<Desc/Clms Page number 1>
Fmssigkeitsmesseinrichttmg mit DurcMaufzähIer.
Es sind Flüssigkeitsmesseinrichtungen bekannt, welche mit einem Durchlaufzähler ausgerüstet sind und aus welchen mittels einer in der Strömungsrichtung hinter dem Zähler angeordneten Absperrvorrichtung die unter Druck gesetzte Flüssigkeit abgelassen werden kann. Auf einer Anzeigevorrichtung des Zählers kann die herausgeflossene Flüssigkeitsmenge abgelesen werden. Es ist aber sehr schwierig für den Bedienenden, genau eine bestimmte Menge abzulassen, weil die Absperrvorrichtung bei einer bestimmten Stellung des Zeigers der Anzeigevorrichtung plötzlich geschlossen werden muss. Abweichungen von der auszugebenden Menge im einen oder andern Sinn sind sozusagen unvermeidlich. Die Einrichtungen mit Durchlaufzählern haben sich daher trotz ihrer Vorzüge, z. B. für die Ausgabe von flÜssigen Motorenbetriebsstoffen, nicht einbürgern können.
Gemäss der Erfindung sind nun Mittel vorgesehen, die den Zähler auf das Ende der angefangenen Einheit abstellen, sobald der Auslauf gedrosselt wird. Man kann also, während diese Einheit noch im Auslaufen ist, durch eine plötzliche Einschaltung eines Widerstandes in die Ausflussleitung erreichen, dass von diesem Augenblick an ein ganz bestimmtes Mass von Flüssigkeit ausfliesst. Zur Erzielung der angegebenen Wirkung wird zweckmässig die Absperrvo,'richtung hinter dem Zähler in der Offenstellung durch Mittel gesichert, welche ausser Wirkung treten, sobald ein Rückstau durch Abdrosselung des Durchlaufes stattfindet.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise, soweit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist, eine Flüssigkeitsmesseinrichtung dargestellt, welche erfindungsgemäss gebaut ist, wobei verschiedene Teile, insbesondere der Durchlaufzähler, in Fig. 1 nur schematisch dargestellt sind ; die Fig. 2 zeigt die Draufsicht einer Einzelheit, Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie Il-Il der Fig. 2.
Der Flüssigkeitseinlauf 1 ist an einem Zylinder 2 angeschlossen, in weichem ein Kolben 3 sich bewegt und der mit einem Durchlaufzähler 4 verbunden ist. Der Abfluss dieses Zählers ist mittels eines Kolbenschieber 5 verschlossen, an welchem der biegsame Schlauch 6 mit dem Auslauf 7 angebracht ist.
Auf der Welle 8 des Zählers 4 ist eine Scheibe 9 aufgekeilt ; sie trägt an ihrem Umfang eine Kerbe 10, in welche eine Nase eines auf einer Achse 11 lose sich drehenden Hebels 12 einfallen kann. Der Hebel 12 kann von einer ebenfalls lose auf der Welle 11 gelagerten Klinke 13 mitgenommen werden ; diese Klinke kann sich im Sinne des Uhrzeigers allein um 11 bewegen (s. Fig. 2 und 3). Dies geschieht jedesmal, wenn man mittels des Handhebels 14 die Stange 15 des Kolbensehiebers 5 entgegen der Wirkung der Feder 16 hochzieht. Die Stange 15 trägt am oberen Ende einen Anschlag 17, der bei Niederdrücken des Hebels 14 die Klinke 13 seitlich ausschwenkt und sie wieder auf einer unteren Fläche einschnappen lässt.
Der Hebel 12 wird in der Stellung nach Fig. 1 durch eine zweite Klinke 18 gehalten, welche unter der Wirkung einer Feder 19 steht und von der Stange 20 des Kolbens 3 entgegen der Wirkung dieser Feder bewegt werden kann. Der Auslauf 7 kann mittels eines Ventils 21 ganz oder teilweise geschlossen werden ; dieses dient unter anderm auch dazu, einen Widerstand in die Ausflussleitung einzuschalten, wenn der Zähler angehalten werden soll.
Im Ruhezustand ist der Schieber 5 geschlossen, wobei sich der freie Arm des Hebels 14 in der höchsten Lage befindet ; die Klinke 13 ist frei und die Nase 22 des Hebels 12 liegt in der Kerbe 10 ; der Kolben 3 hat die Stellung nach Fig. 1, denn in der Leitung 1 herrscht noch kein Druck. Wird der Schieber 5 mittels des Hebels 14 geöffnet und gleichzeitig mittels einer Pumpe Druck in der Leitung 1 erzeugt, so
<Desc/Clms Page number 2>
kommt der Anschlag 17 unter die Klinke 13, ohne dass vorläufig die Stellung des Hebels ? 2 geändert wird. Das Flügelrad des Zählers beginnt sich im Sinne des Pfeiles in der Scheibe 9 zu drehen und die Nase 22 des Hebels 12 wird durch die Form der Kerbe 10 selbst aus dieser gehoben und in dieser Stellung durch die Klinke 18 gehalten.
Die Teile haben dann gegenseitig die Stellung nach Fig. 1, wobei der Hebel 12 nicht mehr in die Kerbe 10 fallen kann und der Schieber 5 hochgehalten wird. So kann eine beliebige Menge Flüssigkeit durch den Zähler ausfliessen. Will man nun das Abstellen veranlassen, u. zw. auf das Ende der bereits angefangenen, mit dem Einschnappen des Hebels in die Kerbe 10 endenden Einheit, so braucht der Bedienende nur zeitweise auf das Ventil 21 zu drücken. Es findet dann ein Rückstau statt, der sich bis unter dem Kolben 3 fülilbar macht. Letzterer wird gehoben und nimmt die Klinke 18 mit, wodmeh der Hebel 12 freigegeben wird, so dass seine Nase 22 frei auf den Umfang der Scheibe 9 gleitet und dann in die Kerbe 10 hineinfällt.
Der sich dabei im Sinne der Uhrzeiger drehende Hebel 12
EMI2.1
1. Flüssigkeitsmesseinrichtung mit Durehlaufzähler, gekennzeichnet durch Mittel, welche den Zähler am Ende einer angefangenen Mengeneinheit abstellen, sobald der Auslauf gedrosselt wird.