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Die Fig. 1-6 zeigen sechs verschiedene Schaltungen der Induktionsspule und Fig. 7 stellt Schaltungsschema, eines Sechsphasenkonverters dar.
Gamäss Fig. 1 ist 1 der Kommutator der Gleichstromseite des Konverters, 2 die aus dem Gleichstromkreis des Ankers erregte Wendepolwicklung, 3 die gemäss der Erfindung mit dieser parallel geschaltete Induktionsspule.
Gemäss Fig. 2 bildet die mit dem Wendepol 2 parallel geschaltete Induktionsspule 3 die Sekundärwicklung eines Transformators, dessen Primärwicklung 4 mit der Wendepolwicklung 2 in Reihe geschaltetist.
Nach der Fig. 2 ist die Induktionsspule 3 mit der Wendepolwicklung 2 unmittelbar, also leitend verbunden, während nach Fig. 3 die Selbstinduktionsspule 3 durch Vermittlung der Wicklung 5, also auf induktivem Wege, mit der Wendepolwicklung 2, u. zw. dadurch in paralleler Verbindung steht, dass die in dem Stromkreis der Spule 3 geschaltete Wicklung 5 mit der Wendepolwicklung 2 auf einem gemeinschaftlichen Eisenkern sitzt.
Bei den Ausführungsformen nach Fig. 1-3 ist die Selbstinduktionsspule 3 mit der ganzen Wendepolwicklung parallel geschaltet. Unter gewissen Umständen kann es jedoch zweckmässiger sein, einen Teil der Wendepolwieklung ohne induktiven Nebenschluss zu lassen und die Selbstinduktionsspule nur zu einem Teil derWendepolwicklung parallel zu schalten.
Fig. 4 zeigt eine solche Variante der Fig. 1. Hier ist die Wendepolwicklung in zwei Teile 2 und 5 unterteilt und die Induktionsspule 3 ist zu dem mehr Windungen aufweisenden Teil 2 des Hilfspols über den wenigen Windungen aufweisenden Teil 5 parallel geschaltet.
Die Induktionsspule kann auch in den Eisenkörper des Wendepols eingebaut werden, so dass sich die Anwendung einer besonderen Drosselspule erübrigt. Fig. 5 zeigt ein Beispiel dieser Ausführungsform, bei welcher die Induktionswieklung 3 unmittelbar auf den die Wicklung 2 tragenden Hilfspol J gewickelt ist, der mit zum Schliessen des durch die Wicklung 3 erregten magnetischen Kraftflusses dienenden magnetischen Nebenschlüssen 14 versehen ist.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist die Induktionsspule 3 zur Wendepolwieklung 2 nicht leitend, sondern auf induktivem Wege parallel geschaltet. Diese Lösung kann dadurch vereinfacht werden, dass die Hilfspolwicklung 2 gleichzeitig als Primärwicklung des Transformators 4, 5 dient, während die Selbstinduktionsspule 3 gleichzeitig auch die Rolle der Sekundärwicklung 5 des Transformators übernimmt.
Fig. 6 zeigt die letztere Lösung, bei der der Wendepol 13, die mit ihm benachbarten Hauptpole 15, mit dem deren Sohlen verbindende : m Joch 16 und der zwischen ihre Pole eingefügten Brücke 17 zusammen, den magnetischen Kreis des durch die Wicklungsgruppen 2-3 gebildeten Transformators schliessen.
Die den Hilfspol 13. erregende Wicklung 2 dient gleichzeitig als Primärwicklung des Transformators, während die auf der Brücke i17 sitzenden kurzgeschlossenen Wicklungen 3,3 einerseits den Sekundärkreis des Transformators, anderseits die mit der Wicklung 2 in induktiver Parallelschaltung stehenden Selbstinduktionsspulen bilden. In den Kraftlinienstrom a des Wendepols 2 ist ein Luftspalt 18 eingeschaltet.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ergibt sich aus den nachstehenden Darstellungen.
In stationärem Betriebe verteilt sich der Gleichstrom auf die Wendepolwic1dung und die mit ihr leitend verbundene Induktionsspule (Fig. 1, 2, 4, 5) in verkehrtem Verhältnisse zum Ohmschen Widerstande dieser beiden Zweige, während im Falle der induktiven Parallelschaltung (Fig. 3 und 6) der Gesamtstrom die Wendepolwicklung durchfliesst, während die Induktionsspule stromlos ist. Die Windungszahl des Wendepols bzw. der einzelnen Teile der Wendepolwicklung wird derart gewählt und der Ohmsche Widerstand der leitend parallel geschalteten Drosselspule (Fig. 1, 2,4, 5) so bemessen, dass der Wendepol die zum stationären Betriebe notwendige Amperewindungszahl für funkenfreie Kommutierung liefert.
