AT11756U1 - Beschattungsvorrichtung für ein fenster oder eine tür - Google Patents

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AT11756U1
AT11756U1 AT0019010U AT1902010U AT11756U1 AT 11756 U1 AT11756 U1 AT 11756U1 AT 0019010 U AT0019010 U AT 0019010U AT 1902010 U AT1902010 U AT 1902010U AT 11756 U1 AT11756 U1 AT 11756U1
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Abstract

Es wird eine Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür mit einem Behang (1) aus in leiterartigen Schnurzügen gelagerten Lamellen (2), die in seitlichen Führungsschienen (3) geführt sind, mit einer einerseits in einem Getriebe (7) und anderseits in wenigstens einem Lager gelagerten Wickelwelle (6) für Zugmittel (4), die die Lamellen (2) durchsetzen und an einer unteren Abschlusslamelle (5) des Behangs (1) angreifen, mit einer das Getriebe (7) und das Lager der Wickelwelle (6) aufnehmenden Kopfschiene (9) und mit einer Halterung für die Kopfschiene (9) beschrieben. Um vorteilhafte Montagebedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass die Halterung Endkappen (10) für die Kopfschiene (9) umfasst, die mit Steckansätzen (11) in die seitlichen Führungsschienen (3) für die Lamellen (2) formschlüssig eingreifen.

