CH111598A - Verfahren zur Herstellung von Gussstücken in hochwertigem grauem Gusseisen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gussstücken in hochwertigem grauem Gusseisen.

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CH111598A
CH111598A CH111598DA CH111598A CH 111598 A CH111598 A CH 111598A CH 111598D A CH111598D A CH 111598DA CH 111598 A CH111598 A CH 111598A
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sep
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Lanz Firma Heinrich
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Lanz Fa Heinrich
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  Verfahren zur Herstellung von     Gussstücken    in hochwertigem grauem Gusseisen.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Herstellung von     Gussstücken    in hochwertigem  grauem Gusseisen, z. B. aus den     Kupolofen,     Elektroofen, Flammofen oder dergleichen       Giessereischmelzöfen,    nicht. etwa. aus dem  Hochofen.  



  Im Gusseisen wird gewöhnlich die Bil  dung von Graphit durch Silizium herbeige  führt, und zwar ist umso mehr     Si    erforder  lich, je niedriger der     Kohlensteffgehalt    ist.  Die Zusatzmenge des     Si    ist aber aus ver  schiedenen Gründen begrenzt, zum Beispiel:  1. Ein höher als 1 % liegender     Si-Gehalt     beeinträchtigt die Gefügebeständigkeit des       Gusseisens    bei hohen Temperaturen und sollte  deshalb für Maschinenteile, ,die hohen Tem  peraturen ausgesetzt sind, wie Zylinder und  Kolben von     Verbrennungskraftmasehinen,     feuerberührte Teile und anderes mehr. nicht  angewandt werden.  



  2. Der Einfluss .des     Si    auf die Graphit  bildung steigert sich bis zu 3,5     %        Si-Gehalt,     darüber hinaus     schlägt    er     ins    Gegenteil um.  



  Graues Gusseisen, dessen     C-Gehalt    unter  3 % und dessen     Si-Gehalt    unter 1 % liegen,  gab es     'bisher    in .der Praxis nicht.    Neue Forschungen haben gezeigt, dass  auch Nickel     gr.a.phitfördernd    wird, und     da.ss     man, wenn     Si    zum Teil oder ganz durch Nile  kel ersetzt wird, mit. dem     Kohlenstoffgehalt     bis auf etwa 1,7 % heruntergehen kann.  



  Wegen     ider    Unmöglichkeit, aus     Eisenkoh-          len.stoffverbindungen,deren    Kohlenstoffge  halt zwischen 1,7 und 2,2 % liegt, Kohlen  stoff im normalen Betrieb als Graphit zur       Abscheidun.g    zu bringen, rechnete man die  sen. Intervall bisher zu- den Stahlsorten, bei  Stahl aber bleibt man in der Regel unter  1,7 % C. Dieser Intervall fand deshalb bis  her so gut wie keine     Verwertung.    Auf der  andern Seite aber ist     es    bekannt, dass die me  chanischen und physikalischen Eigenschaften  des Gusseisens um so höher liegen, je niedri  ger der     Kohlenstoffgehalt    ist.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung be  steht .darin, dass die     Gattierung    auf einen  Kohlenstoffgehalt eingestellt wird, der unter  der bisher üblichen Grenze von etwa 3 %,  herabgehend bis .auf etwa 1,7     %,    liegt und  die     Graphitbildun.g    durch Nickelzusatz ge  regelt wird.

   indem man beispielsweise eine       CIattierung    von 2,8 % C     +    1,7 %     Si    abändert    
EMI0002.0001     
  
    in <SEP> die <SEP> G'attierung <SEP> von <SEP> 2,8 <SEP>  l  <SEP> C <SEP> -!- <SEP> 0,9 <SEP>  !o <SEP> Si <SEP> -@  0.8 <SEP>  ,ö <SEP> Ni, <SEP> oder <SEP> in <SEP> <I>2,8 <SEP>  X</I> <SEP> C <SEP> -+- <SEP> 0,5 <SEP> % <SEP> Si <SEP> -I-  1.3 <SEP>  t, <SEP> Ni, <SEP> Zweckmässigerweise <SEP> beträgt <SEP> bei
<tb>  einem <SEP> Gussstück <SEP> der <SEP> Graphitgehalt <SEP> unter
<tb>  <B>2,15</B> <SEP> % <SEP> und <SEP> der <SEP> an <SEP> die <SEP> Eisen-Nickelverbin  dung <SEP> chemisch <SEP> gebundene <SEP> Kohlenstoffgehalt
<tb>  etwa. <SEP> 0,85 <SEP> %.
<tb>  



