CH143860A - Verfahren zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.

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CH143860A
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C P Goerz Optische Ansta Ustav
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C P Goerz Optische Anstalt Akt
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  Verfahren zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden  Schallstrahlen und Vorrichtung zur Ausübung dieses     Verfahrens.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  annäherungsweisen Bestimmung der Rich  tung von     ankommenden    Schallstrahlen und  eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Ver  fahrens.  



  Das Verfahren     zeichnet    sich erfindungs  gemäss dadurch aus, dass man zwecks An  zeigens eines aus     unbekannter    Richtung an  kommenden Schallimpulses mehrere Schall  impulsanzeiger zunächst parallel schaltet und  mit einem     Stromimpulsanzeiger    verbindet,  worauf man zwecks Ermittlung des von den  meisten Schallstrahlen getroffenen Schall  impulsanzeigers aufeinanderfolgend jeden       Schallimpulsanzeiger    einzeln an den Strom  impulsanzeiger anschliesst.  



  Schallstrahlen, die parallel zur Achse  eines     rotationsparaboloidischen    Schallreflek  tors ankommen, werden, wie bekannt, genau  in dessen Brennpunkt reflektiert. Schliesst    jedoch die Richtung der ankommenden  Schallstrahlen mit der     Paraboloidachse    einen  Winkel ein, so gehen, wie bekannt, alle re  flektierten Schallstrahlen seitlich am Brenn  punkt vorbei und bilden als Erzeugende die  bekannte     "kaustische"    Fläche oder     Brenn-          fläche,    bei der in jenem Flächenelement die  ser Fläche die grösste     Sohallstrahlendiehte     auftritt,

   das auf dem im     Paraboloidscheitel     reflektierten Schallstrahl liegt und dabei den  kürzesten     Brennpunktabstand    aufweist.  



  Bei der     Vorrichtung    zur Ausübung des  Verfahrens sind als Schallreflektoren um  eine vertikale Achse regelmässig verteilte       Rotationsparaboloidschalen    angeordnet. Sie  zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus,  dass in deren Brennpunkten und seitlich von  diesen sich     Schallimpulsanzeiger    befinden,  von denen jedem einzelnen eine bestimmte       Richtung    zugeordnet ist, aus     welcher    die      ankommenden Schallstrahlen in demselben  den Maximaleffekt auslösen, so dass durch  Ermittlung dieses letzteren die Richtung der  ankommenden Schallstrahlen ermittelt wer  den kann.  



  Als     Schallimpulsanzeiger        werden    am be  sten Mikrophone oder Telephone     verwendet.     Der     Stromimpulsanzeiger    kann zum Beispiel  ein Oszillograph oder     ein    Kopfhörer sein.  



  In der     Zeichnung    sind vier beispielsweise       Ausführungsformen    der Vorrichtung gemäss  Patentanspruch     II    schematisch dargestellt,  und zwar zeigt     Fig.    1 die erste Ausführungs  form mit einer Gruppe     kantig    aneinander  stossender     Rotationsparaboloidschalen    mit  senkrecht--zu deren Achsen angeordneten Mi  krophonmembranen,     Fig.    2 diese Ausfüh  rungsform im Grundriss,

       Fig.    3 links die  zweite Ausführungsform mit einer Gruppe       kantig        aneinanderstossender        R.otationspara-          boloidschalen    mit horizontal liegenden     Tele-          phonmembranen,    rechts die dritte Ausfüh  rungsform,     Fig.    4 diese Ausführungsform  im Grundriss,     Fig.    5 die vierte Ausführungs  form mit zwei übereinander angeordneten  Gruppen von     Rotationsparaboloidschalen    mit  verstellbaren Achsen, und     Fig.    6 diese Aus  führungsform im Grundriss.  



  Bei der Vorrichtung nach     Fig.    1 und 2  sitzt auf einer vertikalen Achse 1 verdreh  bar ein aus acht dünnwandigen     Rotations-          paraboloidschalen    bestehender Körper, der  mit einer an der Achse befestigten Scheibe  ja mittelst der Klemmschraube     1b    festgehal  ten werden     kann.    Die     Rotationsparaboloid-          schalen    sind, wie ersichtlich, regelmässig um  die Achse angeordnet.