Description

österreichisches Patentamt AT 11 756 U1 2011-04-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür mit einem Behang aus in leiterartigen Schnurzügen gelagerten Lamellen, die in seitlichen Führungsschienen geführt sind, mit einer einerseits in einem Getriebe und anderseits in wenigstens einem Lager gelagerten Wickelwelle für Zugmittel, die die Lamellen durchsetzen und an einer unteren Abschlusslamelle des Behangs angreifen, mit einer das Getriebe und das Lager der Wickelwelle aufnehmenden Kopfschiene und mit einer Halterung für die Kopfschiene.
[0002] Neben Rollläden sind Beschattungsvorrichtungen bekannt, die in seitlichen Führungsschienen geführte Lamellen und einen in einer Kopfschiene gehaltenen Stelltrieb aufweisen, über den die Lamellen mittels eines an einer unteren Abschlusslamelle angreifenden, die darüber liegenden Lamellen durchsetzenden Band- oder Seilzuges der Höhe nach verlagert werden können. Das Gesamtgewicht des Behanges und des Antriebs wird über die Kopfschiene abgetragen, was eine entsprechende Halterung der Kopfschiene beispielsweise in einem den aufgezogenen Behang aufnehmenden Kasten oder an einem Bauteil im Bereich des oberen Stockrahmenschenkels des Fensters oder der Tür erfordert. Diese Halterungen sind daher an die jeweiligen Konstruktionsbedingungen anzupassen. Außerdem ergeben sich vergleichsweise schwierige Einbaubedingungen für die vorzugsweise vormontierte Baueinheit aus dem Behang und dem in die Kopfschiene eingebauten Stelltrieb, weil diese Baueinheit über Kopf befestigt werden muss.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Beschattungsvorrichtung der eingangs geschilderten Art für ein Fenster oder eine Tür so auszugestalten, dass eine vergleichsweise einfache, von den jeweiligen baulichen Gegebenheiten unabhängige Befestigung der aus dem Behang, der Kopfschiene mit dem Antrieb gebildeten Baueinheit gewährleistet werden kann.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Halterung Endkappen für die Kopfschiene umfasst, die mit Steckansätzen in die seitlichen Führungsschienen für die Lamellen formschlüssig eingreifen.
[0005] Da aufgrund dieser Ausbildung der Halterung die Führungsschienen für die Lamellen die Belastung durch die Beschattungsvorrichtung auf den Stock oder die Laibung des Fensters oder der Tür abtragen, erübrigen sich gesonderte Befestigungsmittel für die Halterung zumal die Halterung durch Endkappen der Kopfschiene gebildet werden. Zur Montage der Beschattungsvorrichtung ist es somit lediglich erforderlich die vormontierte Baueinheit aus der Kopfschiene, dem Behang und dem Stelltrieb für den Behang mit Hilfe der durch die Endkappen der Kopfschiene gebildeten Steckzapfen in die Führungsschienen einzustecken. Damit wird eine weitgehende Unabhängigkeit der Beschattungsvorrichtung von baulichen Gegebenheiten erreicht. Die Lage der Kopfschiene und damit des Behangs wird ja durch die in die Führungsschienen eingreifenden Steckzapfen konstruktiv festgelegt. Es ist somit lediglich für eine entsprechende Befestigung der Führungsschienen am Fenster- bzw. Türstock oder gegebenenfalls an der Tür- bzw. Fensterlaibung zu sorgen.
[0006] Um ein unbeabsichtigtes Lösen der in die Führungsschienen formschlüssig eingreifenden Steckzapfen zu vermeiden, sind die Steckzapfen der Endkappen mit den seitlichen Führungsschienen für die Lamellen zu verriegeln, beispielsweise durch ein Verschrauben, was jedoch den Montageaufwand erhöht. Einfachere Montagebedingungen ergeben sich, wenn die Steckansätze in den Führungsschienen durch eine Federrast verriegelt werden. Obwohl unterschiedliche Federrasten einsetzbar sind, ergeben sich besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse dadurch, dass die Federrast eine vorzugsweise der Führungsschiene zugeordnete, mit einer Rastausnehmung des Steckansatzes zusammenwirkende, federnde Rastzunge aufweist. Die Rastzunge kann dabei aus den Führungsschienen ausgestanzt und ausgebogen werden, sodass keine zusätzlichen Konstruktionsteile benötigt werden.
[0007] Eine bevorzugte Herstellung der Endkappen kann mit einem geringen Konstruktionsaufwand dadurch erreicht werden, dass die Endkappen aus je einem abgekanteten Blechzu- 1/6 österreichisches Patentamt AT 11 756 U1 2011-04-15 schnitt bestehen, der im Querschnitt U-förmige Steckansätze bildet. Aufgrund des U-förmigen Querschnitts der Steckansätze wird eine ausreichende Biegesteifigkeit im Bereich der Steckansätze sichergestellt, um die auftretenden Lasten über die Endkappen der Kopfschiene auf die Führungsschienen abzutragen.
[0008] Um das Versetzen der Führungsschienen beispielsweise am Stockrahmen eines Fensters oder einer Tür zu vereinfachen, können die Führungsschienen mit Hilfe von Befestigungswinkeln befestigt werden, die mit den Führungsschienen einen schnappverschlussartigen Rastverschluss bilden, sodass nach der Befestigung der Befestigungswinkel die Führungsschienen zum Einrichten der Beschattungsvorrichtung lediglich in die Befestigungswinkel einzurasten sind. Zusätzlich können dann die Führungsschienen in den Befestigungswinkeln durch Schrauben festgeklemmt werden.
[0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen [0010] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Beschattungsvorrichtung in einer stirnseitigen Seitenan sicht, [0011] Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 in einem kleineren Maßstab und [0012] Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 1.
[0013] Die dargestellte Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür weist einen Behang 1 aus in üblicher Weise in leiterartigen Schnurzügen gehaltenen Lamellen 2 auf, die in seitlichen Führungsschienen 3 geführt sind und mit Hilfe wenigstens eines in Fig. 2 strichpunktiert angedeuteten Zugmittels 4 aufgezogen und abgesenkt werden können, das an einer unteren Abschlusslamelle 5 angreift und die darüber liegenden Lamellen 2 durchsetzt. Zum Betätigen des Behangs 1 dient eine Wickelwelle 6, die über ein Getriebe 7 angetrieben werden kann, und zwar in herkömmlicher Weise mit Hilfe einer Handkurbel oder eines Stellmotors. Das Zugmittel 4 wird über einen Führungsblock 8 der Wickelwelle 6 zugeführt, der zugleich ein Drehlager für die Wickelwelle 6 bildet. Das Getriebe 7 mit dem Führungsblock 8 und der Wickelwelle 6 wird in herkömmlicher Weise von einer im Querschnitt U-förmigen Kopfschiene 9 aufgenommen, die mit Endkappen 10 versehen ist. Diese Endkappen 10 sind aus einem abgekanteten Blechzuschnitt gebildet und greifen gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel von beiden Stirnseiten her in die Kopfschiene 9 ein. Die Festlegung der Endkappen 10 innerhalb der Kopfschiene 9 erfolgt mit Hilfe von Schrauben, wobei über in Längsrichtung der Kopfschiene 9 verlaufende Langlöcher eine Feinanpassung an den Seitenabstand der beiden Führungsschienen 3 möglich ist.
[0014] Die Endkappen 10 bilden nach unten vorstehende Steckansätze 11, die gemäß der Fig. 3 einen U-förmigen Querschnitt aufweisen und formschlüssig in die Führungsschienen 3 für die Lamellen 2 eingreifen. Zum Festlegen des Eingriffs dient eine Federrast 12, die eine aus den Führungsschienen 3 ausgestanzte und einwärts gebogene, federnde Rastzunge 13 und eine mit der Rastzunge 13 zusammenwirkende Rastausnehmung 14 der Steckansätze 11 umfasst.
[0015] Wie insbesondere aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, werden die Führungsschienen 3 mit Hilfe von wenigstens zwei über die Schienenlängsrichtung verteilten Befestigungswinkeln 15 vorzugsweise am Stock 16 eines Fensters oder einer Tür befestigt, und zwar werden die Führungsschienen 3 an den am Stock 16 angeschraubten Befestigungswinkeln 15 mit Hilfe eines Rastverschlusses 17 befestigt und über eine Sicherungsschraube 18 gesichert, wie dies der Fig. 3 entnommen werden kann. Die schnappverschlussartigen Rastverschlüsse 17 erlauben eine einfache Vormontage der Führungsschienen 3 zum Einrichten der Beschattungsvorrichtung, wobei über eine Langlochverbindung ein entsprechendes Ausrichten der Führungsschienen durchaus möglich ist, bevor sie mit Hilfe der Schrauben 18 in ihrer Endlage festgelegt werden.
[0016] Zur Montage der Beschattungsvorrichtung werden zunächst die Befestigungswinkel 15 für die seitlichen Führungsschienen 3 an den vertikalen Stockrahmenschenkeln befestigt, bevor die Führungsschienen 3 an diesen Winkeln angeklemmt werden. Danach wird die vormontierte Baueinheit aus der Kopfschiene 9, dem Stelltrieb und dem Behang 1 mit Hilfe der Endkappen 2/6

