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Verfahren zur BiMnbertragUHg.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Darstellung von fern- übertragenen Bildern, insbesondere für die Zwecke des Fernsehens. Es ist bekannt, auf der Empfangsseite ein sogenanntes Glimmkathodentableau zu verwenden. Dieses besteht aus einer Reihe von Glimmlampen bzw. aus Glimmröhren, die mehrere Glimmstrecken enthalten, so dass jede einzelne Glimmstrecke einem entsprechenden Bildelement zugeordnet wird. Erfindungsgemäss soll eine Vergrösserung der Lichtstärke des übertragenen Bildes erreicht werden. Zu diesem Zweck wird ein Verfahren angewandt, wonach ein Nachleuchten der einzelnen Glimmstrecken nach Aufhören des steuernden Stromimpulses bewirkt wird, so dass die durch den Stromimpuls erregte Glimmstrecke ihre Helligkeit eine Zeit lang beibehält.
Das vorliegende Verfahren wird dann weiter zweckmässig so ausgebildet, dass durch eine besondere Massnahme die einzelnen nachleuchtenden Glimmstreeken vor Eintreffen des neuen Stromimpulses gelöscht werden. Eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens besteht darin, dass an den einzelnen Glimmstrecken eine Vorspannung liegt, die nicht zur Zündung ausreicht, dass aber durch die ankommenden und von einem Verteiler an die einzelnen Glimmstrecken gelieferten Stromimpulse die Zündung bewirkt wird und die Entladung bestehen bleibt, bis diese Entladung durch eine besondere Massnahme vor Eintreffen der neuen Steuerimpulse gelöscht wird.
Wird beispielsweise senderseitig das Bild 15mal in einer Sekunde abgetastet, so muss auf der Empfangsseite jedesmal nach einer fünfzehntel Sekunde eine neue
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sofort darauf wieder eingeschaltet wird, so dass durch die neu ankommenden Impulse eine neue Zündung der einzelnen Bildelemente auftritt. Wird, wie eben beschrieben, gleichzeitig der ganze Betriebsstrom ausgelöscht, so würde dieses eine verschiedene Helligkeit der einzelnen Teile des übertragenen Bildes bedingen, da die zuerst geziindeten länger als die späterhin gezündeten Bildelemente brennen würden.
Es ist daher zweckmässiger, die Anordnung so zu treffen, dass die Auslöschung der einzelnen Bildelemente sukzessive kurz vor dem Eintreffen der neuen Steuerimpulse erfolgt und selbstverständlich sofort auch
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setzung kann auf verschiedene Weise gelöst werden, z. B. durch einen Wähler, der mit einer bestimmten Verzögerung gegenüber dem Wähler, der die einzelnen Elemente einschaltet, sich bewegt. Die Hilfszündung, die durch einen solchen Synchronverteiler geliefert wird, kann auf induktivem Wege oder über Hilfselektroden den einzelnen Glimmstrecken zugeführt werden.
Die weitere Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des oben beschriebenen Verfahrens zur Bildübertragung. Nach dem bisher beschriebenen Verfahren findet die Bildübertragung durch Anwendung eines Glimmlichttableaus auf der Empfangsseite statt, wobei je nachdem, ob durch die ankommenden Impulse eine Glimmstrecke gezündet wird oder nicht, eine helle oder eine dunkle Stelle in dem wiedergegebenen Bilde entsteht. Ein Nachteil dieses Verfahrens bestellt darin, dass das Bild auf der Empfangsseite nur ein Schwarzweissbild ist, d. h. keine Sichtbarmachung von Bildelementen mitt- lerer Helligkeit stattfindet. Demgegenüber wird gemäss der vorliegenden weiteren Erfindung das beschriebene Verfahren dahin ausgestaltet, dass auch Halbtöne sichtbar gemacht werden können.
Bei der
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verwendeten Anordnung können die einzelnen Bildelemente allerdings nur entweder hell oder dunkel sein. Ein Halbton kann aber erfindungsgemäss dadurch erreicht werden, dass für die weniger dunklen Stellen des Bildes im Laufe einer Sekunde doch einige Zündungen entstehen, so dass die diesen Elementen zugeordnete Glimmstrecke nicht während sämtlicher in einer Sekunde erfolgenden Abtastungen dunkel bleibt. Wird z. B. das ganze Bild 18mal in einer Sekunde abgetastet, so besteht das Verfahren gemäss dieser Erfindung darin, dass durch besondere Massnahmen erreicht wird, dass die hellsten Stellen des Bildes die betreffende Glimmstrecke alle 18mal zünden, die etwas dunkleren z.
B. nur neunmal und noch dunklere sechsmal und die ganz dunklenkeinmal. Das Prinzip der Erfindung besteht also darin, dass die einzelnen Glimmstrecken des Glimmliohttableaus in Abhängigkeit von der Helligkeitsverteilung des zu übertragenden Bildes verschieden oft in gleichen Zeitintervallen gezündet werden. Der resultierende Eindruck des zu übertragenden Bildes entspricht dann einem getönten Bilde. Was nun die praktische Ausführung des Erfindungsgedankens anbelangt, so besteht diese im Prinzip darin, dass rhythmisch die Empfindlichkeit der Übertragungsorgane verändert wird.
