AT11324U1 - Klemmung für schiebeläden - Google Patents
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Abstract
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung (20) zum einbruchhemmenden Klemmen einer verfahrbaren Schiebeladenvorrichtung, die in mindestens einer Laufschiene (31) über mindestens eine Verfahreinheit (34) verfahrbar geführt ist, umfassend mindestens eine Betätigungseinrichtung (2) und mindestens einen über die Betätigungseinrichtung (2) betätigbaren, relativ zu der Laufschiene (31) bewegbaren Eingriffsteil (1), wobei der Eingriffsteil (1) eine Klemmeinrichtung (3) umfasst, welche bei Betätigung der Betätigungseinrichtung (2) im Wesentlichen reibschlüssig mit der Laufschiene (31) zusammenwirkt, um eine stufenlose Klemmung zu bewirken. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Schiebeladenvorrichtung, zum linearen Verfahren entlang mindestens einer Laufschiene (31), um ein Fenster (32) zumindest teilweise zu verdecken, umfassend mindestens eine Schiebeladeneinheit und eine Klemmvorrichtung (35). Weiter betrifft die vorliegende Erfindung ein Klemmsystem, ein Schiebeladensystem (30) und eine Klemmnachrüsteinrichtung mit mindestens einer Klemmvorrichtung (20).
Description
österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15
Beschreibung [0001] Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiter betrifft der Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Schiebeladenvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12. Zudem betrifft der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Klemmsystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14. Weiter betrifft der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Schiebeladensystem gemäß Anspruch 18. Nicht zuletzt betrifft der Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Klemmnach-rüsteinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 19.
[0002] Schiebeläden werden insbesondere in Süddeutschland, Österreich und Norditalien, aber auch in anderen Regionen eingesetzt, um Fenster zu schützen. Neben aufklappbaren Schiebeläden sind insbesondere linear verfahrbare Schiebeläden bekannt. Derartige Schiebeläden weisen mindestens einen Laufwagen, bevorzugt mehrere Laufwagen, auf, die in mindestens einer etwa C-förmigen Profilschiene, bevorzugt zwei parallelen Profilschienen, verfahrbar gelagert sind. Die Profilschienen sind vertikal voneinander versetzt angeordnet, so dass der Schiebeladen hängend an der oberen Profilschiene gelagert ist. Der Laufwagen verfährt an der Innenseite der durch eine Öffnung beabstandeten, im Wesentlichen horizontal angeordneten Schenkel des oberen, liegenden C-Profils.
[0003] Um einen Schutz der Fenster zu gewährleisten, insbesondere vor externen Beschädigung oder externen Zugriffen, weisen derartige „hängende" Schiebeläden einen Verriegelungsmechanismus auf. Dieser Verriegelungsmechanismus umfasst ein über einen Betätigungsmechanismus ausfahrbares Riegelelement, welches in eine Buchse, Aufnahme oder Öffnung an der Laufschiene eingreift und so eine im Wesentlichen formschlüssige Wirkverbindung mit der Aufnahme realisiert. Die Aufnahmen sind an diskreten Stellen der Laufschiene ausgebildet, insbesondere an einer Stelle, in welcher das Fenster ganz verdeckt ist - einer Endposition - und an einer Stelle, in welcher das Fenster gänzlich unverdeckt ist - einer Anfangsposition. Auf diese Weise lässt sich der Schiebeladen an zwei Stellen verriegeln. Zwischenpositionen sind nicht vorgesehen.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Klemmvorrichtung, eine Schiebla-denvorrichtung, ein Klemmsystem, ein Schiebeladensystem und eine Klemmnachrüsteinrich-tung zu schaffen, bei welcher eine stufenlose Klemmung von Schiebeläden realisierbar ist.
[0005] Diese Aufgabe(n) wird/werden gelöst durch eine Klemmvorrichtung gemäß Anspruch 1, eine Schiebeladenvorrichtung nach Anspruch 12, ein Klemmsystem nach Anspruch 14, ein Schiebeladensystem nach Anspruch 18 und eine Klemmnachrüsteinrichtung nach Anspruch 19.
[0006] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass bei einer Klemmvorrichtung zum einbruchhemmenden Klemmen einer verfahrbaren Schiebeladenvorrichtung, die in mindestens einer bevorzugt linearen, im Wesentlichen C-förmigen Laufschiene über mindestens eine Verfahreinheit, wie beispielsweise einen Laufwagen, verfahrbar geführt ist, umfassend mindestens eine Betätigungseinrichtung und mindestens einen über die Betätigungseinrichtung betätigbaren, relativ zu der Laufschiene und/oder zu der Betätigungseinrichtung bewegbaren, insbesondere ausfahrbaren Eingriffsteil, vorgesehen ist, dass der Eingriffsteil eine Klemmeinrichtung umfasst, welche bei Betätigung der Betätigungseinrichtung im Wesentlichen reibschlüssig mit der Laufschiene zusammenwirkt, um eine stufenlose Klemmung zu bewirken.
