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Die Zähler für Elektrizität, Gas, Wasser u. dgl. werden in bestimmten Zeitabständen durch einen Werksbeamten abgelesen. Oft sind diese Zähler im Keller oder in andern schlechtbeleuehteten Räumen untergebracht, so dass das Zählwerk ohne Zuhilfenahme einer Taschenlampe od. dgl. überhaupt nicht abgelesen werden kann.
Diese Schwierigkeiten kann man dadurch beseitigen, dass man an dem Zähler eine Druckvorrichtung anbringt, die der Beamte bei seinem Rundgang betätigt und die auf eine in das Druckwerk eingeschobene Karte die Zählwerksstellung und gegebenenfalls die Zählernummer abdruck. Bei dieser Methode werden auch Irrtümer in der Ablesung vermieden. Die bedruckte Karte kann als Beleg bei Streitigkeiten des Elektrizitätswerkes mit den Verbrauchern gelten.
Registriert das Zählwerk fortlaufend, so muss der Verbrauch zwischen zwei Ablesungen durch Subtraktion ermittelt werden. Diese Unbequemlichkeit kann man dadurch beseitigen, dass man nach jeder Ablesung bzw. nach jedem Druckvorgang das Zählwerk in die Nullstellung zurückbringt. Zählwerke mit Rückstellvorrichtung sind bekannt. Bei diesen bekannten Zählwerken macht aber entweder die Rückstellung Schwierigkeiten oder sie erfordern für den Antrieb eine so hohe Kraft, dass sie das Messgerät unzulässig stark abbremsen würden. Auch sind sie in der Herstellung und im Aufbau komplizierter als die normalen Zählwerke.
Bei der Zähleinrichtung, die den Gegenstand der Erfindung bildet, treten diese Mängel nicht auf.
Es können hier ganz normale Zählwerke, die zu ihrem Antrieb nur sehr wenig Kraft erfordern, verwendet werden. Erfindungsgemäss wird bei der Zähleinrichtung das Zählwerk durch einen Hilfsmotor in die Nullstellung zurückgedreht. Bei der Rückstellung wird das Zählwerk von dem Messgerät abgekuppelt und mit dem Rückstellmotor verbunden. Nach erfolgter Rückstellung wird das Zählwerk wieder mit dem Messgerät gekuppelt. Die Einrichtung kann in der Weise arbeiten, dass der Werksbeamte beim Druckvorgang die Kupplung des Zählwerks mit dem Rilekstellmotor bewirkt und dass nach erfolgter Rückstellung das Zählwerk durch den Hilfsmotor selbsttätig wieder mit dem Messgerät verbunden wird.
Der Motor kann nach der Rückstellung durch einen vom Zählwerk überwaehten Schalter abgeschaltet werden, er kann aber statt dessen auch auf ein Spannwerk umgeschaltet werden, in dem die für den Druckvorgang erforderliche Energie aufgespeiehert wird.
Nach einer andern Ausführungsart wird das Zählwerk mit dem einen Teil eines Differentialgetriebes gekuppelt, dessen zweiter Teil mit dem Messgerät und dessen dritter Teil mit dem Rückstellmotor verbunden ist. Bei dieser Ausführungsart werden ausrückbare Kupplungen vermieden. Hier braucht bei der Rückstellung nur der Rückstellmotor eingeschaltet und beim Erreichen der Nullstellung des Zählwerks abgeschaltet zu werden. Die Abschaltung kann selbsttätig erfolgen, beispielsweise wenn das zurückgestellte Zählwerk in der Nullstellung einen bestimmten Anschlag erreicht.
Zweckmässig wird der Rück- stellmotor gegen Rückdrehung durch eine Bremse, ein Klinkwerk od. dgl. gesperrt, damit nicht die Dreh- bew egung des Messgerätes statt auf das Zählwerk auf diesen Motor übertragen werden kann.
Nach einer dritten Ausführungsart kann das Messgerät durch eine Sehlupfkupplung, z. B. Reibungskupplung, mit dem Zählwerk verbunden werden. Der Rückstellmotor wirkt dann auf die dem Zähl-
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werk zunächstliegende Kupplungshälfte mittels eines in einer Richtung wirkenden Getriebes, z. B. mittels Klinke und Sperrad, ein. Beim Erreichen der Nullstellung wird der Rückstellmotor abgeschaltet oder von diesem Getriebe entkuppelt.
