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Telegraphen- oder Ferlldruckersystem.
Gegenstand des Hauptpatents ist eine Telegraphen-oder Ferndruckeranlage, hei der die Verbindung der Teilnehmerstationen durch automatische, auf einer oder mehreren Vermittlungstellen vorgesehene Schaltmittel erfolgt. Dabei sind die Verbindungsleitungen zwischen den Stationen und der Vermittll1ngsstelle, je nach der verwendeten Betriebsweise, als zwei-oder vieradrige Leitungen ausgeführt, während die Durchschaltung der Telegraphierleitungen innerhalb der Vermittlungsstelle mit Rücksicht auf die Möglichkeit einer getrennten Überwachung der beiden Verkehrsrichtungen unter Benutzung von vier Leitungsadern erfolgt.
Von diesen ist ein Leitungspaar für die eine Verkehrsrichtung, z. B. vom anrufenden zum angerufenen Teilnehmer, das andere Paar für die entgegengesetzte Verkehrsrichtung vorgesehen.
Die Durchschaltung einer so grossen Zahl von Adern für jede herzustellende Verbindung ist aber, da in der Regel noch eine fünfte Ader für die Zwecke der Prüfung hinzukommen würde, mit den normalen, in der automatischen Fernsprechtechnik verwendeten Wälhlern nicht durchzuführen, da diese nur für die Durchschaltung von drei Adern ausgebildet sind. Die Verwendung besonderer Wähler, die von dieser normalen Bauart abweichen, würde aber den Betrieb einer automatischen Telegraphen- oder Ferndruckeranlage umständlich und kostspielig machen.
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, die normalen, für die Durchschaltung von drei Adern ausgebildeten Wähler zu benutzen, ohne den Vorteil der Trennung der beiden Verkehrsrichtungen innerhalb des Amtes aufgeben zu müssen, und es kann ausserdem bei Einhaltung gewisser Bedingungen ein automatisches Vermittlungsamt für den Fernsprechverkehr als Vermittlungsamt für den Telegraphen-oder Ferndruckerbetrieb verwendet werden.
Gemäss der Erfindung wird die Verminderung der Zahl der durchzuschaltenden Adern dadurch erreicht, dass von jedem der beiden für die entgegengesetzten Übertragungswege einer Verbindung erforderlichen Adernpaar nur je eine Ader umgeschaltet wird. Ausser diesen beiden Adern kann dann noch eine dritte Ader für die Zwecke der Prüfung und für ähnliche Zwecke in bekannter Weise durchgeschaltet werden. Ein besonderes Merkmal der Erfindung besteht darin, dass von jedem Adernpaar die Ader, die nicht über die Schaltarme und Kontakte der Wähler geführt ist, für eine Mehrzahl von Stromkreisen durch eine gemeinschaftliche Verbindung ersetzt wird. Als gemeinschaftliche Verbindung kann eine Sammelschiene oder z. B. die Erdleitung dienen, die genügend grossen Leitungsquerschnitt besitzt.
Der Gegenstand der Erfindung wird durch die beiliegende Zeichnung und die nachfolgende Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispieles veranschaulicht. Die Zeichnung zeigt ein prinzipielles Schaltschema einer Vermittlungsstelle für automatischen Telegraphen-oder Ferndruckerbetrieb, bei dem zur Vereinfachung der Darstellung alle für den Erfindungsgegenstand
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unwesentlichen Schaltelemente weggelassen sind. So ist z.
B. die Prüfader, die bei automatischen Vermittlungsstellen zur Kontrolle des ,,Besetzt"-Zustandes verwendet wird, nicht mit dargestellt ; ausserdem sind zur Vereinfachung der Darstellung die Verbindungsleitungen zwischen dem Amt und der Teilnehmerstation als aus zwei Doppelleitungen bestehend angenommen. von denen die eine Doppelleitung zur Übermittlung in der einen Richtung, die andere zur Übermittlung in der andern Richtung-bestimmt ist.
Die Zeichnung zeigt links eine Teilnehmerstation Ti. von der jedoch nur das Senderelais 81 mit dem Sendekontakt Sl und das Empfangsrelais E'1 mit dem Empfangskontakt e'1 dargestellt sind. Der Sendekontakt Si, der Zeichendströme wechselnder Stromrichtung aussendet,
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das Empfangsrelais E'i des Teilnehmers über die Leitung L'mit dem Sendekontakt S'l der Vermittlnngsstelle verbunden. Bei Anwendung anderer bekannter Schaltungen können die Leitungen L und L'selbstverständlich auch durch eine einzige Doppelleitung ersetzt werden.
Die Fortschaltung der Wähler auf den dem gewünschten Teilnehmer entsprechenden
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station aus, wobei mittels der nicht dargestellten Prüfeinrichtungen die Prüfung des angerufenen Teilnehmers auf Besetztsein"erfolgt. Einer der Wähler, u. zw. der der erwähnten Teilnehmerstation ? i zugeordnete Wähler, ist durch die Kontaktarme il und kl dargestellt, die durch den Tanker hui des Schaltmagneten H1 über die Kontakte 0, 2, 3 bewegt werden, mit denen andere Teilnehmer verbunden sind.
Wird z. B. angenommen, dass der Teilnehmer To den Teilnehmer T3 erreichen will, so werden durch eine entsprechende Zahl von Stromstössen die Kontaktarme i1 und k1 auf die Kontakte 3 geschaltet, an die die Verbindungsleitungen ssg und ba des gewünschten Teilnehmers
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Prüfrelais an, dessen Kontakte plu und die die Durchschaltung der Verbindungsleitungen vornehmen, so dass der Verkehr beginnen kann. Während des Verkehrs ist ein nicht dargestelltes Relais erregt, welches den Antriebsmagneten des Wählers H1 mittels seines Kontaktes ql abschaltet, um eine Weiterschaltung des Wählers zu verhindern.
Die Auslösung der Verbindung nach Beendigung des Verkehrs und die Rückstellung der
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des Relais W1, welches die Rückstellung der Wähler in die Ruhelage veranlasst und z. B. in bekannter Weise als Auslösemagnet mechanisch auf die Schaltglieder des Wählers einwirken kann.
Für den Verkehr zwischen den beiden miteinander verbundenen Teilnehmern sind zwei
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Wählerkontakt 3, Leitung dz (b3) zum Sonderrelais Sg, welches die Zeichenimpulse an den angerufenen Teilnehmer Tg weiter überträgt. Der Stromkreis für die entgegengesetzte Richtung verläuft von der Batterie-Bg über den Empfangskontakt es, Leitung l3 (a3), Wählerkontakt 3, Kontaktarm k1, Prüfrelaiskontakt p1b. Leitung l'1 (b1), zum Senderrelais S'l, welches die Zeichen- impulse an den anrufenden Teilnehmer T1 überträgt.
Von jedem der für diese beiden Stromkreise erforderlichen Leitungsadernpaare ist nun jeweils nur eine Ader a bzw. b über die Wähler geführt, während die andere Ader durch eine gemeinschaftliche Erdverbindung ersetzt ist.
Es ist selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern dass sie auch für alle anderen Schaltungen von automatischen Telegraphen-und Ferndruckervermittlungsstellen anwendbar ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Telegraphen-oder Ferndruckeranlage nach Patent 120562, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Vermittlungsstelle von den beiden einander entgegengesetzten Stromwegen, die für die beiden Verkehrsrichtungen jeder Verbindung erforderlich sind, nur je eine Ader umgeschaltet wird.