[0007] Die Laufschiene ist bevorzugt als Profilschiene ausgebildet, die sich linear, bevorzugt entlang einer Geraden, in eine Längsrichtung erstreckt, entlang welcher Schiebeläden verfahrbar sind. Der Querschnitt der Laufschiene ist, betrachtet in die Längsrichtung des Profils, bevorzugt C-förmig ausgebildet, das heißt als U-Profil mit zwei zusätzlichen Schenkeln, auf welchen die Verfahreinheit aufsetzbar und auf dieser verfahrbar ist. Die Verfahreinheit ist bevorzugt als Roll- oder Laufwagen ausgebildet. Entsprechend umfasst die Verfahreinheit Rollen, Räder, Walzen oder andere Wälzkörper, mit denen die Verfahreinheit an der Laufschiene verfahrbar ist. Alternativ kann die Verfahreinheit auch gleitend in und/oder an der Laufschiene angeordnet sein. Hierzu weist diese entsprechende Gleitkörper mit entsprechenden Gleitflächen auf. 1/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 [0008] Um die Klemmvorrichtung zu betätigen, ist eine Betätigungseinrichtung vorgesehen. Diese Betätigungseinrichtung kann manuell, teilautomatisch oder automatisch betätigbar sein. Die Betätigungseinrichtung ist mit einem Eingriffsteil gekoppelt. Bei Betätigung der Betätigungseinrichtung wird der Eingriffsteil bewegt. Die Bewegung erfolgt relativ zu einem Teil der Laufschiene oder relativ zu der festgelegten Betätigungseinrichtung. Die Betätigungseinrichtung verbleibt unbewegt relativ zu der Laufschiene. Durch die Betätigung wird der Eingriffsteil oder zumindest ein Teil des Eingriffsteils zu der Laufschiene bewegt. Die Bewegung ist dabei so ausgebildet, dass zumindest ein Teil des Eingriffsteil gegen einen Teil der Laufschiene gedrückt wird. Auf diese Weise wird eine Klemmung des Eingriffsteils mit der Laufschiene bewirkt. Ist die Klemmung hergestellt, lässt sich der Eingriffsteil in dieser Stellung arretieren. Dies kann in einer Ausgestaltung durch eine geeignete Arretiereinrichtung realisiert werden. Die Arretiereinrichtung kann zum Beispiel in die Betätigungseinrichtung integriert ausgebildet sein, wie beispielsweise durch einen Kniehebel. Hierbei lässt sich die Klemmung nur durch Betätigen des Hebels lösen. Es sind auch andere Arretierungseinrichtungen vorstellbar. Durch die Arretierung in einer Klemmstellung lässt sich der Schiebeladen in beliebigen Stellungen klemmen. Bei schräg gestellten Schiebeläden lässt sich so auch ein ungewolltes Verfahren der Schiebeläden aufgrund der Gewichtskraft verhindern, so dass die Klemmvorrichtung als Bremse wirkt. Die Klemmung kann mechanisch realisiert sein. Alternativ kann die Klemmung auch über einen Magneten oder mehrere Magneten realisiert werden.
[0009] Insbesondere umfasst der Eingriffsteil eine Klemmeinrichtung, welche bei Betätigung gegen die Laufschiene gedrückt wird bzw. von dieser weg bewegt wird. Durch das Andrücken oder auch Anpressen wird eine im Wesentlichen reib- oder kraftschlüssige Verbindung oder Klemmung zwischen der Laufschiene und der Klemmeinrichtung bewirkt. Die Klemmeinrichtung kann dabei eine Klemmung mit einem beliebigen Teil der Laufschiene realisieren. Beispielsweise kann die Klemmeinrichtung von außen gegen die Laufschiene drücken, beispielsweise gegen die beiden zueinander weisenden Schenkel des C-Profils. Andererseits kann die Klemmeinrichtung von innen gegen die Laufschiene drücken. Noch eine andere Ausführung sieht vor, dass die Klemmeinrichtung sowohl von innen als auch von außen gegen die Laufschiene drücken kann. Die Klemmeinrichtung kann gegen eine Oberfläche der Laufschiene drücken oder gegen mehrere Oberflächen der Laufschiene drücken. Die Oberflächen der Laufschiene können entsprechend verstärkt sein.
[0010] Mit der Klemmvorrichtung kann eine stufenlose Klemmung bewirkt werden. Es sind keine zusätzlichen Bauteile, wie zum Beispiel eine Buchse oder dergleichen, welche im Wesentlichen eine formschlüssige Verbindung realisieren, erforderlich.
