<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Muffen und Endversehliissen für Hocl1spannungskabel.
Die modernen Verbindungen von Hochspannungskabeln werden in der Weise hergestellt, dass man die Adern freilegt, die Kupferleiter miteinander verbindet und dann die Verbindungsstelle mit ölgetränkten Papierbändern zubindet. Auf diese Weise entsteht eine keulenförmige Wickelstelle, die zum Abschluss mit einer festen Metallhülle umgeben wird. Die Metallhülle wird schliesslich evakuiert und zum Schlusse mit Öl gefüllt.
Es sind aber auch schon Verfahren bekannt geworden, bei denen die Wickelstelle unter Ölabschluss hergestellt wird. Dabei hat man jedoch bisher nicht beachtet, dass es zwecks Herstellung einer einwandfreien Isolationsschicht notwendig ist, die lufthaltigen Isolationssehiehten zunächst zu entfernen, ehe überhaupt mit der Wicklung unter Öl begonnen wird. Infolgedessen wurde bei den bekannten Verfahren der Einschluss von Luftblasen in den Isolationsschichten nicht verhindert und eine vollkommen luftfreie Isolationsschicht nicht erzielt.
Die Evakuierung der Verbindungsstellen vermag nun die eingeschlossenen Luftreste nur bis zu einem gewissen Grade zu entfernen. Deshalb ist es bisher nicht möglich gewesen, die Verbindungsstellen mit der gleichen Durchschlagsicherheit wie das Kabel herzustellen.
Erfindungsgemäss lässt sich der Einschluss von Luftblasen bei der Herstellung von Wickelmuffen vermeiden, wenn die lufthaltigen Isolationsschichten zunächst unter Öl entfernt werden und dann erst mit der Wicklung unter Öl begonnen wird. Das lässt sich auf verschiedene, in folgendem angegebene Weisen erreichen.
Die zu verbindenden Kabelenden werden in einem Bad aus hellem durchsichtigem Ö bis auf die Kupferleiter abgesetzt, dann werden die Kupferleiter unter Öl miteinander verbunden und unter Öl mit ölgetränkten Papierbändern zugewiekelt. Danach wird die Wickelstelle in der üblichen Weise mit einem Strahlungsschutz bedeckt. Auf diese Weise erhält man eine äusserst durchschlagfeste Verbindung, wie aus folgendem Beispiel ohne weiteres hervorgeht : Eine zirka 70 cm lange Wickelstelle schlägt bei normaler Herstellung schon bei zirka 80 KV gegen Erde durch. Eine nach dem neuen Verfahren hergestellte Wickelstelle von zirka 25 cm Länge hält, wie durch Versuche festgestellt ist, die angegebene Spannung anstandslos aus.
Eine Abart dieses Verfahrens zur Herstellung dieser durchschlagsfesten Verbindungsstellen, welche besonders für mehradrige Kabel mit gemeinsamem Bleimantel geeignet ist, besteht darin, dass man die zu verbindenden Kabelenden wie üblich in Luft absetzt und miteinander verbindet oder verschweiss. Dann wird die Verbindungsstelle in ein luftdichtes Gehäuse eingeschlossen, und dieses wird evakuiert, so dass die in die ersten Papierlagen eingedrungenen Luftblasen wieder entfernt werden. Darauf wird das Gehäuse unter Vakuum mit Öl gefüllt, u. zw. zweckmässig mit durchsichtigem Öl, und dann der Deckel des Gehäuses geöffnet. Darauf wird die im Öl liegende Verbindungsstelle gegebenenfalls nach Entfernen der obersten Papierlagen mit den ölgetränkten Papierbändern unter Ölabschluss zugewickelt und mit einem Strahlungsschutz bedeckt.
Auf diese Weise wird der Einschluss von Luftblasen innerhalb der Wickelstelle gänzlich vermieden. Natürlich ist jedesmal besonders darauf zu achten, dass das Öl die Wickelstelle in ausreichender Höhe bedeckt.
Eine weitere Abart zur Ausführung dieses Verfahrens, die besonders für Einleiterbleikabel geeignet ist, besteht darin, dass man die Kabelenden in Luft nur soweit absetzt, als gerade zur Verbindung der Kupferleiter erforderlich ist, dann die aneinanderstossenden Kupferleiter miteinander verbindet und schliesslich die Verbindungsstelle wieder in ein luftdichtes Gehäuse einschliesst. Dieses wird dann evakuiert, darauf mit 01 gefüllt und soweit geöffnet, dass der Bleimantel zur Herstellung der Wickelstellen unter Öl
<Desc/Clms Page number 2>
nach beiden Seiten wieder abgesetzt werden kann. Der Bleimantel nebst der gegebenenfalls darunterliegenden Metallisierung wird dann unter Öl abgesetzt und die freie Stelle mit ölgetränkten Papierbändem umwickelt und gegebenenfalls mit einem Strahlungsschutz umhüllt.
Schliesslich wird das Gehäuse wieder geschlossen, nötigenfalls nochmals evakuiert, das Öl durch Kabelisolieröl ersetzt, endgültig verlötet und verschlossen.
Diese Verfahren lassen sich aber auch noch wesentlich vereinfachen. Es ist nämlich erfindung gemäss nicht erforderlich, die Kabelenden zu evakuieren, um die eingedrungenen Luftblasen zu entfernen, wenn die Isolationsschichten unter Öl soweit zurückgesetzt werden, als Luftblasen in die Isolationsschichten eingedrungen sind ; es lässt sich nämlich am Aussehen der Isolationsschichten ohne Schwierigkeiten feststellen, wie weit die Isolationssehiehten entfernt werden müssen, um auf luftfreies Material zu kommen.
