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Zur Kontrolle der elektrischen Schlussbeleuchtuug von Kraftfahrzeugen ist es bekannt, mit Hilfe eines Elektromagneten durch den Strom der Schlusslampe den Stromkreis einer Kontrollampe zu unterbrechen, so dass beim Unterbrechen des Schlusslampenstromes der
Stromkreis der Kontrollampe durch den Anker des Elektromagneten selbsttätig geschlossen und dadurch der Führer des Fahrzeuges auf die Störung in der Schlussbeleuchtung aufmerksam gemacht wird. Ferner ist schon der Vorschlag gemacht worden, den Elektromagneten und die Schaltvorrichtung für die Kontrollampe in die Armatur der Schlusslampe einzubauen oder die Kontrollampe am Gehäuse des Elektromagneten anzubringen.
Demgegenüber liegt die Erfindung hauptsächlich in der besonderen Bauart, wonach der Kern und der Anker des Elektromagneten glockenförmig hohl sind und der Anker durch einen im Boden des Kernes isoliert längsverschiebbar geführten, vom Anker ebenfalls isolierten Bolzen getragen ist, durch den bei stromlosem Elektromagneten der Strom der Kontrollampe zugeführt wird, die im Innern des Kernes in an sich bekannter Weise untergebracht ist.
Dadurch wird es in einfacher Weise möglich, die ganze Schaltvorrichtung mit ihren gegebenenfalls auszuwechselndea Teilen in Reichweite des Fahrzeuglenkers an vor Schmutz geschützter Stelle anzubringen.
Auf der Zeichnung, die ein Ausführungsheispiel des Erfindungsgegenstandes darstellt, ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Vorrichtung, Fig. 2 eine Ansicht von links der Fig. 1 und Fig. 3 das Schaltungsschema.
Die in Fig. 1 und 2 veranschaulichte Vorrichtung besitzt einen zylindrischen Mantel 1 aus Leichtmetall, an welchem eine ringförmige Abschlussscheibe 2 angenietet ist, die mittels Schrauben an einer Wand so befestigt ist, dass der Mantel 1 in dieser versenkt ist. An einem Gewindestutzen 2a der Scheibe ist abnehmbar der mit Lichtöffnungen versehene Deckel 3 angebracht. Im Innern des Mantels 1 befindet sich ein aus einem Eisenmantel 4, einem hohlen Eisenkern 5 und einer Ringscheibe 6 bestehendes Magnetspulengehäuse. Der innere Durchmesser der Eisenscheibe 6 ist etwas grösser als der äussere Kerndurchmesser, so dass eine ringförmige Feldöffnung vorhanden ist. Der Kernboden ist durchbohrt. In der Bohrung liegt durch eine Hülse 7a isoliert eine Kontakthülse 7, die ihrerseits eine Kontaktfeder 8 trägt.
Eine im Innern des hohlen Kerns 5 befindliche, röhrenförmige, mit zwei Kontaktspitzen versehene Kontrollampe 9 wird durch die Feder 8 gegen den Deckel 3 gedrückt, der durch die metallenen Teile 2 und 1 und einer nicht dargestellten Leitung mit dem einen Pol der nicht gezeichneten Akkumulatorenbatterie verbunden ist. Das hintere Ende des Mantels 1 ist durch eine Isolationsscheibe 10 abgeschlossen. Die Entfernung zwischen der letzteren und dem Spulengehäuse 4, 5, 6 ist durch einen Distanzring 11 genau bestimmt. In diesem Raum ist ein glockenförmiger Anker 12 eingeschlossen, der in einer Längsrichtung in gewissen Grenzen beweglich ist. Ein Kontakt- und zugleich Führnngsbolzen 13 ist im Boden des Ankers 12 von diesem isoliert eingenietet.
