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Einrichtung zur Staubabsaugung an Saekftillmasehinen.
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entweicht und nicht nur die Arbeit erschwert und die Gesundheit der Arbeiter schädigt, sondern auch das Resultat der Wägung beeinträchtigt, da sich der Staub in unkontrollierbarer Weise an den Teilen der Wage festsetzt.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die Schwierigkeit weitgehend zu beseitigen und erreicht den Zweck in erster Linie dadurch, dass diejenigen Stellen des Füll-und Wägemechanismus, an denen besonders reichliche Staubentwicklung auftritt, in ein Gehäuse eingekapselt werden, welche an eine Saugluftquelle angeschlossen ist. Dieses Gehäuse kann dabei mit geeigneten Ausläufern versehen werden, welche auch solche Quellen der Stauberzeugung überdeeken, deren vollständige Einkapselung untunlich ist, so dass auch solche weniger räumlich begrenzte Staubquellen im Endeffekt weitgehend unschädlich gemacht werden.
Eine Sackfüllmaschine mit zwei Füll-und Wägestellen, welche mit einer Staubverhütungseinrichtung gemäss der Erfindung ausgerüstet ist, ist auf den beigefügten Zeichnungen in Fig. 1 in Seitenansicht und teilweisem Schnitt und in Fig. 2 in einem Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 veranschaulicht. Fig. 1a veranschaulicht die zur Entstaubungseinrichtung gemäss der Erfindung gehörigen Teile in grösserem Massstabe. Fig. 3 ist eine Unteransicht einer Staubabsaugungshaube.
Die Sackfüllmaschine ist in üblicher Weise mit einem Füllraum 1 versehen, in welchem ein Flügelrad 2 angeordnet ist, welches das in den Füllraum 1 durch einen Fülltrichter od. dgl. eingefüllte Material gegen den Auslass 3 hin wirft. An den Auslass. 3 setzt sich in üblicher Weise ein Füllrohr 4 an, auf welches der zu füllende Sack 5 aufgeschoben werden kann. Das Füllrohr 4. ist in üblicher Weise mit dem Wäge- gestänge der Waage verbunden und macht, sobald das vorgeschriebene Saekgewieht erreicht ist, mit dem Wägegestänge eine Abwärtsbewegung gegenüber dem Auslassstutzen. 3 des Füllraumes 1.
Dem Auslassstutzen 3 ist ein Verschlussschieber 6 vorgelagert, welcher bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Maschine die Form eines oszillierenden Segments besitzt, das mit einer Durchlass- öffnung 7 versehen ist. An Stelle des Segments könnte auch ein Drehsehieber mit mehreren Öffnungen Anwendung finden. Das Segment 6 ist auf eine Welle 8 aufgesetzt, welche in einem zylindrischen Gehäuse 9 gelagert ist und einen Kurbelarm 10 trägt, an welchem ein Gewicht 11 sitzt. Der Kurbelarm 10 wird in der Offenstellung des Segments 6 durch eine Klinke 12 gesperrt, welche durch einen Elektro- magneten 1. 3 ausgelöst wird, dessen Erregungsstrom geschlossen wird, wenn der Sack nach Erreichung des vorgeschriebenen Gewichts sich nach abwärts bewegt.
Bei der Auslösung der Klinke 12 vollführt. der Kurbelarm unter dem Einfluss des Gewichts 11 eine Schwingbewegung, wodurch das Segment 6 in die Verschlussstellung übergeführt wird und die Auslassöffnung 3 des Vorratsraumes 1 verschliesst.
Nach Entfernung des Sackes kann der Kurbelarm 10 von Hand wieder hochgehoben werden, wobei er durch die Klinke 12 erneut gesperrt wird, so dass ein neu auf das Füllrohr 4 aufgesetzter Sack gefüllt werden kann.
Die Öffnung 7 des Verschlusssegments 6 besitzt ovale Form und ist so angeordnet, dass ihre grössere Abmessung radial zur Welle 8 liegt, während die kleinere Abmessung quer dazu verläuft, so dass das
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Segment nur eine der kleineren Abmessung der Öffnung entsprechende Verschiebungsbewegung zu erfahren braucht, um aus der Offenstellung in die Schliessstellung und umgekehrt übergeführt zu werden.