[0011] In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Klemmeinrichtung einen Klemmteil mit mindestens einer Reibschicht umfasst, welcher bei Betätigen der Betätigungseinrichtung mit der Reibschicht gegen mindestens einen Teil der Laufschiene anpressbar ist. Das Klemmteil ist zum Beispiel als eine Klemmfläche ausgebildet, die gegen eine korrespondierende Oberfläche der Laufschiene angepresst wird. Das Klemmteil kann auch mehrteilig ausgebildet sein, zum Beispiel als mehrere Klemmflächen, die gegen eine Oberfläche oder mehrere Oberflächen der Laufschiene gedrückt werden. Bevorzugt ist das Klemmteil als Blechteil ausgebildet. Das Blechteil weist einen entsprechenden Aufnahmeabschnitt auf, um die Reibschicht aufzunehmen. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Vertiefung realisiert sein. Die Vertiefung ist dabei so ausgebildet, dass ein umlaufender Rahmen entsteht. In der Vertiefung ist die Reibschicht anbringbar, wobei die Reibschicht und die Vertiefung so gewählt sind, dass die Reibschicht über den durch die Vertiefung gebildeten umlaufenden Rahmen hervorsteht. Die Reibschicht kann lösbar oder unlösbar mit dem Klemmteil verbunden sein, wobei für einen Austausch der Reibschicht, beispielsweise bei Verschleiß der Reibschicht, eine lösbare Verbindung, wie durch Schrauben, bevorzugt ist. Eine Klebeverbindung ist auch denkbar. Um eine möglichst hohe Klemmkraft zu bewirken, weist das Klemmteil die Reibschicht auf, das heißt eine Schicht, welche beim Anpressen gegen die Laufschiene eine möglichst hohe Reibkraft erzeugt, so dass eine sichere reib- bzw. kraftschlüssige Verbindung zwischen Klemmteil (genauer Reibschicht des Klemmteils) und der Laufschiene realisiert wird. 2/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 [0012] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist deshalb vorgesehen, dass die Reibschicht aus einem in Bezug auf die Laufschiene reibungserhöhenden Material ausgebildet ist, umfassend Materialen mit einem Reibungskoeffizienten im Bereich >= 0,1, wie Gummi, Chlo-ropren-Kautschuk (beispielsweise Neopren ®), Kunststoff und dergleichen. Das Material für die Reibschicht ist so ausgebildet, dass sich eine geeignete Werkstoffpaarung Laufschiene-Reibschicht realisieren lässt, die eine sichere Klemmung mit einem hohen Kraft- oder Reibschluss bewirkt. Bevorzugt ist das Material elastisch ausgebildet.
[0013] Noch eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Reibschicht ein wasserfestes und/oder verschleißfestes Material umfasst. Um gegen Umwelteinflüsse bei einem Außeneinsatz resistent zu sein, ist das Material insbesondere wasserfest und/oder verschleißfest ausgebildet. Insbesondere ist das Material gegen Regen, Spritzwasser, Wischwasser, Wasser mit Reinigungszusätzen wie Seife und dergleichen wasserfest und/oder verschleißfest ausgebildet. Das Material lässt einen häufigen Klemm-Einsatz zu, insbesondere für eine Anzahl von Klemmungen in einem Bereich von >= 1.000 Klemmungen, weiter bevorzugt >= 10.000 Klemmungen und noch weiter bevorzugt in einem Bereich von >= 100.000 Klemmungen zu. Insbesondere ist das Material gegen Wärme, mechanische Einwirkungen, chemische Einwirkungen und dergleichen verschleißfest. So ist das Material zum Beispiel verschleißfest bei Temperaturen in einem Bereich von 0°C bis 20°C, weiter bevorzugt in einem Bereich von -10°C bis 30°C, noch weiter bevorzugt in einem Bereich von -20°C bis 40°C, noch weiter bevorzugt in einem Bereich von -30°C bis 50°C und am meisten bevorzugt in einem Bereich von -50°C bis 100°C.
[0014] Die Reibschicht kann mit dem Klemmteil verbunden werden oder integriert in dem Klemmteil ausgebildet sein. Eine Verbindung kann mittels Adhäsiven, Schraubverbindungen, Nietverbindungen und dergleichen realisiert sein.
[0015] In noch einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Klemmeinrichtung im Wesentlichen L-förmig ausgebildet ist. Hierzu kann das Klemmteil mindestens ein L-förmiges Profilteil umfassen, welches einen Aufnahmeteil für die Reibschicht aufweist. Auch kann ein Schiebeteil, an welchem das Klemmteil befestigt ist, L-förmig ausgebildet sein. Auf diese Weise lässt sich das Klemmteil versetzt zu der Laufschiene anordnen. Somit ist eine Montage an einem Schiebeladen erleichtert. Zudem steht mehr Bauraum für die Klemmvorrichtung bei einer Montage an dem Schiebeladen zur Verfügung. Die Klemmvorrichtung kann auf einen Schiebeladen von außen aufgebracht sein. Somit müssen in dem Schiebeladen keine Kanäle, Ausfräsungen und dergleichen für die Anbringung der Klemmvorrichtung vorgesehen sein.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung sieht vor, dass der Eingriffsteil eine ausfahrbare Riegeleinheit mit einem Riegel umfasst, um eine im Wesentlichen formschlüssige Verriegelung an diskreten Stellen der Laufschiene mittels des Riegels zu bewirken. Auf diese Weise ist eine Verriegelung zum Beispiel in einer Endposition und/oder in einer Anfangsposition realisierbar. Zum Verriegeln umfasst die Riegeleinheit neben dem Riegel bevorzugt eine Riegelaufnahme, in welche der Riegel einfahrbar ist. Die Riegelaufnahme ist bevorzugt in oder an der Laufschiene ausgebildet. Der Riegel kann über die Betätigungseinrichtung zum Ausfahren der Klemmeinrichtung betätigbar sein. Der Riegel bzw. die Riegeleinheit kann aber auch über eine separate Betätigungseinrichtung aus-/einfahrbar sein bzw. betätigbar sein. Die Betätigungseinrichtung weist mindestens einen Anschlag auf, um die Betätigungseinrichtung in einer Endposition und/oder einer Anfangsposition zu stoppen. Dadurch dass der Eingriffsteil sowohl eine Klemmeinrichtung als auch eine Riegeleinheit aufweist, lässt sich sowohl eine im Wesentlichen einbruchshemmende Klemmung in beliebigen Positionen wie auch eine im Wesentlichen einbruchssichere Verriegelung in diskreten Positionen realisieren.
