AT123309B - Vorrichtung zur Überwachung des Vakuums in Quecksilberdampf-Großgleichrichtern. - Google Patents

Vorrichtung zur Überwachung des Vakuums in Quecksilberdampf-Großgleichrichtern.

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AT123309B
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Siemens Ag
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Description


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 wachenden Vakuum erzeugte Glimmentladung durch eine je nach dem gewünschten Vakuum regelbare, verhältnismässig hohe Hilfsspannung gespeist und ihr Entladungsstrom zur Anzeige von Änderungen des Vakuums benutzt. Mit einer solchen Vorrichtung kann ausserdem nach der Erfindung eine Vorriehtung 
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 entladung anspricht. 



   Ausführungsbeispiele einer solchen Einrichtung'sind auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 im Schnitt die Vorrichtung selbst sowie das   zugehörige Sehaltungsschema,   Fig. 2 ein Kurven- 
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 Vorrichtung. 



   Die Erfindung eignet sich allgemein für die Überwachung des Vakuums in luftleeren Behältern, ist aber in erster Linie für Quecksilberdampf-Grossgleichrichter bestimmt. Ein solcher Gleichrichter 4 ist in Fig. 1 zum Teil im Schnitt dargestellt. Er wird wie üblich von der   Sekundärwicklung   eines Haupt- 
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 wird entweder dauernd oder absatzweise durch eine Pumpeinrichtung entlüftet, die bei 11 angeschlossen ist und in der Regel einen Druck von wenigen Mikron Quecksilbersäule im Behälter   aufrechterhält.   



   Zur Überwachung des Vakuums im Gleichrichter dient die Glimmentladungsvorriehtung   13,   die mit dem   Hauptvakuum   durch ein Rohr 14 in Verbindung steht. Sie   enthält   eine obere Elektrode 15 und eine untere Elektrode 16. Jede dieser Elektroden besteht aus einer Grundplatte 17 bzw. 18 und einem daraus hervorspringenden flachen zentralen Knopf 19 bzw.   20. Die Vorsprünge 19,   20 der beiden Elektroden stehen einander gegenüber, u. zw. in einem Abstande von etwa 20-25 mm. Zur leichteren Herstellung ist die Bodenelektrode 16 zweiteilig, ihre Erhebung 20 ist nämlich als besondere Scheibe ausgebildet, die mit einem Zapfen 21 in das   Anschlussrohr   14 eingepasst ist. 



   Die beiden Elektroden   15   und 16 werden im richtigen Abstande voneinander durch einen Isolierring   23   gehalten (Glas oder Porzellan), der die Knöpfe 19 und 20 so dicht wie nur möglich umschliesst, 
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 durch   Gummischeiben 24 oder   andere   vakuumsichere   Dichtungen getrennt, die durch isolierte Bolzen 25 angepresst werden. Die Abdichtung ist sehr einfach herzustellen, da die Vorrichtung ständig bei Zimmertemperatur arbeitet. 



   An die Elektroden   15,   16 wird eine elektromotorische Kraft in der Grössenanordnung von 500 bis 5000 oder mehr Volt durch einen Aufwärtstransformator 28 angelegt, der mit Spannungsregelung 29 versehen sein kann, um den Druck einzustellen, bei dem die   Glimmentladungsvorrichtung   zu wirken beginnt. Bei dem gezeichneten Ausiihrungsbeispiel wird dieser Transformator 28 von der 110-VoltHilfsschiene der Gleichriehteranlage erregt. 



   Wenn eine   Glimmentladungsvorrichtung   unter hinsichtlich Spannung, Vakuum und Elektroden- 
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 der angelegten Spannung nicht genug Gasmoleküle, um die zur Einleitung der Glimmentlandung notwendige Ionisierung zu erzeugen ; ist anderseits der Gasdruck und damit die Anzahl der   Gasmoleküle   zu gross, so werden die Elektronen durch das   Zusammenstossen   mit Gasmolekülen aufgehalten, ehe diese 
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 ionisierung zu erzeugen. 



   In Fig. 2 ist eine Kurve 33 dargestellt, welche die Beziehung der Durchschlagsspannung zum Luft-   druck wiedergibt, u. zw.   in einer Entladungsstrecke, deren Elektroden etwa 25 mm Abstand voneinander 
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 zulegen hat. Dieselbe niedrigste Entladungsspannung ist also mit   verschiedenen   Elektroddenabständen erreichbar, aber in jedem Falle wird eine gegebene Überschlagungsspannung bei geringerem Luftdruck für einen   grösseren   Elektrodenabstand erreicht. 



   Aus dem vorstehend erwähnten Grunde sind erfindungsgemäss die Elektroden   JJ, M mit wirk-   samen Teilen 19 und 20 versehen, die so dicht wie möglich in den Isolierring 23 eingepasst sind, um zu verhüten, dass ein   Durchschlagen   der Entladungsstreeke vermöge der verschiedenen   Entladungabstände   durch Elektronen erfolgt, die versuchen, von den Seiten einer Elektrode nach den Seiten der   ändern     überzugehen.   
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 raum mit dem Rohr   14   verbindet, oder, allgemein gesagt, einen Weg, auf dem kein   elektrisches Feld   besteht und der so gestaltet ist, dass er alle Jonen und Elektronen sammelt, so dass keine Elektronen von der oberen Elektrode 19 zu Punkten übergehen können,

   die in   verschiedenen     Abständen lä@gs   der inneren Wandung des Rohres 14 liegen. 



