AT115066B - Vorrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen. - Google Patents

Vorrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen.

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AT115066B
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Vorrichtung zum   Betrieb von elektrischen Glühöfen. 
 EMI1.1 
 die elektrische Energie intermittierend, also mit dauernden zeitlichen Unterbrechungen zugeführt, u. zw. derart, dass die Grösse des   momentanen   Energieflusses so gewählt war, dass sie einer kurzen Erwärmungszeit entsprach, dass aber die   eingefügten   Unterbrechungszeiten nach Zahl und Dauer so gross gewählt waren, dass ein   Überschreiten   der höchst zulässigen Oberflächentemperatur des   Heizgutes   vermieden wurde. Dieses Verfahren hat aber bedeutende Nachteile.

   Das dauernde Ab-und Zuschalten der vollen Energie beansprucht die automatischen Schalter ganz ausserordentlich, und besonders bei   GMhöfen   grosser Leistung ist eine Abschaltung der vollen Leistung nur unter Verwendung komplizierter und teurer   Schalteinrichtungen   möglich. 



  Eine Herabsetzung der Zahl der Schaltungen führt zu entsprechend grossen Unterbrechungszeiten, wodurch die   Temperaturspanne zwischen minimalen   und maximalen Temperaturen sehr gross wird. Schliesslich bedeutet das Aus-und Einschalten grosser Leistung für das Netz eine dauernd sich   wiederholende stossweise   Belastung, die auf andere an das gleiche Netz angeschlossene Betriebe (Lichtbetrieh) einen sehr störenden Einfluss haben kann und selbst auf die Zentrale ungünstig zurückwirkt.

   
 EMI1.2 
 Schaltanlage so getroffen, dass nach der ersten Ausschaltung bei erstmaligem Erreichen der Maximaltemperatur bei Wiedereinschaltung nicht mehr die volle Leistung dem Ofen zugeführt wird, sondern eine derart reduzierte Leistung, dass sie den nötigen Betrag für die Deckung der Wärmeverluste des Ofens nur   um wenig übersteigt.   Es vergeht daher eine lange Zeit bis nach Einschaltung dieser reduzierten Leistung die maximale Temperatur wieder erreicht und der Strom abgeschaltet wird.

   Durch diese   Vorrichtung wird   erreicht, dass   zum   Beibehalten der Temperatur innerhalb gewisser Grenzen die   Ein-und Ausschaltungen in   viel   längeren   Zeitabschnitten und unter   günstigeren Umständen (geringerer Strom) erfolgen, was die Lebensdauer   der Schalter wesentlich verlängert und eine günstigere Belastung des Speisenetzes ergibt. Ferner kann die Temperatur innerhalb viel engerer Grenzen reguliert werden, ohne zu hanfige Einund Ausschaltungen hervorzurufen. 



   Dieses Resultat wird durch   Anwendung   eines oder mehrerer Ausschalter oder Umschalter erreicht, welche mit einer selbsttätigen Auslöse- bzw. Umschaltvorrichtung verschen sind. Die erforderlichen Schalter sind im Schaltungsschema hinter den Hauptschalter anzuordnen. 



     Fig. l   stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Schalter 1 ist ein von einem Temperaturemssinstrument elektrisch gesteuerter Automat zur Aus-und Einschaltung des Heizwiderstandes 3 des Glühofens, Schalter. 2 ist ein Stern-Dreieck-Umschalter für den   Heizwider-   
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 ein Thermoelemente
Der Verlauf einer Glühung ist nun folgender : Nach Einbringen einer frischen Charge in den Ofen wird der Hauptschalter 1 eingeschaltet und der Umschalter 2 in Dreieckstellung gebracht. Der Ofen mit Einsatz wird unter der zugeführten vollen Leistung schnell auf die maximale Temperatur gelangen. Sobald diese erreicht ist, schaltet der Hauptschalter unter Wirkung der Apparate 5 und 4 aus.

   Dabei wird der Nullspannungsmagnet des Dreieck-SternUmschalters 2 spannungslos, was zur Folge hat, dass die   Ofenwiderstände   3 selbsttätig auf Stern geschaltet werden. Bei der nächsten Wiedereinschaltung des Hauptschalters beträgt die Ofenleistung dann nur ein Drittel ihres Maximalwertes und bleibt auf diesem Betrag nach   allen weiteren Wiedereinschaltungen. Fig.   2   s   und 2 b zeigen die Kurve der Ofentemperatur l' bzw. die dem Ofen bei dieser Arbeitsweise zugeführte Leistung in   k W   in Abhängigkeit von der Zeit t. 



   Fig. 3 (t und 3 b zeigen als Vergleich den zeitlichen Verlauf einer   Glühung, wenn   immer-wie bisher-die volle Leistung eingeschaltet wird. Da aber erfindungsgemäss- nur kleinere Leistungen ab-und zugeschaltet werden und die Häufigkeit des Schaltens erheblich geringer ist, so ergibt sich hiebei eine Schonung der ganzen Schalteinrichtung und die Vermeidung der grossen und häufigen Stösse auf das Netz. Bei vorliegender Vorrichtung kann auch ein Temperaturmessinstrument verwendet werden, welches derart ausgebildet ist, dass es weitere Abstufungen der dem Ofen zugeführten Heizenergie bei Wiedereinschaltung nach jeweils erfolgter Abschaltung gestattet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zuleitungen zu dem Ofen nach dem Hauptschalter ein oder mehrere Ausschalter oder Umschalter mit durch NuJ1spannungsmagneten betätigter selbsttätiger Ausschalt- bzw. Umschalt- vorrichtung angeordnet sind, welche nach erstmaliger Stromunterbrechung durch den Hauptschalter die Schaltung der Ofenwiderstände derart ändern, dass nach Wiedereinschaltung des Hauptschalters die dem Ofen zugeführte Leistung selbsttätig auf einen Betrag reduziert wird, welcher nur um ein Geringes grösser als die Wärmeverluste des Ofens ist. EMI2.2
AT115066D 1926-09-30 1927-08-30 Vorrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen. AT115066B (de)

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