[0017] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung sieht vor, dass der Eingriffsteil weiter eine Justiereinrichtung umfasst, um die Klemmvorrichtung, die Klemmeinrichtung, das Klemmteil und/oder die Riegeleinheit zumindest in eine Richtung relativ zu der Laufschiene zu justieren. Auf diese Weise lassen sich Versätze, die zum Beispiel bei einem Anbringen der Laufschiene oder der Klemmvorrichtung entstanden sind, auf einfache Weise ausgleichen. Die Justiereinrichtung kann dabei Versätze, Winkel, Verdrehungen und 3/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 dergleichen ausgleichen. Hierzu kann die Justiereinrichtung Gelenke, Scharniere, Nuten, Langlöcher, Kolben, Getriebe etc. umfassen. Die Einstellung der Justiereinrichtung kann über Schrauben, Stifte, Keile und dergleichen erfolgen.
[0018] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Klemmvorrichtung weiter ein Verlängerungsmodul umfasst, welches zwischen den Eingriffsteil und die Betätigungseinrichtung koppelbar ist, um den Abstand zwischen Betätigungseinrichtung und Eingriffsteil zu verändern. Auf diese Weise lassen sich der Eingriffsteil und die Betätigungseinrichtung modular ausbilden, das heißt separat voneinander ausbilden. Für unterschiedlich große Schiebeläden lassen sich der Eingriffsteil und die Betätigungseinrichtung stets gleich ausbilden, wobei das Verlängerungsmodul an die unterschiedlichen Geometrien angepasst ausgelegt ist. Das Eingriffsteil und das Verlängerungsmodul bzw. das Verlängerungsmodul und die Betätigungseinrichtung lassen sich über eine entsprechende Kopplung koppeln.
[0019] In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Eingriffsteil mit der Betätigungseinrichtung über ein Schiebeteil gekoppelt ist, welcher den Eingriffsteil und/oder die Klemmeinrichtung aus- und einfährt. Die Kopplung zwischen der Betätigungseinrichtung und dem Eingriffsteil ist bevorzugt über ein ausfahrbares Schiebeteil realisierbar, wobei das Schiebeteil bevorzugt in einer Führung geführt ist. Die Führung kann beispielsweise ein Profilrohr, beispielsweise mit einem U-Profil, oder dergleichen sein. Das Schiebteil kann ein einfaches Profilblech sein. Wenn der Eingriffsteil direkt mit der Betätigungseinrichtung gekoppelt ist, kann das Schiebeteil einteilig ausgebildet sein. Ist zwischen der Betätigungseinrichtung und dem Eingriffsteil ein Verlängerungsmodul vorgesehen, so ist das Schiebeteil bevorzugt mehrteilig ausgebildet. Entsprechend ist die Führung oder das Führungsteil einteilig oder mehrteilig ausbildbar.
[0020] Noch ein weiteres Ausführungsbeispiel sieht deshalb vor, dass das separate Schiebeteil bzw. der Schiebeteil mehrteilig ausgebildet ist, wobei jeweils mindestens ein Teil des mehrteiligen Schiebeteils sowohl in der Betätigungseinrichtung, dem Verlängerungsmodul als auch dem Eingriffsteil angeordnet ist und die Teile miteinander koppelbar sind. Das Schiebeteil in dem Verlängerungsmodul kann als Blechteil einteilig ausgebildet sein. Alternativ kann das Schiebeteil in dem Verlängerungsmodul mehrteilig ausgebildet sein und beispielsweise ein Getriebe, einen Bowdenzug, ein Kniehebel, ein Koppelkurvengetriebe, einen Verriegelungsmechanismus, eine Teleskopeinheit, eine Zylinder-Kolbeneinheit und dergleichen umfassen.
[0021] Ein anderes Ausführungsbeispiel sieht vor, dass das Verlängerungsmodul ein Getriebeteil umfasst, welches eine Kraftübertragungsveränderung oder Ausfahrwegveränderung von der Betätigungseinrichtung zu dem Eingriffsteil bewirkt. Auf diese Weise lässt sich insbesondere bei längeren Kraftübertragungswegen von der Betätigungseinrichtung zu dem Eingriffsteil eine Kraftverstärkung realisieren.
