AT123638B - Aufnahmekinematograph mit Federantrieb. - Google Patents

Aufnahmekinematograph mit Federantrieb.

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AT123638B
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Jacques Bogopolsky
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Jacques Bogopolsky
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Description


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  Aufnahmekinematograph mit Federantrieb. 



   Vorliegende Erfindung betrifft einen selbsttätigen Apparat für die Aufnahme kinematographischer Bilder. Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsart des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt einen Aufriss einer Seite des Apparats, Fig. 2 zeigt einen Schnitt der Fig. 1 nach der Linie   A-B   ; Fig. 3 ist der Aufriss der andern Seite des Apparats, Fig. 4 bis 6 stellen Einzelteile dar. 



   Der Apparat besteht aus einem Kasten 1 (Fig.   1)   mit einer Mittelwand 2 (Fig. 2), welche ihn in zwei Abteile   4   und 4a teilt. Im Abteil 4 befindet sich eine Kammer 3, welche einen zylinderförmigen Verschluss 9 enthält, der mit zwei koaxialen Fenstern versehen ist. Das Abteil 4 enthält ausserdem zwei Filmrollen 5 und   5a   und eine Führung 7 für den Film, welche mit einer Klappe 8 versehen ist. Ein Greifer 10 ist mit einer bei 12 drehbaren Stange 11 verbunden, welche durch einen Exzenter 13 gesteuert wird. 



  Wenn der Film 14 sich von der frei drehbaren Spule 5 abrollt, wird er von einem Förderrad 6 bewegt, gegen welches er durch ein Rollenpaar 17 und 18 angepresst wird, das durch einen bei 23 drehbaren Arm 21 getragen wird. Nachdem der Film eine erste Schleife 24 gebildet hat, dringt er in die durch die Teile 7 und 8 gebildete Führung und geht an der Belichtungsöffnung vorbei, wobei er gegen das Objektiv und den Verschluss 9 gerichtet ist. Es wird durch den   Greffer lu   mitgenommen und bildet eine zweite Schleife 25 und kommt wieder gegen das gleiche Förderrad 6, gegen welches er durch ein anderes durch den ebenfalls bei 23 drehbaren Arm 22 getragenes Rollenpaar 19 und 20 gehalten wird. Von hier rollt sich der Film auf die Spule 5a auf, welche durch die Welle 6a mittels einer Riemseheibe und des Riemens 7 a durch das Förderrad 6 angetrieben wird. 



   Die Federstärke des Triebwerkes ist durch das Apparategewieht begrenzt, da die Vorrichtung leicht tragbar sein soll. Aus diesem Grunde muss jeder dem Mechanismus entgegenarbeitende Wider- stand und namentlich beim Angehen vermieden werden. Bei letzterem, das durch einen Druck auf einen
Knopf hervorgerufen wird, entwickelt die Triebfeder ihre Maximalarbeit. Der Anlauf würde also sonst verzögert werden, was sich durch die Überexposition der ersten Bilder bemerkbar machen würde. Der Hauptwiderstand wird beim Durchlaufen des Films durch die Führung hervorgerufen, in welcher der
Streifen durch einen Greifer vorgerückt wird.

   Um diesen Übelstand zu vermeiden, wird der Greifer 10 so mit Bezug auf das Stillstehen auf seine Welle gekeilt, dass sich der Greifer in der Ruhe in jener Lage stillsetzt, die der wirksamen Endbewegung entspricht, dass seine Spitzen aber immer noch in der Filmlochung stehen bleiben. Im Moment des Anlassens verlässt der Greifer letztere und durchläuft ein kurzes Stück, ehe er sich wieder in die Lochung einsetzt ; dieser Zeitabschnitt ist aber genügend, um der Antriebsvorrichtung zu gestatten, auf normale Tourenzahl zu kommen. Da der Greifer anderseits in der Ruhestellung beim Laden des Apparats in die Führung hineinragt, müssen seine Spitzen in die Lochung einfallen, was automatisch das richtige Laden gewährleistet, was übrigens durch den federnd nachgiebig auf der Führung montierten Teil 8 erleichtert wird. Dieser Teil kann zurücktreten und somit den.

   Filmdurchgang erweitern. 



   Das zweite Abteil 4a des Kastens, welches vom ersten durch die Wand 2 vollständig isoliert ist (Fig. 2,3), enthält ein Federgehäuse 27 mit einer nicht dargestellten Treibfeder, das einen äusseren Zahnkranz   27 a   trägt. Dieser Zahnkranz kommt mit einem Treibrad 28 in Eingriff, das mit einem Rad 29 fest verbunden ist, dessen Welle das Förderrad 6 steuert. Das Rad 29 kommt mit einem Rad 30 in Eingriff, das auf einer, mit dem   Verschlusskörper   9   starr   verbundenen Welle festgekeilt ist. Durch das 

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 EMI2.1 
 Exzenter 13 für den Greifer 10.

