AT122627B - Vorrichtung zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen. - Google Patents

Vorrichtung zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen.

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AT122627B
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Cp Goerz Optische Anstalt Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Vorrichtung zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung   von ankommenden   Schallsti-ahlen.   



   Bekanntlich werden Schallstrahlen, die parallel zur Achse eines   rotationsparaboloidischen   Schallreflektors ankommen, genau in dessen Brennpunkt reflektiert. Schliesst jedoch die Richtung der ankommenden   Schallstrahlen   mit der Paraboloidachse einen Winkel ein, so gehen alle reflektierten Schallstrahlen seitlich am Brennpunkt vorbei und sind Erzeugende der bekannten "kaustischen" oder Brennfläche, bei der in jenem Flächenelement die grösste Schallstrahlendichte auftritt, das auf dem im Paraboloidscheitel reflektierten Schallstrahl liegt und dabei den kürzesten Brennpunktabstand aufweist. 



   Diese Eigenschaft der an einem hohlen Rotationsparaboloid reflektierten   Schallstrahlen   wird gemäss der Erfindung als Grundlage für die Konstruktion eines Schallimpulsaufnehmers benutzt, bei welchem in bekannter Weise eine Anzahl regelmässig um eine im Wesen lotrechte Achse verteilter Rotationsparaboloide als Schallempfangsreflektoren vorgesehen werden. Nach der Erfindung sind in den Brennpunkten der Sehallempfangsreflektoren und seitlich von diesen in möglichst gleichen Abständen Schallimpulsanzeiger angeordnet, von denen jedem einzelnen eine gewisse Richtung zugeordnet ist. Schallstrahlen, welche aus dieser Richtung ankommen, bringen auf die ihnen zugeordneten Schallimpulsanzeiger grössere Wirkungen hervor wie auf alle andern SehaIIimpulsanzeiger.

   Werden als solche Mikrophone oder Telephone verwendet, so werden diese erfindungsgemäss zunächst alle parallel zueinander geschaltet, um durch einen mit ihnen verbundenen Stromimpulsanzeiger (Oszillographen oder Kopfhörer) jeden aus irgendeiner noch unbekannten Richtung ankommenden Sehallimpuls anzuzeigen, worauf, um die angenäherte Richtung der   Schallstrahlen   zu bestimmen, alle   Schallimpulsanzeiger   der Reihe nach einzeln an den Stromimpulsanzeiger geschaltet werden und durch Ermittlung der grössten Stromimpulse, die dem betreffenden Mikrophon oder Telephon zugeordnete Richtung angezeigt wird. 



   Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in drei beispielsweisen Ausführungsformen schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig.   l   eine Vorrichtung mit einer Gruppe kantig aneinanderstossender Rotationsparaboloidsektoren mit senkrecht zu deren Achsen angeordneten Mikrophonmembranen, Fig. 2 desgleichen im Grundriss, Fig. 3 eine Vorrichtung mit einer Gruppe kantig aneinanderstossender Halbparaboloidsektoren mit horizontal oder annähernd horizontal liegenden Telephonmembranen, Fig. 4 desgleichen im Grundriss, Fig. 5 eine Vorrichtung mit zwei übereinander angeordneten Gruppen von Rotationsparaboloidkalotten mit verstellbaren Achsenneigungen, Fig. 6 desgleichen im Grundriss. 



   Bei der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 sitzt auf einer Säule 1 verdrehbar ein aus acht dünnwandigen Rotationsparaboloidsektoren bestehendes Fläehengebilde, das mit einer an der Säule befestigten Scheibe la mittels der Klemmschraube lb festgehalten werden kann. In jedem der acht Brennpunkte F ist ein Mikrophon gelagert und in den Zentriwinkeln zwischen je zwei benachbarten Brennpunkten sind in gleichen Abständen weitere vier Mikrophone M angeordnet, so dass die Genauigkeit der   SchaIMchtungs-   anzeige bei den vierzig am vollen Umfang gleichmässig verteilten Mikrophonen 360 : 40 =   90 beträgt.   



  Sämtliche Mikrophone sind in einem gemeinsamen Tragring. 3 gelagert, der selbst mittels der Stützen 4 und der Spanndrähte 5 mit den   Hohlflächenschalen   verbunden ist. Am Rande der Scheibe la ist eine Horizontalkreisteilung vorgesehen, um die Paraboloidachsen gegen eine gewählte Bezugsrichtung orientieren zu können. 

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   Gemäss der   Ausführungsform   nach Fig. 3 und 4 sitzt auf der Säule 1 verdrehbar und festklemmbar ein aus acht Halbparaboloidsektoren bestehendes   Flächengebilde,   dessen Parabelachsen entweder horizontal (linke Hälfte) oder schwach nach aussen unter   dem'Winkel'X   ansteigend (rechte Hälfte) angeordnet sind. Hier sind zum Unterschied von der   Ausführungsform   nach Fig. 1 die   Membranen der Schall-   impulsanzeiger so verlegt, dass die letzteren in einer Horizontalebene oder auf eine   Kegelfläehe   mit der   Kantenneigung &alpha;zu liegen kommen,   so dass sie von den von oben kommenden reflektierten   Schallstrahlen   voll getroffen werden können.