   In jedem der acht  Brennpunkte F ist ein Mikrophon gelagert  und seitlich     zwischen    je zwei benachbarten  Brennpunkten sind in gleichen Abständen       voneinander    weitere vier Mikrophone M an  geordnet, so dass die Genauigkeit der Schall  richtungsanzeige bei den vierzig auf dem vol  len     Umfang    gleichmässig verteilten Mikro  phonen     360'/40=9'    beträgt. Sämtliche Mi  krophone, die als     Schallimpulsanzeiger    die  nen, sind in einem gemeinsamen Tragring  3 gelagert, der selbst     mittelst    der Stützen 4    und der Spanndrähte 5 mit den Hohlflächen  schalen verbunden ist.

   Am Rande der  Scheibe la ist eine     Horizontalkreisteilung     vorgesehen, um die     Paraboloidachsen    gegen  eine gewählte Bezugsrichtung orientieren zu  können. .  



  Zwecks Bestimmung des Höhenwinkels  der ankommenden Schallstrahlen ist ein wei  terer Mikrophonkranz 3' vorgesehen.  



  Die Kanten der kantig     aneinanderstossen-          den        Parabolodschalen    liegen,     wie    ersichtlich,  in     Radialebenen.     



  Gemäss der zwei Ausführungsformen  nach     Fig.    3 und 4 sitzt auf der vertikalen  Achse 1     verdrehbar    und     festklemmbar    ein  aus acht     Rotationsparaboloidschalen    beste  hender Körper, dessen     Parabelachsen    bei der  einen Ausführungsform (linke Hälfte) hori  zontal und bei der     andern    Ausführungsform  schwach nach aussen unter einem spitzen  Winkel ansteigend (rechte Hälfte) angeord  net sind. .

   Hier sind zum Unterschied von  der Ausführungsform nach     Fig.    1 bei der  links dargestellten     Ausführungsform    die  Membranen der     Schallimpulsanzeiger    so ver  legt, dass die letzteren in einer Horizontal  ebene liegen, während sie bei der rechts dar  gestellten Ausführungsform auf eine Kegel  fläche zu liegen kommen. Auch bei diesen  zwei     Ausführungsformen    sind sowohl in den  Brennpunkten F als auch seitlich von ihnen  die     Schallimpulsanzeiger    M angeordnet, von  denen jeder einer bestimmten Seitenrichtung  zugeordnet ist.

   Die rechts dargestellte Aus  führungsform gestattet noch die Richtungs  bestimmung in bezug auf den Höhenwinkel  der ankommenden Schallstrahlen, weil sie  konzentrisch zu den im Kreise angeordneten       Sehallimpulsanzeigern        :V1    noch weitere       Schallimpulsanzeigergruppen        N'        aufweist     (rechte Hälfte der     Fig.    3, 4). Auch bei die  sen beiden     Ausführungsformen    sind die  Schalen regelmässig um die Achse angeord  net.  



  Bei der in der     Fig.    5 und 6 dargestell  ten vierten Ausführungsform sind auf der  vertikalen Achse 1 zwei Hülsen 6 aufge  schoben, die radial angegossene Arme 7 auf-      weisen, an denen die aus     Rota.tionsparäboloid-          schalen    bestehenden Schallreflektoren 8 an  gelenkt sind. Diese sind gleichzeitig durch       angelenkte    Spannstangen 9 mit den Hülsen  6 verbunden. Durch Längenveränderung der  Stangen 9     mittelst    eines gewöhnlichen     Spann-          Schlosses    kann die Achsenneigung der Schall  reflektoren durch die erwähnten verstellbaren  Stützorgane geändert werden.

