AT115411B - Verfahren zur Aktivierung von Kohle für Absorptions- und Entfärbungszwecke. - Google Patents
Verfahren zur Aktivierung von Kohle für Absorptions- und Entfärbungszwecke.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Aktivierung von EoMe für Absorptions-uud Entfärbtmgszwecke. Das Verfahren zur Herstellung von aktiver Kohle, das bisher die besten Ergebnisse gezeitigt hat, besteht darin, dass man die betreffenden organischen Stoffe mit Phosphorsäure imprägniert, bei Verkohlungstemperatur trocknet und darauf kalziniert, um die Phosphorsäure zu Phosphor zu reduzieren, Im Verlaufe von Untersuchungen über dieses Verfahren hat es sich gezeigt, dass die ausserordentliche Aktivität der so erhaltenen Kohlen im wesentlichen nicht auf die Wirkung des Sauerstoffes der Phosphorsäure, sondern auf die des in Freiheit gesetzten Phosphors zurückzuführen ist. Die Vermutung. dass die Ursache der grossen Aktivität der Kohle einzig auf einer allmählichen Oxydation der Wasserstoffverbindungen beruhe, stützt sieh nur auf eine Analogie mit den Ergebnissen. die man durch eine allmähliche Oxydation mit Hilfe von Gasen, wie Luft, Kohlensäure oder Wasserdampf, erhält. In Wirklichkeit ist nicht die Wirkung des Sauerstoffes, sondern die des durch Reduktion der Phosphorsäure entstandenen Phosphors am wichtigsten. Diese bemerkenswerte und höchst überraschende Tatsache lässt sieh leicht durch folgenden Versuch demonstrieren : Dichtes Holz, wie Buchsbaumholz oder Kokosnusssehalen, wird erst bei tiefer Temperatur verkohlt. Es enthält in diesem Zustand 6 bis 12 Gewichtsprozent gebundenen Wasserstoff. Über diese Kohle lässt man bei etwa 500'während einiger Stunden Phosphordämpfe streichen. Bei dieser Temperatur absorbiert die Kohle in geringem Masse Phosphor, etwa 4 bis 6 Gewichtsprozent. Wenn man aber die über die Kohle gegangenen Gase und Dämpfe auffängt, kann man darin die Anwesenheit von Wasserstoff und Phosphorwasserstoff feststellen. Man muss wohl annehmen, dass der Wasserstoff sekundär durch Zersetzung des Phosphorwasserstoffs entsteht und dass der Phosphorwasserstoff von der Einwirkung des Phosphors auf den in der Kohle enthaltenen gebundenen Wasserstoff herrührt. Die Kohle wird darauf von dem absorbierten Phosphor (etwa 6 Gewichtsprozent) befreit und besitzt nun eine ausserordentlich hohe Aktivität. Um den Phosphor aus der Kohle zu entfernen, kann man diese bei sehr hoher Temperatur kalzinieren oder aber den Phosphor in der Kohle selbst oxydieren und darauf die gebildete Phosphorsäure aus der Kohle auswaschen. EMI1.1 Pflanzenstoffe vorzugsweise bei tiefer Temperatur, d. h. unterhalb 600 und leitet über die erhaltene Kohle Phosphordämpfe, die von überhitztem, über Phosphor geführten Wasserdampf mitgerissen werden. Vorteilhaft mischt man diesen Dämpfen Salzsäure bei, um den entstehenden Phosphorwasserstoff zu zersetzen. Unter diesen Bedingungen bildet sich bei einer Temperatur von 5000 bis 7000 Phosphorsäure. die in der Kohle zurückbleibt, und Wasserstoff mit einem kleinen Gehalt von Kohlenoxyd. Darauf wird die Kohle gewaschen, bis die Wasehwässer nur noch Spuren von Phosphorsäure enthalten. Das Verfahren kann nach Wunsch kontinuierlich oder mit Unterbrechungen durchgeführt werden, stets erhält man eine äusserst aktive Kohle. Zweckmässig verwendet man als Ausgangsstoffe sehr dichte pflanzliche Kohlen, wie jene, die von harten Kolonialhölzern stammen. Im Gegensatz zu den nach anderen Aktivierungsverfahren erhaltenen Kohlen behalten die nach vorliegendem Verfahren gewonnenen ihre ursprüngliche Dichte bei oder vermindern sie doch nur ganz wenig ; auf diese Weise erhält man ein Absorptionsmittel, das auf sehr kleinem Raum eine sehr hohe Aktivität besitzt. Das Verfahren lässt sich in äusserst vorteilhafter Weise zur Regeneration von Kohlen benutzen, die ihre Aktivität im Gebrauch verloren haben, besonders von Kohlen, die zur Gewinnung von Benzol aus Destillationsgasen gedient haben. Brauchbare Verfahren zur Regeneration derartiger Kohlen sind bisher nicht bekannt geworden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Aktivierung von Kohle, dadurch gekennzeichnet, dass man während einiger Stunden über vorzugsweise unterhalb 6000 verkohlte pflanzliche Stoffe erst Phosphordämpfe leitet, denen gegebenenfalls Salzsäure beigemischt ist und die von überhitztem Wasserdampf bei einer Temperatur zwischen etwa 5000 und 700"mitgeführt werden, worauf die gebildete Kohle gewaschen wird, bis die Waschwässer nur noch Spuren von Phosphorsäure enthalten. EMI1.2 **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
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