An einem Ende steckt dieser Bolzen 13 leicht verschiebbar in der Kontakthülse 7. Das andere Ende des Bolzens trägt eingenietet einen gut leitenden Kontaktstift Ma. Der ganze Anker wird mit diesem Stift durch
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in'der'Mitte'durchdringenden Kontakt 15 angedrückt. Dieser Kontakt ist seinerseits durch ein auf der Aussenseite der Scheibe 10 angeordnetes Verbindungsplättchen 16 mit einem Sicherungshalter 17 und einer Anschlussklemme 18 leitend verbunden.
Eine Anschlussklemme 19 ist durch eine Leitung 19 a mit dem einen Ende der Magnetspule 21 und ein zweiter Sicherungshalter 20 ist durch eine Leitung 20a mit dem anderen Ende der im Gehäuse 4, 6 liegenden Magnetspule 21 verbunden. 22 ist eine 2-Ampere-Sicherung, gehalten durch die beiden Sicherungshalter 17 und 20. Die ganze Einrichtung wird in der Regel am Apparatebrett des Automobils befestigt, wobei das Gehäuse in das Brett versenkt wird. In Fig 3 bezeichnen die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile. T ist das Schaltbrett und ET die Schlusslampe der Beleuchtungsanlage des Kraftfahrzeuges.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende : Die vomSchaltbrette T der Beleuchtungsanlage kommende Leitung 23 ist an die Klemme 18 angeschlossen, während die zur Hinterlampe H führende Leitung 24 an Klemme 19 angeschlossen ist. Durch die Leitung 24a ist die Hinterlampe B an die Masse des Motors geschlossen. Wird durch Einschalten am Schaltbrett der Stromkreis zur Hinterlampe geschlossen, so haben wir folgenden Stromverlauf : Vom Schaltbrett T über Anschlussklemme 18 und Verbindungsplättchen 16 zum Sicherungshalter 17 und zugleich zu Kontakt 15 ; weiter durch die Sicherung 22 zum Sicherungshalter 20, von hier durch die Magnetspule 21 zur Anschlussklemme 19, von dieser zur Hinterlampe H und zur Masse.
Ist nun die Installation des Schlusslichtes vollständig in Ordnung, so wird ein Strom von zirka 1 Ampere die Leitung durchfliessen. Dieser ist nun stark genug, die Elektromagnetspule 21 so stark zu erregen, um den Anker 12 in die strichpunktierte Lage (Fig. 1) zu bewegen. In dieser Stellung ist die Verbindung zwischen Bolzen 13 und Kontakt 15 unterbrochen, die Kontrollampe 9 somit stromlos. Ist nun durch irgendeinen Defekt (Unterbruch in der Leitung, schlechter Kontakt, defekte Glühbirne) die Leitunjlstromlos geworden, so ist auch der Magnet nicht erregt. Der Anker wird somit nicht angezogen, wodurch die Kontrollampe unter Strom zu stehen kommt und zu leuchten beginnt, was durch die Lichtöffnungen des Deckels 3 vom Wagenführer wahrgenommen wird.
Ist umgekehrt ein Kurzschluss in der Hinterlampenleitung, was sehr oft vorkommt, zeigt dies der Kontrollapparat ebenfalls an, denn in diesem Falle wird die Sicherung 22, die nur für 2 Ampere bemessen ist, durchschmelzen und die Kontrollampe, die vor der Sicherung angeschlossen ist, wird ebenfalls aufleuchten.
Die beschriebene Einrichtung ist sehr gedrängt zusammengebaut und die empfindlichen Teile, wie Anker und Kontrollampe, gegen äussere Einflüsse gut geschützt. Die Kontrollampe ist dank ihrer federnden Lagerung auch gegen Stösse gesichert und kann trotz ihrer geschützten Anordnung leicht ausgewechselt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Kontrolle der elektrischen Schlussbeleuchtung von Kraftfahrzeugen, bei welcher beim Unterbrechen des Schlusslampenstromes der Stromkreis der Kontrollampe durch den Anker eines entregten Elektromagneten selbsttätig geschlossen wird, dadurch gekenn-
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magneten der Strom der Kontrollampe (9) zugeführt wird, die im Innern des Kernes in an sich bekannter Weise untergebracht ist.