[0022] Die Erfindung schließt weiter die technische Lehre ein, dass bei einer Schiebeladenvorrichtung zum linearen Verfahren entlang mindestens einer Laufschiene, um ein Fenster zumindest teilweise zu verdecken, umfassend: mindestens eine Schiebeladeneinheit mit einer Abdeckeinheit und mindestens einer an der Abdeckeinheit angeordneten Verfahreinheit, die verfahrbar in der Laufschiene gelagert ist, um die Abdeckeinheit zu verfahren, vorgesehen ist, dass die Schiebeladenvorrichtung eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung aufweist. Die Schiebeladenvorrichtung umfasst beispielsweise einen Fensterladen, einen Rahmen mit Sichtschutzelementen wie Lamellen, eine Sichtschutzbahn oder dergleichen, welche die Abdeckeinheit realisieren. Die Abdeckeinheit kann aus verschiedenen Materialien hergestellt sein, umfassend Holz, Kunststoff, Metall und dergleichen. An dieser Abdeckeinheit oder auch dem Sichtschutz oder dem Schiebeladen ist mindestens eine Verfahreinheit angebracht, bevorzugt sind mindestens zwei Verfahreinheiten an einer oberen und zwei Verfahreinheiten an einer unteren Seite der Abdeckeinheit angebracht. Die Verfahreinheit greift in eine entsprechende Profilschiene ein, in welcher diese verfahrbar angeordnet ist. Die Klemmvorrichtung ist bevorzugt an der Abdeckeinheit, genauer an einem festen Teil der Abdeckeinheit, wie einem Rahmen, angebracht. Dabei ist die Klemmvorrichtung so angebracht, dass diese sich leicht betätigen lässt. Bevorzugt 4/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 ist die Klemmvorrichtung an einer Innenseite der Schiebeladenvorrichtung angebracht, das heißt an einer von außen nicht oder kaum sichtbaren Seite der Schiebeladenvorrichtung, genauer der Abdeckeinheit. Diese Seite ist bevorzugt eine dem Fenster, welches die Abdeckeinheit verdecken soll, zugewandte Seite.
[0023] In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schiebeladenvorrichtung ist vorgesehen, dass die Schiebeladenvorrichtung mehrere Schiebeladeneinheiten umfasst. Die Schiebeladeneinheiten können miteinander koppelbar sein oder separat voneinander angeordnet sein.
[0024] Die Erfindung schließt weiter die technische Lehre ein, dass bei einem Klemmsystem zum Klemmen mindestens einer Schiebeladeneinheit, umfassend: eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung und mindestens eine Laufschiene zum verfahrbaren Führen der Schiebeladeneinheit, vorgesehen ist, dass die Klemmvorrichtung mit der Laufschiene über Betätigen einer Betätigungseinrichtung in eine im Wesentlichen reibschlüssige Wirkverbindung bringbar ist, um ein stufenloses Klemmen der Schiebeladeneinheit relativ zu der Laufschiene zu bewirken. Die Laufschiene ist bevorzugt als C-Profil ausgebildet. Bevorzugt sind zwei voneinander beabstandete Laufschienen vorgesehen. Eine Laufschiene ist dabei so angeordnet, dass ein Schiebeladen hängend daran angeordnet ist. Die andere Laufschiene ist so angeordnet, dass der Schiebeladen auf dieser durch die Gewichtskraft aufliegend angeordnet ist. Die Klemmvorrichtung kann auf eine oder auf beide Laufschienen klemmend wirken.
[0025] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Klemmsystems ist vorgesehen, dass die Laufschiene als im Wesentlichen C-förmiges Profil ausgebildet ist. Andere Profile sind denkbar. So sind beispielsweise auch ein T-Profil, ein I-Profil oder andere Profile denkbar, wobei der Steg bevorzugt ein Langloch aufweist, so dass auf jeder Seite des Stegs eine Laufeinheit verfahren kann, wobei die Laufeinheiten durch ein den Steg durchdringendes Verbindungsteil, wie eine Achse, miteinander verbunden sind. Die Laufeinheiten können Walzen, Rollen, Räder, Schubelemente, Gleitelemente und dergleichen sein.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Klemmsystems ist vorgesehen, dass die reibschlüssige Wirkverbindung an einer äußeren Fläche des C-förmigen Profils realisierbar ist. Grundsätzlich ist der Reibschluss an jedem Teil des Profils bzw. der Laufschiene realisierbar. Der Reibschluss kann durch ein Klemmteil oder mehrere Klemmteile bewirkt werden. Mehre Klemmteile können dabei etwa in eine gleiche Richtung oder in unterschiedliche Richtungen, beispielsweise in entgegengesetzte Richtungen wirken. Beispielsweise können die Klemmteile oder kann das Klemmteil aus Richtung der jeweils anderen Laufschiene gegen die entsprechende Laufschiene oder Flächen davon drücken.
[0027] Noch eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die reibschlüssige Wirkverbindung an einer inneren Fläche des C-förmigen Profils realisierbar ist. Hierbei kann beispielsweise das Klemmteil von innen gegen Seitenflächen der Laufschiene oder eine Steg drücken.
[0028] Die Erfindung schließt zudem die technische Lehre ein, dass bei einem Schiebeladensystem zur zumindest teilweisen Abdeckung eines Fensters, mindestens eine erfindungsgemäße Schiebeladenvorrichtung und mindestens ein erfindungsgemäßes Klemmsystem vorgesehen sind. Somit lässt sich ein Komplettsystem zum Verdecken von Fenstern realisieren.
[0029] Die Erfindung schließt nicht zuletzt die technische Lehre ein, dass bei einer Klemmnach-rüsteinrichtung zum Nachrüsten bestehender Schiebeladen-Fenster-Systeme mit einer Klemmfunktion, vorgesehen ist, dass die Klemmnachrüsteinrichtung mindestens eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung und mindestens ein Montagekit zur Befestigung der Klemmvorrichtung an einem Schiebeladen umfasst. Auf diese Weise lassen sich bestehende Schiebeläden derart ausrüsten, dass eine stufenlose Klemmung in einer beliebigen Schiebeladenposition realisierbar ist.
