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Verfahren zum Abstimmen von Glocke.
Einer der Faktoren, die die Tonhöhe und das Klangbild einer Glocke bestimmen, ist die Glockenwandstärke. Deshalb wird, um Glocken auf die jeweils erwünschte Tonhöhe abzustimmen, die Wandstärke am Schlagring entsprechend verringert, indem von der Innenseite der Glocke durch Ausschleifen oder Ausdrehen Material abgenommen wird. Die Wirksamkeit dieses Arbeitsverfahrens ist aber eine verhältnismässig unvollkommene und nicht geeignet, eine gleichmässige Änderung der Haupt-und Nebentöne zu erzielen. Beim Schleifen und Drehen kann die Wandstärkenänderung wegen der komplizierten Form der Glocke nur sehr schwer exakt vorgenommen werden. Beim Schleifen können an der Wand Absätze entstehen, so dass die Wandstärke nicht den akustisch richtigen Verhältnissen entsprechend verläuft.
Beim Drehen können durch exzentrisches Ausarbeiten die Wandstärkenverhältnisse ebenfalls ungünstig beeinflusst werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, welches diese Nachteile vermeiden lässt.
Es besteht darin, dass die Wandstärke auf chemischem Wege geändert wird. Hiedurch wird nicht nur eine gleichmässige Änderung der Wandstärke des ganzen Glockenmantels erzielt, sondern die Arbeit gegenüber dem Ausdrehen bzw. Ausschleifen auch wesentlich beschleunigt und verbilligt.
Die einfachste Ausführungsart des Verfahrens besteht darin, dass die Glocke, verkehrt stehend, mit einer ätzenden Füssigkeit, z. B. Salzsäure, gefüllt wird. Diese Flüssigkeit ver- ändert durch Auflösen von Material die Wandstärke der Glocke ganz gleichmässig. Das Mass der Verringerung hängt teils von der Dauer der Einwirkung, teils von der Konzentration der Flüssigkeit ab und kann durch entsprechende Wahl dieser beiden Faktoren bestimmt werden.
Sollte es aus irgendwelchen Gründen wünschenswert erscheinen, die Wandstärke nur zonenweise zu ändern, so kann dies leicht durchgeführt werden, indem der in der verkehrt stehenden Glocke unten befindliche Teil mit einer neutralen Masse ausgefüllt und dann von ätzender Flüssigkeit nur soviel eingelassen wird, als der Höhe der zu schwächenden Mantelzone entspricht, oder dass die Teile, deren Wandstärke unverändert bleiben sollen, mit einem Schutzanstrich versehen werden.
Eine andere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass die Änderung der Wandstärke durch Elektrolyse erfolgt. Die Glocke wird mit einem Elektrolyten, z. B. Salzsäure, gefüllt und in diesen die mit einem Pol der Stromquelle verbundene Elektrode getaucht, während die zweite Elektrode durch die Glocke selbst gebildet wird. Je nach der Richtung des elektrischen Stromes kann die Wandstärke verringert oder vergrössert werden. Bei Verwendung von Salzsäure als Elektrolyt erfolgt gleichzeitig eine Verringerung der Wandstärke durch Elektrolyse und durch Ätzung. Es können jedoch auch Elektrolyte, die keine ätzende Wirkung haben, verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abstimmen von Glocken, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Wandstärke auf chemischem Wege geändert wird.
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Procedure for tuning bell.
One of the factors that determine the pitch and tone of a bell is the thickness of the bell wall. Therefore, in order to tune bells to the desired pitch, the wall thickness on the brass knuckles is correspondingly reduced by removing material from the inside of the bell by grinding or turning it out. However, the effectiveness of this working process is relatively imperfect and not suitable for achieving a uniform change in the main and secondary tones. When grinding and turning, it is very difficult to change the wall thickness precisely because of the complicated shape of the bell. When sanding, steps can occur on the wall so that the wall thickness does not correspond to the acoustically correct conditions.
When turning, eccentric machining can also have an unfavorable effect on the wall thickness ratios.
The invention relates to a method which can avoid these disadvantages.
It consists in the fact that the wall thickness is changed chemically. This not only achieves a uniform change in the wall thickness of the entire bell jacket, but also speeds up and makes the work considerably cheaper than turning or grinding.
The simplest embodiment of the method is that the bell, upside down, with a corrosive liquid, e.g. B. hydrochloric acid is filled. This liquid changes the wall thickness of the bell quite evenly by dissolving material. The extent of the reduction depends partly on the duration of the action and partly on the concentration of the liquid and can be determined by choosing these two factors accordingly.
If for any reason it appears desirable to change the wall thickness only in zones, this can easily be done by filling the part at the bottom of the upside-down bell with a neutral mass and then admitting only as much corrosive liquid as the height corresponds to the jacket zone to be weakened, or that the parts whose wall thickness should remain unchanged are provided with a protective coating.
Another embodiment of the method consists in that the wall thickness is changed by electrolysis. The bell is filled with an electrolyte, e.g. B. hydrochloric acid, and immersed in this the electrode connected to one pole of the power source, while the second electrode is formed by the bell itself. Depending on the direction of the electric current, the wall thickness can be reduced or increased. When hydrochloric acid is used as the electrolyte, the wall thickness is reduced by electrolysis and by etching. However, electrolytes which are not corrosive can also be used.
PATENT CLAIMS:
1. Method for tuning bells, characterized in that their wall thickness is changed chemically.
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