AT119043B - Verfahren zur Darstellung von in Wasser leichtlöslichen Verbindungen der m-Aminobenzoesäurealkylester. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von in Wasser leichtlöslichen Verbindungen der m-Aminobenzoesäurealkylester.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von in Wasser leichtlöslichen Verbindungen der m-Amino-   benzoesaurealkylester.   



   Die   oberflächenanästhesierende   Wirkung der Aminobenzoesäurealkylester ist seit langer Zeit bekannt. Während von den p-Verbindungen besonders der p-Aminobenzoesäureäthylester als Oberflächenanästhetikum eine ausgedehnte Verwendung   gefunden   hat, sind die   m-Aminobenzoesäurealkylesier   bisher in grösserem Massstab therapeutisch nicht angewendet worden.

   Da die aminobenzoesäurealkylester als solche in Wasser sehr schwer löslich sind und als schwache Basen mit Mineralsäuren stark sauer 
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 suchte man durch die Verwendung von Phenolsulfonsäuren, Phenoläthersulfonsäuren und benzolsulfonsäuren (siehe Deutsche Patentschriften Nr. 147790, 149345, 150070,181324), zu Salzen der Aminobenzoesäurealkylester zu gelangen, die den Anforderungen in bezug auf   Löslichkeit, Reizlosigkeit und   Beständigkeit besser entsprechen sollten. Es hat sich aber gezeigt, dass solche Salze keine einheitliche 
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 schliesslich mit Benzylsulfonsäure hergestellten Salze keine näheren Angaben ; es ist nur von   0#5%igen   Lösungen die Rede, die für die Anwendung der Salze in Betracht kommen können und sich nach längerem Erhitzen auf 100  als haltbar erwiesen haben.

   Für manche Zwecke, insbesondere für die Schleimhaut- 
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 ist eine Voraussetzung für die genaue Dosierung. 



   Es wurde nun gefunden, dass diese Voraussetzungen, namentlich auch die grosser Löslichkeit in Wasser, von den Salzen der m-Aminobenzoesäurealkylester mit aliphatischen   Sulfonsäuren,   z. B. der Methan-und der   Äthansulfonsäure,   erfüllt werden. Diese Salze bilden sich durch einfaches Zusammenbringen äquimolekularer Mengen Sulfonsäure und m-Aminobenzoesäurealkylester oder durch doppelte Umsetzung entsprechender Salze in geeigneten Lösungsmitteln. Sie zeigen eine ausgezeichnete Kristallisationsfähigkeit, sind nicht hygroskopisch, aber in Wasser sehr leicht löslich. Von dem methansulfonsauren   m-Aminobenzoesäureäthylester   lösen sich beispielsweise   1#0 g kristallisierte   Substanz glatt in   0#8 cm2   Wasser von 20 .

   Die wässerigen Lösungen der Salze zeigen auch in höherer Konzentration bei stundenlangem Erhitzen auf dem Wasserbad keine   Veränderung.   



   Diese für die therapeutische Verwendung der alkylsulfonsauren Salze der m-Aminobenzoesäurealkylester überaus günstigen Eigenschaften waien keineswegs vorauszusehen. Schon nahe Verwandte, z. B. der methansulfonsaure   p-Aminobenzoesäureäthylester,   zeigen in wässeriger Lösung bei Zimmertemperatur hydrolytische Spaltung. Versetzt man 2-0 g p-Aminobenzoesäureäthylestermethansulfonat mit   10 cm3   Wasser, so wird keine klare Lösung erhalten   ;   das Ungelöste, etwa   0#2 g,   erweist sieh nach 
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 bleibt im Gegensatz hiezu absolut klar und färbt Kongopapier nur   blassviolett   ; die weniger saure Reaktion der m-Verbindung ist natürlich für deren Verwendung ein Vorteil.

   Anderseits zeigen Salze anderer Sulfonsäuren mit   m-Aminobensoesäurealkylestern,   wie z. B. das Toluolsulfonat des m-Aminobenzoesäureäthylesters (F 169-170  [korr.] ; gef. N = 414%, ber. N =   4'15%),   in kaltem Wasser nur eine geringe Löslichkeit. Das Oithophosphat des m-Aminobenzoesäureätyhlesters (Schweiz. Patent- 
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 löst sich spielend und zeigt auf der Zunge nach nur sehr kurzem, saurem Geschmack auch in kleinen Mengen sofort eine starke Anästhesie.

