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Kabelmuffe.
Kabelmuffen werden im allgemeinen aus zwei Teilen so hergestellt, dass ihre Schnittflächen parallel zur Kabelachse liegen. Bei mit Öl gefüllten Hochspannungskabeln macht jedoch die Abdichtung solcher Muffen infolge der verhältnismässig hohen Öldrücke, die während des Betriebes in den Muffen auftreten können, erhebliche Schwierigkeiten, weil die Dichtungsflächen der Muffen sehr lang sind.
Um diese Schwierigkeiten herabzumindern und die Dichtungsflächen zu verkürzen, ist man dazu übergegangen, Kabelmuffen zu verwenden, bei denen die Schnittflächen der beiden Muffenteile in einer Ebene senkrecht
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einwandfreie Abdichtung mit Hilfe des bisher allgemein gebräuchlichen Lötverfahrens nicht erzielen, so dass häufig schon nach kurzer Betriebsdauer die Muffen undicht wurden und aus ihnen Öl herausfloss.
Das machte dann umständliche Ausbesserungsarbeiten und gegebenenfalls Ausserbetriebsetzung des
Kabels für längere Zeit erforderlich.
Gemäss der Erfindung werden diese Übelstände dadurch vermieden, dass die Muffen in ihren beiden
Teilen und mit dem Kabelmantel durch Kokillenguss verbunden werden. Um den Kokillenguss möglichst vollkommen ausführen zu können, wird zweckmässig eine Muffe verwendet, die über der Wickelstelle zylindrische Form hat, sich konisch nach beiden Seiten zum Kabelmantel hin verjüngt und in einer Länge von etwa 15-20 cm in einem Abstand von 1-2 cm parallel zum Kabelmantel zylindrisch ausläuft.
Zur Montage werden die beiden Muffenteile zunächst über die zu verbindenden Kabelenden geschoben, die Leiter Verbindung und die Wickelstelle fertiggestellt und darauf die beiden Hälften zusammengesetzt, zweckmässig so, dass sie sich für ein Stück überdecken, um Verkanten gegeneinander zu verhindern.
Die Verbindung der beiden Muffenteile miteinander erfolgt mit Hilfe einer Kokille durch Vergiessen mit Blei, Zinn oder einem andern zweckmässigen Metall, das fest an dem Metall der Muffe und des Kabelmantels haftet. Um Eindringen von Vergussmetall in den Wickelraum der Muffe zu verhüten, bördelt man die Kante des obenliegenden Muffenteiles zweckmässig etwas um und stopft in den Zwischenraum zwischen den Muffenwandungen Asbest od. dgl. fest ein.
Die Verbindung der Muffe mit dem Kabel wird ebenfalls durch Vergiessen mit Blei od. dgl. mit Hilfe einer Kokille oder einer Form ausgeführt. Zur Abdichtung gegen Eindringen von Vergussmetall in den Wickelraum der Muffe wird jedoch zuvor in den zylindrischen Hals der Muffe ein zweckmässig profilierter Metallring, der gegen den Muffenhals und den Kabelmantel nur wenig Spielraum hat, etwa 8-10 cm in den Hals eingeführt. Der Ring ist zweckmässig mit Nuten und Aussparungen versehen, die mit Asbestbändern od. dgl. ausgestopft werden, so dass das Muffengehäuse und der Kabelmantel dicht gegeneinander abgeschlossen sind und das Eindringen von Vergussmetall sicher verhindert wird.
Damit der Ring infolge des durch das Vergiessen auf ihn ausgeübten Druckes nicht in den Wickelraum der Muffe hineingedrückt wird, bringt man zweckmässig an der inneren Wandung des Muffenhalses Ansätze oder Sicken an, oder man lötet passend geformte Bleistücke auf den Bleimantel. Man kann den Muffenhals auch ein kleines Stück wellen und dadurch dem Ring den Weg in den Wickelraum versperren.
Versuche an Muffen, die gemäss der Erfindung hergestellt sind, haben erwiesen, dass noch bei Drücken von etwa 100 Atm. die Muffen vollkommen dicht sind und geeignet sind, den ungestörten Betrieb insbesondere von Kabelanlagen mit ölgefullten Hoehspannungskabeln zu gewährleisten.
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In der Fig. 1 ist eine Ausführungsart der Muffe gemäss der Erfindung zeichnerisch dargestellt.
'Dabei'sind 2 und 3 die beiden Hälften des Muffengehäuses, die zweckmässig aus Messing oder einem geeigneten andern Metall gezogen werden. Man kann auch die zylindrischen Teile aus Platten herstellen, indem man sie zu einem zylindrischen Rohr :'biegt und die Stossstellen durch Verschweissen od. dgl. verbindet ; man kann auch die kegelstumpfförmigen Teile aus Platten anfertigen, an den Stossstellen ver- schweissen und an die zugehörigen zylindrischen Teile durch Verschweissung od. dgl. ansetzen. Die beiden Muffenteile brauchen auch nicht gleich gross zu sein, sondern man kann den einen grösser anfertigen als den andern, beispielsweise so, dass die Verbindungsstelle der beiden Teile an der in der Figur dargestellten Stelle liegt.
Zweckmässig lässt man die beiden Teile sieh einige Zentimeter überdecken, damit sie sich nicht gegenseitig verkanten können. 4 ist die Umbördelung der Muffenwand des obenliegenden Teiles. Der Zwischenraum zwischen den beiden Teilen wird zweckmässig mit Asbest od. dgl. zum Schutz gegen Eindringen von Vergussmetall in den Wickelraum der Muffe ausgefüllt. 5 ist der um das Muffengehäuse mit Hilfe einer Kokille gegossene Metallring, der die endgültige Abdichtung der beiden Muffengehäuse gegeneinander darstellt. Zur Abdichtung des Zwischenraumes zwischen dem Muffenhals 6 und dem Kabelmantel 7 gegen Eindringen von Vergussmetall dient ein zweckmässig geteilter Ring 8, dessen Aussparungen mit Asbest ausgestopft sind.
Zur grösseren Sicherheit der Dichtung kann ein sehwalben- sehwanzformiger Ansatz 9 an dem Ring angebracht werden, dessen Ecken mit Asbest od. dgl. fest ausgefüllt sind. Ansätze oder Sicken 11 verhindern, dass der Ring durch das flüssige Vergussmetall in das Muffeninnere gedrückt wird. 12 ist der mit Hilfe einer Kokille um den Kabelmantel und den Muffenhals gegossene Metallring, der den Kabelmantel und den Muffenhals druckfest gegeneinander abschliesst.
Eine andere Ausführungsform des Dichtungsringes zwischen Muffenhals und Kabelmantel ist in der Fig. 2 dargestellt. Darin ist 13 der profilierte Ring, 14 eine aus Asbest od. dgl. bestehende Ausfüllung, 15 der Bleimantel des Kabels und 16 der Muffenhals, der zur Absperrung des Ringes ein kleines Stück gewellt ist. Der gegossene Metallring 17 stellt die feste Verbindung und endgültige Abdichtung zwischen dem'Muffenhals ; ? und dem Kabelmantel 15 dar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kabelmuffe, bei der die Schnittflächen der beiden Muffenteile in einer Ebene senkrecht zur Kabelachse liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe in ihren Teilen und mit dem Kabelmantel lurch Kokillenguss verbunden ist.