Wird auf der Sendeseite eine Photozelle verwendet, so könnte z. B. durch periodische optische Abblendungen erreicht werden, dass nur die hellsten Stellen des Bildes stets genügende Steuerspannungen für die auszusendenden Zeichen erzielen, die weniger hellen Stellen des Bildes dagegen nur dann, wenn die Abblendung des Lichtes von der Photozelle geringer ist, die noch dunkleren Stellen bei einer noch geringeren Abblendung usw. Dadurch kann erreicht werden, dass zwar immer Zeichen gleicher Intensität ausgesandt werden, von den einzelnen Bildstellen aber verschieden oft, in Abhängigkeit von der periodisch sich ändernden Abblendung. Dementsprechend erfolgt also auch die Zündung der einzelnen Glimmstrecken des Glimmlichttableaus verschieden oft. Diese beschriebene Art der Anordnung sollte das Prinzip verdeutlichen.
Zweckmässig erscheint es, nicht die Lichtintensität, die zur Steuerung dient, periodisch zu beeinflussen, sondern die verwendeten Verstärker, so dass z. B. durch Regulierung der Vorspannung die Empfindlichkeit der Verstärker periodisch verändert wird. Beispielsweise kann die Anordnung etwa folgendermassen getroffen sein : Die Verstärker oder Relais, welche die einzelnen Sendeimpulse auslösen, treten nur dann in Funktion, wenn im Anodenkreis einer Elektrodenröhre der Sättigungsstrom fliesst. Wird nun bei dieser Elektrodenröhre die Gittervorspannung verändert, so tritt der Sättigungsstrom bei verschiedener Grösse der dem Gitter zugeführten, von den Bildelementen beeinflussten Gitterspannung auf.
Durch periodische Regulierung der Empfindlichkeit einer solchen Elektrodenröhre, indem also die Gittervorspannung periodisch verändert wird, kann also erreicht werden, dass die Aussendung von Zeichen auf den hellsten Stellen des Bildes bei jeder Abtastung, somit auch bei der geringsten Empfindlichkeit der erwähnten Elektrodenröhre, stattfindet, dass dagegen die dunkleren Töne des Bildes nur in den Zeiten grösserer Empfindlichkeit Zeichen auslösen können und die noch dunkleren bei noch weiter gesteigerter Empfindlichkeit der elektrischen Apparatur.
Es kommen also, um auf das erwähnte Zahlenbeispiel zurückzugreifen, während einer Sekunde von den hellsten Stellen des Bildes 18 Zeichen hinüber und es finden somit 18 Zündungen statt, von dem einen Halbton nur neun Zeichen, vom noch dunkleren nur sechs Zeichen, während die dunkelsten Stellen des Bildes überhaupt keine Zeichen aussenden. Diese Anordnung, die dex Prinzip erläutert, kann natürlich in verschiedenster Weise variiert werden. So kann es z. B. zweckmässig erscheinen, den Ableitungswiderstand zu verändern oderirgendwie anders die für die Verstärkung oder Empfindlichkeit einer Elektrodenröhre massgebenden Grössen periodisch zu beeinflussen.
Ausserdem muss bemerkt werden, dass dieses Übertragungsorgan, dessen Empfindlichkeit periodisch geändert wird, nicht notwendigerweise auf der Sendeseite, wie im beschriebenen Beispiel angenommen, sein muss, sondern ein derartiger, in seiner Empfindlichkeit veränderbarer Verstärker kann sich auch auf der Empfangsseite befinden. Erfolgt von der Sendeseite aus die Übertragung des Bildes durch Modulation einer Trägerwelle entsprechend den Helligkeitsunterschieden, so haben die empfangenen Stromimpulse verschiedene Intensität, je nach der Helligkeit des betreffenden Bildelementes. Daher kann in analoger Weise auch hier das in seiner Empfindlichkeit periodisch veränderliche Ubertragungsorgan Anwendung finden und demnach die Zahl der Zündungen in der Sekunde in Abhängigkeit von der Helligkeit der Bildelemente gesetzt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht die Ausführung der Erfindung unter Voraussetzung einer normalen Fernsehsendeeinrichtung, bei welcher die einzelnen Elemente des Bildes synchron mit der Zerlegung auf der Empfangsseite in der Reihenfolge übertragen werden, welche sich aus der Anordnung der empfängerseitigen Flächenlampen des Tableaus ergibt. Es ist angenommen, dass ein Tableau von 50 Zeilen zu je 50 Lampen gewählt ist, entsprechend 2500 Flächenelementen des Bildes, und dass die Übertragung dieser 2500 Flächenelemente 18mal in der Sekunde vorgenommen wird. In der Zeichnung ist nur ein kleiner Bruchteil dieser Flächenlampen dargestellt, u. zw. aus den ersten drei Reihen je fünf Lampen mit den Nummern 1-5, 51-55 und 101-105. Jede dieser Lampen enthält erfindungsgemäss eine Anode 6, eine Kathode 7 und eine Hilfselektrode 8.
Das Leuchten der Lampen beruht auf einer Glimmentladung, die an der Kathode 7 entsteht, und die z. B. bei Benutzung von Neongasfüllung intensiv rötlichgelb leuchtend ist. Diese Entladung ist trägheitlos steuerbar, wie es dem Zweck der Erfindung entspricht. Die Einrichtung ist in jeder dieser Lampen so getroffen, dass die Spannung der gemeinschaftlichen Betriebsstromquelle 23, die mit Gleichstrom arbeitet, nicht ausreicht, um zwischen 6 und 7 die Entladung zu zünden, dass sie wohl aber genügt, um die Entladung aufrechtzuerhalten, nachdem
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