AT122714B - Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Gleitens bei Motorfahrzeugen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Gleitens bei Motorfahrzeugen.

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AT122714B
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Fritz Dr Fuchs
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Description


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 Schiene gestreut ; bei Motorfahrzeugen, die nicht auf Schienen laufen,   Automobilen,   ist diese Methode praktisch nicht anwendbar, auch bei   Vollbahnbetrieb mit unversenkten Schienen   versagt sie. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung, die es in technisch einfacher und wirtschaftlicher Weise ermöglicht, das Gleiten und   Schleudern   von Motorfahrzeugen bei schlüpfriger Bahn zu verhindern, derart die Gefahren beim   Knrvennplnnen zn vpr-   meiden, den Bremsweg bei glatter Strassenfläche zu verkürzen und auch das Anfahren bei Bergfahrten zu erleichtern. 



   Das Verfahren besteht im Wesen darin, dass auf dem Radreifen selbst eine an der Reifenfläche hinreichend anhaftende, dabei reibungsfördernde Masse aufgebracht wird. Zweckmässig erfolgt dies auf derartige Weise und an solcher Stelle des   Radreifenumfanges, dass   das durch die Zentrifugalkraft versuchte Abschleudern der Masse möglichst vermindert wird. 



   Man kann zu diesem Zwecke z. B. ein Gemisch von Sand mit einer flüssig bleibenden Leimlosung verwenden, es kann auch jede andere hinreichend haftende Substanz, z. B. Siruplösung, Pflanzengummi, auch Harzlösungen, angewandt werden ; man kann auch statt eines Gemisches den Sand und die klebende Substanz getrennt auf den Radreifen aufbringen. Wenn die verwendete klebende Substanz am Reifen und der   Strassenfläche   genügend anhaftet, so kann man auch den reibunggebenden Stoff, z. B. Sand, weglassen. In vielen Fällen wird dies jedoch nicht zweckmässig sein. 



   Die Vorrichtung zur Durchführung besteht aus einem Behälter, der die Masse enthält, mit einer   Austrittöffnung,   die entsprechend verschliessbar ist. Die Masse im Behälter kann hiebei 
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 vom Führerstand aus und kann vermittels Luft (Gas) druckleitung oder vermittels elektrischer   Kraftübertragung   oder durch eine bekannte mechanische Anordnung erfolgen. Die Behälter können direkt an einer Stelle am Umfang des Radreifens angeordnet sein ; es kann aber auch ein   grösserer Behälter   an einer andern Stelle des Wagens angebracht werden, von dem aus die Masse durch entsprechende Rohrleitungen zu den Reifen geleitet wird.

   Der Austritt der Masse aus der Öffnung des Behälters wird zweckmässig so geleitet, dass die Masse von dem rollenden Reifen mitgenommen wird bzw. dass kein Abschleudern der   aufgepressten   Masse durch die Zentrifugalkraft des Rades erfolgt. 



   In der Zeichnung sind drei   Ausfülrungsheispiele   des   Erfindungsgegenslalldes   schematisch dargestellt. 



   Die in Fig. 1 veranschaulichte Vorrichtung zum Auftragen eines das Gleiten eines Fahrzeuges verhindernden Mittels besteht aus einem im Boden mit einem Ventilsitz versehenen, 
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 Stellschraube derart durchsetzt, dass ihre Bewegungsfreiheit in keiner Weise behindert wird. 



  Die Stellschraube besteht aus einem mit Gewinde versehenen, mit dem Deckelhals   1" ver-   schraubten Halsteil 5". einem an diesem befestigten   Betätigungsknopf   ab und einer am unteren Ende des Halsteiles   5" frei   drehbar angeschlossenen Druckscheibe 5,.. Auf der im Behälter eingefüllten   Gleitschutzmasse ss   ruht ein Kolben 7, der unter der Einwirkung einer unter dem   Einfluss   der Druckscheibe 5" stehenden Druckfeder 8 steht. Die Ventilstange 4 durchsetzt den Kolben 7 und sichert diesen in seiner zentralen Lage.

