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Steuergerät für Luftschiff-Ankertiirme mit allseits schwiugbar und achsial verschiebbar gelagertem Kopfmiast.
Es ist bekannt, Luftschiffe anstatt in Hallen an Türmen zu verankern. Es hat sich nun gezeigt, dass beim Verankern von Luftsehiffen an derartigen, aus Eisengeriisten bestehenden Türmen, die unver- meidlichen Bewegungen des Luftschiffes Zug-und Drehbeanspruchungen auf den Turm übertragen, die die Standfestigkeit des Ankerturmes stark beeinträchtigen.
Um die sieh hieraus ergebenden Schädi- gungen des Ankerturmes möglichst zu verringern, ist gemäss dem britischen Patente Nr. 282211 vorgeschlagen worden, den Kopf des.Ankerturmes mit einem aufrechten Ankerseilmast auszurüsten, der sowohl entgegen der Wirkung von Druckmittelbremsen aus seiner aufrechten Mittelstellung allseitig nachgiebig rückschwingbar, als auch nachgiebig axial verschiebbar eingerichtet ist, so dass die Bewegungen des Luftschiffes bei plötzlichen Windstössen durch diese nachgiebige Anordnung des Kopfmastes in der Hauptsache abgefangen werden.
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und mit diesem in einem im Turmkopf kardanisch pendelnd aufgehängten Druckmittelzylinder nach- giebig verschiebbar ist, dessen Schwingungen durch Druckmittel-Bremszylinder gedämpft sind ; dabei kann auch ein Druckmittel in den unteren oder oberen Zylinderraum eingelassen werden, um den Kopfmast vorsätzlich sozusagen selbst zu verlängern oder zu verkürzen, so dass z. B. dem bei einem Luftstoss auftretenden Zug des Luftschiffes ohne Nachlassen des Ankerseiles nachgegeben werden kann. Damit nun der Kopfmast bei geringen Bewegungen des Luftschiffes nicht mitverschwenkt wird, sondern gewöhnlich in seiner aufrechten Mittelstellung verbleibt, ist für seinen Fuss eine axiale, nur bei stärkeren Zugkräften nachgiebige Sperrung bzw.
Verriegelung vorgesehen, die aus einer, den Fusszapfen aufnehmenden und zugleich den Kolben eines aufrechten Druckmittelzylinders bildenden Sperrpfanne besteht.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, in möglichst einfacher Weise die vorsätzlichen Schubbewebewegungen des Kopfmastes und der Sperrpfanne stets in ihrer zeitlich richtigen gegenseitigen Aufeinanderfolge steuern zu können und besteht demgemäss in der Schaffung eines Druckmittelsteuergerätes mit einer gemeinsamen, durch ein Handrad verdrehbaren Nockensteuerspindel für sämtliche derart hintereinander gereihten, federbelasteten Ein- und Auslassventile, sowohl zum Kopfmastzylinder wie zum Sperrpfannenzylinder, dass eine einzige Umdrehung der Spindel nacheinander das Lüften, Ausschieben, Einschieben und Sperren des Mastes zur Folge hat. Diese Steuervorrichtung kann ferner erfindungsgemäss mit einer Anzeigevorrichtung ausgerüstet sein, die das Öffnen und Schliessen der versehiedenen Ventile anzeigt.
Zu diesem Zweck kann das die Noekensteuerspindel bewegende Handrad mit einem Zeiger in beliebiger Weise verbunden sein, der mit dem Handrad sich dreht und auf einer
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aus gleichsinnig gedreht werden, der über eine Reihe von Kontakten hintereinander schleift und durch Berührung dieser Kontakte verschiedenfarbige Lampen oder Lampeng1'llppen zum Aufleuchten bringt, die die jeweilige Einstellung der Ventile erkennen lassen.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Steuergerätes.
Es zeigt Fig. 1 einen senkrechten Axialschnitt durch die Steuernockenspindel samt dem Ventil-
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in Fig. 3 punktiert angedeutete, schräge Querwand in die Kammern 7, 8, 9 und 10 unterteilt.