Damit für die Rückstellung nicht viel Zeit erforderlich ist-diese Zeit geht für die Registrierung verloren-, lässt man den Rückstellmotor mit verhältnismässig grosser Geschwindigkeit umlaufen und kuppelt ihn möglichst unmittelbar, unter Vermeidung reduzierender Zwisehengetriebe, mit dem Zählwerk. In diesem Fall muss aber der Motor ein verhältnismässig grosses Drehmoment entwickeln.
Man kann mit einem schwachen Rückstellmotor auskommen, wenn man nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zwei Zählwerke verwendet, von denen abwechselnd das eine mit dem Messgerät, das andere mit dem Rückstellmotor gekuppelt wird. In diesem Fall kann die Rückstellung des einen Zählwerkes auch mit geringer Geschwindigkeit erfolgen, da hiefür genügend Zeit zur Verfügung steht.
Damit beim Drucken der Endstellung des Zählwerks oder der Zählwerke Zwischenstellungen vermieden werden, kann das Zählwerk mit einer"springenden"Ziffernrolle in der letzten Dezimalstelle ausgeführt werden. Derartige Zählwerke haben aber den Nachteil, dass sie eine grössere Antriebskraft erfordern und das Messgerät zeitlich ungleichmässig belasten. Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass ein normales Zählwerk ohne springende Ziffernrolle verwendet, zwecks Vermeidung von Zwischenstellungen beim Druckvorgang aber durch eine besondere Vorrichtung, beispielsweise ein Rastengetriebe, auf ganze Zahlen eingestellt wird.
Um bei dieser gewaltsamen Einstellung auf ganze Zahlen eine Beschädigung des Getriebes zwischen Zählwerk, Messgerät und Rückstellmotor zu verhüten, wird das Zählwerk beim Druckvorgang zweckmässig entkuppelt ; es können statt dessen aber auch zwischen dem Zählwerk und den Antriebsvorrichtungen Gleitkupplungen eingebaut werden. Derartige Zähleinrichtungen registrieren falsch, wenn aus irgendwelchen Gründen das Zählwerk nicht vollständig in die Nullstellung zurückgebracht wird, z. B. wenn beim Ausbleiben der Spannung der Rückstellmotor versagt. Die Vorrichtung registriert dann zu viel, weil zu dem Verbrauch der. Ableseperiode ganz oder teilweise der Verbrauch der vorhergehenden Periode hinzugefügt wird.
Um derartige Fehlregistrierungen erkennbar zu machen, wird erfindungsgemäss nicht nur die Endstellung, sondern auch die Nullstellung des Zählwerkes bei jedem Druc. kvorgang abgedruckt. Ist nur ein Zählwerk vorhanden, so kann der Druckvorgang in der Nullstellung selbsttätig nach erfolgter Rückkehr des Zählwerks in diese Stellung ausgelöst werden. Bei jenen Ausführungsarten der Zähleinrichtung, bei denen der Beamte nur kurzzeitig eine Karte in die Druckvorrichtung einschiebt, kann eine Kontrolle für die Rückkehr des Zählwerks in die Nullstellung dadurch herbeigeführt werden, dass das Zählwerk beim Erreichen dieser Stellung beispielsweise irgendeine vom Messgerät unabhängige Ziffernrolle fortsehaltet. Die Stellung dieser Ziffernrolle wird bei jeder Ablesung mitabgedruckt.
Kehrt bei zwei aufeinanderfolgenden Ablesungen dieselbe Ziffer wieder, so ist dies ein Zeichen dafür, dass das Zählwerk nicht in die Nullstellung zurückgelangt ist.
Besonders einfach wird die Registrierung der Nullstellung, wenn zwei Zählwerke angewendet werden, von denen abwechselnd das eine mit der Messeinrichtung, das andere mit dem Rüekstellmotor gekuppelt ist. Hier kann durch einen einzigen Druckvorgang die Endstellung des einen und die Nullstellung des ändern Zählwerks abgedruckt werden.
Die Zähleinrichtung kann mit Vorteil auch für Maximumzähler verwendet werden, bei denen periodisch, z. B. jeweils nach Ablauf einer viertel oder einer halben Stunde, der Verbrauch innerhalb dieser Perioden registriert wird. In diesem Fall wird die Zähleinrichtung durch ein Zeitwerk gesteuert.