Das Füllrohr 4 sitzt in einem Stutzen M, welcher in einen Rahmen 15 eingesetzt ist und mit diesem eine Auf-und Abwärtsbewegung zu vollführen vermag. 16 bezeichnet ein an eine Saugluftquelle ange- schlossenes Gehäuse, welches auf der Seite des Rahmens 15 eine Öffnung besitzt, die von dem Rohrstutzen 14 durchsetzt wird. Diese Öffnung gestattet, dass der Rahmen mit dem Rohrstutzen und dem Füllrohr 4 unter dem Einfluss des Wägemechanismus eine Auf-und Abwärtsbewegung vollführt, wobei der Rahmen 15 an der Wand des Gehäuses vorbeigleitet unter Vorsehung von nur soviel Zwisehenraum, als es für das freie Spiel der Waage erforderlich ist.
Das Gehäuse 16 umschliesst praktisch luftdicht die zu beiden Seiten des Verschlussschiebers 7 auftretenden Fugen und auch das Gehäuse 9, in dem die Welle 8 für das Versehlusssegment gelagert ist.
Um zu verhüten, dass Staub durch das Kugellager 17 hindurch nach aussen tritt oder wesentliche Luftmengen von aussen in das Gehäuse angesaugt werden können, ist eine Filzdichtung 18 vorgesehen.
Das Gehäuse 16 setzt sich oberhalb des das Füllrohr 4 tragenden Stutzens fort und läuft in einer Gehäusehaube 19 aus, welche das Füllrohr 4 überdeckt und auf ihrer Unterseite mit einem Luftsehlitz 0 versehen ist, welcher sich nach dem Ende der Haube hin erweitert. Mit 21 ist ein kurzes Luftrohr bezeichnet, das einerseits im Gehäuse 16 und anderseits unter dem Füllrohr 4 im Luftraum des daran aufgehängten zu füllenden Sackes mündet.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist wie folgt. Es sei angenommen, dass an das Füllrohr 4 ein zu füllender Sack 5 in üblicher Weise angehängt ist, und dass die Füllung desselben von dem Füllbehälter 1 durch das Flügelrad 2 begonnen hat, wobei das Verschlusssegment 6 so gestellt ist, dass die Öffnung 7 zwischen dem Auslass 3 des Füllbehälters und dem Eintrittende des Füllrohres liegt. Sobald dann die Füllung so weit fortgeschritten ist, dass sich das Wagengestänge mit dem Fillrohr 4, dem Rahmen 15 und dem Stutzen 14 nach unten senkt, wird, wie oben angedeutet, das Versehluss- segment 6 so weit gedreht, dass die Verbindung der Füllöffnung 3 und des Stutzens 14 durch das Segment unterbrochen wird.
Während der Füllung erfolgt unter dem Einfluss der an das Gehäuse 16 angeschlossenen Saugluftquelle dauernd ein Ansaugen von Luft und Staub, welcher aus den das Segment 6 begrenzenden Fugen austritt. Es erfolgt auch ein Ansaugen der etwa aus dem oberen Ende des Sackes, insbesondere durch die Nähte, entweichenden Staubes durch den Schlitz 20, sowie durch das kurze Rohr 21. Der gesamte entwickelte Staub tritt in das Gehäuse 16 und wird durch dieses abgeführt, ohne in den Arbeitsraum gelangen zu können. Auch der beim Abziehen des Sackes von dem Füllrohr 4 entwickelte Staub wird weitgehend in den Schlitz 20 der Haube 19 eingesugt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Staubabsaugung an Saekfüllmaschinen mit durch das Wägegestänge auf und ab beweglichem Füll-und Halterohr für den zu füllenden Sack und einem Verschlussschieber zur Absperrung des Materialzuflusses zum Füllrohr, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossstelle des Füllrohres und die Schieberfugen von einem Gehäuse ummantelt sind, welches an eine Saugluftquelle angeschlossen ist.