Eine Abart dieses Verfahrens zur Herstellung durehschlagsicherer Verbindungsstellen, welche besonders für Kabel mit bleiumpressten Einzeladern geeignet ist, besteht darin, dass man den Bleimantel und die Isolationssehiehten der Adern in Luft nur so weit absetzt, als gerade zur Herstellung der metallischen Verbindung erforderlich ist. Dann werden die aneinanderstossenden Kupferleiter miteinander metallisch fest verbunden. Darauf wird die Verbindungsstelle mit einem luftdichten Gehäuse umschlossen, das nach Öffnen des Deckels mit Öl gefüllt wird und der Bleimantel sowie die nächsten unter dem Bleimantel liegenden Papierlagen gegebenenfalls stufenweise oder schräg unter Öl abgesetzt, wobei die Isolationsschichten soweit entfernt werden, als Luftblasen eingedrungen sind.
Dann wird die Verbindungsstelle mit ölgetränkten Papier-oder Faserstoffbändern umwickelt und schliesslich mit einem Strahlungsschutz umgeben. Darauf wird das Gehäuse verschlossen, das eingefüllte Öl nötigenfalls unter Vakuum abgelassen und unter Vakuum durch frisches Isolieröl ersetzt.
Eine andere Abart dieses Verfahrens, welches besonders vorteilhaft für Hochspannungskabel mit gemeinsamem Bleimantel angewendet wird, besteht darin, dass man den Bleimantel entfernt, die Adern spreizt und die aneinanderstossenden Leiter miteinander metallisch verbindet. Darauf wird die Verbindungsstelle mit einem luftdichten Gehäuse umschlossen, das nach Öffnen des Deckels mit Öl gefüllt wird und der Bleimantel sowie die nächsten unter dem Bleimantel liegenden Papierlagen gegebenenfalls stufenweise oder schräg unter Öl abgesetzt, wobei die Isolationsschichten soweit entfernt werden, als Luftblasen eingedrungen sind. Dann wird die Verbindungsstelle mit ölgetränkten Papier-oder Faserstoffbändern umwickelt und schliesslich mit einem Strahlungsschutz umgeben.
Darauf wird das Gehäuse verschlossen, das eingefüllte Öl nötigenfalls unter Vakuum abgelassen und unter Vakuum durch frisches Isolieröl ersetzt.
Ein gleiches Verfahren, die Isolationsschichten unter Öl soweit abzusetzen, bis man auf die luftfreien Isolationsschichten kommt, lässt sieh vorteilhaft auch bei der Herstellung der Endverschlüsse anwenden. Im einzelnen wird man dabei das Verfahren in folgender Weise anzuwenden haben.
Das Kabelende wird in ein ölgefülltes Gefäss eingelegt. Das Gefäss wird zweckmässig mit durchsichtigem Öl gefüllt. Hierin werden der Bleimantel und die äusseren Papierlagen abgesetzt. Und zwar nimmt man von diesen Papierlagen so viel herunter, bis man auf diejenigen Schichten kommt, in die von aussen keine Luft eingedrungen ist. Dann wird erst mit der Herstellung der keulenförmigen Wicklung begonnen, die man aus imprägnierten Papierrollen herstellt. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass die Papierrollen nicht mit Luft in Berührung kommen. Deshalb werden die Papierrollen mit dem Transportgefäss, in dem sie evakuiert und imprägniert worden sind und in dem sie unter Ölabschluss aufbewahrt werden, in das für die Herstellung des Endverschlusses benutzte ölgefüllte Gefäss getaucht und dort unter Öl herausgenommen.
Dann wird die Wicklung und gegebenenfalls der Strahlungsschutz in bekannter Weise hergestellt und der Endverschluss unter Öl zusammengesetzt. Das Öl kann dann unter Vakuum durch neues Öl ersetzt werden.
Statt der von Hand gewickelten Papierisolation können aber auch fertig gewickelte Papierkeulen benutzt werden, die über die Aderisolation geschoben werden. Die Keulen werden wie die Kabel in einem besonderen Kessel imprägniert, wobei sie zweckmässig in ein geeignetes Transportgefäss eingelegt werden. Das mit Öl gefüllte Gefäss wird nach Beendigung des Trocken-und Imprägnierprozesses aus dem Kessel herausgenommen. Hierin werden die Keulen unter Ölabschluss aufbewahrt.
Der Endverschluss wird dann in folgender Weise hergestellt : Der Bleimantel und die äusseren Lagen der Aderisolation werden unter Öl entfernt. Die abgewickelten Papierlagen werden durch eine neue Wicklung aus ölgetränkten Papierbändern ersetzt. Das Transportgefäss mit der imprägnierten Keule wird in das zur Herstellung des Endverschlusses benutzte Gefäss getaucht und die Keule unter Öl herausgenommen. Sie wird dann über die Aderisolation geschoben. Der am Ende der Keule aufgesetzte
Strahlungsschutz wird schliesslich mit dem Bleimantel gut leitend verbunden. Endlich wird der Porzellankörper noch auf das Unterteil aufgeschraubt. Das zum Wickeln benutzte Öl kann unter Vakuum durch neues Öl ersetzt werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.