   Durch die Vereinigung der m-Aminobenzoesäurealkylester mit aliphatischen Sulfonsäuren gelangt man, wie eben dargetan, zu bisher unbekannten, schön kristallisierenden, nicht hygroskopischen, aber sehr leicht   löslichen   und in wässeriger Lösung auch beim Kochen beständigen Verbindungen, die zweifellos auf diesem Gebiete einen technischen Fortschritt bedeuten. 



   Beispiel 1 : Eine Lösung von 5 Teilen m-Aminobenzoesäureäthylester in 5 Teilen absolutem Alkohol und eine Lösung von   2'9   Teilen Methansulfonsäure in 6 Teilen absolutem Alkohol werden unter   Umschütteln   vereinigt. Zu der durch die Neutralisationswärme   erwärmten   Mischung gibt man das doppelte Volumen Essigester, filtriert rasch und lässt erkalten ; das m-Aminobenzoesäureäthylestermethansulfonat scheidet sich fast vollständig in Kristallen aus. 



   Zur Reinigung wird das Salz in wenig heissem Alkohol gelöst, mit dem doppelten Volumen Essigester versetzt und filtriert ; beim Erkalten kristallisiert das Salz rein aus. 



   Das neue Salz des m-Aminobenzoesäureäthylesters bildet feine, verfilzte Nadeln vom F   149-150    (korr.). Es ist in Wasser sehr leicht löslich ; bei   200 werden 1 g von 0'8 cm3   glatt aufgenommen. Die wässerige Lösung rötet blaues Lackmuspapier, färbt Kongopapier aber nur blassviolett. Das m-Amino- 
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<tb> 
<tb> 



  N-Gehalt: <SEP> berechnet <SEP> für <SEP> C10H15O5nS <SEP> ............ <SEP> 5#36%
<tb> gefunden <SEP> (Kjeldahl) <SEP> 5-24%, <SEP> 5-15%
<tb> 
 
Beispiel 2 : 5 Teile m-Aminobenzoesäureäthylester werden, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit 3-3 Teilen   Äthansulfonsäure   umgesetzt. Die Abscheidung und weitere Reinigung des m-Aminobenzoe-   säureäthylesteräthansulfonats   erfolgt nach den Angaben des Beispiels 1. 



   Das neue Salz bildet, aus einem Gemisch von Alkohol und Essigester umkristallisiert, lange,   feine Nadeln. Es ist in Wasser ebenfalls sehr leicht löslich und schmilzt bei 149-149'5  (korr. ). (Der   F des Gemisches mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt liegt bei 145-145'5  [korr.].) Die wässerige Lösung des   m-Aminobenzoesäureäthylesteräthansulfonats   rötet blaues Lackmuspapier ; Kongopapier wird nur blassviolett gefärbt. 
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<tb> 
<tb> 



  N-Gehalt <SEP> : <SEP> berechnet <SEP> für <SEP> C11H17O5NS <SEP> ............ <SEP> 5#13%
<tb> gefunden <SEP> (Kieldahl) <SEP> 5-11%, <SEP> 5-03%.
<tb> 
 



   Beispiel 3 : 6 Teile   m-Aminobenzoesäure-n-propylester   werden, entsprechend den Angaben des Beispiels   1,   mit   3'2   Teilen Methansulfonsäure umgesetzt. Die Abscheidung und weitere Reinigung des so erhaltenen   m-Aminobenzoesäure-n-propylestermethansulfonats   erfolgt ebenfalls nach den Angaben des Beispiels 1. 
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 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 



  N-Gehalt <SEP> : <SEP> berechnet <SEP> für <SEP> Ci. <SEP> HM02N. <SEP> CHs. <SEP> SOgH...... <SEP> 5-09%
<tb> gefunden <SEP> ............................. <SEP> 4#91%, <SEP> 4#97%.
<tb> 
 
 EMI2.7 
 
 EMI2.8 
 
<tb> 
<tb> 



  N-Gehalt <SEP> : <SEP> berechnetiür <SEP> C11H15O2N.C2H5.SO3H <SEP> .. <SEP> 4#62%
<tb> gefunden <SEP> 4-56%, <SEP> 4-52%.
<tb> 


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  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht löslichen Verbindungen der m-Aminobenzoe- EMI2.9
AT119043D 1926-03-10 1927-03-02 Verfahren zur Darstellung von in Wasser leichtlöslichen Verbindungen der m-Aminobenzoesäurealkylester. AT119043B (de)

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