Es wird also am Ende jeder Periode die Endstellung des Zählwerks abgedruckt und das Zählwerk in die Nullstellung zurückgebracht. Bei Verwendung zweier Zählwerke ist während der einen Messperiode das erste Zählwerk mit dem Messgerät, das zweite mit dem Rückstellmotor verbunden. Am Ende dieser Registrierperiode, wo das zurückgestellte Zählwerk die Nullstellung längst erreicht hat, werden die Stellungen der beiden Zählwerke gedruckt. Hierauf werden die Zählwerke umgekuppelt, so dass bei der darauffolgenden Periode nunmehr das erste Zählwerk mit dem Rückstellmotor, das zweite Zählwerk mit dem Messgerät verbunden ist.
Zweckmässig werden die beiden Zählwerke gleichachsig nebeneinander angeordnet. Wird ausserdem der Registrierstreifen durch ein Zeitwerk senkrecht zu diesen Achsen fortbewegt, so erscheinen die Abdrücke der beiden Zählwerke in zwei längs der Streifenräder fortlaufenden Reihen, wobei gleichzeitige Abdrücke, also der Abdruck der Endstellung des einen und der Nullstellung des andern Zählwerks, jeweils nebeneinanderstehen.
Zur Rückstellung eignet sich besonders ein Ferrarismotor, dessen Energie nach erfolgter Rickstellung jeweils zur Ladung eines die Druekvorrichtung antreibenden Spannwerks ausgenutzt werden kann.
In der Zeichnung ist in Fig. 1, mehr im Schema, eine derartige Druckvorrichtung beispielsweise dargestellt, die Fig. 2 zeigt den von dieser Vorrichtung bedruckten Streifen.
1, Fig. 1, ist ein vom Messgerät, beispielsweise von einem Elektrizitätszähler, angetriebenes Stirnrad, 2 ein mit dem Rüekstellmotor, beispielsweise einem Ferrarismotor, gekuppeltes Stirnrad. Das Stirnrad 2 ist auf der einen Seite durch die Zahnräder 3, 4 mit dem Ritzel 5, auf der andern Seite durch die Zahnräder 6, 7 mit dem Ritzel 8 verbunden. In das Ritzel 5 greift das Zahnrad 9, das an dem Schwenk-
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arm 10 gelagert ist. In das Stirnrad 1 greift das Zahnrad 11, das an dem Schwenkarm 12 gelagert ist.
Die Arme 10, 12 sind durch die Stange 13 miteinander gekuppelt.
Die Schwenkarme werden durch den Exzenter 14 mittels der Stange 15 gesteuert. Durch Drehung des Exzenters 14 um 180 wird das Rad 9 von dem Ritzel 5 entkuppelt und mit dem Stirnrad 1 in Verbindung gebracht, ebenso das Rad 11 von dem Stirnrad 1 entkuppelt und mit dem Ritzel 8 in Verbindung gebracht. Der Exzenter 14 ist mit einem Zeitwerk gekuppelt, das ihn beispielsweise jeweils nach Anlauf einer Viertelstunde um 1800 weiterdreht.
Mit dem Rad 9 ist durch das Kegelradgetriebe 16, die Welle 17 und das Kegelradgetriebe 18, die letzte Ziffernrolle 19 des Zählwerks 20 gekuppelt. Das Rad 11 ist ebenso durch das Kegelradgetriebe M, die Welle 22, das Kegelradgetriebe 23 mit der letzten Ziffernrolle 24 des Zählwerks 25 verbunden. Mit den letzten Ziffernrollen 19, 24 der Zählwerke sind ausserdem die Rastenscheiben 26,27 verbunden, die mit den Schneiden 28, 29 des Druckbiigels 30 zusammenarbeiten.
Der Einfachheit halber sind die die einzelnen Ziffernrollen kuppelnden Zwischengetriebe in der
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versehen, die in der Nullstellung auf den festen Anschlag 35 auftreffen.
Der Druckbügel 30 sucht die Feder 36 von den Ziffernrollen der Zählwerke 20,25 abzuheben. Er wird aber jeweils nach Ablauf einer Registrierperiode durch den von einem Zeitwerk angetriebenen Exzenter 37 gegen die Ziffernrollen gedruckt. Die Exzenter 37 und 14 arbeiten im gleichen Takt, jedoch macht der Exzenter 37 am Sehlusse jeder Registrierperiode eine volle Umdrehung, während der Exzenter 14 nur eine halbe Umdrehung ausführt. Zwischen den Ziffernrollen und dem Druckbügel 30 laufen der Registrierstreifen 38 und der Kohlepapierstreifen 39 durch. Sie werden durch ein Zeitwerk stetig oder schrittweise senkrecht zu den Achsen der Zählwerke 20 und 25 fortbewegt. Auf den Registrierstreifen werden fortlaufend die End-und Nullstellungen der Zählwerke abgedruckt, Fig. 2.
