AT113655B - Verfahren zur Herstellung von hochwertigem grauen Gußeisen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochwertigem grauen Gußeisen.

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  Verfahren zur Herstellung von hochwertigem grauen   Gusseisen.   



   Im Gusseisen wird die Bildung von Graphit durch Silizium herbeigeführt, u. zw. ist um so mehr Silizium erforderlich, je niedriger der Kohlenstoffgehalt ist. Die Zusatzmenge des Siliziums ist aber aus verschiedenen Gründen begrenzt, z. B. aus nachstehenden :
1. Ein höher als 1% liegender   Siliziumgehalt beeinträchtigt   die Gefügebeständigkeit des Gusseisens bei hohen Temperaturen und sollte deshalb für Maschinenteile, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, wie Zylinder und Kolben von Verbrennungskraftmaschinen, feuerberührte Teile u. a. m., nicht angewendet werden. 



   2. Der Einfluss des Siliziums auf die Graphitbildung steigert sich bis zu einem Siliziumgehalt von 3'5%, darüber hinaus schlägt er ins Gegenteil um. 



   Graues Gusseisen, dessen Kohlenstoffgehalt unter 3% und dessen Siliziumgehalt gleichzeitig unter 1% liegt, gab es bisher in der Praxis nicht ; lag der Kohlenstoffgehalt unter   3%,   dann musste der Siliziumgehalt über   1%   eingestellt werden, weil'sonst das Eisen weiss wurde. Eine Ausnahme bildet hierin nur das sogenannte   Perlitgusseisen.   



   Wegen der Unmöglichkeit, aus   Eisenkohlenstoffverbindungen,   deren Kohlenstoffgehalt zwischen 1'7 und 2'2% liegt, Kohlenstoff im normalen Betrieb als Graphit zur Abscheidung zu bringen, rechnet man Eisen mit diesem Intervall bisher zu den Stahlsorten. Bei Stahl bleibt man aber praktisch in der Regel unter 1'7% C. Dieses Intervall fand deshalb bisher so gut wie keine Verwertung. Anderseits aber ist es bekannt, dass die mechanischen und physikalischen Eigenschaften des Gusseisens um so bessere sind, je niedriger der Kohlenstoffgehalt ist. 



   Bekannt ist, dass auch Nickel graphitfördernd wirkt ; erfindungsgemäss wurde festgestellt, dass man auch noch aus einer Eisenzusammensetzung, deren Kohlenstoffgehalt unter   3%   bis auf 1'7% herunter beträgt, durch Nickelzusatz graues Gusseisen erhalten kann, selbst wenn man mit dem Siliziumgehalt unter 1% bleibt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht zunächst darin, dass die Gattierung auf einen zwischen 3% und 1'7% gelegenen Gesamtkohlenstoffgehalt des fertigen Stückes eingestellt und der für die Bildung grauen Gusseisens erforderliche Siliziumgehalt durch den Zusatz gleicher Mengen Nickel unter 1% gehalten wird. 



   Das nach diesem Verfahren hergestellte Gusseisen zeichnet sich gegenüber allen bisher bekannten Gusseisenarten durch eine sehr grosse Gefüge-und Volumenbeständigkeit bei hohen Temperaturen aus, ferner durch hohe Festigkeitseigenschaften, bedingt durch den geringen Kohlenstoffgehalt und durch die vorhandene Eisen-Nickellegierung. 



   Regelt man im übrigen das vorliegende Verfahren entsprechend dem bekannten Perlitgussverfahren so ein, dass Nickel in Verbindung mit dem unter 1% vorhandenen Silizium soviel Graphit ausfällt, dass bei entsprechender Abkühlung perlitisches Gefüge entsteht, so kommt man zu einem perlitisehen Niekelgusseisen mit der geringst möglichen Graphitbeimengung, also zu einem Material, das noch als Gusseisen anzusprechen ist und auch wie Gusseisen hergestellt wird, aber veredelte Stahleigensehaften aufweist. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von hochwertigem grauen Gusseisen unter Zusatz von Nickel als Graphitbildner, dadurch gekennzeichnet, dass die Gattierung auf einen zwischen 3 und 1'7% gelegenen Gesamtkohlenstoffgehalt eingestellt und der für die Bildung grauen Gusseisens erforderliche Siliziumgehalt durch den Zusatz gleicher Mengen Nickel unter 1% gehalten wird, wobei vorteilhaft die Gattierung und Abkühlung entsprechend dem bekannten Perlitgussverfahren geregelt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT113655D 1923-12-01 1924-04-15 Verfahren zur Herstellung von hochwertigem grauen Gußeisen. AT113655B (de)

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