   Um das Durchschlagen der Entladungsstrecken anzuzeigen, ist ein   Relais- ? vorgesehen,   das ein Stromrelais oder, wie in der Zeichnung angegeben, ein Wattrelais sein kann, das einen Kontakt 41 in   Abhängigkeit   von der   kleinen Energie schliesst,   die in der Glimmentladungsvorrichtung verzebrt wird, wenn ein   Entladungsstrom     hindurchgeht.   Das Relais liegt vorteilhaft in dein   Primärkreise   des Aufwärtstransformators 28 wegen der darin verfügbaren   stärkeren   Ströme, während die   sekundären   Entladungsströme nur in der Grössenordnung von wenigen Milliampere bei etwa 5000 Volt liegen.

   Das Relais   ?   
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 die Entladung etwas sehwankt, und weil es wünschenswert ist, zu verhüten, dass das Relais zu oft öffnet und schliesst, bevor es seinen   Beharrungszustand erreicht.   Der Relaiskontakt 41 wird, wenn er geschlossen ist, dazu benutzt, die   Öffnungsspule 10   des Hauptschalters 8 zu erregen, um den Gleichrichter   entsprechend   einem vorher bestimmten Ansteigen seines Gasdruckes   abzuschalten.   Beim   Schliessen   des Kontaktes J1 wird ausserdem ein Relais 42 erregt, das die   Schliessspule   9 des Hauptschalters 8 entregt und an die eine Leitung 43 angeschlossen ist, die zu der nicht dargestellten, an der Unterstation   vorgesehenen   Kontrolleinrichtung führt. 



   Im Betriebe kann der Gleichrichter durch das auf die   Glimmentladung   ansprechende Relais 40 abgestellt werden, wenn der Druck auf eine vorher bestimmte Höhe steigt, die z. B.   einer Quecksilber-   säulevon15-20Mikronentspricht. 
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 mittelbar oberhalb des Deekels des Gleichrichters anbringen, entweder zwischen zwei Anoden oder innerhalb des   Anodenkranzes.   



   Aus   Fig. 2ist   zu ersehen, dass die Glimmentladung beim Anlegen von etwa 5000 Volt an die Elektrode 
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 Linie 46 in Fig.   2   angedeutet ist, das   Wiedereinsei) alten verhindert, während   die   Glimmentladung   weiter dauert, jedoch bei Steigerung des Druckes über den Punkt 45 hinaus wieder unterbrochen wird. 



     Eine solche Zusatzvorriehtung   kann ein einfaches   Manometer   oder ein Quecksilberschalter sein, 
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   schluss   mit einer zweiten Quecksilbersäule   49 her, entsprechend dem übermässigen Anwachsen   des zu messenden Gasdruckes. Dadurch wird der Stromkreis   50   des Verriegelungsrelais 42 geschlossen,
Die Glimmentladungsvorrichtung kann auch gemäss Fig. 4 ausgebildet sein.

   Hier ist statt der festen Elektrode 20 der Fig. 1 eine napfförmige   Metallelektrode   60 vorgesehen und als zweite Elektrode ein axial nach unten gehender Draht 61, der von einer Isolierhülse 6 eng umschlossen ist, so dass nur seine äusserste Spitze 65 frei bleibt. Über diese Drahtspitze   63   ist zur   Verlängerung ihrer Lebensdauer   eine   Kohlen-und Graphitkappe   64 geschoben. Der Glimmentladungsraum ist mit dem zum Gleich-   richtervalmum   führenden Rohr 14a durch einen den Elektronenübergang erschwerenden, mehrfach geknickten Kanal 37 a verbunden. Im übrigen ist die   Vorrichtung   nach Fig. 4 so gebaut, wie die in Fig. 1 dargestellte. 



   Beim Betriebe ergibt die Vorrichtung nach Fig. 4 einen sehr scharfen   Überschlag   an oder nahe an der Oberfläche der   Spitzenelektrode   64. Infolge des   liochkonzentrierten   Feldes in der Nähe der Spitzen- elektrode kann diese Entladungsvorrichtung viel empfindlicher auf Änderungen im Gasdruck reagieren als eine Vorrichtung, deren Feld gleichmässig ausgebildet ist, wenn auch Vorrichtungen der letzteren
Art sich im praktischen Betriebe bewährt haben.

   Eine Besonderheit der   Spitzenentladung,   die als nach- teilig erachtet werden könnte, liegt darin, dass sie eine für schnellarbeitende Relais   unerwünschte   Gleich- richtwirkung hat und deshalb zwei in entgegengesetzter Richtung wirkende Vorrichtungen dieser Art vorzusehen sind, wenn man nicht ein Relais benutzt, das langsamer arbeitet als dasjenige bei der nicht   gleichrichtenden Entladungsvorriehtung 45 nach Fig. l,   damit ein unnötig häufiges Spiel des Relais vermieden wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 hohe   Hilfsspannung gespeist und   ihr   Entladungsstrom   zur Anzeige von Änderungen des Vakuums benutzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladungsstreeke zwischen zwei festen Elektroden liegt, die durch ein den Entladungsraum abgrenzendes Isolierrohr voneinander getrennt und zur Vermeidung von zu Fehlanzeigen führenden Überschlägen ausserhalb der vorgeschriebenen Entladungsstrecke vakuumdieht umschlossen sind. EMI3.4 Durchlass erfolgt, der ein Ansetzen der Entladungsstrecke im Verbindungsrohr verhütet.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Entladestrom EMI3.5 quelle anschliesst.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das vom Entladestrom gesteuerte Relais beim Ausschalten des Vakuumapparates eine Schutzvorrichtung anstellt, die ein unerwünschtes Wiedereinschalten des VakuulI1apparatrs verhindert.
AT123309D 1927-08-06 1928-07-20 Vorrichtung zur Überwachung des Vakuums in Quecksilberdampf-Großgleichrichtern. AT123309B (de)

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