[0030] Weitere Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen sowie der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den Figuren dargestellt sind, zu entnehmen. In den Figuren werden für gleiche oder ähnliche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet. In den Figuren zeigen: 5/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 [0031] Fig. 1 eine Seitenansicht eines Eingriffsteils einer erfindungsgemäßen Klemmvorrich tung im Querschnitt, [0032] Fig. 2 eine Betätigungseinrichtung einer erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung im
Querschnitt, [0033] Fig. 3 eine Seitenansicht eines Verlängerungsmoduls einer erfindungsgemäßen
Klemmvorrichtung im Querschnitt, [0034] Fig. 4 eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung im Querschnitt, [0035] Fig. 5 eine Draufsicht auf die Klemmvorrichtung nach Fig. 4 und [0036] Fig. 6 schematisch ein Schiebeladensystem mit einer Klemmvorrichtung.
[0037] Fig. 4 zeigt im Querschnitt eine erfindungsgemäße Klemmvorrichtung 20. Die Klemmvorrichtung 20 umfasst einen im Detail in Fig. 1 in einer Querschnitts-Seitenansicht dargestellten Eingriffsteil 1 und eine in Fig. 2 im Detail dargestellte Betätigungseinrichtung 2. Die Betätigungseinrichtung 2 ist mit dem Eingriffsteil 1 gekoppelt.
[0038] Wie in Fig. 1 erkennbar, umfasst der Eingriffsteil 1 eine Klemmeinrichtung 3. Die Klemmeinrichtung 3 umfasst einen Klemmteil 4 mit mindestens einer Reibschicht 5.
[0039] Das Klemmteil 4 ist in der Fig. 1 als Blechteil ausgebildet, welches an einer Seite (oben) eine Vertiefung zur Aufnahme der Reibschicht 5 aufweist, so dass diese durch einen umlaufenden Rand 4a gegen seitliches Herausbewegen zu dem Klemmteil 4 gesichert ist. Zusätzlich ist die Reibschicht 5 in der Fig.1 mit dem Klemmteil 4 verklebt. Die Reibschicht 5 besteht vorliegend aus einem Chloropren-Kautschuk-Material (beispielsweise Neopren ®), um eine hohe Reibkraft auf eine Laufschiene aufzubringen. Das Klemmteil 4 ist mit einem Schiebeteil 6 gekoppelt. Das Schiebeteil 6 ist vorliegend als L-förmig gebogenes Blechteil ausgebildet, so dass die gesamte Klemmeinrichtung 3 etwa L-förmig ausgebildet ist. Das Klemmteil 4 ist in Fig. 1 über zwei Nieten 7 mit dem Schiebeteil 6 gekoppelt. Alternativ kann auch eine beliebige andere Verbindungsart wie beispielsweise durch Verschrauben gewählt werden. Das Schiebeteil 6 weist mindestens ein Langloch 8 auf, welches zur Führung dient, wie später beschrieben wird.
[0040] Zur Betätigung der Klemmeinrichtung 3 bzw. des Eingriffsteils 1 ist das Eingriffsteil 1 mit der im Detail in Fig.2 dargestellten Betätigungseinrichtung 2 gekoppelt. Die Kopplung kann direkt erfolgen oder unter Zwischenschalten eines Verlängerungsmoduls 9, welches in Fig. 3 im Detail dargestellt ist.
[0041] Vorliegend wird die Kopplung durch einen Führungsniet 7a realisiert, welcher das Langloch 8 durchdringt und an einem Führungsteil 10 der Betätigungseinrichtung 2 bzw. des Verlängerungsmoduls 9 befestigt ist. Das Führungsteil 10 ist als U-Profil ausgebildet, in welchem das Schiebeteil 6 geführt verschiebbar aufgenommen ist.
[0042] Fig. 2 zeigt die Betätigungseinrichtung 2 in einem Querschnitt. Die Betätigungseinrichtung 2 weist das Führungsteil 10 auf, in welchem das Schiebeteil 6 des Eingriffsteils 1 bewegbar geführt aufgenommen ist. Die Betätigungseinrichtung 2 umfasst weiter einen Betätigungsteil 11, der hier als Kniehebel ausgebildet ist. Über einen Hebelteil 12 lässt sich die Betätigung der Klemmvorrichtung 1 bewirken. Hierzu ist der Hebelteil 12 über einen das Führungsteil 10 durch ein darin angeordnetes Langloch 13 durchdringenden Hebelniet 14 mit dem Schiebeteil 6 verbunden. Weiter ist der Hebelteil 12 mit einem Zwischenhebelteil 15 über ein Drehlager 16 drehbar verbunden. Das Drehlager 16 ist vorliegend durch einen Drehniet 16a realisiert. Das Zwischenhebelteil 15 ist drehbar über ein weiteres Drehlager 16, welches ebenfalls mittels eines Drehniets 16a realisiert ist, mit dem Führungsteil 10 verbunden. Auf diese Weise ist ein Kniehebel realisiert, über welchen sich das Schiebeteil 6 aus dem Führungsteil 10 heraus- und hereinfahren lässt. Durch den Kniehebel 11 ist zugleich gesichert, dass bei einem Klemmen diese Klemmung nicht ohne Betätigen der Betätigungseinrichtung 2 gelöst werden kann. Somit ist eine Arretierung in einer Klemmposition realisiert.
