AT122247B - Einrichtung zur Verstärkung von durch Photozellen ausgelösten Strömen. - Google Patents

Einrichtung zur Verstärkung von durch Photozellen ausgelösten Strömen.

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AT122247B
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  Einrichtung zur Verstärkung von durch Photozellen ausgelösten Strömen. 



   Bei der Verstärkung von Strömen, die durch Photozellen ausgelöst werden, ergeben sich Schwierig- keiten dadurch, dass die Photoströme Gleichströme sind und demgemäss der nachfolgende Verstärker als
Gleichstromverstärker gebaut sein muss.   Um     schwache Gleichstromimpulse formgetreu   zu verstärken, dürfen zur Kopplung der einzelnen   Verstärkerröhren   keine Kapazitäten oder Induktivitäten benutzt werden, sondern es kann nur eine direkte galvanische Kopplung der Röhren benutzt werden. Um diese
Schwierigkeiten zu vermeiden, hat man verschiedene Wege vorgeschlagen, die Gleichstromverstärkung zu vermeiden. Der eine geht dahin, den von der   Bildfläche   reflektierten Lichtstrahl mit Hilfe einer Lochscheibe zu zerhacken, wodurch die Photozelle einen pulsierenden Gleichstrom liefert.

   Da die Loehseheibe jedoch mechanische Schwierigkeiten bereitet, wurde vorgeschlagen, der Photozelle bzw. innerhalb des
Verstärkers nach einer einstufigen   Gleichstromverstärkung einen Wechselstrom zuzuführen,   der als Trägerfrequenz für die Photozellenströme dient. Der gewonnene Wechselstrom, der im Rhythmus der Bildzeichen moduliert ist, lässt sich dann durch eine der bekannten   Verstärkeranordnungen   verstärken. 



   Vorliegende Erfindung geht nun einen andern Weg, indem sie die Photozelle mit einer zusätzlichen Lichtquelle, die selbst im Rhythmus der   gewünschtenTrägerfrequenz   leuchtet, belichtet. Dieser Vorschlag hat nichts zu tun mit einem andern, der dahin geht, zwecks Erhöhung der Empfindlichkeit der Zelle dieselbe dauernd durch eine konstante Lichtquelle   vorzubelichten,   damit beim Auftreffen von Bildzeichen die Zelle leicht anspricht. Um den gekennzeichneten Erfindungsgedanken zu verwirklichen, ist es allerdings notwendig, eine Lichtquelle zu wählen, die tatsächlich die Schwingungen der Modulationsfrequenz mitmacht. Diesem Bedürfnis kommt beispielsweise die Glimmlampe nach, da sie sowohl sehr schnell zum Leuchten gebracht werden kann als auch schnell erlischt. 



   Eine beispielsweise Einrichtung der   erfindungsgemässen   Art ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Das auf einem Zylinder Z aufgespannte Bild wird mit Hilfe einer Lichtquelle Lunter Zwischenschaltung einer Optik   01   beleuchtet. Die reflektierten Lichtstrahlen werden mit Hilfe der Optik   O2   der Photozelle Ph zugeführt. Die bisher beschriebene Einrichtung ist die bekannte der Bildtelegraphen. 



  Die Photozelle liegt unter Zwischenschaltung einer Batterie   B,   an dem Widerstand R, der im Gitterkreis einer Elektronenröhre   R1   liegt. Die Batterien   H und Bo für   den Betrieb der Elektronenröhren sind in bekannter Weise geschaltet. Im Anodenkreis der Röhre ist die   Primärwicklung     eines Übertragers   eingeschaltet, an dessen   Sekundärwicklung   ein beliebiger   Verstärker angeschlossen   ist.

   Gemäss der Erfindung wird auf die Photozelle ausser den von dem Bild reflektierten das Licht einer Glimmlampe H (Punktlicht, Bogenlampe od.   dgl.),   die mit einer   Wechselfrequenz gespeist   ist, dauernd unabhängig von den durch die Bildpunkte reflektierten Lichtstrahlen geworfen.   Hiedurch   wird, da sich in der Photozelle sowohl die Wirkung des von dem Bildpunkt abgehenden Lichtes und des von der Glimmlampe erzeugten addieren, dem Gitter der ersten Röhre eine von der Zusatzbeliehtung abhängige   Weehselspannun (r   zugeführt und gleichzeitig an das Gitter eine mit den Bildpunktintensitäten schwankende Vorspannung angelegt.

   Gibt man nun der Röhre mittels der Batterie   Bi   eine so grosse negative Vorspannung, dass auf dem untersten Bereich der Kennlinie gearbeitet wird, so wird bei Belichtung der Photozelle durch Licht, welches von hellen Bildpunkten reflektiert wird, der Arbeitspunkt auf der Kennlinie der Röhre in ein Gebiet grösserer negativer Vorspannung verschoben, in dem kein Anodenstrom mehr fliesst. Zweckmässig verwendet man eine Röhre, deren Kennlinie am Anfang stark ansteigt, damit die   Verstärkung   

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   genügendgross ist.

   Bei dunklen Bildpunkten fliesst also ein Anodengleichstrom, der von einem Wechselstrom   überlagert ist, und bei hellen Bildpunkten ist der   Anodentrom unterdrückt.   Der bei dunklen Bildpunkte auftretende Anodenweehselstrom lässt sieh leicht durch für Wechselstrom geeignete   Verstärker   weiter verstärken. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verstärkung von durch Photozellen   ausgelosten Strömen, dadurch gekenn-   zeichnet, dass die Photozelle dauernd durch eine zusätzliche Lichtquelle, deren Leuchtkraft durch einen ihr   zugeführten Wechselstrom schwankt, vorbelichtet wird.  

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Vorbelichtungsquelle eine Glimmlampe Verwendung findet. EMI2.1
AT122247D 1929-02-11 1930-01-14 Einrichtung zur Verstärkung von durch Photozellen ausgelösten Strömen. AT122247B (de)

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