AT118812B - Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Holz. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Holz.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Holz. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schleifen von Holz, insbesondere zur Herstellung von Pappe und Papier. Bei den bekannten Schleifverfahren wird das Holz gegen einen umlaufenden Schleifstein gepresst. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass das Holz nur bei Anwendung besonders komplizierter Vorrichtungen in kontinuierlichem Arbeitsgange geschliffen werden kann, so dass man in der Regel mit Unterbrechungen arbeiten muss. Ausserdem besteht bei dem für dieses Verfahren in Anwendung kommenden Schleifer die Gefahr, dass der Stein zerspringt, die Maschine beschädigt und das Bedienungspersonal verletzt wird. Die Erfindung besteht nun darin, dass das Holz in Umdrehung versetzt und durch die Zentrifugalkraft gegen einen feststehenden Schleifstein gedrückt und auf diese Weise geschliffen wird. Bei der zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung ist eine zu beiden Seiten mit Rippen besetzte Scheibe im Innern eines ringförmigen Schleifsteins konzentrisch auf einer Welle angeordnet. Die äussere Kante der Rippen ist schräg abgeschliffen, so dass der Schliff des auf der einen Seite der Scheibe zugeführten Holzes der Scheibe zu und zwischen Scheibenrand und Stein hindurch auf die andere Seite der Scheibe geführt wird, auf der es abgeleitet wird. Die Erfindung gestattet die Durchführung des Schleifprozesses im kontinuierlichen Arbeitsgange mit einfachen Mitteln. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt der ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Querschnitt der zweiten Ausführungsform, Fig. 3 einen Längsschnitt zu Fig. 2 und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Kante einer Rippe. In einem Gehäuse 1, welches auf einem geeigneten Fundament montiert wird, ist ein ringförmiger Schleifstein 2 vorgesehen. Im Innern des Schleifsteins 2 sitzt auf einer konzentrischen Welle 3 eine Scheibe 4, welche zu beiden Seiten mit Rippen 5 besetzt ist. Die Welle 3 ist in Lagern 6 und 7 geführt und trägt eine, Riemenscheibe 8, durch welche sie von einem nicht mit dargestellten Motor oder einer anderen Kraftmaschine angetrieben wird. An der Stirnwand des Gehäuses 1 ist ein axialer Schacht 9 vorgesehen, welcher in einer zentralen Öffnung 10 in der Stirnwand mündet. Durch den Schacht 9 wird das vorher zerkleinerte Holz zugeführt. Ein Anschlussstutzen 11 dient zur Zuleitung des Wassers. Das Holz lagert sich zwischen den Rippen 5 der Scheibe 4 und wird von der mit grosser Geschwindigkeit umlaufenden Scheibe durch die Zentrifugalkraft gegen die inneren Flächen des ringförmigen Schleifsteines 2 gedrückt,. wobei es geschliffen wird und sich in die bekannte breiartige Masse (Holzschliff) verwandelt. Die Rippen 5 sind an der voreilenden Fläche nun nicht radial, sondern geneigt, etwa tangential zur Welle 3 angeordnet, so dass bei der Drehung das Holz an den Rippen entlang gleitet und nach dem Umfang der Scheibe befördert wird. Die obere Kante der Rippen ist z. B. durch entsprechende Schleifen in der Draufsicht keilartig gestaltet (vgl. Fig. 4), wobei der stärkere Teil der Stirnwand des Gehäuses zugekehrt ist. Infolge dieser Gestaltung werden durch die Drehung die abgeschliffenen Fasern nach der Scheibe 4 zu gefördert und treten zwischen ihrem Umfang und dem Stein von der einen Seite der Seheibe auf die andere über. Der die Zwischenräume zwischen den Rippen 5 auf der Rückseite der Scheibe 4 füllende Holzbrei wird in einen Kanal gepresst und verlässt durch diesen die Vorrichtung. Das geschliffene Holz wird dann in der bekannten Weise weiter verarbeitet. <Desc/Clms Page number 2> Bei der beschriebenen Einrichtung lässt sich nur zerspantes Holz schleifen. Um als Rohmaterial auch Knüppel verwenden zu können, ordnet man die Scheibe 4 fliegend an der Welle 3 an und lässt zwischen den Rippen 5 in der Mitte der Scheibe einen freien Raum, in den die Knüppel direkt durch die Öffnung 10 eingeschoben werden können. Der axiale Zuführkanal 9 kommt dann also in Fortfall. Eine derartige Ausführungsform der Vorrichtung ist in Fig. 2 und 3 dargestellt. Vorteilhaft wird bei dieser Ausführung an dem freien Ende der Rippen ein Ring 13 vorgesehen, der in die Öffnung 10 des Gehäuses eingreift und als weitere Lagerung des Schleuderkörpers dient. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Schleifen von Holz, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz in Umdrehung versetzt und durch die Zentrifugalkraft gegen einen feststehenden Schleifstein gepresst wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse ein ringförmiger Schleifstein (2) angeordnet ist, in dessen Höhlung eine ihren Durchmesser nahezu erreichende Scheibe (4) umläuft, die beiderseits schaufelförmige Rippen (5) trägt, wobei das Gehäuse auf der einen Seite der Scheibe einen Holz-und Wasserzuführkanal (9 bzw. 11) und auf der anderen Seite der Scheibe einen Holzschliffauswurf besitzt.3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Drehrichtung vorn liegende Fläche der Rippen (5) so zur Drehachse gestellt ist, dass sie auf das eingetragene Schleif- gut von der Mitte nach aussen fördernd wirkt.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Drehrichtung vorn liegende Kante der Stirnfläche der Rippen (5) vom Einlauf gegen die Scheibe hin nach rückwärts geneigt ist.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (4) fliegend auf der Antriebswelle (3) angeordnet ist und die auf der Einlaufseite sitzenden Rippen (5) einen solchen Abstand von der Drehachse haben, dass ihre inneren Kanten einen Raum begrenzen, in den Holzknüppel eingeführt werden können. EMI2.1 seite sitzende Rippen (5) durch-einen Ring (13) verbunden sind, der in die zum Einführen des Schleifgutes dienende Öffnung (10) des Gehäuses eingreift und als Lager für die Scheibe (4) dient.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE118812X | 1928-10-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT118812B true AT118812B (de) | 1930-08-25 |
Family
ID=5655743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT118812D AT118812B (de) | 1928-10-29 | 1929-08-20 | Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Holz. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT118812B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2874909A (en) * | 1953-10-14 | 1959-02-24 | Pallmann Ludwig | Process and device for producing flat wood shavings |
| EP0081380A3 (en) * | 1981-12-07 | 1984-10-03 | Amca International Limited | Method and apparatus for centrifugal pulpwood and wood chip grinding |
-
1929
- 1929-08-20 AT AT118812D patent/AT118812B/de active
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