Die Vorrichtung arbeitet auf folgende Weise : In der gezeichneten Stellung ist das Zählwerk 20 mit dem Rückstellmotor 2 gekuppelt. Dieser hat das Zählwerk bereits in die Nullstellung zurückgedreht, in der der Anschlag 33 an dem Anschlag 35 aufliegt. Das Zählwerk 25 wird von dem Zähler 1 angetrieben. Ist die Registrierperiode zu Ende, so beginnen die Exzenter 14 und 37 umzulaufen. Der Exzenter 14 entkuppelt die beiden Zählwerke sowohl vom Zähler wie vom Rückstellmotor. Der Exzenter 37 drückt den Druckbügel nach abwärts, stellt zunächst mittels der Schneide 29 und der Rastenseheibe 27 die letzte Ziffernrolle 24 des Zählwerks 25 auf eine ganze Zahl ein und hierauf presst er die Streifen 38, 39 gegen die Ziffernrollen.
Von dem Zählwerk 25 wird dabei die Endstellung, von dem Zählwerk 20 die Nullstellung abgedruckt, vgl. Fig. 2.
Bei der Weiterdrehung des Exzenters 37 wird der Druckbügel 30 durch die Feder 36 wieder hochgezogen, die Schneiden 28, 29 geben die Rastenscheiben 26,27 frei. Sobald der Exzenter 37 in die Ausgangsstellung zurückgekehrt ist, hat sich der Exzenter 14 um 1800 gedreht und nunmehr das Zählwerk 25 mit der Rückstellvorrichtung, das Zählwerk 20 mit dem Zähler gekuppelt. Das Zählwerk 25 wird nun allmählich bis in die Nullstellung zurückgedreht, bis der Anschlag 34 auf den Anschlag 35 trifft. Das Zählwerk 20 wird durch den Zähler entsprechend dem Verbrauch weitergeschaltet. Am Sehlusse der Registrierperiode fuhren die Exzenter 14 und 37 wieder ihre Bewegung aus.
Es wird dieses Mal die Nullstellung des Zählwerks 25 und nach vorheriger Einstellung auf ganze Zahlen durch die Schneide 28 und die Rastenscheibe 26 die Endstellung des Zählwerkes 20 abgedruckt. Die Räder 9 und 11 werden in die gezeichnete Stellung zurückgeschwenkt.
Im Ausführungsbeispiel müssen die von dem einen Zählwerk gedruckten Zahlen rückwärtsgelesen
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einem gemeinsamen Motor unter Zwischenschaltung eines Differentialgetriebes angetrieben. Damit einerseits beim Ausbleiben der Netzspannung die Druckeinrichtung nicht versagt, anderseits die für den Druckvorgang erforderliche, verhältnismässig grosse Arbeitsmenge aufgespeichert werden kann, wird zwischen dem Motor und dem oben angegebenen Getriebe zweckmässig ein Spannwerk, z. B. eine Uhrfeder, eingeschaltet.
Die Getriebeschaltung soll an Hand der Fig. 3 erläutert werden.
Der Hilfsmotor 40 treibt mittels eines Zahnradgetriebes den Kern 41 des Federhauses 42 an, das mit der Kreuzwelle 43 eines Differentialgetriebes gekuppelt ist. Das eine Sonnenrad 44 ist mit dem Ritzel 1 des Ruckstellwerkes (vgl. auch Fig. 1), das andre Sonnenrad 45 mit der Nockenscheibe 37 der Druckvorriehtung verbunden. Das Sperrorgan 46 wird von einem Uhrwerk gesteuert und sperrt abwechselnd die Sonnenräder 44, 45. In der gezeichneten Stellung wird gerade die Noekenscheibe 37 des Druck- werkes angetrieben, nach vollendetem Druckvorgang wird der Teil 46 nach dem Sonnenrad 45 umgelegt.
Dadurch wird das Ritzel 1 des Rilekstellwerkes angetrieben, bis es durch den Anschlag 33 bzw. 34 (Fig. 1)
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Am Schlusse der nächsten Messperiode wird wieder kurzzeitig das Sonnenrad 45 freigegeben, so dass die Stellungen der Zählw erke wieder abgedruckt v erden.