AT121896B - Erdschluß-Zeitrelais für den Schutz elektrischer Netze. - Google Patents

Erdschluß-Zeitrelais für den Schutz elektrischer Netze.

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AT121896B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Erdschluss-Zeitrelais für den Schutz elektrischer Netze. 



   Um bei einem Fehler in elektrischen   Verteilungsanlagen nur   die   fehlerhafte Leitungsstrecke abzu-   schalten, wird in bekannter Weise die   Verzögerungszeit   der Aussehalterelais von den durch den Kurz-   schluss   hervorgerufenen elektrischen Verhältnissen abhängig gemacht. Beispielsweise macht man die Auslösezeit umgekehrt proportional zur Grösse des Kurzschlussstromes oder proportional zum Spannungabfall od. dgl. Auch bei   Erdschlüssen   kann man den Erdsehlussstrom oder den   Erdschlussreststrom   auf die Auslösezeit einwirken lassen. Man erreicht dadurch im allgemeinen, dass die an der kranken Strecke liegenden Auslöserrelais ihren Ölschalter zuerst öffnen. da die genannten Grössen hier gewöhnlich ihren grössten Wert erreichen. 



   Die Abhängigkeit der   Auslösezeit   von den durch den Fehler beeinflussten Grössen erreicht man am einfachsten dadurch, dass man auf ein gedämpftes oder gebremste   Auslöseglied   eine Antriebskraft einwirken lässt, welche von diesen Grössen abhängig ist. Bei den bekannten Einrichtungen ist jedoch noch ein besonderes Anregungsrelais erforderlich, damit nicht auch bei normalem Zustande der Leitung schon eine gewisse Antriebskraft auf das Auslöseglied einwirkt, die es wenigstens um einen Teil des Weges aus seiner Ruhelage entfernen und auf diese Weise die richtige   Zeitstaffelung   stören würde.

   Gemäss der Erfindung wird eine vorzeitige Entfernung des   Auslösegliedes   aus der Ruhelage dadurch verhindert. dass es in der Nullage durch einen Magneten festgehalten wird, dessen Anziehungskraft erst überwunden werden muss, bevor es seine Bewegung beginnen kann. Anderseits kann das Drehmoment in der Endstellung des Relaissystems so klein sein, dass kein guter   Kontaktschluss   zustande kommt. 



   Dies gilt namentlich für Erdsehlussrelais, bei denen das Auslöseglied in seiner Bewegung von der 
 EMI1.1 
 kann man aber auch dem Auslöseglied einen   konstanten Auslöseweg geben, dafür   aber seine Geschwindigkeit vom Erdschlussstrom und von der Nullspannung abhängig machen. Wenn nun die benutzte Funktion dieser beiden Grössen sehr klein ist, wie dies   namentlich   bei   gelöschten Netzen   oft der Fall ist, wird. um einen sicheren Kontakt zu erzielen, gemäss der Erfindung der   Auslösekontakt   unter die Wirkung eines Elektromagneten gebracht, welcher von der Spannung des Nullpunktes der Leitung erregt wird.

   Das hat den Vorteil, dass dieser Magnet bei einem Erdschluss den Kontaktdruck verstärkt, sobald aber der Erdschluss abgeschaltet und die Nullspannung verschwunden ist, das   Auslöseglied   nicht daran hindert, in die Nullage   zurückzukehren.   



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches die Anwendung der Erfindung 
 EMI1.2 
 geschalteten Stromwandlern 6,7,   8,   die   Spannungsspule   5 dagegen ist einerseits über die Kontakte 12 und eine Magnetspule 20 mit dem   künstlich   hergestellten Nullpunkt 9 und anderseits mit Erde verbunden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Ein   Spannungsrelais 10,   das ebenfalls zwischen diesem   Nullpunkt   9 und Erde liegt, zieht seinen Anker 11 nur dann an, wenn die Nullspannung grösser ist, als etwa die halbe Sternspannung des Netzes. Der Anker schliesst dann die Kontakte 12 und schaltet dadurch erst die   Spannungsspule @   5 ein.

   Das   Erdschluss-   relais soll nämlich nicht bei   Doppelerdsehluss   arbeiten, da der   Doppelerdschluss   einem   Kurzschluss gleich-   kommt und für diesen Fall die selektive Wirkung der Kurzschlussrelais nicht gestört werden soll.. \11 der   Ferrarisscheibe. 3   ist der Kontaktarm   18   befestigt ; sobald die Ferrarisseheibe etwa eine Viertelumdrehung vollführt hat, erreicht der Kontaktarm 13 die Auslösckontakte 14 und schliesst auf diese Weise den Auslösestromkreis. Der Kontaktarm 13 ist mit einem Eisenkern   16   ausgerüstet, der in eine Magnetspule 20 eintritt, sobald der   Kontaktarm   1. 3 sich seiner Auslösestelle nähert.

   Da die Spule 20 in Reihe mit der Spannungsspule 5 liegt, wird sie ebenfalls von der Spannung des   Nullpunktes   gespeist. 



  Sobald der Eisenkern 15 in den Bereich ihrer Kraftlinien kommt, übt sie auf ihn eine so grosse   Anziehungs-   kraft aus, dass ein sicherer Kontaktschluss zustande kommt. Sobald dagegen der Erdschluss abgeschaltet ist, verschwindet die Spannung zwischen dem   Nullpunkt   9 und Erde, die Spannungsspule 10 unterbricht die Kontakte 12 und die Anziehungskraft des Magneten 6 verschwindet. Die Ferrarisscheibe 3 kann infolgedessen unter dem Zuge ihrer Feder 16 in die Nullage   zurückkehren.   Die Kraft der Feder 16   muss   klein sein gegenüber dem von den Antriebsspulen 4, 5 ausgeübten Drehmoment, damit die Zeitstaffelung des Erdsehlussrelais durch sie nicht merkbar beeinflusst wird. 



   An der Ruhelage des Kontaktarmes 13 ist nun ein permanenter   Magnet 2/'angeordnet, dessen   Anziehungskraft auf den Kontaktarm 13 einwirkt, solange er sich in seiner Ruhelage befindet. Eine 
 EMI2.1 
 stellen, die notwendig ist, um den   Kontaktarm 23 aus   der Ruhelage zu entfernen. Hat er sieh auch nur wenig entfernt, hört jeder Einfluss des Magneten 27 auf die Geschwindigkeit der Scheibe auf. so dass diese lediglich vom Summenstrom und der Nullspannung abhängig bleibt. Anlaufen kann die Ferraiseheibe   3 erst   dann, wenn das aus dem Summenstrom und der Nullspannung gebildete   Drehmoment   
 EMI2.2 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Erdschlusszeitrelais mit einem   Auslöseglied,   dessen   Drehmoment   vom Erdschlussstrom abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösekontakt (13, 14) unter der Wirkung eines Elektromagneten   (20)   steht, der von einer nur bei   Erdschluss   auftretenden Spannung erregt wird.

Claims (1)

  1. 2. Zeitrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet (20) von der EMI2.3 EMI2.4
AT121896D 1928-08-15 1929-08-13 Erdschluß-Zeitrelais für den Schutz elektrischer Netze. AT121896B (de)

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