   Auch hier sind sowohl in den Brennpunkten F als auch seitlich von ihnen die Schallimpulsanzeiger   ll   angeordnet, von denen jeder einer bestimmten Seitenrichtung zugeordnet 
 EMI2.1 
 kommenden Schallstrahlen erzielen, so sind konzentrisch zu den im Kreise angeordneten Schallimpulsanzeigern in F und M noch weitere Schallimpulsanzeigergruppen M'vorgesehen (rechte Hälfte der Fig. 3,   4).   Bei der Ausführungsform nach Fig. 1, 2 kann zwecks Bestimmung des   Höhenwinkels   der einfallenden Schallstrahlen (unter den Mikrophone in der horizontalen Parabelaehsenebene) ein weiterer   1\'likrophonkranz   3'vorgesehen sein. 



   Gemäss Fig. 5 und 6 sind auf der vertikalen Säule 1 zwei Hülsen 6 aufgeschoben, die radial angegossene Arme 7 aufweisen, an denen die   rotationsparaboloidkalottenförmigen   Schallreflektoren 8 angelenkt sind. Diese sind gleichzeitig durch angelenkte Spannstangen 9 mit den Hülsen 6 verbunden. Durch Längenveränderung der Stangen 9 mittels eines gewöhnlichen Spannschlosses kann die Achsenneigung der Schallreflektoren beliebig geändert werden. In den aehsensenkreehten Brennpunktebenen sind   scheibenförmige     Mikrophontragplatten JO   vorgesehen, welche je fünf Mikrophone tragen, u. zw. eines in den Brennpunkten, je zwei in den horizontalen und zwei in den vertikalen Brennpunktebenen. Auch hier ist natürlich jedem Mikrophon eine Schallstrahlenrichtung zugeordnet. 



   Die Verbindung der Mikro- oder Telephone mit dem Stromimpulsanzeiger ist nun derartig, dass zunächst alle Mikro-oder Telephone einer Seitenriehtung parallelgeschaltet sind, um mittels des Stromimpulsanzeigers das Eintreffen von Schallimpulsen aus jeder unbekannten Seitenrichtung festzustellen, worauf die Mikro-oder Telephone dieser Seitenriehtung jedes einzeln der Reihe nach an den Stromimpulsanzeiger geschaltet werden, um aus der Maximalwirkung der auf ein Mikro-oder Telephon auftreffenden Sehallstrahlen die diesem zugeordnete Schallrichtung zu ermitteln.

   Anstatt der Rotationsparaboloide könnten auch   Kugelflächen   verwendet werden, insbesondere bei kleineren Öffnungswinkeln (d. i.   Verhältnis   des Durchmessers zur Brennweite), ohne dass durch diese   Vereinfachung   die Reflexionswirkung beeinträchtigt werden könnte. Oder man könnte die   Reflexionsfläche   durch   Veränderung   ihrer   Krümmungen   derartig korrigieren, dass die Empfindlichkeit der den Brennpunkten benachbarten Schall-   impulsanzeiger   verbessert wird auf Kosten der Empfindlichkeit der Brennpunktschallanzeiger, d.   h.   dass eine grössere Zahl von   Schallstrahlen   auf die den Brennpunkten benachbarten Schallimpulsanzeiger fällt. 



     Naturgemäss   können diese Einrichtungen auch unter Wasser verwendet werden zur Bestimmung der angenäherten Richtung von Unterwasserschallsignalen. 



   Werden die in den Brennpunkten und seitlich von diesen angeordneten Telephone mit von aussen kommenden Stromimpulsen beeinflusst, so können diese als Schallimpulse durch die   vorhandenen   Schallreflektoren je nach der Lage der beeinflussten Telephone entweder nach   bestimmten, gewünschten   Richtungen hin oder nach allen Richtungen mit annähernd gleicher Intensität reflektiert werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur   annäherungsweisen   Bestimmung der Richtung von   ankommenden   Schallstrahlen, bei der als   Sehallreflektoren   um eine Achse   regelmässig verteilte Rotationshohlflächen angeordnet   sind, dadurch gekennzeichnet, dass in deren Brennpunkten und seitlich von diesen   in möglichst gleichen   Abständen sieh SchalIimpulsanzeiger (Mikrophone oder Telephone) befinden, von denen jedem einzelnen eine bestimmte Richtung zugeordnet ist, aus welcher die ankommenden   SchalBtrahlell   den Maximaleffekt auslösen und durch Ermittlung dieses letzteren die diesem Schallimpulsanzeiger zugeordnete Richtung ermittelt werden kann, indem die Schallimpulsanzeiger (Mikrophone oder   Telephone)

   zunächst   parallelgeschaltet werden und hierauf zwecks Ermittlung des von den meisten   Schallstrahlen   getroffenen   Schauimpulsanzeigers   aufeinanderfolgend jeder   Sehallimpulsanzeiger   einzeln an den   Stromimpulsanzeiger   (Oszillographen,   Kopfhörer)   angeschlossen wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallempfangsreflektoren als Rotationshohlflächensektoren kantig aneinanderstossen, so'dass sie um eine Achse sternförmig angeordnet erscheinen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Schallempfangsreflektoren durch verstellbare Trag- oder Stützorgane (Spannstangen u. dgl.) beliebig geändert werden kann.
AT122627D 1928-08-10 1929-07-29 Vorrichtung zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen. AT122627B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2489967A1 (fr) * 1980-09-10 1982-03-12 Plessey Overseas Recepteur muni de plusieurs transducteurs pour sonar

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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