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Hutpresse.
Die bisher verwendeten Hutpressen für Filz-und Strohhüte, bei welchen ein Pressen der Hutstumpen mittels eines Gummisackes in eine Topfform erfolgt, erforderte für jede Höhe und für jeden Kopfumfang eine neue Form. was bei der ständig wechselnden Hutmode mit grossen Anschaf'ungs-und Erhaltungskosten verbunden war. Infolgedessen konnten sich nur die grossen Hutfabriken jedes Jahr diese gangbaren Formen anschaffen, während'ein kleinerer Unternehmer und Hutmacher solche grosse jährliche Ausgaben nicht tragen konnte, wobei auch noch zu berücksichtigen ist, dass für verschiedenartige Formen eine vollkommen neue Presse benötigt wird.
Der Nachteil der bisher gebräuchlichen Formen besteht auch darin, dass für jede Art einer flachen und für jede Art einer gebogenen Krempe nur eine einzige Form zur Verwendung gelangen konnte, welche sich bei einer andern Hutform nicht mehr verwenden liess. Ebensowenig ist bei der Änderung der Höhe des Hutkopfes stets eine neue Pressform erforderlich.
Es bestehen zwar geteilte Formen mit auswechselbarem Kopf und einer feststehenden Hülle. die diesen Kopf zusammenhält. Diese Formen lassen sich aber praktisch nicht verwenden, da sie hauptsächlichst den Nachteil haben, dass der auswechselbare Kopf in dem Hutmaterial, insbesondere im Umfange der Krempe Kerben bzw. Rillen erzeugt, wodurch der Hut von neuem aufgedämpft und diese Kerben beseitigt werden mussten.
Ausserdem war es bisher nicht möglich, mit einem einzigen Arbeitsvorgang die Hutform auszupressen und zu krempen, da man stets zuerst eine flache Krempe erzeugen konnte, welche dann auf weiteren Maschinen gebogen werden musste.
Diese Nachteile werden bei der vorliegenden Hutpresse durch Einlageringe beseitigt, die gemäss der Erfindung sowohl auf einen seitlich vorstehenden Rand der Hutform als auch unterhalb desselben gelegt werden, um in weiten Grenzen die Höhen ein-und derselben Kopfform verändern zu können.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführung- formen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch die Hutform samt Presstisch, Fig. 2 die Änderung der Höhe des Hutkopfes und Fig. 3 eine Hutform mit gebogener Krempe.
Die Hutform 1, welche die Form eines Topfes hat, ist mit einem nach aussen vorspringenden Rand versehen, der einen Auflagering 2 der Form 1 bildet und in den Presstisch 3 eingesetzt ist. In diesem Tisch ist ein Ring 4 eingesetzt, der nach abwärts abgesetzt ist und in seinem unteren Teile einen nach innen vorspringenden Rand 5 besitzt. Zwischen dem Auflagering 2 der Form 1 und diesem Rand 5 sind Einlageringe 6 vorhanden, so dass die Form 1 durch Zwischenlage dieser Einlageringe auf dem Rand 5 aufsitzt. Durch eine Scheibe 7 ist der Ring 4 sowie der Auflagering 2 abgedeckt und wird diese Scheibe durch mehrere Splinte 8 in ihrer Lage festgehalten. Diese Splinte haben voneinander verschiedene Entfernungen, um die Teile, welche sie zusammenhalten, stets in der gleichen Lage zusammen-
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Soll nun ein Hut mit einer hohen Kopfform angefertigt werden, so wird (wie Fig. 2 zeigt) einer oder mehrere der Einlageringe 6 aus ihrer ursprünglichen Lage herausgenommen, wodurch die Hutform 1 sich um die Stärke dieses Ringes 6 nach abwärts senkt und muss infolgedessen zwischen die Platte 7 und den Auflagering. 2 ein weiterer Ring 10 eingesetzt werden, der dieselbe Stärke wie der herausgenommene Ring 6 hat. Durch mehrere Splinte 8 wird dieser Füllring 10 in der gewünschten Lage festgehalten. Hiedurch erhält man nur durch Entfernen der Ringe 6 und Einsetzen weiterer Füllringe 10 verschiedenartige Höhen der Form.
In der Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfmdung dargestellt, und bezieht sich diese Abbildung auf solche Hutpressen, bei denen gleichzeitig auch eine gebogene Krempe erzeugt wird.
Zu diesem Zwecke besitzt die Hutform . unterhalb ihres Randes einen Auflagering 11, welcher auf dem nach innen vorspringenden Rand 5 des Ringes 4 aufsitzt. Zwischen dem
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handen. Die Krempe des Hutes wird durch einen Ring 13 gebildet, welcher auf dem im Presstisch eingesetzten Ring 4 aufsitzt und je nach Art der Form und Breite der Krempe ausgebildet ist. Zwischen diesem Krempenring 13 und dem oberen Rand der Form 1 sind weitere Einlageringe- vorgesehen, welche wie bei den früheren Ausführungsformen ebenfalls durch Splinte 8 festgehalten werden.
Soll nun bei dieser Ausführungsform, bei welcher gleichzeitig die Krempe gebogen wird, die Höhe des Hutkopfes geändert werden, so ist es nur notwendig, einen oder mehrere der Füllringe 14 zu entfernen und Einlageringe 12, welche dieselbe Höhe wie die Füllringe 14 haben, zwischen den Rand 5 und den Auflagering 11 einzusetzen. Bei einer Änderung der Krempe bzw. bei Erweiterung oder Verengung derselben, wird der Krempenring 13 ebenfalls ausgewechselt werden können.
Durch diese Teilung und Art der Auswechslung der verschiedenen Bestandteile der Hutform kann man durch Kombination dieser Bestandteile verschiedenartige Höhen und Formen von Hüllen herstellen, ohne dass für jede Hutform eine eigene Pressform erforderlich ist, und da die Füllringe 10 bzw. 14 sowie die Deckplatte 7 bzw. der Krempenring 13 genau auf ihre Unterlagen passen, so werden beim Pressen auch keinerlei Rillen oder Kerben im Hutmaterial entstehen.