AT127163B - Verfahren zur Herstellung von Tonerde. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerde.

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  Verfahren zur Herstellung von Tonerde. 



   Nach dem bekannten Verfahren von K J. Bayer wird Bauxit bei Temperaturen von 160-1720 C und bei 6 Atm. Druck mit Aluminatlauge von 40-44  Bé im Autoklaven   1 %   bis 2 Stunden behandelt. 



  Die Lauge auf zirka   20-24'B6 verdünnt,   von den nicht gelösten Substanzen (Rotschlamm) abfiltriert und aus der Lauge das Tonerdehydrat nach Impfen der Lauge mit fertigem Hydrat ausgerührt. 



   Die abgepresste Lauge wird durch Eindampfen wieder auf   44 0 Bé   konzentriert und von neuem verwendet. Das beständige Verdünnen und wieder Eindampfen der Lauge ist ein technischer und wirtschaftlicher Übelstand des Verfahrens, der viel Arbeit, einen grossen Wärmeaufwand und neben einem bedeutenden Raumbedarf auch hohe Gestehungskosten des Tonerdehydrates bedingt. 



   Es wurde schon der Vorschlag gemacht, keine konzentrierte Lauge als höchstens von dem spezifischen Gewicht von 1'36, d. h. etwa 380 Bé, zu verwenden, wodurch aber das Verdünnen und Eindampfen nicht vermieden wird. Dabei sind auch Versuche beschrieben, den Aufschluss bei ungefähr 1700 mit der Ausrührlauge von 220 Bé vorzunehmen. Es wurde aber festgestellt, dass diese Lauge bei 170  C keinen technisch genügenden Aufschluss ermöglicht. 



   Es wurde nun gefunden, dass man den Aufschluss des Bauxits auch mit einer Lauge von zirka   20-220 Bé   bewirken kann, wenn man den Aufschluss mit der   22O-Bé-Lauge   über zirka 1900 C vornimmt, wodurch sich der Arbeitsdruck entsprechend dem Dampfdruck auf etwa 10-15 Atm. oder höher steigert. 



   Es wurde nun zu den Versuchen eine technische Rücklauge verwendet, in der Al20s : Na20 im Verhältnis 1 :   5'5   vorhanden war und in welche so viel Bauxit eingetragen wurde, dass man das Verhältnis, wie üblich, auf etwa 1 :   1'8   gebracht hat. 



   Bekanntlich ist die Zusammensetzung der in den Bauxiten vorhandenen Tonerdehydrate je nach der Entstehungsweise des Lagers verschieden. Infolge dieser Verschiedenheit des molekularen Aufbaues der Tonerdehydrate lässt sich durch Anwendung verschiedener Temperaturen der   Aufschlusslauge   die Ausbeute an löslicher Tonerde auf   gleiche Höhe   bringen. 



   Der Erfolg der oben beschriebenen Arbeitsweise sei durch nachstehend ausgeführte Beispiele dargetan. Ein Salzburger Bauxit, der nach Bayer mit   45O-Bé-Lauge   bei 1700 C aufgeschlossen wird und von dem 96% der vorhandenen Tonerde in Lösung gehen, lässt das gleiche Ergebnis erzielen, wenn er mit einer   22O-Bé-Lauge   bei 200  C behandelt wird. Versucht man den Aufschluss mit   22O-Bé-Lauge   bei 170  C, so gehen nur 70% der vorhandenen Tonerde in Lösung. Von einem ungarischen Bauxit, der nach Bayer   bei1700 C   mit 45 gradiger Lauge behandelt wird, gehen nur 35% der vorhandenen Tonerde in   Lösung, während   bei Behandlung mit 22 gradiger Lauge   bei 230   C und   etwa 25 Atm. Überdruck 62% der Tonerde gelöst werden.

   Wird derselbe ungarische Bauxit bei einer Temperatur von 280-2900 C und etwa 100 Atm. Druck behandelt, so werden 93% der im Bauxit enthaltenen Tonerde gelöst. 



   Das Verfahren lässt sich technisch nach den bisher üblichen diskontinuierlichen Arbeiten mit dem Autoklaven ohne weiteres durchführen. Es ermöglicht aber darüber hinaus ein vollkommen kontinuierliches Arbeiten, wobei der Aufschlussautoklav beispielsweise als eine Heizschlange ausgebildet wird, in welcher durch eine Hochdruckpumpe Bauxit-Laugegemisch in steter fortschreitender Bewegung gehalten wird und entweder durch ein gewichtsbelastendes Ventil oder auch durch eine entsprechende Gegendruckpumpe aus dem Reaktionsraum austritt. Hiebei kann die in der Masse enthaltene Wärme zur Vorwärmung der Ausgangsmischung verwendet werden. Der Rotschlamm wird in üblicher Weise, eventuell durch ein kontinuierlich arbeitendes Filter von der Lösung getrennt und die Lösung in an sich bekannter Weise ausgerührt. 



   Die nach Trennung des ausgefallenen Hydrates erhaltene   Rücklage   wird ohne Konzentrierung in den Kreislauf zurückgeführt, wobei das Waschwasser entweder zur Herstellung von neuer Natronlauge dient, die zur Deckung des erforderlichen Natronersatzes Verwendung findet, oder auf die Konzentration von 20-220 Be eingedampft wird. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Tonerde durch alkalischen Aufschluss von Bauxit, dadurch gekenn- zeichnet, dass Aluminatlauge von 20-220 Be bei Temperaturen über 1900 und dem bei der verwendeten Temperatur sich einstellenden Druck zum Aufschluss verwendet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT127163D 1927-09-21 1927-09-21 Verfahren zur Herstellung von Tonerde. AT127163B (de)

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