CH128846A - Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen. - Google Patents

Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen.

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CH128846A
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CH
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furnace
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annealing furnaces
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen.    Der     Betrieb    von elektrischen Glühöfen  erfordert eine Bemessung der dem Ofen zu  geführten Heizenergie sowohl in Rücksicht  auf die für das Heizgut maximal zulässige  Oberflächentemperatur, als auch in Rück  sicht auf die Zeitdauer des Glühprozesses.  Während die Einhaltung der zulässigen  Höchsttemperatur eine     Beschränkung    der  zugeführten Energie je nach dem Wärme  zustand des Ofens bedingt, muss anderseits  zur Erzielung einer kleinen Zeit für den       Erwärmungsprozess    eine möglichst grosse       Heizenergie    dem Ofen zugeführt werden.

    Um diesen sich widersprechenden Erforder  nissen gerecht zu werden, hat man bisher  dem Ofen die elektrische Energie     intermit-          tierend,    also mit dauernden zeitlichen Un  terbrechungen, zugeführt, und zwar derart,  dass die Grösse des momentanen Energieflus  ses so gewählt war, dass sie einer kurzen Er  wärmungszeit entsprach, dass aber die ein  gefügten Unterbrechungszeiten nach Zahl  und Dauer so gross gewählt waren, dass ein  Überschreiten der höchst zulässigen Ober  flächentemperatur des Heizgutes vermieden    wurde. Dieses Verfahren hat aber bedeutende  Nachteile.

   Das dauernde Ab- und Zuschalten  der vollen Energie beansprucht die automa  tischen .Schalter ganz ausserordentlich, und  besonders bei Glühöfen grosser Leistung ist  eine Abschaltung der vollen Leistung nur  unter Verwendung komplizierter und teurer  Schalteinrichtungen möglich. Eine Herab  setzung der Zahl der Schaltungen führt zu  entsprechend grossen Unterbrechungszeiten,  wodurch die Temperaturspanne zwischen mi  nimalen und maximalen Temperaturen sehr  gross wird.

   Schliesslich bedeutet das     Aus-          und    Einschalten     grosser    Leistung für das  Netz eine dauernd sich wiederholende stoss  weise Belastung, die auf andere an das  gleiche Netz angeschlossene Betriebe (Licht  betrieb) einen sehr störenden Einfluss haben  kann und selbst auf die Zentrale ungünstig  zurückwirkt.  



  Um diese Nachteile in weitgehendem  Masse zu mildern, kann die Schaltanlage so  getroffen werden, dass nach der ersten Aus  schaltung bei     erstmaligem    Erreichen der  Maximaltemperatur bei Wiedereinschaltung      nicht mehr die volle Leistung dem Ofen zu  geführt wird. Die reduzierte Leistung wird  mit Vorteil so gewählt, dass sie den nötigen  Betrag für die Deckung der Wärmeverluste  des Ofens nur um wenig übersteigt. Es ver  geht daher eine lange Zeit, bis nach Ein  schaltung dieser reduzierten Leistung die  maximale Temperatur wieder erreicht und  der Strom abgeschaltet wird.

   Durch diese  Vorrichtung wird     erreicht,        dass'    zum Bei  behalten der Temperatur innerhalb gewisser  Grenzen die<I>Ein-</I>     und        Ausschaltungen   <I>in</I>  <I>viel</I>     längeren        Zeitabschnitten    und unter gün  stigeren Umständen (geringerer Strom) er  folgen, was die Lebensdauer der Schalter  wesentlich verlängert und eine günstigere Be  lastung des Speisenetzes ergibt. Ferner kann  die Temperatur<I>innerhalb viel.</I>     engerer   <I>Gren-</I>  <I>zen</I> reguliert werden, ohne zu häufige     Ein-          und    Ausschaltungen hervorzurufen.  



  Dieses Resultat wird durch Anwendung  eines oder mehrerer Regulierschalter erreicht.  Diese sind im Schaltungsschema hinter dem  Hauptschalter anzuordnen.  



       Fig.    1 stellt ein Ausführungsbeispiel der  Erfindung dar. Schalter 1 ist ein von einem       Temperatur-Messinstrument    elektrisch ge  steuerter Automat zur Aus- und Einschal  tung des     Heizwiderstandes    3 des Glühofens;  Schalter 2 ist ein     Stern-Dreieck-Umschalter     für den Heizwiderstand 3. Die Umschaltung  von Dreieck auf Stern erfolgt selbsttätig     mit-          telst        Nullspannungsmagnet.    4 ist ein     Tem-          peratur-Messinstrument    mit Kontakten für  Maximal- und Minimaltemperatur; 5 ist ein       Thermoelement.     



  Der Verlauf einer     Glühung    ist nun fol  gender: Nach Einbringen einer frischen  Charge im Ofen wird der Hauptschalter- 1  eingeschaltet und der Umschalter 2 auf Stel  lung A gebracht. Der Ofen mit Einsatz wird  unter der zugeführten vollen Leistung schnell  auf die maximale Temperatur gelangen. So  bald diese     erreicht    ist, schaltet der Haupt  schalter unter Wirkung der Apparate 5 und 4  aus. Dabei wird der     Nullspannungsmagnet     des     Dreieck-Stern-Umschalters    2 spannungs-    los, was zur Folge hat, dass die Ofenwider  stände 3 selbsttätig auf Y geschaltet werden.

    Bei der nächsten Wiedereinschaltung des  Hauptschalters beträgt die Ofenleistung dann  nur einen Drittel ihres Maximalwertes und  bleibt auf diesem Betrag nach allen weiteren  Wiedereinschaltungen.     Fig.    2a und 2b zeigen  die Kurven der Ofentemperatur     2'    und der  dem Ofen bei diesem Verfahren     zugeführten     Leistung in     Kw    in Abhängigkeit von der  Zeit t.  



       Fig.    3a und 3b zeigen als Vergleich den  zeitlichen Verlauf einer     Glühung,    wenn im  mer, wie bisher, die volle Leistung einge  schaltet wird. Da aber die neue Vorrichtung  nur kleinere Leistungen ab- und zuschaltet  und die Häufigkeit des     Schaltens    erheblich  geringer ist (vergleiche     Fig.    2 und     $),    so  ergibt sich hierbei eine     Schonung    der ganzen  Schalteinrichtung und die Vermeidung der  grossen und häufigen Stösse auf das Netz.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen, dadurch gekennzeichnet, da.ss in den Zuleitungen zu dem Ofen nach dem Hauptschalter ein oder mehrere Regulier schalter angeordnet sind, die durch Null- spannungsmarnete ausgelöst werden können und welche nach erstmaliger Stromunter brechung durch den Hauptschalter die Schaltung der Ofenwiderstände derart än dern, da.ss nach Wiedereinschaltung des Hauptschalters der Ofen nicht mehr die gleiche Leistung aufnimmt.
    UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die dem Ofen zu geführte Leistung nach erstmaligem Er reichen der gewünschten 1@'Ia.ximaltemperatur selbsttätig auf einen Betrag reduziert wird, welcher um ein Geringes grösser als die Wä.rmeverlustleistung des Ofens ist.
CH128846D 1926-09-30 1927-09-02 Einrichtung zum Betrieb von elektrischen Glühöfen. CH128846A (de)

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