Die Wand 6 hat auf beiden Seiten von dem Steg 11 Öffnungen, die als Sitze für die Ventile 12-19 ausgebildet sind, deren verstärkte Yentilstangen 28 in dem Gehäuse 1 geführt werden und in den Gebäude- teil. 31 hineinragen, wo sie auf ihren über den Gehäuseteil 1 vortretenden Enden Druckfedern 29 tragen.
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einen Seite des Steges 11 gegen die Ventile 16-19 auf der andern Seite dieses Steges etwas versetzt.
Die Ventile 72-73 bilden Einlassventile ; die Ventile 12, 13 und 14 regeln den Einlass der Druckilüssigkeit aus der Kammer 7 in die Kammern S, 3 und 4, während das Ventil 7J den Einlass der Druck- flüssigkeit aus der Kammer 8 in die Kammer 5 steuert.
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flüssigkeit aus den Kammern 2, 3, 4 in die Kammer 9, während das Ventil 19 den Austritt der Druckflüssigkeit aus der Kammer 5 in die Kammer 10 ermöglicht.
An der Einlasskammer 7 ist ein Zuführungsstutzen 20 vorgesehen, der mit einer Zuleitung für das Druckmittel verbunden ist, die Kammer 9 ist mit einem Austrittsstutzen 21 versehen, ebenso sitzt an der Kammer 8 ein Zuführungsstutzen 22, der mit einer Druckleitung verbunden ist, die einen niedrigeren Druck hat, als die an den Stutzen 20 angeschlossene Leitung und die Kammer-M ist wieder mit einem Auslassstutzen 23 ausgerüstet.
Aus den Kammern 2, 3,4 und 5 führen Stutzen 24, 25, 26, 27 mit Leitungen sowohl nach den beiden Enden des Zylinders, in welchem der die ,,Speripfanne" betätigende Koben arbeitet, wie auch nach den beiden Enden des Zylinders, in welchem der Kopfmastkolben sieh bewegen kann.
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diese Spindel trägt Nockenscheiben 12', 13', 14', 15', 16', 17', 18' und 19'. u. zw. je eine Nockenscheibe für jedes Ventil 12-19. Die Nockenscheiben wirken auf Schwinghebel. 32, die ihrerseits mit Druckschrauben 33 od. dgl. auf die zugehörigen Ventilstangen 2S drücken.
Die Nockenspindel 30 wird gedreht mit Hilfe eines Handrades. 34, das auf einer Welle 3J sitzt ; letztere trägt eine Schnecke. 36, die in ein Schneckenrad 37 auf dem oberen Ende der Spindel. 30 eingreift.
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angeordnet ist.
Die Anordnung der beschriebenen Teile ist nun so getroffen, dass durch Drehung des Handrades : j4 im Uhrzeigersinne die Ventile der Reihe nach geöffnet und geschlossen werden, um sowohl die Sperrpfanne des beweglichen Kopfmastes wie auch diesen selbst mit dem Feselgerät zu betätigen.
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pfanne betätigenden Zylinders und Kolbens bilden ; das nächste Ventilpaar 13, 17 ist mit der ändern Seite dieses Zylinders verbunden ; das nächste Ventilpaar. 14, 18 regelt den Ein-und Austritt des Druckmittels an dem oberen Ende des Zylinders, der den mit demKopfmast verbundenen Kolben umgibt, und das unterste Ventilpaar 15, 19 ist mit der Unterseite dieses Zylinders verbunden.
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Kolben des Kopfmastes zugeführten Druckmittels geringer ist als des Druckmittels. das in der entgegengesetzten Richtung auf diesen Kolben einwirkt und ebenso auch in dem Zylinder für die Sperrpfanne wirkt.