Claims (5)

  1. österreichisches Patentamt AT 11 756 U1 2011-04-15 10 der Kopfschiene 9 auf die Führungsschienen 3 aufgesetzt, indem die Steckansätze 11 der Endkappen 10 in die Führungsschienen 3 von oben eingeführt und verrastet werden. Da beim Einführen der Steckansätze 11 in die Führungsschienen 3 die Schrauben zum Verbinden der Endkappen 10 mit der Kopfschiene 9 noch nicht festgezogen sind, ergibt sich eine selbständige Anpassung an den gegenseitigen Abstand der Führungsschienen 3. Die Endkappen 10 werden erst nach der Anpassung gegenüber der Kopfschiene 9 durch Anziehen der entsprechenden Schrauben festgelegt. Im montierten Zustand werden somit alle von der Beschattungsvorrichtung herrührenden Belastungen über die Endkappen 10 der Kopfschiene 9 auf die Führungsschienen 3 und von den Führungsschienen 3 auf den Stock 16 abgetragen, ohne dass es zusätzlicher Halterungen bedarf. Ansprüche 1. Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür mit einem Behang (1) aus in leiterartigen Schnurzügen gelagerten Lamellen (2), die in seitlichen Führungsschienen (3) geführt sind, mit einer einerseits in einem Getriebe (7) und anderseits in wenigstens einem Lager gelagerten Wickelwelle (6) für Zugmittel (4), die die Lamellen (2) durchsetzen und an einer unteren Abschlusslamelle (5) des Behangs (1) angreifen, mit einer das Getriebe (7) und das Lager der Wickelwelle (6) aufnehmenden Kopfschiene (9) und mit einer Halterung für die Kopfschiene (9), dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung Endkappen (10) für die Kopfschiene (9) umfasst, die mit Steckansätzen (11) in die seitlichen Führungsschienen (3) für die Lamellen (2) formschlüssig eingreifen.
  2. 2. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckansätze (11) in den Führungsschienen (3) durch eine Federrast (12) verriegelbar sind.
  3. 3. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federrast (12) eine vorzugsweise der Führungsschiene (3) zugeordnete, mit einer Rastausnehmung (14) des Steckansatzes (11) zusammenwirkende, federnde Rastzunge (13) aufweist.
  4. 4. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Endkappen (10) aus je einem abgekanteten Blechzuschnitt bestehen, der im Querschnitt U-förmige Steckansätze (11) bildet.
  5. 5. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (3) mit Hilfe von Befestigungswinkeln (15) befestigbar sind, die mit den Führungsschienen (3) einen schnappverschlussartigen Rastverschluss bilden. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 3/6
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DE202012011313U1 (de) 2012-02-09 2012-12-20 Christian Klotzner Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE202012011313U1 (de) 2012-02-09 2012-12-20 Christian Klotzner Beschattungsvorrichtung für ein Fenster oder eine Tür

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