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Fülleinrichtung für Verpackmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf
solche selbsttätigen Fülleinrichtungen für Verpackungsmaschinen, bei denen im Fülltrichter
eine durch eine Kontrollvorrichtung für die Zubringung der Verpackungen gesteuerte
Klappe angeordnet ist, die beim Vorhandensein einer Verpackung den Hauptauslaß des
Fülltrichters freigibt, während sie beim Fehlen einer Verpackung das Füllgut durch
einen Nebenauslaß des Fülltrichters aus diesem heraustreten läßt. Gegenüber den
bekannten Vorrichtungen dieser Art mit nur einer Klappe, welche an der Unterkante
des Nebenauslasses drehbar gelagert ist und vor der oberen Einschüttöffnung des
Fülltrichters eine pendelnde Bewegung ausführen kann, besteht das Neue der Erfindung
darin, daß für den Nebenauslaß eine besondere Klappe vorgesehen ist, welche mit
der durch die Kontrollvorrichtung gesteuerten Hauptklappe derart gekuppelt ist,
daß sie bei der zur Freigabe des Hauptauslasses erforderlichen Stellung der Hauptklappe
den Nebenauslaß geschlossen hält und bei der zur Ableitung des Füllgutes in den
Nebenauslaß erfolgenden Bewegung der Hauptklappe den Nebenauslaß öffnet. Diese Anordnung
ermöglicht im Gegensatz zu der Einklappen-Vorrichtung, bei welcher die Drehachse
der Klappe stets unterhalb des Nebenauslasses angeordnet sein muß; die Anbringung
der Drehachsen von Haupt- und Nebenklappe oberhalb des Einfülltrichters bzw. des
Nebenauslasses, so daß eine unmittelbare Berührung von Füllgut und 'Drehachsenlagern
und infolgedessen die damit verbundene Möglichkeit von Verschmutzung und Störungen
vermieden wird.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar in Seitenansicht bei einer Maschine zum Verpacken von
Tabak.
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Die leeren Verpackungen werden beispielsweise unmittelbar von der
zu ihrer Herstellung dienenden Maschine in eine Hülse 2 eingeschoben, die bei 4.
in dem Bock 5 drehbar gelagert ist. Hierauf wird die Hülse 2 entgegen einer Feder
8 um cgo° in die aufrechte Stellung gedreht, und zwar dadurch, daß eine Schiene
14 durch ihre von der Antriebswelle C betätigte Bewegungsvorrichtung senkrecht nach
oben verschoben wird, wobei eine an der Hülse :z befestigte Leitrolle 6 zunächst
an der oberen abgeschrägten Kante und dann an der senkrechten Innenkante der Schiene
1q. abrollt. In der senkrechten Stellung der Hülse 2 wird die in dieser befindliche
Verpackung auf der Stelle x durch einen senkrecht verschiebbaren Stößer 15 aus der
Hülse 2 heraus und auf eine oben und unten offene Blechhülse 16 geschobep. Diese
Blechhülse ist mit einer Anzahl weiterer Blechhülsen an einem schrittweise gedrehten
Armkreuz 17 befestigt und gelangt nach entsprechender Drehung des Armkreuzes
17 mit dem leeren Paket auf die Füllstelle III, wo ihr ein Stempel 3oo als
Auflage dient.
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Der Einfülltrichter 25 ist mit einem Hauptauslaß 9o sowie mit einem
als Rinne ausgebildeten Nebenauslaß 8o versehen. Die Hauptklappe
78
ist oberhalb der Einschüttöffnung des Fülltrichters 25 vermittels einer Welle 77
in zwei beiderseits 'des Trichters sich erstreckenden Armen 177 drehbar gelagert,
die an auf Böcken 18r des Maschinengestelles befestigten Stangen 179 sitzen. Oberhalb
des Nebenauslasses 8o ist gleichfalls eine Klappe 73 angeordnet, die vermittels
einer Welle 71 an der Rückwand des Trichters 25 vermittels Böcke 17o drehbar gelagert
ist. Die Wellen 71, 77 und damit die Klappen 73 und 78 sind dadurch miteinander
gekuppelt, daß auf den Wellen befestigte Arme 74 und 76 durch einen Lenker 75 miteinander
verbunden sind.