   Diese Hebel 34,   35   tragen zwei durch eine Feder 40 miteinander verbundene Trägheitskörper   38,   39, und das Ganze bildet eine, durch Zentrifugalkraft auf einen mit der   Schwung-   scheibe 33 konzentrisch gelegenen Ring 55 durch Reibung. wirkende Bremse. Alle diese Räder und Trieb- 
 EMI2.2 
 sanft, dank der Dämpfung des Aufschlages durch diese zwei elastischen Stücke. 



   'Ein bei 47 drehbares Sperrad 46   (Fig.   3) befindet sich oberhalb des   Federgehäuses   27 und dient als Zähler. Eine   Idinkenförmige   Feder 49 wird bei 50 festgehalten. Bei der Drehung des   Federgehäl1ses   27 stützt sich ein mit dem Federgehäuse fest verbundener Stift. 51 auf den Winkel der Klinke 49. und ihr
Ende stösst gegen einen der Zähne 48 und dreht das Zählwerksrad 46 um den Bruchteil   einer Umdrehung.   



   Wenn der Stift 51 über den Winkel der Feder 49 hinweg ist, kommt er   plötzlich   wieder in seine normale
Lage, wobei er ein besonderes Geräusch verursacht, so dass das Abrollen des Films durch das Gehör ver- folgt werden kann. Das Rad 46 trägt ausserdem   Ziffern 1,   4...., welche durch das Fenster 62 hin- durch sichtbar sind. 



   Der Sucher besteht aus einer Plankonkavlinse 52 und einem Loch 56 für die Horizontalstellung. 



   Ein bei 54 drehbarer Spiegel 53 und ein Sucherfenster 57 ermöglichen das Suchen in Stellungen, welche um   90  in   bezug aufeinander verdreht sind. Es genügt zu diesem Zweck, den Spiegel   53   zu drehen, indem man ihn in seine stellung bringt (auf der Zeichnung dargestellte Lage). Um das Bild aufrecht zu stellen, bringt man im Fenster 57 eine konvergierende Linse an. Im Falle des Suchens durch die Öffnung 56 wird der Spiegel gehoben und kommt gegen das Fenster 57 zu liegen. 



   Der auf dem Boden des Abteils 4 ruhende Hebel 73 (Fig. 1) wird durch zwei, die erweiterten   - Öffnungen durchtretende Kopf schrauben 74,   75 mit Spielraum festgehalten. Zieht man diesen Hebel nach rechts, so fällt der Stift 76 in seinen Ausschnitt ein. Mit seinem entgegengesetzten Ende erfasst er die Schraube 77 der federnd nachgiebigen Platte   8,   während seine hohen Kanten gegen die Stifte 78, 79 der Rollenhebel 21, 22 stossen, so dass gleichzeitig der Streifendurchgang erweitert und das Förderrad 6 freigegeben wird, um den für das Laden erforderlichen Spielraum zu schaffen. Sich selbst überlassen kehrt der Stellhebel 73 in seine Anfangsstellung zurück, worin er durch die Federn der Platte 8 und jene der
Rollenträgerarme   unterstützt wird.   



   Zwei Deckel 26, 26 a (Fig. 2) ergänzen den Apparat. Ersterer ist mittels Scharnieren 80, 81 befestigt, um die Filmkammer rasch öffnen zu können, letzterer ist mittels Schrauben 70, 71 befestigt (Fig. 3) und wird nur beim Ölen oder Reparaturen abgenommen. Auf der Achse 27b des Federgehäuses 27 sitzt ein   Schlüssel   zum Aufziehen der Feder. 



   Um die Benutzung der Kamera für Filme mit verschiedenen Breiten zu ermöglichen, ist der   . Greifer. M (Fig. l)   mit einem elastischen Teil 59 versehen, der einen Förderstift 60 (Fig. 2) trägt. Anderseits ist an der   Führung   7 ein beweglicher Teil 61 vorgesehen, der eventuell den Durchtritt des Greifers vereiteln kann. Wenn man z. B. einen Film verwendet, der Randlochung aufweist, so fallen nur die Greifer- zacken 61a, 62 (Fig. 2,4) in die Führungsbahn ein, während die mittlere, federnd befestigte Zaeke 60 durch den Teil 61 aufgehalten wird, der das Eintreten nach der Führung zu verhindert. 