   In den     achsen-          senkrechten        Brennpunktebenen    sind scheiben  förmige     Mikrophontragplatten    10 vorgese  hen, welche je fünf Mikrophone tragen, und  zwar eines in den Brennpunkten, je zwei in  den horizontalen und zwei in den vertikalen       Brennpunktebenen.    Auch hier ist natürlich  jedem Mikrophon eine     Schallstrahlenrichtung     zugeordnet. Jede der dargestellten Vorrich  tungen weist einen nicht dargestellten Strom  impulsanzeiger auf.  



  Um die Richtung ankommender Schall  strahlen zu bestimmen, werden zunächst alle       Schallimpulsanzeiger    parallel geschaltet und  mit dem     Stromimpulsanzeiger    verbunden,  welche zugehörige Leitungen nicht darge  stellt sind. Das Eintreffen von Schallim  pulsen aus jeder unbekannten Seitenrichtung  kann dadurch festgestellt werden, worauf  man     nacheinanderfolgend    jeden     Schallimpuls-          a.nzeiger    einzeln an den     Stromimpulsanzeiger     anschliesst, um aus der     Maximalwirkung    der  auf einen     Schallimpulsanzeiger    auftreffenden  Schallstrahlen die diesem zugeordnete Schall  richtung zu ermitteln.  



  _ Naturgemäss können die dargestellten  Vorrichtungen auch unter Wasser verwendet  werden zur Bestimmung der angenäherten  Richtung von     Unterwasserschallstrahlen.     



  Werden die in den Brennpunkten und       seitlich    von diesen angeordneten     Schallim-          pulsanzeiger    mit von aussen kommenden  Stromimpulsen beeinflusst, so können diese  als Schallimpulse durch die vorhandenen  Schallreflektoren je nach der Lage der beein  flussten     Schallimpulsanzeiger    entweder nach  bestimmten gewünschten Richtungen hin  oder nach allen Richtungen mit annähernd  gleicher Intensität reflektiert werden.    Das Verfahren könnte auch -ausgeübt wer  den mit einer Vorrichtung, die aus Kugel  schalen- bestehende Schallreflektoren auf  weist, wobei durch diese Vereinfachung die  Reflexionswirkung nicht wesentlich beein  trächtigt werden würde.

   Auch könnte eine  Vorrichtung zur Durchführung des Verfah  rens dienen, bei der die Reflexionsflächen  der Schallreflektoren durch Veränderung  ihrer Krümmungen derartig korrigiert sind,  dass die Empfindlichkeit der seitlichen Schall  impulsanzeiger verbessert wird auf Kosten  der Empfindlichkeit der mittleren Schallan  zeiger, das heisst dass eine grössere Zahl von  Schallstrahlen auf die seitlichen     Sehallim-          pulsanzeiger    fällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur annäherungsweisen Be stimmung der Richtung von ankommen den Schallstrahlen, dadurch gekennzeich net, dass man zwecks Anzeigens eines aus unbekannter Richtung ankcmmen@lcn Schallimpulses mehrere Schallimpulsan- zeiger zunächst parallel schaltet und mit einem Stromimpulsanzeiger verbindet, worauf man zwecks Ermittlung des von den meisten Schallstrahlen getroffenen Schallimpulsanzeigers aufeinanderfol gend jeden Schallimpulsanzeiger einzeln an den Stromimpulsanzeiger anschliesst.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, bei der als Schallreflektoren um eine vertikale Achse regelmässig verteilte Rotations- paraboloidschalen angeordnet sind, da durch gekennzeichnet, dass in deren Brennpunkten und seitlich von diesen sich Schallimpulsanzeiger befinden, von denen jedem einzelnen eine bestimmte Richtung zugeordnet ist, aus welcher die ankommenden Schallstrahlen in demsel ben den Maximaleffekt auslösen, so dass durch Ermittlung dieses letzteren die Richtung der ankommenden Schallstrah len ermittelt werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallreflektoren seitlich kantig aneinan- derstossen, und dass die Kanten in Ra dialebenen liegen. ?. Vorrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Änderung der Lage der Schallreflektoren verstellbare Stützorgane vorgesehen sind.
CH143860D 1928-08-10 1929-08-05 Verfahren zur annäherungsweisen Bestimmung der Richtung von ankommenden Schallstrahlen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. CH143860A (de)

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