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Die schwingende Bewegung der Klappen 73 und 78 wird von der Welle
7i abgeleitet, auf der ein Arm 72 befestigt ist, der unter der Einwirkung einer
Feder 79 bestrebt ist, die Klappen 73 und 78 in die strichpunktierten Stellungen
zu bewegen. Für gewöhnlich werden jedoch dieKlappen in ihrer anderen, auf derZeichnung
gestrichelt veranschaulichten Stellung vermittels einer auf der Welle 71 befestigten
Klinke 70 gesperrt gehalten, die sich mit einer Falle 69 in Eingriff befindet.
Die mit einem Gegengewicht 69' versehene Falle 69 ist auf einem im Bock 169 befestigten
Bolzen 168 drehbar. Auf diesem Bolzen ist ferner drehbar ein Winkelhebel 68 angeordnet,
dessen einer Arm eine auf die Klinke 70 wirkende Rolle 68' trägt, und dessen
anderer Arm durch eine Stange 67 mit einem Arm 65 verbunden ist, der auf einer drehbar
gelagerten Welle 63 befestigt ist. Auf dieser Welle ist ferner befestigt ein Arm
62', der eine Stange 62 mit einem der Höhe nach einstellbaren Taster 61 trägt, sowie
ein Arm 64., der in bekannter Weise durch Exzenterstange und Feder von einem Exzenter
der Antriebswelle B derart betätigt wird, däß er durch die Feder kraftschlüssig
nach unten und durch die Exzenterstange zwangläufig nach oben geschwungen wird.
Infolgedessen wird also der Taster 61 kraftschlüssig nach oben gegen das in der
Hülse 2 befindliche Paket und zwangläufig nach unten geschwungen. Die Wirkungsweise
ist folgende Für den geordneten Betrieb nimmt der Sperrmechanismus für die Klappen
73 und 78 die aus der Zeichnung ersichtliche Stellung ein, in welcher die Klappe
73 den Nebenauslaß 8o geschlossen und die Klappe 78 den Hauptauslaß geöffnet hält.
Alsdann kann das in den Trichter 25 eingefüllte Gut frei in eine unterhalb des Trichters
befindliche Vorkammer 26 gelangen, aus welcher es durch einen Schieber 27 in die
I Verpackung auf Stelle III befördert wird, w( das Einstopfen durch den auf und
ab verschiebbaren Stempel 29 erfolgt. An dieser Stellung ändert sich so lange nichts,
als sich bei dez Aufwärtsbewegung des Tasters 61 in der Hülse 2 ein Paket befindet.
Der Bewegungsmechanismus des Tasters 61 ist, wie gesagt, an sich bestrebt, den Taster
kraftschlüssig durch eine Öffnung in der unteren Wand der Hülse 2 hindurch in die
gestrichelt dargestellte Lage zu heben, wird hieran aber gehindert, wenn sich in
der Hülse 2 ein Paket befindet. Bei dieser Hubbemessung des Tasters 61 und infolgedessen
auch des Armes 68 kann letzterer die Falle 69 nicht auslösen. Befindet sich jedoch
kein Paket in der Hülse 2, so wird der Taster 61 bis in die Stellung 61' angehoben
und der Arm 68 durch das Gestänge 65 und 67 so weit nach links ausgeschwungen, daß
die an ihm befestigte Rolle 68' die Falle 69 außer Eingriff mit der Klinke 7o bringt,
worauf das Gestänge der Klappen 73 und 78 durch die Feder 79 in eine solche Lage
bewegt wird, daß nunmehr die Klappen in die eingeklammerten Stellungen geschwungen
werden, in welchen die Klappe 73 den Nebenauslaß 8o freigibt und die Klappe 78 das
Füllgut in diesen Auslaß ableitet, so daß keine Einschüttung mehr in die Kammer
26 erfolgen kann. Nach beseitigter Störung werden die Klappen 73, 78 wieder von
Hand entgegen der Feder 79 in die dargestellte normale Stellung zurückbewegt, und
die Klinke 7o wird unter die Falle 69 gehakt.