AT125938B - Verfahren und Einrichtungen zur mikroskopischen Untersuchung lebender Objekte. - Google Patents
Verfahren und Einrichtungen zur mikroskopischen Untersuchung lebender Objekte.Info
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Description
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Die übliche hystologisehe Technik gestattet nur die mikroskopische Beobachtung von Organschnitten. Dabei kann man nur ein Augenblicksbild erfassen und auch das nur in einer schwer kontrollierbaren, durch Tod und Präpariermethoden veränderten Form. Funktionsstudien sind nur an lebendem Gewebe möglich. Bisher war eine solche Untersuchung nur dann in einfacher Weise durchführbar, wenn es sich um die spärlich vorhandenen durchscheinenden
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lichen Mikroskops unter Verwendung durchfallenden Lichtes. Alle dickeren Organe konnten nur in auffallendem Licht beobachtet werden. Dieser Beobachtung haften schwere methodisch Fehler an.
Es gelingt nur die oberflächlichsten Schichten des Organs zu erkennen und auch in diesem ist eine feinere Differenzierung nur schwer möglich. Versuche zur Verbesserung der Differenzierungsmöglichkeit durch Einführung von Reflektoren ins Gewebe verbesserten wohl in gewissem Ausmass die Differenzierungsmöglichkeit, beeinflussten aber in erheblichem Masse die Organfunktion, so dass etwaige Verbesserungen in der Sichtbarkeit der Strukturen durch die Organschädigungen voll aufgehoben wurden.
Zu überraschenden Ergebnissen führte die Einführung einer neuen Methode der Fluoreszenzmikroskopie, die zur Untersuchung menschlicher, tierischer und pflanzlicher Organe in Funktion geeignet ist. Der grundlegende Gedanke der hier vorliegenden Erfindung ist der, die zur mikroskopischen Beobachtung notwendige Lichtquelle in das Objekt selbst zu verlegen. Das gelingt dadurch, dass man z. B. dem zu untersuchenden Tier fluoreszierende Stoffe in das Unterhaut4 zellgewebe einführt, die von dort durch das Blut aufgenommen in den verschiedensten Organen abgelagert werden. Die zu diesem Zweck eingeführten Fluoreszenzstoffe sind zweckmässig so beschaffen, dass sie, wie z.
B. das Fluoreszein. sich lediglich mit den basischen oder, wie das Trypaflavin, mit den sauren Zellbestandteilen verbinden und so eine Differenzierung der Zellstruktur erkennen lassen. Sie müssen ferner ungiftig sein, um die Funktion der Organe nicht zu schädigen. Benutzt man znr Erregung der Fluoreszenz sichtbares Licht. so ergibt sich eine Störung der Beobachtung dadurch, dass ein Teil dieses auf das Ob. jek-t auffilleiiden Lichtes zerstreut reflektiert vom Objekt ins Auge gelangt und so durch Üherstrahlung des Bildes des Objekts die Beobachtung fast unmöglich macht.
Diesen Fehler vermeidet man, wenn man zur Erregung der Fluoreszenz unsichtbares, ultraviolettes Licht, benutzt und etwaige reflektierende Anteile dieses Lichtes durch ein Filter abfängt, das das erregte Fluorf'szenzlicht fast ungehindert durchlässt, die kurzwelligen erregenden Strahlen aber absorbiert.
Da die Organe bei der Beobachtung mit Trockensystemen zur Austrocknung gelangen würden und die austrocknende Oberfläche des Orgaus die Bestrahlung unmöglich machen würde, ist es zweckmässig, die Oberfläche sowie das Objektiv, das sich durch die Feuchtigkeit des Organs sonst beschlagen würde, dauernd nit einer physiologischen Nährlösung z. B. Ringerseher Lösung, zu berieseln. Man sieht daher zweckmässig von der Verwendung von Trockensystemen ab. benutzt auch für schwache Vergrösserungen. Immersionssysteme, die eine dauernde Berieselung ermöglichen, und ordnet eine Berieselungsvorrichtung an. die die Flüssigkeit dauernd der Frontlinse zuführt. Man kann z.