[0043] Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht ein Verlängerungsmodul 9. Das Verlängerungsmodul 6/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15 9 ist zwischen die Betätigungseinrichtung 2 und den Eingriffsteil 1 schaltbar, um zum Beispiel einen längeren Verfahrweg zu erzielen oder größere Abstände zwischen Eingriffsteil 1 und Betätigungseinrichtung 2 zu überbrücken. Das Verlängerungsmodul 9 kann integriert in den Eingriffsteil 1 oder in die Betätigungseinrichtung 2 ausgebildet sein oder kann separat ausgebildet sein. Das Verlängerungsmodul 9 umfasst das Führungsteil 10, welches als (Teil-)Abschnitt des einteiligen Führungsteils 10 ausgebildet sein kann oder als separater Abschnitt des Führungsteils 10, der dann entsprechend an das Führungsteil 10 der Betätigungseinrichtung 2 gekoppelt ist, ausgebildet sein kann. Weiter umfasst das Verlängerungsmodul 9 das Schiebeteil 6, für welches analog zu dem Führungsteil 10 das Gleiche gilt. Das Schiebeteil 6 kann als (Teilabschnitt des einteiligen Schiebeteils 6 ausgebildet sein kann oder als separater Abschnitt des Schiebteils 6, der dann entsprechend an das Schiebeteil 6 des Eingriffsteils 1 gekoppelt ist, ausgebildet sein kann. Entsprechend ist in dem Führungsteil 10 des Verlängerungsmoduls 9 ein Langloch 8 ausgebildet, durch welches ein Führungsniet 7a ragt, der mit dem Schiebeteil 6 fest verbunden ist und so eine Führung des Schiebeteils 6 in dem Führungsteil 10 bewirkt.
[0044] Fig. 4 zeigt in einer Seiten-Querschnittsansicht die gesamte Klemmvorrichtung 20, wobei Zwischenstücke an den Strichpunktlinien aus Gründen der besseren Darstellbarkeit ausgelassen wurden. Fig. 5 zeigt die Klemmvorrichtung 20 in einer Draufsicht. Die Klemmvorrichtung 20 umfasst die zuvor in Bezug auf Fig. 1 bis 3 beschriebenen Module Eingriffsteil 1, Betätigungseinrichtung 2 und Verlängerungsmodul 9, so dass auf eine ausführliche Beschreibung bereits beschriebener Bauteil hier verzichtet wird. Wird der Hebelteil 12 von einer winkligen Position in Bezug auf das Führungsteil 10 in eine gleiche Ausrichtung wie das Führungsteil 10 gebracht (wie in Fig. 5 besser zu erkennen), wird der Schiebeteil 6 aus dem Führungsteil 10 ausgefahren und die Bewegung wird über das Verlängerungsmodul 9 an den Eingriffsteil 1 übertragen. Dabei wird die Klemmeinrichtung 3 ausgefahren und das Klemmteil 4 mit der Reibschicht 5 gegen eine hier nicht dargestellte Laufschiene gedrückt, so dass eine Klemmung realisiert wird.
[0045] In der Draufsicht gemäß Fig. 5 erkennt man die zusammenfallende Ausrichtung von Hebelteil 12 und Führungsteil 10. In dieser Position ist das Schiebeteil 6 ausgefahren und eine Klemmung wird bewirkt. Die Klemmung lässt sich nicht durch einen in die dargestellte Ausrichtung wirkende Kraft aufheben. Erst bei einer winkligen Anordnung des Hebelteils 12 zu dem Führungsteil 10 lässt sich die Klemmung wieder lösen.
[0046] Fig. 6 zeigt schematisch ein Schiebeladensystem 30 mit einer erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung 20. Das Schiebeladensystem 30 umfasst zwei Laufschienen 31, welche parallel voneinander beabstandet in einer horizontalen Ausrichtung ein Fenster 32 teilweise umgebend angeordnet sind. Das Fenster 32 umfasst zwei Scheiben 32a, die durch einen Fensterrahmen 33 beabstandet voneinander sind. Die Laufschienen 31 sind als C-förmiges Profil ausgebildet, in denen als Laufwagen ausgebildete Verfahreinheiten 34 verfahrbar angeordnet sind. Die Laufwagen sind mit Abdeckeinheiten 35 verbunden, so dass die Abdeckeinheiten 35 verfahrbar entlang der Laufschienen 31 sind. Die Abdeckeinheiten 35 umfassen einen Rahmen 35a und Sichtschutzelemente 35b und bilden zusammen mit den Laufwagen eine Schiebeladenvorrichtung. Mit den Abdeckeinheiten 35 ist das von außen gesehen dahinterliegende Fenster 32 schützbar. Zwischen Fenster 32 und Abdeckeinheit 35 ist an dem Rahmen 35a eine Klemmvorrichtung 20 angebracht, die hier nur schematisch dargestellt ist. Diese lässt sich von der Fensterseite aus bedienen und ist im Wesentlichen von außen unzugänglich. Bei Betätigung der Klemmvorrichtung 20 lässt sich die Abdeckeinheit 35 in einer beliebigen Position stufenlos mit den Laufschienen 35 klemmen. Auf diese Weise wird eine im Wesentlichen einbruchshemmende Klemmung realisiert. 7/12
Claims (17)
- österreichisches Patentamt AT11 324U1 2010-08-15 Ansprüche 1. Klemmvorrichtung (20) zum einbruchhemmenden Klemmen einer verfahrbaren Schiebeladenvorrichtung, die in mindestens einer Laufschiene (31) über mindestens eine Verfahreinheit (34) verfahrbar geführt ist, umfassend mindestens eine Betätigungseinrichtung (2) und mindestens einen über die Betätigungseinrichtung (2) betätigbaren, relativ zu der Laufschiene (31) bewegbaren Eingriffsteil (1), dadurch gekennzeichnet, dass der der Schiebeladenvorrichtung zugeordnete Eingriffsteil (1) eine Klemmeinrichtung (3) zur reibschlüssigen stufenlosen Klemmung der Schiebeladenvorrichtung umfasst, wobei die Klemmeinrichtung (3) mit der Betätigungseinrichtung (2) gegen die Laufschiene (31) anstellbar ist.
