AT120855B - Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf Kautschukmilch auf metallischen Unterlagen. - Google Patents

Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf Kautschukmilch auf metallischen Unterlagen.

Info

Publication number
AT120855B
AT120855B AT120855DA AT120855B AT 120855 B AT120855 B AT 120855B AT 120855D A AT120855D A AT 120855DA AT 120855 B AT120855 B AT 120855B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rubber
milk
rubber milk
ammonia
substances
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Anode Rubber Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anode Rubber Co Ltd filed Critical Anode Rubber Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT120855B publication Critical patent/AT120855B/de

Links

Landscapes

  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 der in der Dispersionsflüssigkeit der   Kautschukmilch   enthaltenen Elektrolyse stattfindet, welche eine
Gasentwicklung an der Anode zur Folge hat. Dieser   anodisehen     Gasentwicklung   ist   es zuxuschreibeH.   dass man auf diesem Wege keinen homogenen   Kautschukniederschlag   erzielen konnte. Auf dieser Erkenntnis beruhte der in dem   obenbezeichneten   Patente angegebene Vorschlag, durch örtliche Trennung der Entstehungsstelle der anodischen Gase von der Bildungsstelle des Kautschukniederchlages dem an der Anode freigesetzten Gase eine   Entweiehungsmögliehkeit zu   bieten.

   Diese örtliche Trennung erfolgte mittels einer   porösen Unterlage,   die als   Niedersehlagungsunterlage zwischen   die Anode und die Kathode eingeschaltet wurde. 



   In dem späteren österr. Patente Nr. 108406 wurde eine weitere Möglichkeit der Beseitigung des schädlichen Einflusses der elektrolytischen Gasausseheidung an der Anode angegeben, welche darin besteht, dass man in der elektrophoretischen Vorrichtung Stoffe verwendet, welche das Freiwerden der Gase verhindern. Insbesondere wurde auch die Verwendung von Anoden unter Schutz gestellt, die Stoffe enthalten, oder aus Stoffen bestehen, welche die   anodisehen   Gase in irgendeiner   Weise binden.   



   Es wurde nun gefunden, dass es bei allen metallischen Anoden, selbst bei solchen wie z. B. Zinkoder Bleianoden, von denen man annehmen könnte, dass sie mit den durch die Elektrolyse an ihnen freigesetzten Gasen eine chemische Verbindung eingehen und infolgedessen durch Bindung dieser Gase, insbesondere des Sauerstoffes eine Gasentwiseklung nicht zustande kommen lassen sollten. Schwierigkeiten bietet, die Gasentwicklung an der Anode zu verhindern und vollständig homogene   Niederschläs'e   zu erzielen. 



   Es wurde festgestellt. dass es bei Verwendung von metallischen   Niederschlagungsunterlagen nieht.   genügt, das Metall der Anode geeignet zu wählen, sondern dass es auch auf die Beschaffenheit des Latex ankommt. Der handelsübliche, präservierte Latex enthält nämlich beispielsweise   0#5-1% Ammoniak,   Es wurde gefunden, dass dieser   Ammoniakgehalt   zum grössten Teile beseitigt werden muss. Versuche haben ergeben, dass es bei Verarbeitung eines Latex mit   33% Kautsehukgehalt   und bei Verwendung von Anoden aus   Zink, Cadmium,   Blei oder   ähnlichen   Metallen oder deren Legierungen zweckmässig ist, den Ammoniakgehalt des Latex auf eine   Gesamtalkalität   von etwa   0#1   normal oder da unter zu vermindern.

   Anderseits hat es sich ergeben, dass es für für die Beschaffenheit des   gewonnenen.   homogenen   Kautschukniederschlages   und für das Verhalten der   Kautschukmilch   von Vorteil ist, den   Ammoniak-   gehalt nicht gänzlich zu entfernen. Die obere Grenze und die vorteilhafteste Grösse des Ammoniakgehaltes hängt von der Beschaffenheit und Konzentration des verwendeten Latex, der Temperatur, dem Metall der Anode und von andern   Umständen   ab und muss stets durch Versuche festgestellt werden. 



   Die Verminderung oder Beseitigung des   Präservierungsmittels   kann durch Evakuieren, Erwärmen, z. B. auf 70  C, Dialyse, durch Auswaschen des Latex oder durch Konzentrieren mittels Zentrifugen und   nachträgliches   Vesdünnen bewirkt werden. Mittels derartiger Behandlungsweisen können auch andere Bestandteile des Latex entfernt oder vermindert werden, welche gleichfalls zur   Begünstigung   der Gasentwicklung an der Anode beitragen oder den Prozess oder die Qualität des Produktes aus andern Ursachen schädlich beeinflussen. Eine andere Art der Ausschaltung bzw. Verminderung oder Beseitigung des   Präservierungsmittels   besteht   in überführen   desselben in eine bei der elektrophoretisehen Niederschlagung des Kantsehuks nicht zur Gasbildung neigende Verbindung. So lässt sich z.

