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Verfahren zur Herstellung von optischen Phonogrammen.
Die Erfindung hat Verfahren zur Herstellung optischer Phonogramme zum Gegenstand, bei welchen die Lichtdurchlässigkeit der Phonogrammträgerschiehte unmittelbar durch die senkrecht zur Macho des Phonogrammträgers erzeugten Schwingungen des Aufnahmestiftes in Abhängigkeit von den Schallschwingungen verändert wird ; dies kann auf mechanischem Weg durch Verändern der Schichtdicke des Trägers, vorzugsweise durch Eindrücken einer Rille schwankender Tiefe, oder auf elektrochemischem Weg durch Veränderung der Farbschattierung des Trägers entsprechend den Schwankungen des Kontaktdruckes eines sèromfü, hrenden Aufnahmestiftes erfolgen.
Das Verfahren lässt sich auf verschiedene Weise durchführen und sei durch ein Ausführungsbeispiel an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert, wobei Fig. 1 den Vorgang bei der Aufnahme und Fig. 2 jenen bei der Wiedergabe des optischen Phonogramms darstellt.
Bei der gezeichneten Ausführungsart des Verfahrens wird ein nicht vollkommen liehtdurehlässiger, bandförmiger Phonogrammträger 11 verwendet, der aus einem Papier-oder Filmstreifen 9 besteht, auf den in gleichmässiger Dicke eine wenigstens während der Aufnahme bildsame, Schicht 10, beispielsweise aus einem wachsartigen Material, aufgetragen ist. Bei der Herstellung des optischen Phonogramms (Fig. 1) wird dieser Phonogrammträger 11 an der von der Schallaufnahmevorrichtung (5,6, 7) in Schwingungen versetzten Spitze des Stiftes 8 vorbeibewegt, der in die Schicht 10 eine Rille schwankender Tiefe eindrückt. Die SchaUaufnahm3vorrichtung ist in Fig. 1 durch den Schalltrichter 6, die Schalldose 5 und die auf den Stift 8 einwirkende Membran 7 angedeutet.
Es werden also mittels der Schallaufnahmevorrichtung die Schallsshwingungen in mechanische Schwingungen des Stiftes umgesetzt und letztere ver- ändern unmittelbar die Dicke und damit die optische Durchlässigkeit des Phonogrammträgers 11, so dass auf diesem ein optisches Phonogramm der aufgenommenen Schallschwingungen entsteht. Der Phono- grammträger 11 wird mittels einer Transportvorrichtung an dem Stift 8 vorbeigeführt und kann durch ein im Bereich des Stiftes befindliches Auflager gestützt werden. Soll das optische Phonogramm aus mehreren nebeneinanderliegenden Rillen bestehen (Fig. 3), so ist es nötig, die akustische Antriebsvorrichtung und die Transportvorrichtung relativ zueinander quer zur Laufrichtung des Trägers 11 verstellbar einzurichten.
Die Wiedergabe eines auf dies3 Weise hergestellten optischen Phonogramms kann beispielsweise in der in Fig. 2 veranschaulichten Weise erfolgen. Das optische Phonogramm-H durchläuft eine Durch-
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Das Licht, dessen Intensität im Rhythmus der optischen Durchlässigkeit des durchleuchteten Phono- grammträgers (der Tiefe der Schallrille) schwankt, fällt auf die Photozelle 17, welche diese Schwankungen in Schwankungen des von der Batterie 19 gelieferten Stromes umsetzt, die über den Verstärker 21 auf den Lautsprecher 22 übertragen und von diesem in Schallschwingungen verwandelt werden. Durch die an sich bekannte Wiedergabe auf optischem Wege entfallen alle Nebengeräusche, wie sie bei mechanischer
Wiedergabe auftreten. Der Phonogrammträger 11 wird mittels einer Transportvorrichtung vorbeibewegt ; beispielsweise wird das Phonogrammband 11 an seinen Enden von Rollen 23 und 24 (Fig. 4) aufgenommen, die mechanisch oder elektrisch angetrieben werden.
Bei mehrrilligen Phonogrammen werden die elektro- akustische Durchleuchtungsvorrichtung und die Transportvorrichtung relativ zueinander quer zur Lauf- richtung des Phonogrammträgers verstellbar eingerichtet.
Bei einer zweiten Ausführungsart des erfindungsgemässen Aufnahmeverfahrens wird ein lichtdurch- lässiger Phonogrammträger mit einer elektrochemisch verfärbbaren Schicht verwendet und die Farb-
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