AT11594U1 - Einsatz für aus einem verbundwerkstoff aufgebaute sportgeräte - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
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Description
österreichisches Patentamt AT 11 594 U1 2011-01-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Einsatz für aus einem Werkstoffverbund aufgebaute Sportgeräte, bestehend aus einer Gewindebüchse mit Innengewinde und einem in einer Normalebene zur Gewindeachse liegendem Kragen. Der Kragen dient der Verankerung in dem Sportgerät. Unter Sportgeräte sind in erster Linie Skier oder Snowboards zu verstehen, aber auch Surfbretter oder Skateboards.
[0002] Diese Sportgeräte bestehen in der Regel aus einer Seele aus Holz oder einem Kunststoff und aus einer Hülle aus einem faserverstärkten Kunststoff, meist einem Kunstharz, die nach dem Einbau des Einsatzes angebracht wird. An dessen Oberseite sind Vorrichtungen zur Verbindung mit einem Fuß des Sportlers angeschraubt. Dafür sind in dem Sportgerät Einsätze mit einem Innengewinde vorgesehen. Zur Anpassung an Körpergröße und Können des Sportlers sind diese Vorrichtungen in verschiedenen Stellungen anschraubbar. Deshalb können in ein Sportgerät bis zu 30 Einsätze eingelassen sein.
[0003] An derartige Einsätze sind hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen so fest im Sportgerät sitzen, dass sie auch bei unsachgemäßer Behandlung weder durchdrehen noch herausgerissen werden können. Dazu kommen aber noch fertigungstechnische Anforderungen. Die Klebeverbindung zwischen ihnen und der Seele muss haltbar sein und beim Umwickeln der Seele mit faserverstärktem (zu diesem Zeitpunkt noch breiigem) Kunstharz darf kein Kunstharz das Gewinde verunreinigen.
STAND DER TECHNIK
[0004] Aus der US 5,673,927 ist ein gattungsgemäßer Einsatz bekannt, der eine zuvor zur Bildung des Kragens mit Kunststoff umspritzte metallische Gewindebüchse enthält. Deren Gewinde ist in ein Sackloch geschnitten. Dank dem Sackloch kann zwar kein Harz von unten zum Gewinde Vordringen, jedoch ist Gewindeschneiden in einem, noch dazu kurzen, Sackloch schwierig. Oben ist das Sackloch durch einen in das Gewinde gesteckten Stopfen verschlossen, dessen Dichtheit zweifelhaft ist. Weiters hat sich die Klebeverbindung zwischen dem umspritzten Kunststoff und der Seele des Sportgerätes und die Bindung zwischen der Umspritzung und der Gewindebüchse, sowie die Umspritzung selbst als anfällig erwiesen. Nicht zuletzt ist das Umspritzen ein aufwendiger Fertigungsschritt.
[0005] Aus den Sl 9700221 A2 und Sl 9600234 A2 sind weitere sehr ähnlich aufgebaute Einsätze bekannt. Sie haben ebenfalls ein Gewinde in einem Sackloch, das oben von einer Kappe verschlossen ist. Die Kappe kann sich beim Einlegen in das Umspritz-Werkzeug verklemmen oder bei der Montage verrutschen, wodurch der Einsatz zu Ausschuss wird. Aus der Praxis ist es bekannt, eine zylindrische Gewindebüchse vor dem Umspritzen mit einem ebenfalls aus Metall bestehenden Kragen zu verschweißen. Das aber ist in der Fertigung nicht weniger aufwendig als das Ziehen der Gewindebüchse mit Kragen aus Blech. Nebst Toleranzproblemen entstellen die beim Schweißen entstehenden Anlauffarben das Aussehen des fertigen Sportgeräts. Ästhetische Aspekte fallen bei einem Modeartikel mit Statusanspruch auch ins Gewicht.
PROBLEM/LÖSUNG
[0006] Es ist somit die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einsätze zu beheben. Es soll ein Einsatz geschaffen werden, der allen Anforderungen hinsichtlich Festigkeit und einfacher Fertigung genügt, billiger als die bekannten Lösungen (was bei der hohen Stückzahl pro Sportgerät ins Gewicht fällt) und ästhetisch ansprechend ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird das mit den kennzeichnenden Merkmalen des 1. Anspruchs erreicht. Dadurch, dass die Gewindebüchse mit dem Kragen einstückig ist, und die Kontur des Kragens selbst die Ausformungen aufweist, die eine drehfeste Verbindung mit dem Sportgerät hersteilen, kann das Umspritzen der Gewindebüchse unterbleiben. Das bringt nicht nur eine erhebliche Verbilligung der Fertigung, sondern auch einen haltbareren und festeren Verbund zwischen dem Einsatz und dem Sportgerät. Eine erhebliche Vereinfachung der Bearbeitung 1/5 österreichisches Patentamt AT 11 594 U1 2011-01-15 wird dadurch erzielt, dass das Gewinde der Gewindebüchse in eine Durchgangsbohrung zu schneiden ist. Zum Schutz des Gewindes vor eindringendem Kunstharz während des Umwi-ckelns ist die Unterseite der Durchgangsbohrung von einem eingepressten Plättchen verschlossen.