B. einen Flüssigkeitshehälter mit regelbarem
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durch eine Röhre zuführt. Die Objektive müssen dann für die zugleich als Immersionsfüssigkcit wirkende Spülflüssigkeit korrigiert werden. Der Objekttisch ist zweckmässig mit einer Abfluss- vorrichtung zu versehen und in drei aufeinander senkrechten Richtungen verschiebbar zu machen, um das Objekt bequem an das Objektiv heranzuführen.
In der Zeichnung ist eine Längsansicht eines Beispiels der Erfindung. seilweise im
Schnitt. wiedergegeben.
A stellt eine als Lichtquelle verwandte Bogenlampe dar. deren Licht durch die sammeln. den Linsen B' und B" durchläuft. Die Linsen B und B sind in einer Liehtschutzvorrichtung C angebracht, innerhalb deren noch eine mit Kupfersulfat gefüllte Kühlküvette E und eine Iris- blende F angeordnet sind. Am Ende der Lichtschutzvorrichtung sitzt ein Filterhalter G. Mit
Hilfe zweier zueinander senkrecht stehender Zahn-und Triebbewegungen J) ist die Lichtschutz- vorrichtung der Höhe und der Seite nach einstellbar. In dem Filterhalter G ist ein Filter a' befestigt, das nur ultraviolettes Licht durchlässt. Die Lichtschutzvorrichtung ist auf einem Grund. brett I befestigt, auf dem auch ein Mikroskopstativ H steht.
Das Licht wird mit Hilfe eines total reflektierenden. Prismas J durch das Mikroslopobjeltiv K in das Objekt L geworfen und erregt hier das Fluoreszenzlicht. Das aus den Fluoreszenzlichtstrahlen durch das Objektiv K erzeugte Bild wird durch das Okular J. 1 dem Auge N des Beobachters sichtbar oder wird in ein registrierendes Instrument (eine photographische Kamera. eine lichtelektrische Vorrichtung) geleitet. Zwischen das Objektiv K und das Ocular if ist ein Filter 0 geschaltet. das alles ultraviolette Licht zurückhält, für sichtbares Licht aber gut durchlässig ist. Der Objekttisch P ist in drei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar und trägt eine Platte Q mit auf- gebogenem Rand und einem Ablaufröhrchen Q.
Die Immersionsflüssigkeit befindet sich in einem Flüssigkeitsbehälter T und wird durch eine Rohrleitung S an das Objektiv herangeführt. Eine Nut R an der Fassung des Objektivs führt die Immersionsflüssigkeit an die Frontlinse heran. Der Ausfluss der Flüssigkeit aus dem Behälter kann geregelt und in seiner Geschwindigkeit beobachtet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur mikroskopischen Untersuchung lebender Objekte in Funktion in auffallendem erregendem Licht, dadurch gekennzeichnet, dass diese Objekte durch Einführung fluoreszierender Stoffe, wie beispielsweise Fluoreszein oder Trypaflavin zur Fluoreszenzerregung geeignet gemacht werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass fluoreszierende Stoffe benutzt werden, die von bestimmten Bestandteilen der zu untersuchenden Objekte im Gegensatz zu andern Bestandteilen vorzugsweise gebunden werden, wie z. B. Fluoreszein von den basischen Bestandteilen und Trypaflavin von den sauren Bestandteilen der Zeile.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv und das zu untersuchende Objekt an der Oberfläche dauernd mit einer geeigneten Flüssigkeit, wie beispiets- weise Ringerscher Lösung, bespült wird.4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet. dass eine Vorrichtung vorgesehen ist. die den dauernden Durchfluss einer Spülnüssigkeit zwischen Objektiv und Objekt gestattet, wie besipielsweise ein Flössigkeitshchälter mit regelbarem Ausfluss. eine Zuführungsröhre zum Objektiv und eine Nut an der Objektivfassung für die Flössigkeit.5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1. gekennzeichnet durch einen Objekttisch, der in drei zueinander senkrechten Richtungen beweglich ist und den dauernden Abfluss der zugeführten Spülflüssigkeit in einen Ausguss gestattet.6. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet. dass das Objektiv für die zugleich als Immersionsflässigkeit wirdkende Spülflüssigkeit korrigert ist.
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