DE543152C - Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte

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DE543152C
DE543152C DEI34969D DEI0034969D DE543152C DE 543152 C DE543152 C DE 543152C DE I34969 D DEI34969 D DE I34969D DE I0034969 D DEI0034969 D DE I0034969D DE 543152 C DE543152 C DE 543152C
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DE
Germany
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polymerization
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rubbery
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DEI34969D
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Dr Claus Heuck
Dr Martin Luther
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte Es wurde gefunden, daß man hochwertige. kautschukartige Polymerisationsprodukte durch Pölymerisation von in Wasser emulgierten Diolefinen unter Verwendung von sauerstoffabgebenden Mitteln erhalten kann, wenn man die Emulsionen der Polymerisationsprodukte nach beendeter Polymerisation mit Reduktionsmitteln behandelt. Als geeignete Reduktionsmittel seien z. B. Natriumbisulfit, Natriumhydrosulfit, Formaldehydnatriumsulfoxylat, Zinnchlorür, Hydroxylamin, Hydrazin oder deren Salze oder Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren erwähnt.
  • Durch diese Behandlung, bei der die Polymerisationsprodukte selbst nicht angegriffen werden sollen, werden die Polymerisationsprodukte stark gebleicht und in hellgelber bis weißer Farbe erhalten. Neben der Bleichwirkung tritt noch eine weitere wertvolle Wirkung ein, indem die in den Produkten noch vorhandenen sauerstoffabgebenden Mittel zerstört werden, wodurch eine weitgehende Stabilisierung der Produkte bewirkt wird. Insbesondere läßt sich die Wirkung des bei der Polymerisation vielfach zur Verwendung gelangenden Wasserstoffsuperoxyds, von dem immer geringe Mengen in den Endprodukten verbleiben, durch Einwirkung der reduzierend wirkenden Mittel sofort aufheben,. Die bekannten, die Zersetzung von Wasserstoffsuperoxyd befördernden Stoffe, wie Phenole, Naphthole, Anilin, Metall- bzw. Metalloxydsole, sind in derartigen Fällen als reduzierend wirkende Mittel anwendbar.
  • Man hat bereits zur Verhinderung der Oxydation bzw. des Klebrigwerdens oder Verharzens von kautschukartigen Polymerisationsprodukten diese mit Phenolen, Naphtholen usw. versetzt. Man hat aber noch nicht den Vorschlag gemacht, bei, der Herstellung von kautschukartigen Polymerisationsprodukten durch Polymerisation von in Wasser emulgierten Diolefinen unter Verwendung von sauerstoffabgebenden Mitteln die Emulsion der Polymerisationsprodukte nach beendeter Polymerisation mit Reduktionsmitteln zu behandeln. Diese Arbeitsweise bietet insbesondere den Vorteil, daß durch die Zerstörung des als Polymerisationsmittel angewendetem Oxydationsmittels die Polymerisatlon in jedem gewünschten Stadium aufgehalten werden kann. Es gelingt so, in einfachster Weise Produkte von sehr wertvollen, stets sich gleichbleibenden Eigenschaften herzustellen. Beispiel i In 200 Volumenteilen Isopren werden 18 Volumenteile Olein gelöst, worauf man dle Lösung durch Schütteln in 35o Volumenteilern einer o, 5 % Ammoniak ienthalenden wäßrigen, Lösung der nach o,5 % Leim als Schutzkolloid zugesetzt sind, emulgiert. Die Wasserstoffionenkonzentration der Emulsion beträgt 8,9. Es wird eine beständige Emulsion erhalten, die, nach Zusatz von 5 Volumenteilen 3o%igem Wasserstoffsuperoxyd, durch zweitägiges Erhitzen auf 5o° einen künstlichen Latex ergibt. Hierauf setzt man zu dem Produkt 3o Volumenteile einer io%igen wäßrigen Natriumhydrosulfitlösung. Das vorhandene Wasserstoffsuperoxyd wird dadurch zersetzt, und man erhält beim Ausfällen in. bekannter Weise ein weißes Polymerisationsprodukt von guten 'Eigenschaften, insbesondere guter Stabilität.
  • Setzt man an Stelle der angewandten Menge Natriumhydrosulfitlösung 5o Volumenteileeiner o, 5 %igen Lösung von Phenol oder Anilin in Wasser zu, so erhält man gleichfalls ein. stabiles Polymerisationsprodukt, das jedooh dunkler gefärbt ist. Beispiel 2 In 5oo Gewichtsteilen Butadien werden 25 Gewichtsteile ölsäure und io Gewichtsteile Magnesiumoleat gelöst, worauf man diese Lösung langsam mit 6oo Gewichtsteilen einer o,5%igen wäßrigen Ammoniaklösung mittels einer geeigneten Vorrichtung innig vermischt. Nach Zugabe von ioo Gewichtsteilen einer io%igen wäßrigen Wasserstöffsuperoxydlösung wird in einem emaillierten Druckgefäß 2 Stunden lang auf 6o bis 70° erwärmt. Dann setzt man dem Reaktionsgemisch zur Entfernung überschüssigen Wasserstoffsuperoxyds unter gutem Rühren 5o Gewichtsteile einer ?%igen Pyrogallösung oder einen aus Meerrettich in der üblichen Weise leicht erhältlichen, Peroxydgase enthaltenden Extrakt zu. Das so erhaltene Produkt ist sehr stabil und ergibt nach der Koagulation ein Polymerisationsprodukt, das durch Vulkanisieren unter geeigneten Bedingungen in ein Produkt mit guten Festigkeitseigenschaften übergeführt werden kann. Beispiel 3 9ooo Volumenteile Butadien werden in einem geeigneten Turbomischer in einer Mischung von i §6o Volumenteilen Ölsäure und I ¢ q.oo Volumenteilen wäßrigen i %igen Ammoniaks @emulgiert und dann unter Zusatz von 9o Volumenteilen 3o%igen Wasserstoffsuperoxyds der Polymerisation bei einer Temperatur von 3o° unterworfen. Nach Ablauf von 45 Stunden wird die Polymerisation abgebrochen; das noch vorhandene unpolymerisierte Butadi:en wird durch Entspannen. entfernt. Zu der erhaltenen Emulsion: des Polymerisationsproduktes werden i ooo Volumenteile einer 5 %igen Natriumsulfitlösung oder 5ooVolumenteile einer 3%igen Natriumhydrosulfitlösung zugesetzt. Das in der Emulsion enthaltene Butadi.enpolymerisationsprodukt bleibt hierdurch auch bei mehrmonatlichem Lagern vollständig unverändert.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte durch Polymerisation von in Wasser emulgierten Diolefinen unter Verwendung von sauerstoffabgebenden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die Emulsionen der Polymerisationsprodukte nach beendeter Polymerisation mit Reduktionsmitteln behandelt.
DEI34969D 1928-07-18 1928-07-18 Verfahren zur Herstellung kautschukartiger Polymerisationsprodukte Expired DE543152C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2460038A (en) * 1943-07-17 1949-01-25 Standard Oil Dev Co Emulsion polymerization process
DE968384C (de) * 1952-06-26 1958-02-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung heller, stabilisierter, fester, kautschukartiger Produkte

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US2460038A (en) * 1943-07-17 1949-01-25 Standard Oil Dev Co Emulsion polymerization process
DE968384C (de) * 1952-06-26 1958-02-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung heller, stabilisierter, fester, kautschukartiger Produkte

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