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Es ist bekannt, bei Fernsehern die Bildzerlegung oder Bildzusammensetzung mit Hilfe einer rotierenden Loehseheibe zu bewirken, deren durchweg gleich grosse Locher im Linienzuge einer archimedischen Spirale angeordnet sind. Der Abstand je zweier Löcher entspricht dabei der Breite, die Ganghöhe der ganzen Spirale der Höhe des Bildfeldes (Nipkowsche Scheibe). Diese Anordnung hatte bisher nur einen einzigen Spiralengang und bedingte daher bei gegebener Grösse der Scheibe entweder ein sehr kleines Bildfeld oder ein sehr grobes Zerlegungsraster.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, unter Verwendung des Prinzips der Nip- kowschen Scheibe entweder das Bildfeld bei gleichem Raster wie bisher mehrfach zu vergrössern, oder umgekehrt, bei einem Bilde gegebener Grösse eine weitergehende Unterteilung in Einzelelemente zu erreichen ; alles bezogen auf einen gegebenen Durchmesser der Scheibe. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung die Anwendung mehrerer Gänge der Lochspirale vor. Dies ist in Fig. 1 veranschaulicht, u. zw. sind drei Gänge dargestellt. Die einzelnen Löcher a, a', a"usw. haben untereinander gleichen Abstand, der der Breite des Bildfeldes 1 entspricht. Dessen schraffierter Teil 2 stellt diejenige Bildfläche dar, die
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nutzbare Bildgrösse ist also bei gleichem Raster im vorliegenden Falle verdreifacht.
Dabei muss nun, da immer nur ein Bildpunkt abgetastet bzw. registriert werden darf, durch eine Hilfsvorrichtung dafür Sorge getragen werden, dass von den vorgesehenen Lochgängen in jedem Augenblick nur einer für das Licht freigegeben wird, die übrigen also abgeblendet sind. Dies geschieht entweder durch eine Blende, die in geeigneter Weise hin-und herbewegt wird, u. zw. so, dass nach jeder Umdrehung der Scheibe in Fig. 1 diese Blende sich um die Höhe eines Ganges der Spirale verschoben hat, oder besser durch eine rotierende Spiralblende, wie Fig. 2. Dabei ist angenommen, dass in der Blickrichtung die in Fig. 1 dargestellte Lochscheibe hinter der Spiralblende sitzt. Man sieht daher einige Löcher im Rahmen der spiraligen Aussparung 3 erseheinen. während die übrigen verdeckt sind.
Diese Spiralblende muss sich natürlich mit entsprechend verringerter Geschwindigkeit drehen, d. h. z. B. im Falle von drei Lochspiralgängen auf der Hauptscheibe mit einem Drittel (00/3) der Geschwindigkeit 00 der letzteren. Die Spirale 3 kann in Form einer Aussparung der aus undurchsichtigem Material, z. B. Blech, bestehenden Kreisscheibe, unter Vorsehung von hin und wieder an passender Stelle angeordneten Verbindungsstegen zur Erhöhung der Festigkeit des ganzen, oder durch eine entsprechend gestaltete Abdeckung des übrigen Teiles einer Scheibe aus durchscheinendem Stoff, z. B. Glas, hergestellt werden. Am zweckmässigsten sind beide Scheiben, Spiralgang-Lochscheibe und Spiralblende, auf einer gemeinsamen Achse unter Zwischenschaltung eines Reduziergetriebes angeordnet.
Bei der Bildzerlegung bzw.-Zusammensetzung in der vorstehend beschriebenen Art ist die Lage eines Bildelements eindeutig durch ein Loch in dem jeweils nicht abgeblendeten Spiralgang der Lochscheibe nach Fig. 1 definiert. Durch die Spiralblende erfolgt lediglich die Freigabe des betreffenden Teilgebietes des Bildfeldes. Innerhalb dieses Teilgebietes sind aber die Bildelemente ausschliesslich durch die stets gleichbleibende Form und Grösse des Loches der Scheibe der Fig. 1 bestimmt.
Formänderungen des Bildelements und andere störende optische Effekte, wie sie bei Zerlegungsscheiben mit gekreuzten Schlitzen od. dgl. entstehen, werden also vermieden.
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Der Wechsel der Lochgänge und damit der Teilgebiete des Bildes, die momentan abgetastet bzw. belichtet werden, lässt sich auch durch Unterteilung der sender-und empfängerseitigen Umwandlungs-
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die im richtigen Wechsel umgeschaltet werden bzw. drei Empfängerleuehtflächen, deren Helligkeit trägheitslos durch Lichtrelais, Kerrzellen, Glimmlampen od. dgl. gesteuert wird. Dies ist in Fig. 3 veranschaulich, in der 4 die Scheibe nach Fig. 1 darstellt, während 5, 6, 7 z. B. drei getrennte Kathodenflächen einer Neonglimmlampe bedeuten, die durch einen Verteiler 8 abwechselnd an die vom Empfänger gesteuerte Stromquelle 9, etwa in den Anodenkreis des letzten Verstärkerrohres, geschaltet werden.
Der Verteiler macht in dem gewählten Falle eine Umdrehung auf drei Umdrehungen der Scheibe 4. Statt die Verteilung im vorstehenden Sinne durch Umschalten mehrerer Photozellenelemente bzw. Leuehtflächenelemente zu bewerkstelligen, kann man natürlich auch durch synchron und konphas schwingende oder gedrehte Spiegel oder äquivalente Mittel bei Anwendung einer einzigen Photozelle bzw. Empfangs- leuchtfläche deren auffallenden bzw. abgegebenen Lichtstrom abwechselnd durch einen der drei Spiral- loehgänge lenken bzw. entnehmen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Bildzerlegung bzw.-zusammensetzung für die Zwecke des Fernsehens und der Fernkinematographie unter Verwendung einer rotierenden Lochspirale nach Nipkow, gekennzeichnet
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Teilgebiet des Bildfeldes, das mittels der Spirale abgetastet wird, freigibt, nacheinander benutzt werden.