- 2. Klemmvorrichtung (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (3) einen Klemmteil (4) mit mindestens einer Reibschicht (5) umfasst, welches bei Betätigen der Betätigungseinrichtung (2) mit der Reibschicht (5) gegen mindestens einen Teil der Laufschiene (31) anpressbar ist.
- 3. Klemmvorrichtung (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschicht (5) aus einem in Bezug auf die Laufschiene (31) reibungserhöhenden Material ausgebildet ist, umfassend Materialen mit einem Reibungskoeffizienten in Bezug auf die Laufschiene (31) im Bereich >=0,1, wie Gummi, Neopren, Kunststoff und dergleichen.
- 4. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschicht (5) wasserfest und/oder verschleißfest ist und vorzugsweise aus Chloropren- Kautschuk-Material besteht.
- 5. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmeinrichtung (3) im Wesentlichen L-förmig ausgebildet ist.
- 6. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsteil (1) eine der Schiebeladenvorrichtung zugeordnete ausfahrbare Riegeleinheit mit einem Riegel umfasst, der die Schiebeladenvorrichtung an diskreten Stellen der Laufschiene (31) mittels des Riegels im Wesentlichen formschlüssig verriegelt.
- 7. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einstellen der Lage des Eingriffsteils (1) der Klemmeinrichtung (20) samt Klemmteil (3) und/oder der Riegeleinheit bezüglich wenigstens einer Richtung relativ zur Laufschiene (31) eine, gegebenenfalls Gelenke, Scharniere, Nuten, Langlöcher, Kolben bzw. Getriebe umfassende, Justiereinrichtung vorgesehen ist.
- 8. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (20) weiter ein Verlängerungsmodul (9) umfasst, welches zwischen den Eingriffsteil (1) und die Betätigungseinrichtung (2) koppelbar ist, um den Abstand zwischen der Betätigungseinrichtung (2) und dem Eingriffsteil (1) zu verändern.
- 9. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsteil (1) mit der Betätigungseinrichtung (2) über einen Schiebeteil (6) gekoppelt ist, welcher die Klemmeinrichtung (3) aus- und einfährt.
- 10. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile des mehrteilig ausgebildeten Schiebeteils (6) miteinander über eine Kopplung gegoppelt sind, wobei jeweils mindestens ein Teil des mehrteiligen Schiebeteils (6) sowohl in der Betätigungseinrichtung (2), dem Verlängerungsmodul (9) als auch dem Eingriffsteil (1) angeordnet ist.
- 11. Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verlängerungsmodul (9) zur Kraftübertragungsveränderung oder Ausfahrwegveränderung zwischen Betätigungseinrichtung (2) und Eingriffsteil (1) ein Getriebeteil zugehört. 8/12 österreichisches Patentamt AT 11 324 U1 2010-08-15
- 12. Schiebeladenvorrichtung, zum linearen Verfahren entlang mindestens einer Laufschiene (31), um ein Fenster (32) zumindest teilweise zu verdecken, umfassend mindestens eine Schiebeladeneinheit mit eine Abdeckeinheit (35) und mindestens einer an der Abdeckeinheit (35) angeordneten Verfahreinheit (34), die verfahrbar in der Laufschiene (31) gelagert ist, um die Abdeckeinheit (35) zu verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeladenvorrichtung eine Klemmvorrichtung (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweist.
- 13. Schiebeladenvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeladenvorrichtung mehrere in der Laufschiene (31) gelagerte Schiebeladeneinheiten umfasst.
- 14. Klemmsystem, zum Klemmen mindestens einer Schiebeladeneinheit, umfassend: eine Klemmvorrichtung (20) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 11 und mindestens eine Laufschiene (31) zum verfahrbaren Führen der Schiebeladeneinheit, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schiebeladeneinheit zugeordnete Klemmvorrichtung (20) zur reibschlüssigen, stufenlosen Klemmung der Schiebeladenvorrichtung mit der Betätigungseinrichtung (2) gegen die Laufschiene (31) anstellbar ist.
- 15. Klemmsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (31) als im Wesentlichen C-förmiges Profil ausgebildet ist.
- 16. Klemmsystem nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibfläche an einer äußeren Fläche des C-förmigen Profils angeordnet ist.
- 17. Klemmsystem nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibfläche an einer inneren Fläche des C-förmigen Profils angeordnet ist. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 9/12
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