Angenommen, der Kopfmast befindet sieh in seiner Ruhestellung und sei gesperrt ; soll nun die Beweglichkeit des Kopfmastes nach Verankerung eines Luftsehiffes ausgenutzt werden, so wird durch das Handrad 34 die Nockenspindel30 gedreht, die mit ihren Nocken die Stangen 28 der Ventile 12-19 und diese selbst derart hintereinander betätigt, dass
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pfanne den Passzapfen des Kopfmastes freigibt, letztere also entriegelt ist,
2. darauf das Druckmittel unter den Kolben des Kopfmastes tritt, so dass dieser angehoben wird,
4.
die umgekehrte Bewegung des Kopfmastes durch Zuführung des Druckmittels über den Kolben des Kopfmastes und gleichzeitiges Entleeren des unter den Kolben zugeleiteten Druckmittels hervorgerufen wird und schliesslich 4. der die Sperrpfanne tragende Kolben wieder angehoben wird, um den Kopfmast zu verriegeln.
Selbstverständlich werden diese vier Bewegungen nicht stets einander unmittelbar folgen beispielsweise wird es in vereinzelten Fällen zunächst genügen, nur den Kopfmast zu entriegeln. Meistens werden aber die Bewegungen 1 und 2 einander folgen, wonach dann der Kopfmast die ihm hiebe : gegebene
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Stellung so lange beibehält, als das Luftschiff verankert bleibt. Löst sich das Luftschiff von dem Anker- turm, so wird dann der Kopfmast durch die Bewegungen 3 und 4 in seine Ruhestellung gebracht.
Es sei noch bemerkt, dass hier für die Ventile 15, 19 und deren Leitungen, also zum Anheben des
Kopfmastes ein unter geringerem Druck stehendes Druckmittel verwendet wird, als für die anderen Ventile und Leitungen. Unterteilt man die Kammer 7 und 9 durch schräge Querwände, so wie die
Kammern 8 und 10 gegen die vorgenannten abgeteilt sind, so kann man für jedes Ventilpaar bzw. für jede Seite der zu bewegenden Kolben des Kopfmastes und der Sperrpfanne besondere, unter verschiedenem
Druck stehende Druckmittel verwenden.
Die Handradwelle 3, ist nach hinten verlängert und durch irgendein Getriebe, z. B. Kettenrad 40 und Kette 41 (Fig. 8) mit einem Zeiger verbunden, der auf der Scheibe 42 spielt und sich mit der Hand- radwelle 85 dreht, so dass er durch seine Stellung zu der Scheibe 42 die jeweilige Einstellung der die
Bewegung des Kopfmastes steuernden Ventile erkennen lässt.
Um durch leicht sichtbare Leuehtsignale die Einstellung der Ventile deutlich zu machen, kann mit dieser Zeigervorrichtung oder auch mit der Handradwelle 35 ein Kontaktarm verbunden sein, der z. B. entsprechend der Drehung der Handradwelle über Kontakte schleift, die mit Lichtsignalen in Gestalt farbiger oder eigenartig gestalteter Lampen oder Lampengruppen verbunden sind, die zu einer Scheibe 43 zusammengefasst sind. Berührt der Kontaktarm einen dieser Kontakte, so schliesst er einen Stromkreis und die jeweils in diesem Stromkreis liegende Lampe oder Lampengruppe leuchtet auf.
Wenn der Kopfmast nicht in Benutzung ist, so steht dann der Zeiger der Anzeigevorrichtung42 in der Ruhestellung. In dieser Stellung sind alle Einlassventile 12-15 geschlossen und alle Auslass- ventile 16-19 offen. Der Zeiger macht für eine Drehung der Nockenspindel 30 ebenfalls eine Umdrehung und dreht sich in der Richtung des Uhrzeigers.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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hetätigbare Ein- und Auslassventile vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine gemeinsame durch ein Handrad (34) verdrehbare Steuernoekenspindel (30) für sämtliche, derart aehsial hintereinander gereihten federbelasteten Ein- und Auslassventile (1"2-19) sowohl zum Kopfmastzylinder wie auch zum Sperrpfannenzylinder vorhanden ist, dass während einer Umdrehung der Nockenspindel der Kopfmast des Ankerturmes zuerst entriegelt, dann ausgeschoben, darauf eingeschoben und schliesslich wieder verriegelt wird.