Bei plötzlicher Stromänderung erleidet die Stromverteilung zugunsten des Hilfspols eine Änderung.
Bei Anordnung einer leitend parallel geschalteten Induktionsspule (s. Fig. l, 2,4, 5) erfolgt dies derart, dass der Strom dabei in verkehrtem Verhältnis zu den induktiven Widerständen verteilt wird.
Wenn z. B. der Ohmsche Widerstand des induktiven Nebenschlusses, d. h. der Induktionsspule (Fig. 1, 2, 5) bzw. der Induktionsspule und des Wicklungsteiles 5 mit geringer Windungszahl (Fig. 4), z. B. so press ist, wie der Ohmsche Widerstand der Wendepolwicklung (Fig. l, 2,5) bzw. des Wicklnngsteiles 2 mit grosser Windungszahl (Fig. 4), der induktive Widerstand des induktiven Nebenschlusses jedoch das Dreifache des induktiven Widerstandes der Wendepolwicklung bzw. des Wicklungsteil 2 beträgt, dann wird in stationärem Zustande die Wendepolwicklung bzw. deren Wicklungsteil 2 von der Hälfte, bei plötzlicher Stromänderung hingegen von drei Viertel des Gesamtstromes durchflossen, so dass die Kommulieramperenvindtingszahl zunimmt.
Bei der induktiven ParaTI913chaltung nach Fig. 3 wird im Falle einer Stromänderung die Wicklung 5 lurch den Strom, den Wicklung 4 in Wicklung 3 induziert, derart erregt, dass dadurch die Wirkung der Wendepolwicklung 2 begünstigt wird, denn das Kommutierungsfeld resultiert aus der Summe der Amperewindungszahlen der Spulen 2 und 5.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 6 entsteht ausser dem Kommutierfeld a im stationärem Betriebe noch ein die magnetischen Brücken und die Hauptpole durchfliessender Feld. Den Eisenkorper 13 les Hilfspols und dem Luftspalt 18 durchsetzt die Summe a und b der beiden Felder. Ein beträchtlicher
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Teil der Amperewindungszahl der Hilfspolwicklung 2 muss demnach zum Durchzwängen des Feldes a und b durch den Luftspalt 18 aufgewendet werden und nur der Rest ergibt das Kommutierungsfeld.
Bei plötzlicher Stromänderung bietet der durch die Wendepolwicklung 2 in der Induktionsspule 3 induzierte
Strom der Entwicklung des Feldes b ein Hindernis, so dass in diesem Falle nur das Feld a entstehen kann ; auch den Luftspalt 18 durchsetzt nur das Feld a, für welchen Zweck demnach nur ein geringerer Teil der Amperewindungszahl des Pols aufzuwenden ist, als bei stationärem Betriebe, so dass mehr Amperewindungen zum Hervorrufen des Kommutierungsfeldes verbleiben. Die Induktionsspule 3 erhöht demnach durch das Abblasen des Feldes b die Amperewindungszahl der Wendepolwicklung (induktive Parallelschaltung).
Bei allen diesen Lösungen kann man durch entsprechende Dimensionierung erreichen, dass bei Stromstössen, Kurzschlüssen die Amperewindungszahl des Wendepols derart zunimmt, dass sie die unterbliebene Wirkung der verspäteten Wechselstromzunahme ersetzt und das nötige Kommutierungsfeld herstellt. Dadurch kann die Kurzschlussfunkenbildung wesentlich herabgesetzt und die Rundfeuergefahr beseitigt werden.
Die Einrichtung regelt auch im Augenblicke der Unterbrechung des Kurzschlusses entsprechend.
Hiebei hört nämlich der Gleichstrom auf, das Wendefeld würde jedoch infolge der Wirkung des im Anker fliessenden Wechselstromes noch eine gewisse Zeit bestehen. Wenn jedoch mit der Wendepolwicklung gemäss der Erfindung ein induktiver Widerstand parallel geschaltet ist, so wird im Augenblick der Stromunterbrechung aus der mit der Wendepolwicklung parallel geschalteten Selbstinduktionsspule, ein dem die Wendepolwicklung durchfliessenden Strom entgegengesetzter Strom in die Wendepolwicklung fliessen, der die Wirkung des Wechselstromes des Ankers parallelisiert. Dadurch kann auch im Augenblick des Ausschaltens kein Rundfeuer entstehen. Auch im Falle der induktiven Parallelschaltung tritt dieselbe Wirkung auf.
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