   B. der   Ammoniakgehalt   des handelsüblichen,   präservierten   Latex mittels Formaldehyd bzw. dessen Polymere abstumpfen. indem hiedurch das Ammoniak in Hexamethylentetramin   übergeführt   und die Hydroxylionkonzentration entsprechend erniedrigt wird. In gleicher Weise können andere earbonylhaltige (CO) Verbindungen Verwendung finden. 



   Eine weitere Art der Umwandlung   der schädlichen   Stoffe, falls diese alkalisch sind, besteht in der einfachen Neutralisation. wobei jedoch die Koagulationsgefahr dem Zusatz stark sauer wirkender Stoffe Grenzen zieht. Hingegen kann man oft im Latex selbst die zur   Neutralisation   benötigte Säure, z. B. durch Oxydation von Aldehyden entstehen lassen. 



   Eine andere Möglichkeit der Vermeidung der Gasentwicklung besteht darin, dass man zur   Präservienmg   des Latex statt Ammoniak andere alkalisch wirkende Stoffe verwendet, welche während der elektrischen Niederschlagung des   Kautschuks   überhaupt nicht zur Gasbildung neigen, oder nur in 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 stark bakterizid wirkende Stoffe, wie z. B.   Eukupin, Vuein, Thymol   u. dgl. verwenden, von denen so geringe Mengen genügen, dass diese für eine elektrolytisehe Gasentwicklung nicht in Betracht kommen. 



  Mit den in den oben beschriebenen Weisen vorbereiteten Latiees konnten unmittelbar auf Zink-. Cadmium-, Eisen-und Bleianoden, sowie auf Anoden, die aus bestimmten Legierungen bestanden, welche 
 EMI2.1 
 



   Die bisherigen Versuche scheinen darauf hinzudeuten, obwohl dies noch nicht einwandfrei festgestellt ist, dass für das obige Verhalten des Latex der Umstand massgebend sein dürfte, dass einerseits Elektroden verwendet werden müssen, die im Verlaufe der elektrischen Niederschlagung des Kautschuks unter den gegebenen Bedingungen bzw. in Gegenwart des verwendeten Elektrolyts, sich fortlaufend ionisieren, indem z. B. die durch die Elektrolyse erzeugten Oxydationsprodukte des Anodenmetalls löslich sind. und dass anderseits die Konzentration des die Hydroxylionen liefernden Elektrolyts in bezug auf die Lösungsgeschwindigkeit der Anode oder der aus dem Anodenmetall gebildeten Oxydationsprodukte soweit vermindert wird, dass sie nur für sekundäre Reaktionen genügt und die Hydroxylionen nicht zu einer primären, zur Gasbildung führenden Entladung kommen können. 



   Einzelne Stellen der   Niederschlagungsunterlage können aus   einem der Anode vorgelagerten porösen,   flüssigkeitsdurchlässigen   Stoffe, im Sinne des Patentes Nr. 101947 bestehen, während an den übrigen Stellen der Niederschlagungsunterlage der Niederschlag unmittelbar an der Oberfläche der Anode gebildet wird. 



   Im   übrigen   gestattet die Niederschlagung unter Verwendung der metallischen   Niederschlagungs-   unterlagen   ähnliche   Möglichkeiten, wie die in dem Patente Nr. 101947 für die   Niederschlagung auf porösen.   nichtleitenden Unterlagen beschriebenen. 



   Bei Verwendung metallischer Formen kann man den   Kautsehukniederschlag   auf den Formen selbst trocknen und vulkanisieren oder aber den erzielten Kautsehukniederschlag vor der Vulkanisation von der Form abnehmen, da die mit den oben angebebenen Verfahren erzielten Niederschläge hiezu eine genügende Festigkeit und Elastizität besitzen. 