  Die <SEP> nach <SEP> diesem <SEP> Verfahren <SEP> hergestellten
<tb>  Gussstücke <SEP> aus <SEP> grauem <SEP> Gusseisen <SEP> -zeichnen
<tb>  sieh <SEP> bebenüber <SEP> Gussstiichen <SEP> aus <SEP> allen <SEP> bisher
<tb>  bekannten <SEP> Gusseisenarten <SEP> durch <SEP> eine <SEP> sehr
<tb>  grosse <SEP> Gefüge- <SEP> und <SEP> Volumenbeständigkeit <SEP> bei
<tb>  hohen <SEP> Temperaturen, <SEP> ferner <SEP> durch <SEP> hohe <SEP> Fe  bedingt, <SEP> durch <SEP> den <SEP> ge  ringen <SEP> Kohlenstoffgehalt <SEP> und <SEP> durch <SEP> die <SEP> ent  standene <SEP> Eisen-Nickellegierung. <SEP> aus.
<tb>  



  Re-elt <SEP> man <SEP> im <SEP> übrigen <SEP> das <SEP> Verfahren
<tb>  entsprechend <SEP> dem <SEP> Perlitgussverfahren <SEP> so <SEP> ein,
<tb>  ilass <SEP> der <SEP> Nickel <SEP> allein <SEP> oder <SEP> in <SEP> Verbindun,- <SEP> mit
<tb>  etwa. <SEP> vorhandenem <SEP> Silizium <SEP> so <SEP> viel <SEP> Graphit
<tb>  ausfällt, <SEP> d.ass <SEP> bei <SEP> entsprechender <SEP> Abkühlung
<tb>  perlitisches <SEP> Gefüge <SEP> entsteht, <SEP> so <SEP> kommt <SEP> man
<tb>  z@i <SEP> CTuss.tiielzen <SEP> aus <SEP> einem <SEP> perlitischen <SEP> Nickel  gusseisen <SEP> mit <SEP> der <SEP> ;@rerin;@:st <SEP> möglichen <SEP> Graphit  beimengung, <SEP> also <SEP> zu <SEP> Gussstüeken <SEP> :

  ins <SEP> einem
<tb>  Material. <SEP> (las <SEP> noch <SEP> als <SEP> Gusseisen <SEP> an7uspre  ehen <SEP> ist <SEP> und <SEP> auch <SEP> wie <SEP> Gusseisen <SEP> hergestellt
<tb>  wird, <SEP> aber <SEP> veredelte <SEP> Stahleibenscliaften <SEP> auf  weist.
<tb>  



  Zum <SEP> Beispiel <SEP> ergibt <SEP> eine <SEP> Gattierung <SEP> vc  <SEP> i
<tb>  2.1? <SEP>  0 <SEP> C <SEP> -i- <SEP> 0 <SEP> 58 <SEP> % <SEP> Si <SEP> 0,9 <SEP> % <SEP> Ni <SEP> ; <SEP> <B>0.15</B> <SEP> P, <SEP> 0,08 <SEP> % <SEP> S <SEP> -+- <SEP> 0.8 <SEP> % <SEP> Mii <SEP> bei <SEP> einer <SEP> Vor  wärmetemperatur <SEP> von <SEP> 270 <SEP>   <SEP> C <SEP> in <SEP> einem <SEP> Stab
<tb>  von <SEP> 60 <SEP> mm <SEP> Querschnitt <SEP> bestes <SEP> Perlitgefüge       mit hoher     mechanischer        Widerstandsfähig-          keit,    insbesondere gegen     Schlabbeanspru-          chung    und eine grosse     Strukturbeständigkeit     bei hohen     Betriebstemperaturen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüGHE 1. Verfahren zur Herstellung von Guss- stticken in hochwertigem grauem Guss eisen, dadurch geli:ennzeichnet, dass die Gattierung auf einen Kohlenstoffgehalt einbestellt: wird. der unter der bisher üblichen Grenze von etwa . 3 %, herab gehend bis auf etwa 1,7 %, liegt und die Graphitbildung durch Nickelzusatz ge regelt wird.
    1.1. Gussstück in grauem Gusseisen, nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 her gestellt,gekennzeichnet durch einen Ge- samthohlenstoff\rehalt. ,der unter 3 und über 1,7 % liegt. wobei 'Nickel als Gra- phitbildner enthalten ist.
    EMI0002.0025 UNTERANSPRüC1iE EMI0002.0026 1. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> @atent@inprueh <SEP> I, <SEP> da durch <SEP> gekennzeichnet. <SEP> dass <SEP> die <SEP> Gattierung <tb> und <SEP> die <SEP> Abkühlung <SEP> entsprechend <SEP> dem <tb> Perlit-ussverfahren <SEP> bereo-elt <SEP> werden. <tb> 2. <SEP> Gussstiicl@ <SEP> nach <SEP> Pateiif < insprucli <SEP> 1I, <SEP> da dureh <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> vier <SEP> Graphit gehalt <SEP> unter <SEP> 2,15 <SEP> i) <SEP> und <SEP> der <SEP> an <SEP> die <SEP> @isen Nickclverbindung <SEP> chemisch <SEP> geliundcne <tb> Kohlenstoffgehalt <SEP> etwa. <SEP> 0,85 <SEP> % <SEP> beträgt.
CH111598D 1923-12-01 1924-04-10 Verfahren zur Herstellung von Gussstücken in hochwertigem grauem Gusseisen. CH111598A (de)

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