht. Die Erfindung kann auch für hydraulische Pressen angewendet werden.
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