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Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, die Zugsfahrten über vollkommen gesicherte
Fahrstrassen bei handgestellten Weichen gewährleistet. Das Wesen der Erfindung besteht in der Ein- wirkung des Blockungszwanges auf handgestellteweichen, von deren richtiger Stellung und Sperrung die Freistellung des Mastsignals zwangläufig abhängig ist.
Als Grundlage hiefür dienen vorteilhaft die Geleisesperrschalter nach der Erfindung, die im Zu- sammenhang von Blocksätzen, mechanischen und elektrischen Sperren, jede gestellte Fahrstrasse sichern und feindliche Fahrten unmöglich machen.
Eine beispielsweise Ausführungsart der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 den Geleisclageplan der zu sichernden Geleiseanlage und Fig. 2 das Schaltungssehema mit den Schlüsselabhängigkeiten, dessen linke Seite den Stellblock mit den für eine Fahrtrichtung nötigen Bloeksätzen, die rechte Seite die Geleisesperrsehalter für eine ganze Anlage und die Blocksätze gleich dem
Stellblock veranschaulicht. Der Erfindung gemäss sind für diesen Zweck die Gdeisesperrschalter 1 mit zwei Kontaktpaaren 2 und 3 ausgestattet, von denen in der Grund-sowie Arbeitsstellung immer ein
Paar geöffnet und ein Paar geschlossen ist.
Die unteren Sehliesspunkte der oberen und unteren Kontakt- paare gleicher Fahrstrassen bilden je einen gemeinsamen Leiter, d. h. sie sind parallel geschaltet und führen gegenseitig über die allgemeine Rüekleitung.
Unter Annahme, dass die Hauptfahrtrichtungen mit A-B und B-A bezeichnet werden (Fig. l), ergibt sich beispielsweise beim Betätigen des Schalters I, dass Kontakt 2 geschlossen und Kontakt 3 geöffnet wird. Strom fliesst daher über 2, geschlossenen Kontakt 17 zur allgemeinen Rüekleitung. Würde nun bei einer eingestellten Fahrt ,,von A in Geleise I" eine solche ,,von # in Geleise III" oder ,,nach B aus Geleise 111" gegeben werden wollen (feindlicheFahrten), so entsteht infolge des Öffnens der unteren Kontakt- paare eine Unterbrechung aller Stromkreise dieser Fahrstrassen, so dass das Freistellen des Mastsignals, wie nachstehend beschrieben, unmöglich ist.
Die Wirkungsweise ist nun folgende : Für eine zu erfolgende
Zugsfahrt von A in geleise I wird Schalter 1 umgelegt (Sperrstellung), wodurch das Kontaktpaar 2 geschlossen, das Kontaktpaar 3 geöffnet wird. Schlüssel4 des Geleisesperrschalters wird nun im Steck- schloss 5 des Fahrstrassenverschlusses 6 unter Bloekversehluss gebracht (Stromlauf : 7, 8, 9,6, 10, 11, 7,
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Der angezeigten Fahrstrasse gemäss sperrt der Stellblockwärter Wechsele für die Fahrt in Geleise 7 und sperrt den Wechselsehlüssel in Schloss 21, wodurch einerseits Kontakthebel 19 auf Kontakt 22 geschaltet, anderseits der allgemeine Kontrollsehliissel 23 für sämtliche Fahrten von A freigegeben und im Steckschloss 24 mittels des Fahrstrassenversehlusses 25 unter Blockverschluss gebracht wird. Strom-
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und 13 geöffnet und 14 geschlossen. Die Stromsendung von 26 dauert an : 26, 40, 31, 41, 6, 42, 14, 43, 44, 25, 45, 22, 19, 18, 2, 17, 15, 11, 26. Durch die Entblockung von 25 werden Kontakte 30 und 31 unterbrochen, 32 geschlossen.
Die Stromsendung von 26 dauert an : 26, 40, 32, 46, 33, 36, 77, 26.
Durch diese Blockung werden die Fahrstrssenverschlüsse 6, 25 und Signalblock 36 entblockt, wodurch die Schlüssel der Steekschlösser 5 und 24 zur Entriegelung der Sperren 4 und 20 zur Verfügung stehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eisenbahnsicherungsanlage mit elektrischem Fahrstrassenzwang bei handgestellten Weichen, dadurch gekennzeichnet, dass der Befehlsbloek mit dem Stellbock so geschaltet ist, dass die Freistellung des Mastsignals nur dann möglich ist, wenn vorher der am Befehlsbloek durch Umlegen des Schalters (1) und Schliessen eines Kontaktes (2) vorbereitete Stromkreis am Stellbloek unter Benutzung des der angezeigten Fahrstrasse entsprechenden Weichenschlüssels (20) und Schlosses (21), durch dessen Sperrung mittels dieses Weichensehlüssels der Kontakthebel (19) auf den Kontakt (22) gelegt wird, zwangläufig geschlossen worden ist.