   Wenn dagegen ein Film mit Zentrallochung verwendet wird, so schiebt man den Teil 61 nach unten und bringt ihn in die in Fig. 2 dargestellte Lage. In diesem Augenblicke wird der Durchgang frei, die Greiferspitze 60 kann in die Führung einfallen und den Film weitersehalten. Es ist zu bemerken, dass der Film mit Randlochung gewöhnlich bedeutend breiter ist als der Film mit   Zentrallochung.   Wenn daher dieser letzte Film verwendet wird, bewegen sich die Stifte   61 a, 62   des Greifers ausserhalb der beiden   Filmränder,   ohne ihn zu stören, und nur der Stift 60 tritt in Tätigkeit. 



    Damit die Federkraft nur im nützlichen Teil der Feder verwendet wird, trägt die Federhauswelle 27b   'den mit einem Finger 65 versehenen Teil 64, und der Boden des Federhauses trägt ein Sternrad 66 in
Form. eines Malteserkreuzes mit mehreren Armen, deren einer 67 länger ist. Wenn das Federhaus beim
Abwinden der Feder eine bestimmte Anzahl Umdrehungen um seine Welle ausgeführt hat, stösst der
Finger 65 gegen einen mit einem   Vorsprung   versehenen Arm 67 des Sternes 66 und hält das Getriebe 'an. Her Stern 66 trägt Angaben, welche durch ein Fenster 68 nach aussen sichtbar sind und den   Spannungs-   grad der Feder anzeigen. Indem sie auf einen der Arme des Sternes schlägt, erzeugt die Feder 69 einen
Ton, welcher als Anzeige für das Ablaufen des Federmotors dient.

   Die Federn 49,69 können verschiedene 'Töne erzeugen, um die Anzeigeart unterscheiden zu   können.   



   Eine Seheidewand trennt die Visiervorrichtung von den übrigen Teilen und schafft ein Gehäuse- abteil für sich, um eine Störung der Visiervorrichtung zu unterbinden. Nur das Zahnrad 46 reicht zum   'Teil : in : diese Nebenkammer hinein.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Aufnahmekinematograph mit Federantrieb und einer Geradführung für den Bildstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass bei stillgesetztem Triebwerke die Zinken (61 a, 62) der den Bildstreifen (14) ruckweise durch die Führung (7, 8) ziehenden Schubklinke (Greifer) (10) so weit in diese Führung hineinragen, dass nach Lüften der in üblicher Weise abhebbaren Hinterwand ( der Führung der Bildstreifen mit seiner Lochung gleich in richtiger Lage über die Zinkenspitzen gelegt werden kann.
    2. Aufnahmekinematograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubklinke (10) beim Stillsetzen des Triebwerkes in jener Lage angehalten wird, in der der Leerhub der Klinke beginnt, um beim Wiederingangsetzen den Anlaufwiderstand zu verringern.
    3. Aufnahmekinematograph nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubklinke ausser den beiden seitlichen Zinken (61 a und 62) für die ruckweise Weiterschaltung seitlich gelochter Bildstreifen noch eine federnde Mittelklinke (60) für schmale Bildstreifen mit Mittellochung hat, die bei Nichtgebrauch durch einen vor diese Zinkenspitze zu schiebenden Schieber (61) ausser Tätigkeit gesetzt wird.
    4. Aufnahmekinematograph nach den Ansprüchen 1 und 2 mit einer den Stoss beim Stillsetzen federnd abfangenden Vorrichtung, gekennzeichnet durch einen beim Freilassen des aus dem Gehäuse EMI3.1 andern Ende auf der Kükenverschlusswelle festgemachten Schraubenfeder tritt und dadurch den Kükenverschluss sowie die durch die Triebwerksräder (30, 29, 31, 32) mit ihm verbundene Sehubkurbelscheibe (13) für den Antrieb der Schubklinke 10 stillsetzt.
    5. Aufnahmekinematograph nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von allen Triebwerkswellen am raschesten laufenden Welle (32) der Schubkurbelseheibe (13) die Schwungscheibe (33) mit der Fliehkraftbremse (34--40) unmittelbar sitzt.
    6. Aufnahmekinematograph nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Gehäuse längsverschiebbare Schiene (73), die mit ihrem Vorderende den Kopf (77) einer an der gefederten Führungswand (8) sitzenden Schraube untergreift, während ihre auseinanderlaufenden Kanten mit den Stiften (78, 79) an den schwenkbaren Armen (21 und 22) für die Andrückrollen (17, 18, 19, 20) angreifen, so dass beim Verschieben der Schiene (78) alle Bildstreifenführungen gelüftet werden. EMI3.2
AT123638D 1926-10-09 1927-10-08 Aufnahmekinematograph mit Federantrieb. AT123638B (de)

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