[0008] Dazu ist vorzugsweise an der Unterseite des Kragens eine Einsenkung größeren Durchmessers und der Dicke des Plättchens entsprechenden Tiefe vorgesehen. Das vereinfacht das Einpressen des Plättchens und dichtet die Gewindebohrung besser ab. In einer eleganten Weiterbildung ist das Plättchen farbig. Das ist nicht nur schön und erlaubt eine Individualisierung des Sportgerätes. Es hat auch den praktischen Vorteil, die Einsätze für die Befestigung der Vorrichtungen zur Verbindung mit dem Fuß des Sportlers durch entsprechende farbliche Unterscheidung verschiedenen Körpergrößen zuzuordnen.
[0009] Dadurch, dass erfindungsgemäß das Umspritzen der Gewindebüchse unterbleibt, kann die Gewindebüchse ohne die oben erwähnten Fehlerquellen von einer sie umgreifenden Kappe abgeschlossen sein. Die Kappe kann ein Kunststoffspitzteil sein oder aus Metall. Vorzugsweise hat sie außen an ihrem die Gewindebüchse umgreifenden Teil vertikale Rippen. Die Rippen stellen einen strengen Sitz im und eine drehfeste Verbindung mit der umgebenden Seele des Sportgerätes her, sodass der Einsatz nicht eingeklebt zu werden braucht.
[0010] Die Ausformungen stellen die drehfeste Verbindung zwischen dem Einsatz und dem Sportgerät her. Das übertragbare Moment ist besonders hoch, wenn die Ausformungen eine große Anzahl unmittelbar aneinander anschließender Zacken sind. Dadurch ist Fläche, die das Drehmoment überträgt, in Summe ein Maximum.
FIGUREN
[0011] Fig. 1: Teilweiser Schnitt durch ein Sportgerät mit dem erfindungsgemäßen Einsatz, [0012] Fig. 2: Der erfindungsgemäße Einsatz, axonometrisch und explodiert.
BESCHREIBUNG
[0013] In Fig. 1 ist das Sportgerät summarisch mit 1 bezeichnet. Seine Seele 2 besteht aus Holz, Holzschichten oder einem Kunststoff und ist eingehüllt von einer oberen Decklage 3 und einer unteren Decklage 4 aus mit Glasfasern verstärktem Kunstharz. Das Sportgerät ist mit einer Anzahl Einsätzen 7 versehen, von denen hier nur einer zu sehen ist. Für dessen Aufnahme hat die Seele 2 jeweils eine zylindrische Bohrung 5, an die an der Unterseite eine erste Ausformung 10 anschließt. In diese wird der jeweilige Einsatz 7 von unten ein gepresst, bevor die Decklagen 3,4 aufgebracht werden.
[0014] Der Einsatz 7 ist ein Metallteil, der aus einer Gewindebüchse 8 und einem Kragen 9 besteht. Der Kragen 9 hat an seiner äußeren Kontur zweite Ausformungen 11, die formschlüssig in die ersten Ausformungen 10 der Seele 2 passen. Die Ausformungen 11 sind hier 24 dreieckige Zacken 26, deren gerade Flanken mit einem Radiussstrahl einen Winkel von ungefähr 45° (zwischen 40 0 und 50 °) einschließen, was in Fig. 2 zu sehen ist. Der Kragen 9 geht nach oben in die Gewindebüchse 8 über, in deren durchgehende Bohrung 12 (mit der Mittelachse 25) ein Gewinde 13 geschnitten ist. Wohlgemerkt, Bohrung 12 und Gewinde 13 durchsetzten den Einsatz, was vor allem das Gewindeschneiden vereinfacht.
[0015] An die Bohrung 12 schließt unten eine Einsenkung 14 an, deren Durchmesser größer als der der Bohrung 12 ist. In diese ist ein kreisrundes Plättchen 15 eingepresst. Seine Dicke ist gleich der Tiefe der Einsenkung 14. Es kann aus Metall oder Kunststoff und von beliebiger Farbe sein.