   Soll die Gleitschutzmasse   6'beispiels-   weise auf den Reifen 9 eines Kraftfahrzeuges aufgebracht werden, so wird das Ventil. ? vom Führersitz aus auf mechanische, pneumatische, elektrische, hydraulische oder andere geeignete Weise angehoben, wodurch die ständig unter dem Druck des federbelasteten Kolbens 7 stellende   Gleitschutzmasse   durch den Ventilsitz hindurch auf den Radreifen 9 aufgebracht wird. Die Spannung der Druckfeder 8 ist mittels der Stellschraube 5",   5",     5" regelbar.   



   Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung besteht aus dem Behälter   2.   einem den Ventilsitz abschliessenden, unter der Einwirkung einer   Schliessfeder-   10 oder einer andern geeigneten 
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 Rohrstutzen 11 versehenen am Behälter 2 verschraubten Deckel 1.

   Soll die Gleitschutzmasse   ss   aus dem Behälter auf den Reifen 9 aufgebracht werden, so wird durch das Rohr   ! j ! Druck-     luft so lange in den Behälter befördert, bis das Ventil 3a entgegen der Wirkung seiner Schliessfeder 10 geöffnet wird und genügend Masse auf den Radreifen aufgebracht wurde.   Bei dem in Fig. 3 veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist der waagrecht angeordnete
Behälter 2 mit einem Mundstück 2a ausgestattet, durch den die unter dem Einfluss des
Kolbens 7 stehende Gleilschutzmasse 6 austreten kann, wenn dieser mittels durch den Rohr- stutzen 11 eintretenden Druckluft oder auf andere geeignete Weise vorgetrieben wird.

   Das
Mundstück,   2a   des Behälters 2 ist derart angeordnet, dass die aus diesem austretende reibung- fördernde Masse an einer solchen Stelle des Radumfanges aufgebracht wird. dass das durch 
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   PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Verhinderung des Gleitens bei Motorfahrzeugen. dadurch gekennzeichnet. dass auf die Reifenfläche des Radreifens, z. B. Gummireifens, ein an diesem hinreichend haftender und reibungsfördernder Stoff, z. B. ein Gemisch einer   Klebstofl1ösung mit Sand.   aufgebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ein Stoffgemisch, bestehend aus einem festen Körper in kleinem Gefüge, z. B. feinem Sand, und eine viskosen Flüssigkeit, z. B.
    Leimlösung, Gummilösung, Sirup, Harzlösung, Ölemulsionen.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Aufnahme der Masse bestimmter Behälter an einer beliebigen Stelle des Reifenumfanges derart angeordnet ist, dass die Masse durch eine verschliessbare Öffnung des Behälters auf den Reifen geleitet werden kann.
    4. Ausführungsform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im Behälter befindliche Masse unter ständigem erhöhten Druck, z. B. Federdruck. Luftdruck. stellt, so dass sie beim Öffnen eines Ventils u. dgl. selbsttätig austritt.
    5. Ausführungsform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse im Behälter im Ruhezustand nicht unter Druck steht und das Austreten der Masse und damit die Betätigung der Vorrichtung durch einen erhöhten Druck auf die Masse, z. B. Luftdruck, herbeigeführt wird.
    6. Abänderung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 3.4 oder 5, dadurch gekenn-'" zeichnet, dass zur Aufnahme der viskosen Substanz und der reibungsfördemden Substanz getrennte Behälter verwendet werden.
    7. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekenn- zeichnet, dass statt der über dem Radreifen befindlichen Behälter ein oder mehrere an anderer Stelle befindliche Behälter verwendet werden, von welchen die Masse durch Rohrleitungen zum Radreifen gedrückt wird. EMI2.3 andere geeignete Weise, erfolgt.
    9. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die reibungsfördernde Masse an einer solchen Stelle des Radreifenumfanges aufgebrächt wird. dass das durch die Zentrifugalkraft verursachte Abschleudern möglichst vermindert wird.
AT122714D 1929-01-14 1929-01-14 Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Gleitens bei Motorfahrzeugen. AT122714B (de)

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