   Es ist zu bemerken, dass unter dem Ausdruck   Kautselhukmilch,   sowohl von Füllmaterialien freie, als auch Füllstoffe, Vulkanisationsmittel. Vulkanisationsbeschleuniger. Farbstoffe oder andere Zusatzstoffe enthaltende vulkanisiert oder unvulkanisierte   Kautschukmilch   zu verstehen ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrophoretisehen Herstellung von   homogenen     Kautschukniederschlägen aus     Kautschukmilch   auf metallischen Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Anoden aus Metallen, welche unter der Wirkung der elektrolytischen Zersetzung sich gasbildend-entladende Ionen binden, die Konzentration der derartige Ionen liefernden Stoffe in der Kautschukmilch soweit herabgesetzt wird, dass bei der elektrophoretisehen Niederschlagung keine Gasentwicklung zustande kommt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einem Präservierungs- mittel, insbesondere Bakteriengiften, z. B. Eukupin, Vuein, Thymol und gegebenenfalls mit geringen Mengen Ammoniak versetzte Kautschukmilch verarbeitet wird, so dass bei der Einwirkung des die Niederschlagung des Kautschuks bewirkenden elektrischen Stromes keine Gase an der Niedersehlagungsunterlage freigesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor Verarbeitung der Kautschuk- milch die Hydroxylionen bildenden Stoffe in solche Verbindungen übergeführt werden, die während des Stromdurchganges keine Hydroxylionen abspalten.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der für die Präservierung dienende Ammoniakgehalt der Kautschukmilch vor deren Verarbeitung mindestens auf eine Gesamtalkalität von 0'1 normal vermindert wird.
    5. Verfahren nach Anspruch l oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kautschukmilch vor ihrer Verarbeitung in an sich bekannter Weise Dialyse, einer Durchlüftung, einer Behandlung im Vakuum. einer Erhitzung, einer Konzentrierung mit nachfolgender Verdiinnung oder einer Kombination dieser Behandlungen unterworfen wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von mit Alkalien präservierter Kautschukmilch die Gesamtalkalität derselben durch Zusatz neutralisierende Stoffe herabgesetzt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die, die Alkalien neutralisierenden Verbindungen in der Kautschukmileh selbst z. B. durch Oxydation von Aldehyden erzeugt werden.
    8. Verfahren nach Anspruch l, 4 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass einer durch Ammoniak oder Amine präservierten Kautschukmilch vor ihrer Verarbeitung Carbonylgruppen enthaltende Stoffe zugesetzt werden.
AT120855D 1925-09-04 1926-08-17 Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf Kautschukmilch auf metallischen Unterlagen. AT120855B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE120855T 1925-09-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT120855B true AT120855B (de) 1931-01-26

Family

ID=29277073

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT120855D AT120855B (de) 1925-09-04 1926-08-17 Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf Kautschukmilch auf metallischen Unterlagen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT120855B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69206517T2 (de) Verbessertes Verfahren zur Trennung von Tellur und Kupfer aus Elektroraffinierungsschlamme.
AT120855B (de) Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlägen auf Kautschukmilch auf metallischen Unterlagen.
DE498010C (de) Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von homogenen Kautschukniederschlaegen aus Kautschukmilch
CH123743A (de) Verfahren zur Herstellung von beliebig geformten, homogenen Kautschukniederschlägen aus Kautschukmilch auf anodisch geschalteten, metallischen Niederschlagungsunterlagen mittelst des elektrischen Stromes.
DE1082270B (de) Verfahren zum Stabilisieren von bis zu 3% durch ª‡-Naphthol verunreinigten Phenylphenolen
DE512170C (de) Verfahren zur Herstellung von homogenen Niederschlaegen aus Kautschukmilch u. dgl.
DE679931C (de) Verfahren zum Abloesen von Nichteisen-Schwermetallen von damit ueberzogenen Gegenstaeden aus Eisen
DE579864C (de) Metallsparbeize
DE363129C (de) Harte Metallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE856543C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Glanz und Politur auf Kupfer und Kupferlegierungen
DE447142C (de) Verfahren zur Verringerung des Siliciumgehalts von Eisen-Silicium-Zirkon-Legierungen
DE543152C (de) Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte
DE536383C (de) Verfahren zur Herstellung von Vulkanisationsprodukten von Kautschuk
DE1262734C2 (de) Verfahren zur neutralisation saurer beizfluessigkeiten
DE644602C (de) Verfahren zur Erzeugung einer Feingoldschicht auf goldhaltigen Metallegierungen
DE514621C (de) Verfahren zur elektrolytischen Erzeugung von Schutzschichten aus Bleisuperoxyd
DE636610C (de) Verfahren zur Entfernung von Zinn aus Nioblegierungen
DE248856C (de)
DE421337C (de) Verfahren zum Dispergieren von ungebleichtem Schellack
DE403741C (de) Elektrode
DE635869C (de) Verfahren zur Behandlung von Kautschuk in der Form von Platten oder Blaettern, um ihn zu reinigen und zu entproteinisieren
DE737946C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischungen und Presspulvern aus Thioplasten
DE1072859B (de) Verfahren zum Ablosen von Kupfer
DE551399C (de) Behandlung von Aluminiumsulfidschmelzen
DE485714C (de) Herstellung von aktiven Sauerstoff enthaltenden Verbindungen