[0016] Der Einsatz 7 trägt eine Kappe 17, um die Bohrung 12 auch oben abzuschließen. Die Kappe kann aus Kunststoff oder Metall geformt sein. Sie besteht aus einem Deckelteil 20 und einem zylindrischen Mantel 21, der die Gewindebüchse 8, das ist der zylindrische Teil des Einsatzes 7, umschließt. Der Mantel 21 hat an seiner Außenseite über den Umfang verteilte im Wesentlichen vertikale Rippen 22 geringer Höhe. Sie dienen der formschlüssigen Verbindung 2/5
Claims (6)
- österreichisches Patentamt AT 11 594 U1 2011-01-15 der Kappe mit der Seele 2. Die Kappe nimmt somit an der Eintragung von Kräften und Momenten in die Seele teil. [0017] Die Montage wird wie folgt vollzogen: Der Einsatz 7 mit dem Plättchen 15 und der Kappe wird von unten in die Seele 2 eingepresst. Dabei greifen die Ausformungen 10,11 formschlüssig ineinander. Auch die Kappe greift in die Seele ein und überträgt Radialkräfte und, in geringerem Maße, Drehmomente auf die Seele 2. Dann werden die Decklagen 3,4 aufgebracht, wobei Plättchen 15 und Kappe 17 das Eindringen von flüssigem bis breiigem Kunststoff in die Bohrung 12 verhindern. Schließlich wird die Decklage 3 und der darunterliegende Teil 20 der Kappe 17 aufgebohrt und mit einer Ansenkung 23 versehen. Zur Befestigung der nicht dargestellten Fußaufnahme oder Bindung auf der Decklage 3 werden Gewindebolzen in die Einsätze 7 eingeschraubt. [0018] Insgesamt wird dank der Erfindung eine besondern haltbare und robuste Verankerung des Einsatzes im Sportgerät erreicht, wobei die Kosten des Einsatzes erheblich reduziert sind. Ansprüche 1. Einsatz für aus einem Werkstoffverbund aufgebaute Sportgeräte, bestehend aus einer metallischen Gewindebüchse mit Innengewinde und einem in einer Normalebene zur Gewindeachse liegendem Kragen, dessen Kontur in variablem Abstand von der Gewindeachse verlauft, wobei die Gewindebüchse für den Einbau in das Sportgerät an ihrer Oberseite abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass a) die Gewindebüchse (8) eine Durchgangsbohrung (12) mit einem Gewinde (13) aufweist, b) der Einsatz (7) mit dem Kragen (9) einstückig ist, c) die Kontur des Kragens (9) Ausformungen (11) aufweist, die in entsprechende Ausformungen (10) des Sportgerätes passen und eine drehfeste Verbindung mit ihm herstel-len, d) die Durchgangsbohrung (12) an der Unterseite von einem eingepressten Plättchen (15) verschlossen ist,
- 2. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Kragens (9) eine Einsenkung (14) größeren Durchmessers als der Durchmesser des Gewindes (13) ist, dessen Tiefe der Dicke des Plättchens (15) gleicht und in welche das Plättchen (15) eingepresst ist.
- 3. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Plättchen (15) farbig ist.
- 4. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindebüchse (8) oben von einer sie umgreifenden Kappe (17) abgeschlossen ist.
- 5. Einsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (17) außen an ihrem die Gewindebüchse (8) umgreifenden Teil (21) im Wesentlichen vertikale Rippen (22) aufweist.
- 6. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformungen (10,11) eine große Anzahl unmittelbar aneinander anschließender Zacken (26) sind. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0061009U AT11594U1 (de) | 2009-10-02 | 2009-10-02 | Einsatz für aus einem verbundwerkstoff aufgebaute sportgeräte |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT0061009U AT11594U1 (de) | 2009-10-02 | 2009-10-02 | Einsatz für aus einem verbundwerkstoff aufgebaute sportgeräte |
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| AT11594U1 true AT11594U1 (de) | 2011-01-15 |
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| AT0061009U AT11594U1 (de) | 2009-10-02 | 2009-10-02 | Einsatz für aus einem verbundwerkstoff aufgebaute sportgeräte |
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|---|---|
| AT (1) | AT11594U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3865719A1 (de) * | 2020-02-13 | 2021-08-18 | Vibracoustic SE | Baugruppe umfassend ein fixierelement und ein einsatzstück und verfahren zum herstellen eines bauteils mit der baugruppe |
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2009
- 2009-10-02 AT AT0061009U patent/AT11594U1/de not_active IP Right Cessation
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| EP3865719A1 (de) * | 2020-02-13 | 2021-08-18 | Vibracoustic SE | Baugruppe umfassend ein fixierelement und ein einsatzstück und verfahren zum herstellen eines bauteils mit der baugruppe |
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