AT129312B - Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen.

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AT129312B
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  Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen. 



   Man hat bereits versucht, ungebrannte Platten durch Auftragen von gefärbten Phenolharzen auf mineralischen Trägermaterialien herzustellen. Solche Versuche führten jedoch zu keinem technischen Erfolg, weil alle Phenol-Kondensationsprodukte und ihre Homologen zu unbeständig sind und sich mit der Zeit an der Luft und besonders bei Belichtung zum mindesten oberflächlich verändern und dabei verfärben. Auch bei Verwendung von Kombinationen von Phenol-Formaldehyd-Harzen mit HarnstoffFormaldehyd-Kondensationsprodukten zur Herstellung von gefärbten Glasuren zeigen sich ähnliche Nachteile. Selbst dann, wenn Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte allein, die bekanntlich lichtecht sind, in Kombination mit an sich lichtechten Pigmenten zur Herstellung derartiger gefärbter Glasuren verwendet werden, gelingt es nicht ohne weiteres, zu einer lichtechten Glasur zu gelangen. 



   Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass man lichtechte, gefärbte Glasuren auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen, wie Zement od. dgl., in der Weise erzeugen kann, dass man bei der Herstellung solcher Glasuren auf der Basis von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten nicht nur die Anwesenheit von Phenolen bzw. deren Kondensationsprodukte, sondern auch die Anwesenheit von Halogenen, u. zw. auch in geringen Mengen, wie sie z. B. als Katalysatoren oder Verunreinigungen vorhanden sein können, sowohl im Kunstharz als auch im Pigment ausschliesst. 



   Zur Durchführung des Verfahrens eignen sich sowohl halogenfreie Harnstoff-Formaldehyd-Kon- 
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 echten Kunstharzen, z. B. Glyzerin-Phthalsäureanhydrid-Kondensationsprodukten, verwendet werden. 



  Voraussetzung bleibt stets-die Halogenfreiheit der angewandten    Kunstbarzmischungeu.,     . Beispiel :   Als Trägermaterial dient ein ungebrannter   Zementscherben,'als Kunstharz   ein phenolfreies Kunstharz, welches frei von   Halogensalzen   ist, die später Veränderungen der Farbe der Masse im Lichte hervorzurufen imstande wären. Besonders gut eignen sich für die vorliegende Verwendung auf dem ungebrannten Trägermaterial die Harnstoff-Thioharnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte, welchen man beispielsweise Ammoniumnitrat als Härtungsmittel zugesetzt hat und welche eine Glasur ergeben, die eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit zeigt. 



   Die Aufbringung der Glasurschicht auf das Trägermaterial kann etwa folgendermassen geschehen : Es wird auf den Zementscherben zunächst eine erste Kunstharzschicht als Grundschicht zur Ausfüllung der Poren der Trägerplatte aufgetragen. Dann erfolgt das Aufbringen einer zweiten Kunstharzschicht (Deckschicht) mit einem Pigment-, z. B. Lithoponzusatz von etwa   50%.   Eine dritte Schicht aus Kunstharz, welche die Rolle einer Glanzschicht spielt und die wenig oder kein Pigment enthält, hat bezüglich des Kunstharzes die genau gleiche Zusammensetzung wie die beiden ersten Schichten. Nach Aufbringung dieses dreischichtigen gefärbten Kunstharzauftrages wird die Platte im Trockenofen bei ungefähr 130  C während 2-3 Stunden einem   Härtungsvorgang unterzogen.

   Schliesslich   wird die erhaltene Kunstharzglasur mittels der Polierscheibe kurz poliert. Die in dieser Weise fertiggestellte Wandplatte behält den Farbton der Kunstharzglasur auch im Lichte dauernd unverändert bei. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Kunstharzen, insbesondere Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten, auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen, wie Zement od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Herstellung dieser Glasuren halogenfreie Kunstharze und Pigmentfarben verwendet. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunstharz ein Harnstoff-Thioharnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukt verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunstharz ein Gemisch aus einem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukt bzw. einem Harnstoff-Thioharnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukt und einem andern halogenfreien Kunstharz verwendet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT129312D 1929-02-04 1930-01-30 Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen. AT129312B (de)

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